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Schmerztherapie

Ein Leitfaden für Pflegende in Praxis und Weiterbildung

AutorGüven Braune, Stefanie Adler, Thomas Fritzsche, Doris Grünewald, Anja Heymann, Eva Hoffmann, Ulrike
VerlagKohlhammer Verlag
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl250 Seiten
ISBN9783170240414
FormatPDF/ePUB
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis25,99 EUR
Da das Engagement und die Notwendigkeit einer adäquaten Schmerztherapie zunehmend in den Fokus der Pflegenden, aber auch der Betroffenen rücken, ist das Werk eine auf die Berufspraxis bezogene Basis für ein besseres Verständnis der Schmerzmechanismen. Es wird somit zu einer Verbesserung der Schmerztherapie beitragen. Insbesondere Pflegekräfte benötigen hier eine weitreichende Kompetenz in Bezug auf Schmerzmessung, (Neben-)Wirkung und Dosierung von Schmerzmitteln, Anwendung nichtmedikamentöser Verfahren/Maßnahmen zur Schmerzlinderung, Schmerzprävention und Beratung zur Schmerztherapie. All diese Erfordernisse sind Thema des Buches.

Güven Braune, Krankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin mit der Zusatzbezeichnung Algesiologische Fachassistenz; Dr. med. Stefanie Adler, OÄ Schmerztherapie in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin; Dr. med. Thomas Fritzsche, OA Schmerztherapie in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin; Doris Grünewald, Fachschwester für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Zusatzbezeichnung Algesiologische Fachassistenz; Dr. med. Anja Heymann, OÄ in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin; Eva Hoffmann, OÄ in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin; Dr. med. Ulrike Knipprath, OÄ in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin; Eveline Löseke, Gesundheits- und Krankenpflegerin für Anästhesie und Intensivmedizin; Dr. med. Uta Stege, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin; Dipl.-Psych., Dipl. Soz.päd. Hilde A. Urnauer, Psychologische Psychotherapeutin, Schmerzpsychotherapeutin. Die Autoren haben langjährige Erfahrungen in der Schmerztherapie und sind als Referenten tätig. Insbesondere für die pflegerische Fachweiterbildung zur Algesiologischen Fachassistenz.

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Leseprobe

4 Medikamentöse Schmerztherapie


Stefanie Adler

4.1 Einführung in die medikamentöse Schmerztherapie


Medikamente stellen eine wichtige Säule der Schmerztherapie dar. Analgetika werden in der Schmerztherapie zur Symptomkontrolle (Symptom = Schmerz) eingesetzt. Nur im Falle der NSAR zum Einsatz bei entzündlichen rheumatologischen Erkrankungen besteht eine kausale Therapiemöglichkeit.

Die Auswahl der Medikamente erfolgt mechanismenorientiert, d. h. nach der Pathogenese der Schmerzen. So werden neben den eigentlichen Analgetika auch bestimmte andere Substanzgruppen (z. B. Antidepressiva, Antikonvulsiva) eingesetzt, die im speziellen Fall analgetisch wirksam sind.

Vor dem Einsatz dieser Medikamente ist eine ausführliche Schmerzanamnese zur Erfassung der Schmerzart, des Chronifizierungsgrades, der Vorbehandlungen und -erkrankungen wesentlich. Bei einer chronifizierten Schmerzerkrankung sollte die medikamentöse Therapie in multimodale Therapiekonzepte eingebettet sein.

Es gibt eine Subgruppe von Patienten mit chronischer Schmerzerkrankung, die nicht von der Gabe analgetisch wirksamer Medikamente profitiert oder bei der intolerable Nebenwirkungen zum Absetzen dieser Schmerzmedikamente zwingen. Daher ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen die Wirkung und Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente zu kontrollieren und ggf. Medikamentenentzüge durchzuführen. Die Prophylaxe und Therapie medikamentenbedingter Nebenwirkungen gehört ebenso in den Aufgabenbereich dessen, der Schmerzmedikamente einsetzt.

Es besteht ein entscheidender Unterschied zur Therapie akuter Schmerzen: Beim akuten Schmerz ist es notwendig, rechtzeitig eine adäquate Schmerztherapie durchzuführen. Zum einen besteht die Pflicht zur Hilfestellung, zum anderen ist starker Akutschmerz ein Prädiktor für die Chronifizierung von Schmerzen (► Tab. 4.1).

