Sie sind hier
E-Book

Schneller schwimmen durch Krafttraining

AutorBlythe Lucero
VerlagMeyer & Meyer
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl168 Seiten
ISBN9783840309045
FormatePUB/PDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis13,99 EUR
Um die Leistung zu steigern, reicht Schwimmen alleine nicht aus. Ein effektives Krafttraining spielt eine entscheidende Rolle, wenn man seine Schwimmzeiten verbessern will. Um ein Übermaß an Muskelmasse zu vermeiden, muss das Krafttraining allerdings so gestaltet und strukturiert werden, dass es zu den Schwimmbewegungen passt. In diesem Buch werden verschiedene Arten des Krafttrainings vorgestellt, die die Schwimmleistung positiv beeinflussen. Das Buch zeigt, wie Krafttraining in das Schwimmtraining integriert werden kann und vermittelt einen Überblick über ein schwimmspezifisches Krafttraining. Es enthält zahlreiche Trainingseinheiten für Schwimmer aller Leistungsstufen und stellt verschiedene Aktivitäten zum Kraftaufbau vor, die sich im Wasser umsetzen lassen. Das Buch zeigt außerdem, wie das Training individualisiert werden kann, indem man es an die Entwicklungsstufe und die schwimmerischen Besonderheiten des Schwimmers anpasst.

Blythe Lucero arbeitet seit über 25 Jahren als Schwimmtrainerin. Sie trainiert zurzeit zwei Schwimmmannschaften, die Berkeley Aquatic Masters und die Berkeley Barracudas. Bei diesen Mannschaften setzt sie ihre Schwimmleidenschaft ein, um Sportler aller Alters- und Leistungsstufen, vom Anfänger bis zum Weltklasseschwimmer, weiterzuentwickeln. Blythe wuchs in Berkeley, Kalifornien, als Kind einer großen Sportlerfamilie auf. In ihrer Jugend betrieb sie den Schwimmsport wettkampfmäßig und gehörte im College zur nationalen amerikanischen Spitzenklasse. Neben ihrer Arbeit als Schwimmtrainerin bildet sie Rettungsschwimmlehrer für das Rote Kreuz aus. Darüber hinaus arbeitet sie als Grafikdesignerin. 'Schneller schwimmen durch Krafttraining' ist ihr sechstes Buch. Vorher verfasste sie die aus drei Büchern bestehende Serie 'Coach Blythe's Swim Workouts', das erfolgreiche Buch 'The 100 Best Swimming Drills' (veröffentlicht 2007, dt. 'Schwimmen - Die 100 besten Übungen') und 'Masters Swimming - A Manual', veröffentlicht im Jahr 2006.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Leseprobe

1 Was macht einen Schwimmer schneller?


Das generelle Ziel im Wettkampfschwimmen besteht darin, schneller zu schwimmen, und im Allgemeinen stellt das Training ein Mittel dar, um dieses Ziel zu erreichen. Die Entwicklung des Schwimmens ist durch zahllose Trainingstheorien gekennzeichnet, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, früheren Ergebnissen und Intuition beruhen. Ehrgeizige Schwimmer tun sich mit inspirierten Trainern zusammen, um die perfekte Formel zur Verbesserung der Schwimmschnelligkeit zu finden. Trainingsmethoden, die auf höheren Umfängen oder auf einem geringeren Umfang zugunsten höherer Intensität (sowohl im als auch außerhalb des Wassers), einer Ernährung mit höherem oder geringerem Eiweißgehalt und verschiedenen Ritualen der Wettkampfvorbereitung basieren, sind mit dem einzigen Ziel entwickelt worden, Schnelligkeitsbarrieren zu durchbrechen. Und die Schwimmzeiten werden weiterhin verbessert, da viele dieser Theorien bei einzelnen Schwimmern zu unglaublichen Erfolgen geführt haben. Es ist jedoch eine Tatsache, dass es keine einzige Trainingsformel gibt, die für alle Schwimmer gleichermaßen wirksam ist. Einige Schwimmer bringen bessere Leistungen, wenn sie 2 x täglich trainieren, während andere dieselbe Leistung mit einer Trainingseinheit pro Tag bringen. Einige Schwimmer profitieren vom Training mit Gewichten, während andere ihre Leistung eher mit einem Programm verbessern, bei dem sie nur gegen den Widerstand ihres eigenen Körpers arbeiten. Einige Schwimmer können alles essen, während andere ihre Kalorienaufnahme sorgfältig kontrollieren müssen. Einige Schwimmer absolvieren bessere Wettkämpfe, wenn sie bis zum Tag vor dem Wettkampf trainieren, andere hingegen benötigen einige Tage oder gar Wochen Erholung vor einem Wettkampf.

