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Rollenspiele zwischen Autor, Text und Leser

Aspekte von Wirkung und Rezeption, gemessen an den Wirkungsstrukturen und der literaturkritischen Rezeption der Romane 'Scheintod' und 'Hotel Hölle, guten Tag...' von Eva Demski

eBook Rollenspiele zwischen Autor, Text und Leser Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Seitenanzahl
129
Seiten
ISBN
9783832480233
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
38,00
EUR

Inhaltsangabe:Einleitung: „Es könnte...sein, dass die Literaturwissenschaft kein guter Ort für Lektürelust ist.“ Das Erlebnis des Lesens, das zu beschreiben immer rasch in den sprachlichen Notstand oder in den Kitsch führe, habe in der Literaturwissenschaft keinen rechten Ort. Diese Mutmaßung Ulrich Greiners, scheint mir, drückt ein Stück Wahrheit aus. Zu viele Zeitgenossen legitimieren ausschließlich eine Literatur, die ernsthaft und anstrengend sein muss. Sie scheinen zu glauben, dass lustbetontes oder gar unterhaltsames Lesen nur in den Niederungen der Trivialität möglich ist. Ganz ohne Leseglück jedoch würde das Lesen wohl zu „einer dürren technokratischen Pflichtübung“ verkommen. Kurz und gut, dies war der Grund für mich, Fragen zu stellen, an Texte und an Leser. Damit greife ich eine „Mode“ der siebziger Jahre auf, die Rezeptionsästhetik, die den Leser als Bestandteil der Theorie wieder und gewisserweise auch überhaupt erst salonfähig macht, und die sich hauptsächlich auf die beiden in Konstanz lehrenden Wissenschaftler Wolfgang Iser und Hans Robert Jauß gründet. Die Legitimationskrise, die die Literaturwissenschaft im Zuge von Empirisierung, Leistungsorientierung und Pragmatismus der Wissenschaften erfasst, scheint nach einem „Paradigmawechsel“ zu verlangen. Der Begriff des Paradigma wird dabei definiert als die wissenschaftliche Methode mit Systemcharakter, die den anderen Theorien überlegen erscheint. Das neue Paradigma soll der Literatur ihren Sinn und Zweck wiedergeben, indem es durch eine rezeptionsästhetische Fundierung die „gesellschaftsbildende Funktion“ der Literatur aufdeckt, die erst durch die Vermittlung des Lesers zustande kommt. Die neue Methode interessiert sich allerdings weniger für den empirischen Vorgang des Lesens als für die im Lesevorgang stattfindende kommunikative Sinnkonstitution sowie deren Vorbedingungen im polyvalenten literarischen Text. Jauß interessiert sich dabei - ausgehend von der Gadamerschen Hermeneutik - vor allem für die historisch-hermeneutischen Zusammenhänge der Stoff- und Werkrezeption auf der Ebene der „kollektiven Erwartungen“ als Dispositionen des Lesers. Iser dagegen beschäftigt sich - gründend auf Roman Ingardens Phänomenologie - mehr mit den phänomenologischen Strukturen und Wirkungspotentialen von Texten im individuellen Leseprozeß, deren theoretische Beschreibung ein Raster für empirische und historische Forschung sein soll. Das Problem ist nur, dass weder Jauß noch Iser ihre [...]

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