Tab. 4.1: Therapie akuter und chronischer Schmerz

Akutschmerztherapie

Therapie chronischer Schmerzen

bedarfsabhängige Titration

langwirksame Substanzen

kurzwirksame Substanzen mit raschem Wirkeintritt

Retardpräparate mit verzögerter Freisetzung

gut steuerbar

gleichmäßige Blutspiegel

geringe Metabolisierungsrate

vorrangig i. v. Gabe

vorrangig orale/transdermale Gabe

Wichtige allgemeingültige Regeln der Analgetikatherapie werden von C. Maier und D. Kindler (S. 338–391) wie folgt zusammengefasst:

  • Es sollen nur wirksame Analgetika in adäquater Dosierung verschrieben werden.
  • Bei unzureichender Wirksamkeit ggf. höher dosieren oder Wechsel auf höher potentes Analgetikum.
  • Ein nicht wirksames Analgetikum ist abzusetzen.
  • Die analgetische Effektivität ist anhand von Patientenangaben zu kontrollieren.
  • Bei dauerhaften Schmerzen sind Substanzen mit langer Wirkdauer oder retardierter Freisetzung vorzuziehen.
  • Für jedes Analgetikum ist die geringste noch ausreichende Dosis anzustreben.
  • Bei gleicher analgetischer Wirkung ist die Substanz (oder Substanzkombination) mit dem geringsten Risiko und der besseren Verträglichkeit vorzuziehen.
  • Auch Nebenwirkungen sind regelmäßig zu dokumentieren und zu therapieren.
  • Die Indikation für eine Fortführung der Therapie ist dauerhaft zu überprüfen.

Tab. 4.2: In der Schmerztherapie eingesetzte Substanzgruppen

Analgetika

Koanalgetika

Nichtopioide

Antidepressiva

Opioide

Antiepileptika

Relaxantien

Sonstige

Adjuvantien

Kortikosteroide

Antiemetika

Kalzitonin

Laxantien

Bisphosphonate

Neuroleptika

Serotoninergika

4.2 Wirkmechanismen der Analgetikawirkungen


(► Tab. 4.3 und ► Abb. 4.1)

Tab. 4.3: Wirkmechanismen der Analgetikawirkungen

Schmerzart

Beteiligte Struktur

Wirkung der Medikamente

Medikamente

nozizeptiv

Enzyme COX 1/2

Verhinderung der Bildung von Schmerzmediatoren (Prostaglandinsynthesehemmung) Aktivierung der endogenen Schmerzhemmung

NSAR

Coxibe

Metamizol

Paracetamol

Opioide

neuropathisch

Kanäle

Ca-Kanal

Na-Kanal

Änderung von Aktionspotenzialen

Antikonvulsiva

NA-Transporter

Blockade der Wiederaufnahme von Neurotransmittern

Antidepressiva

Rezeptoren

Opioidrezeptoren

Aktivierung der endogenen Schmerzhemmung

Opioide

dysfunktional

Rezeptoren

NA-Transporter

Blockade der Wiederaufnahme von Neurotransmittern

Antidepressiva

Abb. 4.1: Unterbrechung der Schmerzleitung

4.3 Nichtopioidanalgetika


Wirkweise:

  • Hemmung der Zyclooxygenase, darüber Hemmung der Prostaglandinsynthese und
  • Verringerung der Entzündungsmediatoren peripher und spinal,
  • zentrale Wirkung für Metamizol und Paracetamol beschrieben.

Charakteristika:

  • im Verhältnis zu Opioiden niedrigere Potenz,
  • Indikation bei schwachen bis mittleren Schmerzen,
  • bei Überschreiten der Maximaldosierung keine Wirkverbesserung, jedoch Zunahme der Nebenwirkungen,
  • weder analgetische Wirkung noch Wirksamkeit verändern sich bei Langzeitanwendung,
  • wenn möglich keine Dauerbehandlung mit lang wirksamen Substanzen,
  • Einzeldosis so niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig,
  • keine Kombination von NSAR/Coxiben untereinander,
  • keine intramuskuläre Gabe von NSAR,
  • bei Patienten im höheren Lebensalter (> 65/70 Jahre) bevorzugt NSAR/Coxibe mit kurzer HWZ – geringere Kumulation, regelmäßige Überwachung von GI-Trakt, Nierenfunktion und Herz-Kreislauf.

Wirkspektrum der Nichtopioidanalgetika: (► Tab. 4.4)