Es ist klar geworden, dass eine einheitliche Trainingsstrategie für das Wettkampfschwimmen sowohl ineffektiv als auch unrealistisch ist. Die Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung, des Konditionsniveaus und des technischen Könnens, des Körperbautyps, der Erholungsfähigkeit und der Schwimmbesonderheit zeigen, dass ein individueller Trainingsansatz die besten Ergebnisse bringt.

Obwohl es kein einziges Wundermittel gibt, haben bestimmte Trainingsprinzipien überdauert und Akzeptanz gewonnen, wenn es darum geht, die Schwimmschnelligkeit zu verbessern.

Schwimmen


Das Hauptelement des Schwimmtrainings muss auf jeder Stufe der Schwimmkarriere das Schwimmen selbst sein. Ohne häufige und lange Aufenthalte im Wasser ist selbst der beste Sportler nicht darauf vorbereitet, schnell zu schwimmen, weil er nicht darauf vorbereitet ist, gut zu schwimmen. Nur während der im Wasser verbrachten Zeit ist der Schwimmer in der Lage, die Schwimmtechnik zu entwickeln, die ihm zu der wichtigen Fähigkeit verhilft, das Wasser zu „fühlen“. Nur die Zeit im Wasser ermöglicht es dem Schwimmer, zu lernen, den Widerstand zu verringern und sich zu verhalten wie ein „Fisch“. Nur während der Zeit im Wasser lernt der Schwimmer, seine Zugaktionen zu koordinieren und seine Muskeln in der Reihenfolge zu aktivieren, dass er eine flüssige Vorwärtsbewegung erreicht. Nur während der Zeit im Wasser ist ein Schwimmer in der Lage, die Zugökonomie zu üben und Gleichgewicht sowie Stabilität in der Wasserumgebung zu erreichen. Es gibt keinen Ersatz für die im Wasser verbrachte Zeit. Um ein schneller Schwimmer zu sein, muss man zunächst ein guter Schwimmer sein.

Konditionelle Grundlage


Man sagt, dass „die besseren Sportler auch die besseren Schwimmer sind“. Man kommt nicht darum herum, zuzugeben, dass Schwimmen kein Sport ist, der ein sofortiges Erfolgserlebnis bewirkt. Wenn man mit dem Wettkampfschwimmen beginnt, ohne über eine konditionelle Grundlage zu verfügen, muss man zunächst sehr viel Zeit und Energie aufwenden, um diese Grundlage zu entwickeln. Wenn jedoch das Gegenteil der Fall ist, wenn also diese Fähigkeiten bereits vorhanden sind, ist ein Schwimmer in der Lage, schneller gute Schwimmleistungen zu erbringen. Ein Schwimmer, der mit dem Schwimmen bereits auf der Basis gut entwickelter konditioneller Grundfähigkeiten beginnt, ist in der Lage, sich auf die Entwicklung solider Schwimmfertigkeiten, das Sammeln von Schwimmerfahrung und das schnelle Schwimmen zu konzentrieren!

Kondition wird auf vielerlei Weise definiert. Für die Zwecke dieses Buches setzt die Kondition sich folgendermaßen zusammen:

  1. kardiovaskuläre Fitness – Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff zu transportieren und zu nutzen,
  2. Beweglichkeit – Bewegungsumfang,
  3. Koordination – das Zusammenspiel der Bewegung so, dass es zu einem einzigen, effektiven Einsatz kommt,
  4. Kraft – Schnellkraft, Kraft, Explosivität und Stabilität gegen Widerstand.

Ein aktiver, bereits in der Kindheit beginnender Lebensstil, der informelle und organisierte Aktivitäten, wie Laufen, Springen, Klettern und Balancieren, enthält, trägt zur Entwicklung einer allgemeinen konditionellen Fähigkeit bei.

