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E-Book

Rudolf Steiner

Seine Bedeutung für Wissenschaft und Leben heute

AutorJohannes Weinzirl, Peter Heusser
VerlagSchattauer GmbH, Verlag für Medizin und Naturwissenschaften
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl368 Seiten
ISBN9783794567768
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis31,99 EUR
Rudolf Steiner (1861-1925) war einer der universellsten Denker des 20. Jahrhunderts. Sein umfassendes Lebenswerk enthält zahlreiche Impulse für die Weiterentwicklung unterschiedlicher Gebiete wie Medizin, Biologie, Kosmologie, Landwirtschaft, Kunst, Pädagogik oder Sozialgestaltung - und viele seiner Ideen sind in praktische Lebenskonzepte und Reformbewegungen bis hin zu Hochschulgründungen umgesetzt worden. Sein Werk ist heute angesichts globaler sozialer und ökologischer Probleme aktueller denn je. Welche Bedeutung haben Steiners Konzepte und Visionen für Wissenschaft und Gesellschaft heute? Diese wichtige Frage beleuchtet ein interdisziplinäres, renommiertes Autorenteam und spannt dabei einen weiten inhaltlichen Bogen, der die biographische Zusammenschau von Steiners Intentionen, den Zusammenhang von Natur- und Geisteswissenschaft, Geist und Materie, kosmische Wirkungen auf Pflanzen, Wechselwirkung von Leib und Seele, Evolutionsbiologie und Freiheit des menschlichen Geistes ebenso umfasst wie Grundfragen der Ästhetik und Sozialgestaltung. Auch ganz praktische, innovative Umsetzungen der Ideen Steiners wie Rhythmus und Gesundheit, die Waldorfpädagogik, die Erneuerung des Hochschulwesens und vieles andere mehr wird thematisiert. Eine anregende, Geist und Seele gleichermaßen ansprechende Lektüre für einen weltoffenen Leserkreis mit Interesse an interdisziplinären, integrativen, natur- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen sowie an der menschen- und naturgemäßen Weiterentwicklung unserer heutigen, in Krisen geratenen Zivilisation.

Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heusser, MME, Schweizer Facharzt für Allgemeinmedizin und Anthroposophische Medizin. Langjährige Praxis-, Lehr- und Forschungserfahrung in Integrativer und Anthroposophischer Medizin, u.a. als Dozent für Anthroposophische Medizin an der Universität Bern und Experte für Komplementärmedizin für die schweizerischen Bundesbehörden. Seit 2009 Inhaber des Gerhard Kienle Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. Dr. med. univ. Johannes Weinzirl, Medizinstudium in Wien, Ausbildung in Anthroposophischer Medizin, u.a. an der Ita Wegman Klinik in Arlesheim und der Eugen-Kolisko-Akademie in Stuttgart. 2008 Mitbegründung und Aufbau der EINHERZ Initiative an der Medizinischen Universität Wien. Seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der Universität Witten/Herdecke.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover
1
Impressum
5
Geleitwort6
Vorwort8
Widmung9
Anschriften der Autoren10
Inhalt12
1 Rudolf Steiner (1861–1925): Lebens- und Werkintentionen
18
Einleitung18
Wien25
Weimar29
Berlin33
Stuttgart39
Dornach50
Literatur55
2 Vorbedingungen und Konsequenzen der Fragefähigkeit des Menschen: Erkenntniswissenschaft als Grundlage von Natur- und Geisteswissenschaft
59
Einleitung59
Methodische Vorbemerkungen59
Persönliche Bemerkungen60
Thematische Abgrenzungen60
Was ist eine Erkenntnisfrage?61
Einführendes Beispiel61
Kleine Psychologie des Fragens62
Fragen als Fähigkeit63
Bedingungen des Fragens63
Erkenntnisfragen66
Erkennen als Tätigkeit68
Bedingungen des Erkennens als Tätigkeit68
Allgemeines Erkenntnisproblem69
Individuelle Erkenntnisgrenzen und Perspektivität des Erkennens70
Erkenntniswissenschaft als Fundamentalwissenschaft71
Individuelle Fragekultur als Quell der Erkenntnisentwicklung73
Wissenschaft und Wahrheit73
Wahrheit73
Wissenschaft76
Fähigkeit und Entwicklung78
Erkenntnis und Freiheit78
Selbstaufklärung als freier Akt78
Freiheit als Handeln aus geistigem Ursprung79
Geisteswissenschaft81
Stufen geistigen Erlebens im reinen Denken81
Wissenschaft des individuellen Geistes83
Methodische Überlegungen zu einer Wissenschaft geistiger Prozesse und Fakten86
Naturwissenschaft und anthroposophische Geisteswissenschaft88
Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten88
Fachdisziplinen als Perspektiven89
Literatur90
3 Rudolf Steiners Philosophie und die Frage nach der Freiheit93
Einleitung93
Die Grundfrage der Erkenntnistheorie: die »Prolegomena«95
Neuansatz in der »Philosophie der Freiheit«97
Die Gegensätze in der Grundstruktur97
Dialektische Vermittlung der Gegensätze98
Universelles und Individuelles: Denken und Wollen99
Ich und Du101
Konklusion101
Geschichtliches zur Dialektik102
Goethes und Hegels Ansätze: die Metamorphose des Begriffs102
Griechische Dialektik102
Kants skeptische Dialektik und Hegels dialektische Wissenschaft der Logik103
Objektive Subjektivität105
Weltanschauungssystematik und Farbe107
Das Verstehen der Freiheit110
Ausblick115
Literatur115
4 Geistige Wirkfaktoren im menschlichen Organismus Vom Einbezug des Immateriellen in die empirische Forschung der Medizin117
Menschenbild und Humanismus117
Menschenerkenntnis und Geisteswissenschaft bei Rudolf Steiner119
Materie und Geist121
Emergenz, Selbstorganisation und Kausalität125
Leben als organische Selbsttätigkeit127
Seele, Innenleben und Organismus128
Geist und menschliche Individualität130
Anthroposophie als Geisteswissenschaft: übersinnliches Erkennen nach naturwissenschaftlichem Vorbild132
Anthroposophische Medizin und Wissenschaft138
Abschluss
141
Literatur142
5 Rudolf Steiner und der Materiebegriff in der Quantenphysik145
Einleitung145
Die Physik um 1880145
Rudolf Steiners Kritik der atomistischen Begriffe147
Grundzüge der Wissenschaftsphilosophie Rudolf Steiners149
Die Entwicklung des Atommodells der klassischen Physik151
Die Entwicklung der Quantenphysik152
Die Deutung der Quantenphysik155
Rudolf Steiner und das Atom der Quantenphysik156
Literatur157
6 Evolutionsforschung im 21. Jahrhundert: von der Aktualität des goetheanistischen Ansatzes158
Einleitung158
Goetheanismus159
Alfred Wegener166
Jane Goodall168
Pluralismus in der Naturwissenschaft169
Die Evolutionstheorie im 21. Jahrhundert170
Die Autonomie-Theorie der Evolution174
Die biologische Autonomie des Menschen176
Literatur178
7 Kosmische Rhythmen in der Pflanzenwelt – am Beispiel mondbezogener Traditionen und Phänomene181
