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E-Book

Reichtum statt Hamsterrad

Schritt für Schritt zu finanzieller Unabhängigkeit

AutorFrank Wachenbrunner
VerlagTectum Wissenschaftsverlag
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl176 Seiten
ISBN9783828868762
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis13,99 EUR
Wer kennt das nicht? Man arbeitet und arbeitet - und am Ende des Monats bleibt doch kein Geld übrig. Oder, noch schlimmer: Man ist sogar im Minus. Frank Wachenbrunner hat einem Ausweg aus dieser Situation gefunden. Anhand seiner eignen Erfahrungen gibt er Tipps, wie Sie nach und nach zu mehr finanzieller Unabhängigkeit gelangen. Der erste Schritt ist es, sich einen Überblick über Kosten und Ausgaben zu verschaffen. Mit einer selbstständigen Tätigkeit können Sie dann etwas dazuverdienen, Schulden abbauen oder sogar aus dem Angestelltenverhältnis austreten. Haben Sie sich Kontrolle über die finanzielle Lage verschafft und ein eignes Unternehmen gegründet, so haben Sie noch die Möglichkeit, clever zu investieren. Sie nehmen Ihr Schicksal selbst in die Hand, und nutzen praktische Beispiele und Berechnungen, um Schritt für Schritt zu Wohlstand oder sogar zu Reichtum zu gelangen - unabhängig von Herkunft oder sozialem Stand.

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Leseprobe

2 Raus aus den Schulden

Schon berühren wir ein heikles Thema: Schulden. Sie werden fachsprachlich als Verbindlichkeiten bezeichnet. Es sind Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten. Einzelne Personen, Firmen oder Staaten sind solche Rückzahlungsverpflichtungen eingegangen und gehen diese auch oft leichtsinnig ein. Diese Verpflichtungen können zur Schuldenlast, zum Schuldenberg und schließlich zur Schuldenfalle werden. Außerdem sind Schulden deshalb für den Schuldner totes Kapital, weil es nicht für, sondern gegen ihn arbeitet. Achten Sie immer darauf, dass Kapital, also Ihre Einnahmen z. B. aus Arbeit oder Gewinnen, für Sie arbeitet! Schulden tun dies ganz sicher nicht. Meist gehen Sie eine Verpflichtung zur Rückzahlung eines Darlehens ein, die Sie eigentlich nur haben, weil kurzfristiger Konsum wichtiger für Sie war als das Erschaffen und Vergrößern von Vermögenswerten.

Wer einmal in das Hamsterrad der Schulden geraten ist, kommt meist schwer wieder heraus. Anschaffungen für die Zukunft werden so nämlich meist sofort getätigt. Dies scheint anfänglich bequem – und die Raten für den Kredit kann man doch Stück für Stück abstottern. Meist wird dabei vergessen, dass dieser Kredit oder die Kredite Ihnen die finanzielle Freiheit nehmen: nämlich die Freiheit, selbst zu entscheiden, was Sie mit Ihrem Geld machen. Und so verbringen Sie wahrscheinlich Ihr Leben damit, für Geld zu arbeiten, das Ihnen nicht gehört, und für Dinge Ihr sauer verdientes Geld auszugeben, die meist schon am Tage des Kaufs einen erheblichen Teil ihres Wertes verlieren. Die Schulden bleiben Ihnen aber und lähmen Sie in Ihrem Handeln. Das eigentliche Ziel, nämlich die Schaffung echter Vermögenswerte, lässt sich so kaum realisieren.

Wie Sie aber echte Vermögenswerte schaffen, werde ich noch in einem anderen Kapitel des Buches klären.

Das besondere an Schulden ist, dass die Zinsen das Anwachsen der Schulden verursachen können. Als Zinsen bezeichnet man das Entgelt, das der Schuldner dem Gläubiger (Kreditgeber) überlässt. Warum zahlt man eigentlich Zinsen? Ganz einfach: Zinsen kann man als eine Art Entschädigung dafür bezeichnen, dass der Kreditgeber sein Geld verleiht und dieses selbst während dieser Zeit nicht für sich nutzen kann.