Tab. 4.4: Wirkspektrum der Nichtopioidanalgetika

analgetisch

antiphlogistisch

antipyretisch

spasmolytisch

ASS

+++

+

+++

0

Ibuprofen

...
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Deckblatt1
Titelseite4
Impressum5
Inhalt6
I Grundlagen12
1 Anatomie, Physiologie/Pathophysiologie des Schmerzes14
1.1 Schmerzdefinition14
1.2 Unterschiede akuter und chronischer Schmerz14
1.3 Physiologische Grundlagen17
1.4 Pathophysiologie von Schmerzen21
1.5 Schmerzchronifizierung24
2 Psychologische Aspekte des Schmerzes28
2.1 Schmerzverarbeitung28
2.2 Schmerzchronifizierung29
2.3 Schmerzdiagnostik31
2.4 Psychotherapeutische Verfahren in der Schmerztherapie33
3 Schmerzmessung und Schmerzdokumentation37
3.1 Schmerzmessung und -dokumentation bei Kindern37
3.2 Schmerzmessung und -dokumentation bei Erwachsenen38
3.3 Schmerzeinschätzung bei kognitiv und/oder kommunikativ beeinträchtigten Menschen42
3.4 Schmerzeinschätzungen bei bewusstseinsbeeinträchtigten und/oder maschinell beatmeten Menschen und schweren kognitiv beeinträchtigten Menschen42
3.5 Schmerzeinschätzung bei Menschen mit schweren Behinderungen43
3.6 Schmerzeinschätzungen bei älteren Menschen43
II Schmerztherapieverfahren46
4 Medikamentöse Schmerztherapie48
4.1 Einführung in die medikamentöse Schmerztherapie48
4.2 Wirkmechanismen der Analgetikawirkungen50
4.3 Nichtopioidanalgetika51
4.4 Opioide53
4.5 Koanalgetika59
4.6 Clonidin63
4.7 NMDA-Rezeptorantagonisten63
4.8 Topische Anwendungen64
4.9 Adjuvantien65
4.10 Patienten Fallvorstellung – Anwendung eines Therapieschemas66
5 Nichtmedikamentöse Therapieverfahren68
5.1 Akupunktur68
5.2 Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)69
6 Naturheilkunde75
6.1 Was ist Naturheilkunde?75
6.2 Naturheilkunde in der Schmerztherapie75
7 Physiotherapie bei akuten und chronischen Schmerzen93
7.1 Diagnostik93
7.2 Physiotherapie94
7.3 Hydrotherapie100
7.4 Massagetherapie101
7.5 Thermotherapie103
7.6 Elektrotherapie104
7.7 Ausgewählte Erkrankungen des Bewegungsapparates und Beispiele für physikalisch-medizinische Behandlungen109
8 Postoperative Schmerztherapie113
8.1 Warum postoperative Schmerztherapie?113
8.2 Organisation eines Akutschmerzdienstes (ASD)114
8.3 Postoperatives Schmerztherapie-Procedere117
8.4 Therapieverfahren im Akutschmerzdienst121
8.5 Patienten Fallvorstellung – Thema Schmerzlokalisation130
9 Invasive Schmerztherapie132
9.1 Lokalanästhetika132
9.2 Aufklärungsgespräch137
9.3 Infiltrationstherapie141
9.4 Regionalblockaden141
III Spezielle Schmerztherapieverfahren156
10 Multimodale Schmerztherapie158
10.1 Patienten-Fallvorstellung – Multimodale Schmerztherapie159
11 Tumorschmerz, Palliativmedizin162
11.1 Epidemiologie und Bedeutung in Deutschland162
11.2 Ätiologie von Tumorschmerzen163
11.3 Schmerzarten – Schmerzdifferenzierung164
11.4 Prinzipien der Tumorschmerztherapie165
11.5 Invasive Maßnahmen bei Tumorschmerzen172
11.6 Zusammenfassung Tumorschmerz173
11.7 Palliativmedizin173
12 Schmerztherapie bei Kindern176
12.1 Messung von Schmerz bei Kindern177
12.2 Schmerztherapie181
12.3 Regionalanästhesie bei Kindern183
12.4 Chronischer Schmerz184
13 Schmerzbehandlung, Schmerzmessung, Verhaltensbeobachtung beim alten und demenziell erkrankten Menschen185
13.1 Multimorbidität im Alter187
13.2 Besonderheiten in der Schmerzanamnese190
13.3 Schmerzmessung192
IV Krankheitsbilder in der Schmerztherapie198
14 Somatoforme Schmerzstörung200
14.1 Ätiologie und Pathologie201
14.2 Erfolgreiche Behandlungsstrategien201
14.3 Fallbeispiel einer somatoformen Schmerzpatientin203
15 Kopf- und Gesichtsschmerz206
15.1 Epidemiologie und Bedeutung in Deutschland206
15.2 Klassifizierung von Kopfschmerzen gemäß International Headache Society207
15.3 Kopfschmerzanamnese – Die magischen 8 Fragen208
15.4 Kopfschmerz – Allgemeine Untersuchung – Die magischen 8 Untersuchungsbefunde208
15.5 Gruppe 1: primärer Kopfschmerz209
15.6 Gruppe 2: sekundärer, pathologischer Kopfschmerz213
15.7 Gruppe 3: kraniale Neuralgien, zentraler und primärer Gesichtsschmerz und andere Kopfschmerzen214
15.8 Patienten Fallvorstellung – Kopf- und Gesichtsschmerz216
16 Rückenschmerz/Kreuzschmerz218
16.1 Ursachen218
16.2 Symptome219
16.3 Diagnostik219
16.4 Therapie220
16.5 Patienten Fallvorstellung – Rückenschmerz222
17 Stumpf- und Phantomschmerz224
17.1 Beschreibung224
17.2 Ursachen224
17.3 Symptome und Verlauf225
17.4 Prophylaxe226
17.5 Therapie227
17.6 Fazit228
17.7 Patienten Fallvorstellung – Phantomschmerz228
18 Zosterneuralgie230
18.1 Herpes zoster230
18.2 Postzosterische Neuralgie232
19 Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)233
19.1 Beschreibung233
19.2 Ursachen233
19.3 Symptome234
19.4 Diagnostik236
19.5 Therapie236
19.6 Verlauf und Prognose238
19.7 Fazit239
19.8 Fallvorstellung CRPS239
Schlusswort240
Glossar241
Literatur242
Autorenverzeichnis246
Stichwortverzeichnis248

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