Krafttraining


Analysiert man die Aspekte der Kondition, die durch Schwimmen am besten entwickelt werden, ist festzustellen, dass das Wettkampfschwimmen zweifellos zu den Sportarten gehört, die den besten Entwicklungsreiz für die Ausdauer setzen. Die Anforderungen an den gesamten Körper und die zyklische Natur des Schwimmens bewirken, dass die aerobe Kapazität und die kardiovaskuläre Effizienz auf ein Level gesteigert werden, das dem von Läufern und Radfahrern vergleichbar ist. Allerdings besteht beim Schwimmen die zusätzliche Anforderung darin, dass der Sportler sich durch ein Medium fortbewegen muss, das dicker als Luft ist. Das Schwimmen erfordert auch, dass man (mehr, als dies in anderen Sportarten der Fall ist) das Timing der Atmung beherrscht. Während auf dem Land die Atmung von Sportlern keinen Einschränkungen unterliegt, ist die Atmung beim Schwimmen auf die Zeit beschränkt, während der das Gesicht sich außerhalb des Wassers befindet, wodurch letztendlich die Fitness noch weiter entwickelt wird. Schwimmer sind auch sehr beweglich, in vielen Fällen sogar überbeweglich. Die lockeren Gelenke (vor allem im Schulterbereich), die Schwimmern eine effektive Reich- und Zugbewegung und eine so flüssige Bewegung ermöglichen, bewirken auch, dass die Knochen sich im Gelenkbereich zu sehr bewegen, wodurch es zu Entzündungen und Schmerzen kommt. Der einzige Bereich, in dem Schwimmer häufig zu unbeweglich sind, sind die Fußgelenke. Hier ist es wünschenswert, dass ein Schwimmer über die Fähigkeit verfügt, die Zehen leicht zu strecken und eine gestreckte Linie bis zu den Knien herzustellen. Dennoch haben unter den Sportlern, die an Land aktiv sind, nur Balletttänzer eine bessere Fußgelenkbeweglichkeit als Schwimmer.

Schwimmer verfügen auch über eine sehr gute Koordination. Die Komplexität des Schwimmens bewirkt, dass jeder Körperteil zur Fortbewegung genutzt wird, wobei jeder Zugzyklus aus einer Serie von Bewegungen besteht, für die ein intuitives Verständnis der kinetischen Kette erforderlich ist. Und in welcher anderen Sportart bewegt ein Sportler sich mit voller Geschwindigkeit auf eine Wand zu, geht dann in die Hocke und kehrt die Bewegung um, ohne das Tempo zu verlangsamen?

Schließlich kommen wir zur Kraft, der letzten Komponente der sportlichen Kondition. Wenn wir die von Schwimmern entwickelte Kraft mit der Kraft vergleichen, die andere Sportler entwickeln, ist es offensichtlich, dass Schwimmer nicht die gleiche Muskelmasse entwickeln wie viele andere Sportler. So entwickeln z. B. Footballspieler und Gewichtheber mehr Muskelmasse als Schwimmer, um in ihrem Sport erfolgreich zu sein. Sollten wir uns also über die Kraft von Schwimmern Gedanken machen, wenn im Schwimmen nicht dieselben Kraftanforderungen bestehen wie im Football und Gewichtheben? Die Antwort lautet ja! Schwimmer benötigen zwar keine Muskelmasse, um erfolgreich zu sein, aber sie benötigen Kraft.

Es gibt vier Arten von Kraft, die für Schwimmer wichtig sind:

Maximalkraft


Bei der Maximalkraft handelt es sich um den maximalen Widerstand, den ein Sportler erzeugen kann. Im Schwimmen bezieht sich die Maximalkraft auf den maximalen Widerstand, der während eines Zugs, vom Beginn des Wasserfassens bis zum Ende des Unterwasserzugs, bei einer Beschleunigung von Anfang bis Ende, gegen das Wasser entfaltet werden kann. Eine besser einsetzbare Kraft verbessert die Distanz, die ein Schwimmer pro Zug zurücklegen kann, wodurch letztlich ein höheres Schnelligkeitspotenzial erzeugt werden kann.

