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E-Book

Religion in der globalen Moderne

Philosophische Erkundungen

VerlagV&R Unipress
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl321 Seiten
ISBN9783847003199
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis44,99 EUR

Die jüngste Phase der Globalisierung birgt für die religiösen Traditionen in den verschiedenen Weltregionen enorme Herausforderungen. Die kommunikative Verdichtung der Weltgesellschaft verstärkt gegenseitige Infragestellungen. Durch Migration und transkulturelle Prozesse sind auch in Europa neue plurireligiöse Konstellationen entstanden. In fast allen Weltreligionen stehen sich heute fundamentalistische und modernitätsoffene religiöse Gruppen konfliktreich gegenüber. Vor diesem Hintergrund stellt sich für die europäische Religionsphilosophie mehr denn je die Aufgabe, den engeren Bereich der westlichen Moderne zu überschreiten, ohne ihre Errungenschaften leichtfertig aufzugeben.

The current process of globalization holds enormous challenges for religious traditions all over the world. The intensification of global communication through the new information technologies enhances mutual questioning of religious doctrines. Migration movements and transcultural processes created also in Europe new multi-religious constellations. Thus in all regions of global modernity the societal cohesion is threatened by conflicts between fundamentalist religious movements and various secular groups with religious, agnostic or atheistic orientations. At this background the European philosophy of religion has to transcend the narrow horizons of the western modernity without abandoning its achievements. This diagnosis of the current world situation determines the main parts of this volume. The first section deals with systematic approaches for an intercultural reorientation of the European philosophy of religion. The following sections contain distinguished studies of European philosophies of religion from Neoplatonism to Nietzsche and approaches of the 20th century (Maurice Merleau-Ponty, Albert Camus, Michel Henry). The last section is devoted to detailed interreligious studies, concretely about the thought of Ibn Rushd ( Averroes), of the modern Hindu thinker Sri Aurobindo and the “atheistic” dimension of Buddhism.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Title Page3
Copyright4
Table of Contents5
Body7
Rudolf Langthaler, Johann Schelkshorn, Friedrich Wolfram: Einleitung7
1. Religionsphilosophie in interkultureller Perspektive8
2. Zur europäischen Tradition10
3. Neue Ansätze im 20. Jahrhundert13
4. Interkultureller Dialog konkret15
I. Religionsphilosophie in interkultureller Perspektive19
Volker Gerhardt (Berlin): Das Göttliche als Sinn des Daseins. Reflexion über das Verhältnis von Gott und Natur21
Thomas Rentsch (Dresden): Negative Theologie, Transzendenz und Existenz Gottes45
1. Philosophische Theologie I: Negative Theologie47
2. Philosophische Theologie II: Transzendenz52
2.1. Die Transzendenz des Seins (der Welt) (Die ontologisch-kosmologische Transzendenz)53
2.2. Die Transzendenz der Sprache (des Logos)55
2.3. Die anthropologisch-praktische Transzendenz (Existentiell-interexistentielle Transzendenz)56
3. Philosophische Theologie III: Die absolute Transzendenz und die Existenz Gottes und der Status des Wortes „Gott”58
Raúl Fornet-Betancourt (Bremen): Interkulturalität und Religion. Zur interkulturellen Interpretation der Krise des Christentums in Europa63
1. Einleitende Bemerkungen63
2. Zur Interpretation der Krise des Christentums64
2.1. Die Krise der Welt64
2.2. Krise der Vernunft67
2.3. Krise der Subjektivität69
3. Wie soll man mit der gegenwärtigen Krise des Christentums in Europa umgehen bzw. was soll man damit tun?71
Franz Gmainer-Pranzl (Salzburg): „universale salutis sacramentum” (LG 48). Katholizität als Modell diskursiver, responsiver und polyloger Universalität75
