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Schönheit des Alltäglichen

Zur Ethik des täglichen Umgangs bei Albert Schweitzer, Martin Buber und Adalbert Stifter

AutorEva-Maria Heinze
VerlagAlber Verlag
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl416 Seiten
ISBN9783495817902
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis54,99 EUR
Ausgehend von Albert Schweitzer, der mit seiner bahnbrechenden (natur-)ethischen Maxime der Ehrfurcht vor dem Leben ein achtungsvolles Verhalten gegenüber nicht-menschlichen Lebewesen im philosophischen Denken inauguriert, wird bei seinem Zeitgenossen, dem Dialogiker und Religionsphilosophen Martin Buber, eine argumentative Fortführung dieses Ansatzes von der Autorin festgestellt und verfolgt: Vor dem Hintergrund der chassidischen Überlieferung prägt Buber - in Kombination mit seinem Dialogdenken - die singuläre Devise der Heiligung des Alltags, welche auf ein weihevolles Verhalten auch in Bezug auf Gegenstände und alltägliche Situationen im Allgemeinen abstellt. Gleichsam die Figuration des Projektes liefert schließlich der Schriftsteller Adalbert Stifter, der (bereits über ein halbes Jahrhundert zuvor) in seinem philosophisch relevanten Werk Der Nachsommer eine idealisierte Alltäglichkeit anhand einer ihresgleichen suchenden Beispielfülle und Deskriptionsakribie paradigmatisch vor Augen führt, und mittels der Protagonisten exemplarisch vorleben lässt. Ziel dieses Buches ist es, die Orientierungen der drei Ansätze herauszustellen und in praktisch-philosophischer Hinsicht als Wege zum gelingenden Leben zu präsentieren.

Eva-Maria Heinze, Jahrgang 1981, seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Praktische Philosophie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Danksagung10
Inhalt12
Siglenverzeichnis16
Albert Schweitzer16
Martin Buber16
Adalbert Stifter17
Darlegung des Forschungsvorhabens18
I. Hingebung an Leben: Albert Schweitzers Maxime der Ehrfurcht vor dem Leben38
1. „Welt, was soll ich in dir“: Die Prinzipien der Ehrfurchtsethik41
1.1 „Dienen“: Das Postulat der Kultivierung des Willens zum Leben50
1.2 „Er reißt kein Blatt vom Baume ab“: Ehrfurcht im täglichen Lebensumfeld64
2. Auf halbem Wege?[srtn]Das Beispiel des Kristalls oder Der Schutz anorganischen Lebens79
II. Heiligung des Alltags: Dialogik und Chassidismus-Deutung bei Martin Buber92
1. Die Welt als „göttliches Schicksal“: Einführende Erläuterungen zu Dialogphilosophie und Chassidismus-Deutung95
2. „Helfer und Gefährten“: Das dialogische Gott-Mensch-Verhältnis und dessen Komponenten107
2.1 Die Signifikanz menschlicher Freiheit hinsichtlich des Gelingens von Schöpfung118
2.2 (Aus)Richtung „gen Himmel“ als wahrhafte Treue zum Sein129
2.3 Weltzugewandter Glaube und Mystik der Tat versus Beschwörung und Magie141
3. Lehre sein oder Vom Schuheschnüren: Das Primat der Lebenshaltung und Tat gegenüber Theorie und Lehre160
4. Die Welt in ihrem Recht: „Heiligung“ als Analogon eines dialogischen Lebenswandels175
4.1 „Hier und Jetzt“: Alles soll Sakrament werden176
4.2 Die chassidische Funkenlehre: Der „Dienst an den Funken“ als konkrete „Heiligung des Alltags“191
4.2.1 Brot und Mahl: Von den Wohnstätten göttlicher Funken und dem Modus ihrer Sublimierung195
4.2.2 Der Schatz „unterm Herd unsres Hauses“: Negierung einer Handlungshierarchie und der spezifische Dienst des Einzelnen206
III. Idealisierung der Alltäglichkeit: Die Nachsommer-Welt Adalbert Stifters226
1. Exkurs: Vertrautheit versus Fremdheit –[srtn]„Vom Geheimnis der alltäglichen Dinge“229
2. „Wer durch einfachere Mittel wirkt, wirkt besser“: Stifters (literarisch-philosophische) Betrachtung von Welt, Leben und Alltag243
2.1 „Kleines ist mir groß“: Deskriptionsakribie als Ehrfurchtsbekundung253
2.2 „Die Unschuld der Dinge“: Demut und Zurücknahme als Charakterdispositionen270
2.3 „Dieses Haus soll ein Beispiel sein“: Zum Modellcharakter des Rosenhofes288
2.3.1 Die Ordnung des Hauses302
2.3.2 Pflanzen- und Baumpflege315
2.3.3 Tierschutz und -pflege331
3. „Die Ehrfurcht vor den Dingen, wie sie an sich sind“: Ein Leben und Alltag in Einklang mit der Lebensumgebung344
IV. Restitution des Gleichgewichts der Welt: Parallelisierung der Ansätze Schweitzers, Bubers und Stifters372
1. Die Bedeutsamkeit des Unscheinbaren, der Tat und des Lebensortes – Aspekte einer Aufwertung des Alltäglichen der Autoren-Trias375
2. Praktizierte Ehrfurcht vor dem Leben –[srtn]Stifters Der Nachsommer mit Schweitzer gelesen379
3. „Vergeßt Euch und habt die Welt im Sinn“ –[srtn]Stifters Der Nachsommer mit Buber gelesen387
Resümee395
Literaturverzeichnis403
Onlinequellen:413

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