Kraftausdauer


Kraftausdauer ist die Fähigkeit, Kraft über die Zeit beibehalten zu können. Beim Schwimmen wird Kraftausdauer benötigt, um die Serie von Zügen zu absolvieren, die erforderlich sind, um eine Bahn oder eine bestimmte Distanz im Schwimmbecken zurückzulegen. Ein Schwimmer, der in der Lage ist, einen höheren Prozentsatz an Kraft während des ganzen Rennens aufrechtzuerhalten (während der gesamten Strecke bis zum Ende mit geringerer Ermüdung), ist in der Lage, gleichmäßigere Zwischenzeiten und daher eine schnellere Gesamtzeit zu erreichen.

Explosivkraft


Bei der Explosivkraft handelt es sich um die Fähigkeit zu einem schnellen Krafteinsatz. Im Schwimmen ist die Explosivkraft für schnelle Starts, Wenden und das Sprinten erforderlich. Ein Schwimmer, der über eine gute Explosivkraft verfügt, kann den Startblock schneller verlassen und führt eine Wende so aus, dass er sich vom...

Blick ins Buch

Weitere E-Books zum Thema: Sport - Sporttheorie - Sportpsychologie

Fitnesstrainer B- Lizenz

E-Book Fitnesstrainer B- Lizenz

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Sport - Bewegungs- und Trainingslehre, Note: 2,3, BSA-Akademie - Stützpunkt Leipzig, Sprache: Deutsch, Abstract: Wer kennt das nicht? Man geht ...

Unter Gebetsfahnen

E-Book Unter Gebetsfahnen

Kein Reiseführer im klassischen Sinn, eher ein "Reiseverführer" will das vorliegende Buch sein. Nepal ist ein außergewöhnliches Reiseland, nicht nur für Extrembergsteiger, sondern auch ...

Krav Maga 2 - Waffenabwehr

E-Book Krav Maga 2 - Waffenabwehr

In diesem deutschsprachigen Buch werden die Waffen-Abwehr-Techniken des israelischen Selbstverteidigungssystems Krav Maga gegen Messer, Stock und Pistole mit über 400 Fotos und ausführlich ...

aktiv Radfahren 11-12/2014

E-Book aktiv Radfahren 11-12/2014

aktiv Radfahren ist Marktführer für Freizeitradler und Radreisefreunde. Das Magazin bietet ausführliche Tests aller Radgattungen sowie nützliche Kaufberatungen zu Fahrrädern, Radzubehör sowie ...

Pole-Dancing für jede Frau.

E-Book Pole-Dancing für jede Frau.

Für den Film The Blue Iguana, in dem Sheila Kelley eine Go-Go-Tänzerin spielte, besuchte sie monatelang einen Strip Club, um mit zwei Stripperinnen zu trainieren und ihre Bewegungen nachzuahmen. ...

Weitere Zeitschriften

FREIE WERKSTATT

FREIE WERKSTATT

Hauptzielgruppe der FREIEN WERKSTATT, der unabhängigen Fachzeitschrift für den Pkw-Reparaturmarkt, sind Inhaberinnen und Inhaber, Kfz-Meisterinnen und Kfz-Meister bzw. das komplette Kfz-Team Freier ...

AUTOCAD & Inventor Magazin

AUTOCAD & Inventor Magazin

FÜHREND - Das AUTOCAD & Inventor Magazin berichtet seinen Lesern seit 30 Jahren ausführlich über die Lösungsvielfalt der SoftwareLösungen des Herstellers Autodesk. Die Produkte gehören zu ...

Courier

Courier

The Bayer CropScience Magazine for Modern AgriculturePflanzenschutzmagazin für den Landwirt, landwirtschaftlichen Berater, Händler und generell am Thema Interessierten, mit umfassender ...

Demeter-Gartenrundbrief

Demeter-Gartenrundbrief

Einzige Gartenzeitung mit Erfahrungsberichten zum biologisch-dynamischen Anbau im Hausgarten (Demeter-Anbau). Mit regelmäßigem Arbeitskalender, Aussaat-/Pflanzzeiten, Neuigkeiten rund um den ...

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler ist die Fachzeitschrift für die CE- und Hausgeräte-Branche. Wichtige Themen sind: Aktuelle Entwicklungen in beiden Branchen, Waren- und Verkaufskunde, Reportagen über ...

Eishockey NEWS

Eishockey NEWS

Eishockey NEWS bringt alles über die DEL, die DEL2, die Oberliga sowie die Regionalligen und Informationen über die NHL. Dazu ausführliche Statistiken, Hintergrundberichte, Personalities ...