Schulden sind normal geworden – lassen sich doch mit fremdem Geld schnell ein paar Wünsche erfüllen. Gezahlt wird später. Die Werbung und die ständige Berieselung mit allerlei Konsumwünschen machen es uns aber auch ziemlich schwer, das schnelle Konsumieren zu verweigern. Gekauft wird jetzt, gezahlt wird später, in angeblich bequemen Raten, mit wenig oder gar keinen Zinsen. Wer einmal die „Vorzüge“ des schnellen Besitzens genossen hat, für den ist es meist schwierig, dort wieder herauszukommen. Gut beraten ist, wer dieses Spiel nicht mitmacht – auch wenn es zugegebenermaßen manches Mal doch recht schwerfällt.

Für eine vernünftige Finanzplanung ist wohl der erste und wichtigste Schritt: Schuldenvermeidung – dann haben Sie bisher nichts falsch gemacht – oder Schuldenabbau. Denn nichts kratzt mehr an der Performance des eigenen Vermögens als die monatlichen Ausgaben für allerlei Wünsche des „täglichen Bedarfs“.

Was brauchen wir nicht alles, um ein scheinbar glückliches Leben zu führen? Das neueste Smartphone sollte es schon sein; am besten das mit dem Apfel auf der Rückseite. Ein Tablet, am besten der gleichen Marke, ist sowieso ein absolutes Muss – und den wohlverdienten Feierabend möchte man vor dem neuesten Modell eines Flachbildfernsehers verbringen. Beste Auflösung, 3D und mit smarter Anbindung an das Internet, versteht sich.

Der Spaß hört aber spätestens beim Autokauf auf. Des Deutschen liebstes Kind darf auf keinen Fall eine Kategorie unter der des Nachbarn liegen; am besten spielt es eine Liga darüber. Durchschnittlich werden in Deutschland über 26 000 Euro für ein Auto auf den Ladentisch geblättert. Irgendwie müssen ja die durchschnittlich 140 PS aktiviert werden. Die wenigsten bezahlen dabei ihr heilig’s Blechle aus der eigenen Tasche, sondern bemühen Banken oder andere Kreditvermittler für diese Summe.

Machen Sie dieses Spiel einfach nicht mehr mit! Ansonsten drehen Sie sich ständig im Hamsterrad von Schulden und dem Zeigen von Statussymbolen. Wenn Sie sich einmal im rollenden Hamsterrad befinden, können Sie nicht mehr so leicht entkommen. Das Rad dreht sich immer schneller für Sie. Je mehr Sie sich abmühen, um Ihnen und Ihren Mitmenschen zu zeigen, was für tolle Sachen Sie sich leisten können, desto schneller müssen Sie im Hamsterrad laufen. Der Anspruch wächst stetig und damit auch die Schuldenlast. Auch ihre Freunde, Arbeitskollegen oder Nachbarn befinden sich meist im Hamsterrad. Jeder versucht sich immer schneller zu drehen. Bei Gartengrillpartys werden alle Konsumgüter verbal auf den Tisch gelegt: mein Auto, mein Smartphone, mein Fernseher und mein Haus. Vielleicht wissen Sie noch: Je schneller sich das Hamsterrad dreht, desto schwieriger wird es für den armen Hamster, wieder herauszukommen. Es dreht sich so schnell, dass das Entkommen aus dem Rad oft mit einem Überschlag endet. Sollten Sie sich im Hamsterrad drehen, so ist die beste Taktik, das Hamsterrad so schnell als möglich zu verlassen, indem Sie es zielstrebig stoppen. Das heißt: Tempo rausnehmen, auslaufen lassen und das Rad sofort verlassen. Je zielgerichteter, desto besser.

Kommen wir aber nun zurück zu meinem Beispiel mit dem fremdfinanzierten Automobil. Das Auto muss bezahlbar bleiben. Dafür sollte man nicht mehr als ca. vier bis fünf Monatsnettogehälter ausgeben. Ja: Auch dafür gibt es gute neue oder gebrauchte Autos auf dem Markt.

