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Rundum ambulant

Funktionales Basismodell psychiatrischer Versorgung in der Gemeinde

AutorIngmar Steinhart, Günther Wienberg
VerlagPsychiatrie Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl320 Seiten
ISBN9783884148983
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis31,99 EUR
Ambulante Vollversorgung auch von schwer psychisch erkrankten Menschen, von der Behandlung in akuten Krisen bis hin zur Unterstützung im Alltag, ist machbar: Erfolgreiche Beispielen aus der Praxis zeigen Leistungsträgern und Koordinatoren, bzw. professionellen und politischen Akteuren, welche Standards und Funktionen Anbieter erfüllen müssen. Das Funktionale Basismodell richtet die ambulante Versorgung konsequent am psychisch erkrankten Menschen aus. Nicht die bestehenden Versorgungsstrukturen, sondern die Bedürfnisse psychisch schwer erkrankter Menschen bestimmen dabei die Perspektive. Geht das? Vorbilder für umfassende ambulante Formen der Behandlung, Versorgung und Unterstützung existieren schon - das Buch zeigt das Wie und Wo. Über Praxisbeispiele werden die Elemente des Versorgungsmodells zum Leben erweckt und bieten Klinikbetreibern, Anbietern von Wohn- und Betreuungsformen, Planern und Forschenden im Bereich psychiatrischer Versorgung Orientierung.

Prof. Dr. Ingmar Steinhart ist Diplompsychologe, Geschäftsführer Stiftungsbereich Bethel.regional der Stiftung Bethel, Direktor Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. An-Institut der Universität Greifswald, Modellprojektleiter Landesverband für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., Vorstandsmitglied Aktion Psychisch Kranke e.V.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Die Herausgeber3
Titel4
Impressum5
Inhalt6
Vorwort des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e. V. (Michael Konrad, Birgit Görres)10
Vorwort der DGPPN (Iris Hauth)15
Vorwort des Instituts fu?r Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Harald J. Freyberger)17
Vorwort des Landesverbands Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Sandra Rieck, Andreas Speck)19
Grundlagen22
Fast alles geht auch ambulant – ein Funktionales Basismodell als Standard fu?r die gemeindepsychiatrische Versorgung (Ingmar Steinhart, Gu?nther Wienberg)23
Nach der Reform ist vor der Reform23
Was die bisherige Reform gebracht hat ...23
... und welche Probleme ungelöst sind24
Grenzen aktueller Reformansätze29
Wegmarken fu?r die weitere Reform31
Das Funktionale Basismodell35
Literatur41
Evidenzbasierte Psychiatrie im Sozialraum – Update der S3-Leitlinie »Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen« (Uta Gu?hne, Thomas Becker, Steffi Riedel-Heller)46
Besonderheiten der S3-Leitlinie »Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen«46
Empfehlungen der S3-Leitlinie »Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen«48
Systeminterventionen48
Einzelinterventionen52
Grundlagen psychosozialer Interventionen55
Ausblick57
Literatur58
Weichenstellungen – Noch ambulant oder doch besser stationär behandeln? (Steffi Koch-Stoecker)64
Entscheidungsszenarien im Netz der Versorgungsstrukturen64
Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA)64
Kooperationen und Spannungsfelder der PIA66
Aufgabenfelder und therapeutische Entwicklungen in der PIA67
Aktuelle psychiatriepolitische Entwicklung68
Kriterien fu?r eine stationäre Aufnahme69
Regionale Unterschiede – Heterogene Ausstattung der PIA, heterogene Wu?nsche der Betroffenen71
Neue Modelle ambulanter Behandlungen73
Behandlung zu Hause, intensiv-ambulant und stationsersetzend73
Wissenschaftliche Evidenz – S3-Leitlinie74
Augenhöhe und partizipative Entscheidungsfindung75
Visionen fu?r die gemeindepsychiatrische, partizipative Behandlung76
Anforderungen an die Politik76
