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E-Book

SAP für Java-Entwickler

Konzepte, Schnittstellen, Technologien

AutorTill Jeske
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl277 Seiten
ISBN9783540288923
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis2,99 EUR

Seit kurzem forciert SAP die Verbreitung der Netweaver-Technologie und initiiert damit eine Gleichstellung von Java und ABAP als Sprachen zur SAP-Programmierung. Dieses Buch leistet einem erfahrenen Java-Programmierer die notwendige Hilfestellung beim Einstieg in die SAP-Welt. Einführend wird dazu die Architektur und Begrifflichkeit von SAP R/3 abgehandelt. Dies geschieht auf anspruchsvollem technischem Niveau in der Sprache eines Java-Entwicklers. Anschließend werden zwei unterschiedliche Ansätze zur Anbindung des konventionellen SAP R/3 an Java erläutert und verglichen. Anhand repräsentativer Schnittstellenszenarien werden dabei vollständige Codebeispiele für die Koppelungstechniken RFC/JCo und IDoc vorgestellt. Den Abschluss bildet eine fundierte Einführung in die Netweaver-Technologie. Sie behandelt Web Dynpro, Web Services, die Exchange Infrastructure und unterschiedliche Persistenzansätze.

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Leseprobe

5 Anbindung von Java und SAP (S.105)

Übersicht Die Sprache Java hat Einzug in viele Unternehmen gehalten und sich dabei den Ruf als Integrationsplattform erworben. Zu annähernd jeder Technologie und jedem Protokoll stellt Java eine Schnittstelle bereit. Sei es LDAP, IMS oder MQSeries, Java liefert die Funktionalität in abstrahierter Form als APIs wie in diesem Fall JNDI, JCA und JMS.

Daher steht an Knotenpunkten zwischen heterogenen Systemen oft ein Java-Server. Muss man die Daten aus Datenbank X mit denen aus Altsystem Y kombinieren und schließlich in Datenbank Z schreiben, so strickt man sich ein paar passende EJBs und kann darauf aufbauend dem Benutzer eine homogene Oberfläche liefern. Es liegt nahe, dass eines der proprietären Systeme, die es zu integrieren gilt, durchaus auch ein SAP-System sein kann. In großen Unternehmen ist es sogar recht wahrscheinlich, dass ein beliebiger fachlicher Aspekt wenigstens teilweise eine Anbindung an Daten erfordert, die in SAP verwaltet werden. Entsprechend groß ist der Bedarf für eine Kopplung von Java und SAP. In diesem Teil 2 stellen wir zwei unterschiedliche Vorgehensweisen vor, um Java an SAP anzubinden.

Zum einen ist das die Kombination aus RFC und JCo, die primär für synchrone Anbindungen genutzt wird. Sie wird in Kapitel 6 behandelt. Zum anderen ist das die IDoc-Technologie, die asynchrone Anbindungen möglich macht. Sie wird in Kapitel 7 näher beleuchtet. Voraussetzung ist in beiden Fällen ein SAP-System, wie Sie es heute, im Jahr 2005 in der Praxis vorfinden. Also ein R/3-System und kein Netweaver-System, wie es in Teil 3 beschrieben wird. Im Netweaver verschwimmen zwar die Grenzen zwischen Java-Programm und SAP-System und die Koppelung unterschiedlicher Systeme gewinnt einiges an Eleganz. Doch das nützt Ihnen im Alltag wenig, da diese Technologie noch keine nennenswerte Verbreitung gefunden hat. Es lohnt sich also, einen Blick auf die etablierten Anbindungstechniken in diesem Teil des Buches zu werfen.

6 RFC-Schnittstellen und Java Connector
Möchte man ein SAP-System synchron mit einem Fremdsystem koppeln, dann ist die RFC-Technologie die bewährte Lösung. RFC steht für Remote Function Call und bezeichnet einen Mechanismus, um auf einem entfernten System eine Funktion auszuführen. Dabei handelt es sich in der Regel um ein SAP-System. Die Technik ist vergleichbar mit dem RPC-Mechanismus unter Unix. Ursprünglich wurde RFC über eine C-Bibliothek realisiert, die das Fremdsystem einbinden musste, um mit einem Funktionsbaustein im SAPSystem zu kommunizieren.