Einleitung181
Ein Zusammentreffen von Wissenschaft und Tradition182
Wachstum der Bäume und Eigenschaften des Holzes: Rhythmen und Bräuche183
Drei Typen von forstlichen Regeln184
Noch lebende Traditionen185
Konstruktionsholz186
Schindeln186
Kamine186
Brennholz186
Resonanzholz186
Fässer186
Bambus187
Flößen187
Herausforderung für die Forschung187
Die Mondrhythmen in der Biologie: eine Übersicht188
Mondperiodizitäten bei der Keimung, dem Wachstum und der Frucht- und Samenbildung von einjährigen Pflanzen
189
Die Keimung und das Initialwachstum von bestimmten Baumarten193
Ein widersprüchlicher, neu überprüfter Versuch193
Aussaatversuch mit Waldföhre/Kiefer194
Mondrhythmen in der Zytologie, Physiologie und Morphologie196
Der kosmische Tanz der Knospen200
Fällzeitpunkt und Holzeigenschaften201
Implikationen und Perspektiven203
Fazit206
Literatur207
8 Aspekte von Gesundheit und Krankheit aus Sicht der Chronobiologie: die Bedeutung der Zeit und des Rhythmus im Organismusverständnis
212
Einleitung212
Zeitliche Strukturen im menschlichen Organismus215
Spontanrhythmen im menschlichen Organismus217
Therapeutische Maßnahmen im Hinblick auf Spontanrhythmen222
Zusammenfassung und Ausblick226
Literatur227
9 Die funktionelle Dreigliederung von Mensch und Gesellschaft: der Beitrag Rudolf Steiners229
Historische Entwicklungen229
Funktionelle Dreigliederung des menschlichen Organismus231
Dreigliederung des sozialen Organismus234
Das Wirtschaftssystem234
Das Staats- und Rechtssystem239
Das Kultur- und Geistesleben240
Die Dreigliederung des menschlichen Organismus im Vergleich mit der Dreigliederung des sozialen Organismus242
Zusammenfassung243
Literatur243
10 Erziehungswissenschaft und Waldorfpädagogik: erkenntniswissenschaftliche Zugänge zu Rudolf Steiners pädagogischem Impuls
245
Vorbemerkung: Rudolf Steiner und das Unternehmen Anthroposophie
245
Schlüsselkonzepte247
Das produktive Erkennen und die Totalexistenz248
Pädagogische Konsequenzen: der zur Freiheit berufene Mensch252
Freies Handeln und ganzheitliches Lernen254
Phasen der individuellen Entwicklung255
Ansatzpunkte eines dynamischen Bildungsbegriffs258
Lernende Organisation260
Abschluss261
Literatur262
11 Rudolf Steiners Ästhetik und die bildende Kunst: Grundlagen und Perspektiven263
Neuere Würdigung des Steiner’schen Werkes263
Gibt es eine »Steiner-Ästhetik«?264
Konzeptionelle Grundlagen: Goethe267
Die Autonomie der Schönheit269
Steiners Definition des Schönen: Blick auf den Charakter des Sinnlichen272
Was ist »wie Idee«?273
Konkrete Eigenschaften der ideellen Sphäre: Unbegrenztheit275
Wozu lasierte Wände?277
Empirie und Geisterfahrung278
Wo bleiben die Inhalte?280
Literatur283
12 Der Hochschulgedanke Rudolf Steiners und die Universität Witten/Herdecke284
Einleitung284
Herbert Hensel284
Gerhard Kienle288
Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke290
Wissenschaftspluralismus und das zweite Arzneimittelgesetz 1976291
Rudolf Steiners Plädoyer für ein freies Geistesleben292
Neue Wege in der Ausbildung zum Arzt von morgen – das Modell Herdecke295
Die Bedeutung der Anthroposophie für die Neugestaltung des Universitätslebens300
Zum Verhältnis von Anthropologie und Anthroposophie300
Der kategorische Imperativ Kants und der ethische Individualismus Steiners307
Von der wirklichkeitsstiftenden Potenz unseres Denkens310
Die Universität Witten/Herdecke und ihre Übfelder für einen Wissenschaftspluralismus312
Wissenschaftspluralismus und Studium fundamentale317
Akademie321
Medizinstudium und Fakultät für Gesundheit (ehemals: Fakultät für Medizin)322
Aufnahmeverfahren zum Medizinstudium325
Witten/Herdecker Beiträge zu einem interparadigmatischen Dialog326
Salutogenese, Hygiogenese und Therapeutische Physiologie334
Skizzenhaftes zu einer anthroposophisch erweiterten Anthropologie336
Zukunft als eigenständige temporale Kategorie339
Literatur345
13 Polemischer Diskurs: die Anthroposophie und ihre Kritiker349
Einleitung349
Das Diskursfeld der Diskurse350
Wesen und Erscheinung der Anthroposophie353
Anthroposophie als Lebenswerk354
Anthroposophie als Wirkungsgeschichte354
Idee oder Wesen der Anthroposophie355
Formen der Rezeption356
Zustimmende Rezeption356
Ablehnende Rezeption360
Fundamentalistische Kritiker, »Gegner« im eigentlichen Sinn362
Konfessionalisten363
Reaktionäre und Revolutionäre364
Literatur369

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