Das Basismodell Modell von Steinhart und Wienberg – Anforderungen an eine ambulante gemeindepsychiatrische Behandlung77
Literatur80
Praxismodelle84
Multiprofessionelle mobile gemeindepsychiatrische Teams in der Praxis (Matthias Heißler)85
Rolle der MKT im Funktionalen Basismodell85
Aus der Praxis lernen87
Antwortsuche: Das Lebensfeld sprechen lassen88
Abhängigkeit und Entzug90
Resonanzoasen im Sozialraum91
Aus drei wird eins: Die Fusionsstation95
»Leben und Sterben, wo ich hingehöre« (Dörner 2007)96
Behandlung vor Ort statt zwangsweise auf der Station97
Zusammengefasst: Neue Balance zwischen Krankauspsychiatrie und Community Care97
Literatur99
Mobile Multiprofessionelle Teams aus der Sicht eines niedergelassenen Arztes (Norbert Mönter)101
Die Post-Psychiatrie-Enquete-Ära103
Mangelnde Steuerung der Ressourcen105
Multiprofessionelles Team in der Integrierten Versorgung der Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg107
Ausgangslage109
Multiprofessionelles Team und ambulante Komplexbehandlung110
Herausforderung: Kommunikation im Team111
Team und Qualitätsmanagement114
Neues Aufgabenprofil in der Niederlassung115
Literatur116
Sektorengrenzen u?berwinden – Integrierte Versorgung im Gemeindepsychiatrischen Verbund (Nils Greve, Thomas Floeth)117
Verbundförmige Hilfen bei psychischen Erkrankungen117
Ein weißer Fleck auf der Landkarte: ambulante Komplexbehandlung118
Rechtlicher Rahmen119
IV-Verträge in der Psychiatrie120
Netzwerk psychische Gesundheit121
Praktische Umsetzung: Berlin123
Praktische Umsetzung: Nordrhein-Westfalen126
Bundesarbeitsgemeinschaft Integrierte Versorgung127
Zwischenergebnisse aus den Evaluationsstudien128
Bewertung der bisherigen Erfahrungen129
Zur Zukunft des Hometreatments130
Literatur131
Genesungsbegleiter und ihre Wirkung in der ambulanten Psychiatrie (Gyöngyvér Sielaff, Reiner Ott, Thomas Bock)133
Internationale Evidenz zur Peerarbeit134
Entwicklungslinien134
Partizipation138
Psychiatrie im Spannungsfeld138
Peerarbeit als Symbol und Instrument der Veränderung139
Doppelte Peerarbeit – das Hamburger Modell145
Mehr Selbstwirksamkeit durch Peerarbeit146
Präventive Wirkung bei Angehörigen147
Wege in die Zukunft147
Literatur149
Praxis der Genesungsbegleitung in der psychiatrischen Klinik (Angelika Lacroix, Gisbert Eikmeier)151
Recovery und Genesungsbegleitung151
Von der Theorie in die Praxis152
Der institutionelle Rahmen155
Vergu?tung und Inklusion156
Stolpersteine und Probleme157
Genesungsbegleitung und Qualitätsmanagement160
Ausblick und Fazit161
Literatur163
Alternative stationäre Behandlungskonzepte – Soteria & Co. (Martin Voss)165
Was ist Soteria? Ein Überblick165
Von der Antipsychiatrie in die Sozialpsychiatrie167
Soteria-Einrichtungen in Kliniken169
Soteria Berlin171
Soteria-inspirierte Projekte in der Versorgungslandschaft173
Fu?r wen ist Soteria geeignet?174
Zukunftsperspektiven und Ausblick175
Literatur176
Stationäre Behandlung und (Akut-)Psychotherapie als komplementäre Ressourcen mobiler multiprofessioneller Teams (Urban Hansen, Tilman Steinert)179
Krankenhauspsychiatrie im Spagat zwischen Werten und Wirklichkeit179
Das su?dwu?rttembergische IV-Modell180
Vertragsparteien und -inhalte181
Angebotsspektrum182
Umsetzung184
Zwischenbilanz und Ausblick185
Rochade stationärer und ambulanter Komplexbehandlung186
(Akut-)Psychotherapie als integraler Bestandteil mobiler multiprofessioneller Behandlung188
Sektoru?bergreifende Qualität als Systemziel und Zielsystem190
Literatur191
Fru?herkennung und Fru?hintervention in der Großstadt – Erfahrungen aus der Fru?herkennungsambulanz (Linus Wittmann, Mary Sengutta, Anne Karow)192
Fru?herkennung psychischer Störungen bei Adoleszenten und jungen Erwachsenen192
Konsequenzen fu?r Klinik und Praxis195
Diskussion198
Literatur200
Prävention als Auftrag, Menschen psychische Erkrankung zu ersparen und zu ermöglichen (Thomas Bock, Gwen Schulz und Gyöngyvér Sielaff)204