Da C relativ mühsam zu programmieren ist, hat sich schnell eine Reihe von Produkten etabliert, die die eigentliche RFC/C-Schnittstelle vor den Benutzern verbergen und handlichere und höherwertige Schnittstellen zur Verfügung stellen. Wenn man heute von einer RFC-Schnittstelle spricht, dann meint man also meist einen Mechanismus, der nur intern das RFC-Protokoll verwendet. Wir werden hier den RFC-Mechanismus nur über SAPs eigene Implementierung eines Java-Wrappers einsetzen. Der sogenannte Java Connector (JCo) ist das einfachste Mittel, um von Java aus auf ein SAP-System zuzugreifen. Intern verwendet er die ursprüngliche C-basierte RFC-Bibliothek. Sie sollten im Hinterkopf behalten, dass der JCo nur eine von mehreren Möglichkeiten darstellt, die RFC-Schnittstelle zu nutzen. Die übrigen werden in der Regel von kleinen Fremdanbietern hergestellt

Inhaltsverzeichnis
Vorwort7
Inhaltsverzeichnis9
1 Einleitung11
Teil 1 Einführung in SAP14
2 Einführung in SAP - Übersicht15
2.1 Was ist SAP?15
2.2 Wo ist der Client, wo der Server?16
2.2.1 Klassische R/3-Architektur16
2.2.2 Weboberflächen20
2.2.3 Produkt- und Versionsbezeichnungen24
2.3 Terminologie25
2.4 Bedienhinweise für R/329
3 ABAP33
3.1 Einleitung34
3.2 Struktur eines ABAP-Programms34
3.2.1 Reports34
3.2.2 Forms36
3.2.3 Ereignisblöcke im Report37
3.2.4 Includes39
3.2.5 Funktionsbausteine40
3.2.6 Modulpools und Dynpros43
3.3 Datentypen47
3.3.1 Elementare Datentypen47
3.3.2 Strukturierte Datentypen50
3.3.3 Zuweisungen, Referenztypen und Feldsymbole51
3.3.4 Tabellentypen, interne Tabellen56
3.3.5 Unvollständige Typen60
3.3.6 Das ABAP Dictionary61
3.4 Kontrollstrukturen, verschiedene weitere Konstrukte65
3.4.1 Schleifen65
3.4.2 Bedingte Anweisungen66
3.4.3 Zeichenkettenoperationen67
3.4.4 Logische Ausdrücke68
3.4.5 Arithmetische Ausdrücke69
3.4.6 Der WRITE-Befehl69
3.4.7 Kommentare70
3.4.8 Namensräume70
3.5 Datenbankzugriffe71
3.5.1 Datenbankinhalte auslesen71
3.5.2 Datenbankinhalte schreiben76
3.5.3 Locking78
3.5.4 Transaktionen (LUWs)80
4 Entwicklungsumgebung und -prozess83
4.1 Grundbegriffe83
4.2 Transportwesen86
4.3 Entwicklungswerkzeuge89
4.3.1 Grundlegende Bedienung der Entwicklungsumgebung90
4.3.2 Der ABAP Editor94
4.3.3 Der Function Builder100
4.3.4 Das ABAP Dictionary104
4.4 Entwickeln am SAP-Standard109
4.4.1 Standardsoftware109
4.4.2 Customizing-Techniken111
Teil 2 Anbindung von Java und SAP114
5 Anbindung von Java und SAP - Übersicht115
6 RFC-Schnittstellen und Java Connector117
6.1 RFC auf R/3-Seite118
6.1.1 Überblick118
6.1.2 Remote-fähige Funktionsbausteine119
6.1.3 BAPIs122
6.1.4 Batch Input / Call Transaction126
6.2 RFC auf Java-Seite129
6.2.1 Installation und Verbindungsaufbau130
6.2.2 Auffinden und Aufrufen eines einfachen131
Funktionsbausteins131
6.2.3 Aufruf eines komplexen Funktionsbausteins132