Überprüfen Sie doch einmal anhand ihres aktuellen Wagens, ob Sie diese Faustformel eingehalten haben. Wenn Sie diese Frage mit Nein beantworten können, so leben Sie hier schon über Ihr finanzielles Limit und drehen fleißig im Hamsterrad Ihre Runden. Beobachten Sie nun einmal bei Ihrer nächsten Fahrt zur Arbeit, was sich nicht alles für tolle Autos durch die Stadt wälzen. Wenn man sich die vorher genannte Faustformel noch einmal vor Augen führt und einen Abgleich mit den existenten Autos auf der Straße macht, so müsste gefühlt jeder zweite Arbeitnehmer monatlich mindestens 5 000 Euro netto verdienen. Dass dies auf gar keinen Fall der Realität entspricht, lässt sich im Internet schnell recherchieren. Nach meinen Recherchen liegt das durchschnittliche Nettoeinkommen in Deutschland bei etwa 2 000 Euro. Vergleichen wir dies noch einmal mit der Faustformel: Zahle nur vier bis fünf Monatsnettogehälter für dein Auto! Dies würde bedeuten, dass die meisten gefahrenen Autos in Deutschland etwa in die Kategorie 10 000 Euro fallen müssten. Ich gebe zu, dass „Durchschnitt“ ja nur ein Mittelmaß bedeutet. Dies impliziert, dass es außerhalb der Mitte auch Werte über und unter dem Mittelmaß geben muss, um eben letztendlich auf dieses Mittelmaß zu kommen. Auch fahren nicht wenige Arbeitnehmer sogenannte Firmenwagen, die ihnen von ihrem Betrieb zur Verfügung gestellt wurden.

Sollten Sie zu denen gehören, die in etwa 2 000 Euro nach Hause bringen, dann fällt es zugegebenermaßen doch recht schwer, sich für ein Automobil Ihrer „Kragenweite“ zu entscheiden. Es gehört aber nicht zu den unlösbaren Dingen, ein ansprechendes Fahrzeug im Segment der unteren Mittelklasse zu finden. Wir müssen nur bereit dazu sein, für das große Ganze, nämlich für die Mehrung des Vermögens, auf kurzfristiges Konsumieren über die Grenzen zu verzichten. Langfristig werden Sie froh über diese Entscheidung sein. Haben Sie sich einmal für diese Option entschieden, werden Sie bald folgendes feststellen: In einem bezahlten Auto der unteren Mittelklasse zu sitzen und auf der sogenannten „hohen Kante“ aber so viel Kapital zu besitzen, dass man das Auto des überschuldeten Nachbarn locker sofort bar beim Händler kaufen könnte, gibt einem ein besonders beruhigendes Gefühl. Sie leben dann nämlich im beruhigenden Understatement. Das Geheimnis liegt darin, immer unter seinen finanziellen Möglichkeiten zu leben.

Sie sehen, Schulden sind wahrlich schlechtes Kapital, und ohne den gezielten Abbau von Schulden oder am besten die Vermeidung von Schulden funktioniert kein Vermögensaufbau.

Und hier kommen wir nun zur zweiten praktischen Umsetzung unseres Vorhabens Vermögensaufbau, nachdem wir uns ja schon vorab einen Überblick über unsere Einnahmen und Ausgaben gemacht haben. Wir bemühen wieder die Tabellenkalkulation für eine anschauliche Berechnung davon, wie für eine bestimmte Schuldensumme und einen bestimmten Zinssatz die Schulden in die Höhe gehen. Die Zahlen der Tabellenkalkulation lügen nicht – und dieses Beispiel können Sie nicht nur für Ihr rollendes Heiligtum anwenden, sondern für alle Konsumartikel, die auf Pump gekauft werden. Los geht’s!

 

Eigene Berechnungen erstellen

Zu unserer bekannten Tabelle gesellt sich nun ein neues Register, das wir am besten mit „Kreditberechnung“ bezeichnen. Wie das Register umzubenennen ist, wissen Sie ja schon.

Erstellen Sie bitte nun folgendes Tabellenblatt und setzen die Daten möglichst an die gleiche Stelle – dies ermöglicht ein synchrones Arbeiten an der Problematik Schulden. In die Zelle „Kreditsumme“ habe ich den Preis für ein durchschnittliches Auto in Deutschland eingetragen, nämlich 26 000 Euro. Die Zinsen belaufen sich auf 2,99 %. Das ist eigentlich nicht viel für einen Konsumkredit. Als monatliche Rate habe ich die im vorherigen Registerblatt angenommenen 299 Euro eingegeben. Formatieren Sie bitte vor dem Eintrag der Werte die Zellen im Euro- bzw. Prozentformat. Dies ermöglichen Ihnen wieder diese beiden Formatierungen. Auch die...

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