Dilemma der Prävention205
Leben in unsicherer Zeit205
Prävention und Politik207
Prävention und Diskriminierung207
Prävention aus anthropologischer Sicht209
Verru?ckung als Antwort auf eine verru?ckte Welt211
Prävention und Antistigma – mehr Toleranz zu anderen, Sensibilität mit sich212
Trialogische Fortbildung – ein kommunalpolitisches Präventionsprojekt213
Ringen um Integrität215
Schlussfolgerung217
Literatur217
Der Sozialraum trägt mit – Behandlung und Pflege psychisch kranker alter Menschen in der Gemeinde (Bernd Meißnest)220
Versorgung psychisch kranker (alter) Menschen – eine Herausforderung fu?r die Gemeindepsychiatrie220
Von der Anstalt in den Sozialraum223
Deinstitutionalisierung als Weg in den Sozialraum: Beispiel Kreis Gu?tersloh224
Lebenswerk – Mastholter fu?r Mastholte gGmbH227
Hausgemeinschaft »Ahornweg« in Halle/Westfalen228
Hausgemeinschaft »Gepflegt Leben« in Gu?tersloh228
»Komplementäre« Rolle der Klinik229
Verantwortung der Kommune231
Literatur234
Das Ende der Reha-Kette? – Zukunft der beruflichen Teilhabe (Katarina Stengler, Thomas Becker)235
Rehabilitation, Teilhabe und deutsches Sozialrecht236
Dynamisches Verständnis von Teilhabebemu?hungen237
Berufliche Teilhabe im Kontext der UN-BRK239
Best practice-Beispiele241
Fazit fu?r die Praxis244
Literatur244
Supported Employment – Erst platzieren, dann trainieren (Holger Hoffmann)247
Traditionelle Wiedereingliederungsangebote247
Supported Employment248
Aufgaben der Jobcoaches250
Wissenschaftliche Evidenz zur Überlegenheit des SE-IPS250
Implementierung von Supported Employment im deutschsprachigen Raum253
Wer profitiert vom Supported Employment?254
Wie kann die Wirksamkeit noch verbessert werden?255
Chancen und Risiken fu?r die Zukunft des Supported Employments256
Schlussfolgerungen257
Literatur258
Wahlfreiheit beim Wohnen: Forschungsstand und praktische Erfahrungen (Dirk Richter, Ingmar Steinhart)262
UN-BRK als treibende Kraft263
Fachexpertise versus Betroffenenperspektive264
Aktuelle Entwicklungen der Versorgungskonzepte265
Wahlfreiheit in der Wohnrehabilitation267
Wie und wo wollen Menschen mit schweren psychischen Störungen leben?268
Wahlfreiheit ermöglichen – Umsetzung im Ruhrgebiet269
Heimersetzende Alternativen: Intensiv Betreutes Wohnen (IBW)269
Zwischenbilanz 2016 des Intensiv Betreuten Wohnens (IBW)271
Sozialpolitische Schlussfolgerungen273
Literatur274
Und wie weiter?278
Von den Modellen zur Regelversorgung: Strategien zur regionalen Umsetzung des Funktionalen Basismodells (Raoul Borbé, Ingmar Steinhart, Gu?nther Wienberg)279
Gemeinsames Werteverständnis und Grundsätze entwickeln283
Versorgungsregion und Zielgruppen definieren284
Vorhandene Ressourcen (Leistungserbringer und Leitungsträgerträger) feststellen und den Funktionen des Basismodells zuordnen284
Verbindliche, rechtsfähige Organisationsform schaffen289
Versorgungsverpflichtung und GPV291
Träger- bzw. Anbieterverbu?nde/Kooperationsverträge291
Regionales Versorgungsmanagement291
Steuerung und Behandlung durch das MMT292
Festlegung der Steuerungsfunktion292
Bildung von Mobilen Multiprofessionellen Teams (MMT)293
Fehlende Ressourcen (Angebote und Funktionen) ergänzen294
Partizipation Betroffener und Angehöriger294
(Akut-)Psychotherapie mit niederschwelligem Zugang294
Krankenhausalternative Ru?ckzugsorte295
Prävention295
Finanzierung296
Transformation296
Ausblick297
Literatur298
Neue Praxis braucht neue Theorie – der Capabilities-Approach (Dieter Röh, Andreas Speck, Ingmar Steinhart)300
Capabilities Approach – Gerechtigkeit und gutes Leben302
Herkunft, Verbreitung und Nutzung302
Kern des Ansatzes: Capabilities und Functionings303
Ethische Aspekte: Die kluge Wahl und der sorgende Staat307
Aktuelle Herausforderungen und mögliche Wege311
Schlussfolgerungen312
Literatur313
Autorinnen und Autoren317

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