6.2.4 Problemstellungen aus der Praxis134
6.3 Debugging138
6.4 Weiterführende Themen141
7 IDocs145
7.1 Aufbau eines IDocs146
7.1.1 Physikalische Struktur146
7.1.2 Logische Struktur148
7.1.3 Benennung von IDocs und Segmenten149
7.2 Austausch von IDocs150
7.2.1 Erzeugen eines IDocs in SAP152
7.2.2 Exportieren des IDocs aus SAP156
7.2.3 Einlesen des IDocs in Java157
7.2.4 Erzeugen eines IDocs in Java161
7.2.5 Importieren des IDocs nach SAP165
7.2.6 Auswerten des IDocs in SAP165
Teil 3 Netweaver169
8 Netweaver - Übersicht171
8.1 Produkte und Technologien172
8.1.1 Web Application Server172
8.1.2 Enterprise Portal172
8.1.3 Web Dynpro und xApps173
8.1.4 Mobile Infrastructure175
8.1.5 Exchange Infrastructure176
8.1.6 NWDS und JDI176
8.1.7 Weitere Produkte177
8.2 Architektur178
8.2.1 Architektur einfacher Netweaver-Applikationen178
8.2.2 Enterprise Service Architecture179
8.3 Aufbau von Teil 3181
9 Entwicklungsumgebung und -prozess183
9.1 Gliederung von Code und Projekt183
9.1.1 Development Object184
9.1.2 Development Component184
9.1.3 Software Component187
9.1.4 Produkt188
9.1.3 Software Component187
9.1.4 Produkt188
9.2 Entwicklungszyklus188
9.2.1 Produkt- und Trackdefinition189
9.2.2 Entwicklung und lokaler Test191
9.2.3 Check-in und Aktivierung191
9.2.4 Transport192
9.2.5 Zusammenfassung des Entwicklungszyklus194
9.3 Netweaver Developer Studio194
9.3.1 Eclipse als Basis194
9.3.2 Erweiterungen für das NWDS195
9.3.3 Die Development-Configurations-Perspektive197
10 Web Dynpro199
10.1 MVC und Web Dynpro200
10.2 Web Dynpro in der Entwicklungsumgebung202
10.2.1 Views, Navigationspfade und Oberflächenereignisse204
10.2.2 Datenelemente207
10.2.3 Java-Code der Präsentationslogik212
10.3 Weitere Web-Dynpro-Mechanismen214
10.3.1 Windows, View Sets, etc.214
10.3.2 Web Dynpro im Enterprise Portal214
11 Backend-Zugriff217
11.1 Konzept217
11.2 Backend-Zugriff über Web Services219
11.2.1 Die Technologie219
11.2.2 Die Vision dahinter220
11.2.3 Einbinden von Web Services in Web Dynpro221
11.2.4 Erstellen eines eigenen Web Service224
11.3 Backend-Zugriff über RFC228
12 Persistenz231
12.1 Das Java Dictionary232
12.1.1 Beispieltabelle für Terminkalender233
12.1.2 Data Source einrichten238
12.2 Datenbankzugriff239
12.2.1 Einbindung in eine Applikation239
12.2.2 Persistenzvariante I: Entity Beans240
12.2.3 Persistenzvariante II: SQLJ248
12.2.4 Persistenzvariante III: JDO251
12.3 Schichtung der Netweaver-Persistenz253
13 Exchange Infrastructure257
13.1 Grundprinzip257
13.1.1 Ein Architekturvergleich257
13.1.2 Interfaces und Mappings259
13.1.3 Proxies und Adapter260
13.1.4 Mappings262
13.2 Das Produkt XI263
13.2.1 Bestandteile des XI-Servers263
13.2.2 Definition von Mappings265
14 Netweaver - Resumee269
Anhang271
Sachverzeichnis285

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