1. Ein Verdacht: Das „Katholische” als soziales Relikt?79
1.1 „Veraltet”?79
1.2 „Fremd”?82
1.3 „Kolonial”?85
2. Ein Experiment: Vermittlungen von Identität87
2.1 Übersetzungen: diskursive Kompetenz87
2.2 Ordnungen: responsive Differenz92
2.3 Universalismen: polyloge Relation96
3. Eine Perspektive: Katholizität als kenotische Universalität101
II. Zur europäischen Tradition107
Jens Halfwassen (Heidelberg): Gott als Intellekt: Eckhart als Denker der Subjektivität109
I109
II112
III121
Edith Düsing (Köln): Atheismus – Egoismus – Nihilismus: Jacobis furiose Fichte-Kritik und Fichtes philosophische Antwort123
1. Fichtes Offenbarungskritik, frühe Wissenschaftslehre und der Glaube an Gott als moralische Weltordnung123
1a. Fichtes Offenbarungsverständnis123
1b. Das sich selbst setzende Ich als Axiom der frühen Wissenschaftslehre126
1c. Anlass des Atheismusstreits: Gott wird von Fichte als moralische Weltordnung definiert127
2. Begriff und Ideengeschichte des Nihilismus130
3. Jacobis vehemente Fichte-Kritik und Fichtes Denkweg als Antwort133
3a. Jacobis Provokation133
3b. Fichtes „Augustinische Wende”135
3c. „Die Bestimmung des Menschen” (1800): Fichtes erste Antwort auf Jacobis offenen Brief136
3d. Der Gott in uns als Stimme des Gewissens (Die Bestimmung des Menschen)138
4. Ausblick auf Fichtes späte Religionsschrift: Die Anweisung zum seligen Leben143
Wolfgang Treitler (Wien): John Henry Newmans Zustimmungslehre. Ein Argumentationsweg für heute?147
1. John Henry Newmans Hintergrund147
2. Hauptthese des Grammar of Assent: persongebundene Folgerung150
3. Glaubensbegründung für heute?155
Hans Gerald Hödl (Wien): Dionysos gegen den Gekreuzigten. Nietzsches Gegenentwurf zur christlichen Weltinterpretation.161
1. Nietzsches kritische Philosophie162
2. Die Darstellung des Todes Gottes in „Der Wanderer und sein Schatten” und „Die Fröhliche Wissenschaft”164
3. Die Erzählungen vom Tod Gottes in den Zarathustrabüchern167
3.1. Der Zusammenhang von „Also sprach Zarathustra” und „Die Fröhliche Wissenschaft”167
3.2. Der „Tod Gottes” am Mitleid im zweiten Zarathustra-Buch169
3.3. Verschiedene Arten, in denen Götter sterben: der „Tod Gottes” in „Also sprach Zarathustra 4”170
3.3.1. Die Grundstruktur des Buches170
3.3.2. Das Gespräch Zarathustras mit dem „letzten Papst”.172
3.3.3. Der hässlichste Mensch177
4. Die Perspektive Zarathustras178
III. Neue Ansätze im 20. Jahrhundert181
Hartwig Bischof (Wien): Philosophie mit Meerblick. Maurice Merleau-Ponty und die Religion183
Hans Schelkshorn (Wien): Albert Camus' Appell an die Christen193
Michael Staudigl (Wien): Über die Unhintergehbarkeit des „absoluten Lebens”. Zur praktischen Bedeutung von Michel Henrys Lebensphänomenologie217
1. Der „Umsturz” der Phänomenologie – Von der intentionalen zur „materiellen Phänomenologie”219
2. Zur Krise der Kulturrealität in lebensphänomenologischer Perspektive227
3. Das Politische und die Versuchungen der Transzendenz234
4. Schlussbemerkung239
IV. Interkultureller Dialog – konkret241
Jameleddine Ben Abdeljelil (Wien): Vernunft und Glaube: Ansätze einer (islamischen) Religionsphilosophie bei Ibn Ruschd – Averroes243
Wolfgang Gantke (Frankfurt am Main): Die Bedeutung Aurobindos für eine interkulturelle Philosophie267
1. Begründung des Themas267
2. Die Herausforderung des Unendlichen als Zentrum von Religion für eine interkulturelle Philosophie269
3. Aurobindo als Zukunftsdenker278
Ursula Baatz (Wien): Der Buddhismus – (k).ein Atheismus. Eine Dekonstruktion283
Begegnungen284
Die Konstruktion des Buddhismus als rationalistische und atheistische Weltanschauung286
Globale Verknüpfungen289
Japanischer Nationalismus293
Die Welt der Götter ist Teil des Samsara297
Der Buddhismus, (k).ein Atheismus301
Schluss306
Autorinnen und Autoren309

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