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E-Book

Somatisierungsstörung und medizinisch unklare körperliche Symptome

AutorWinfried Rief, Wolfgang Hiller
VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl101 Seiten
ISBN9783840921261
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis17,99 EUR

Personen mit Somatisierungsstörungen oder anderen medizinisch nicht ausreichend erklärbaren körperlichen Beschwerden stellen eine der großen Gruppen im Gesundheitswesen dar. Obwohl Psychotherapie eine große Hilfe anbieten kann, ist es oftmals schwierig, diese Personengruppe für psychotherapeutische Prozesse zu gewinnen. Im Buch wird dargestellt, wie betroffene Personen diagnostisch eingeordnet und zur Psychotherapie motiviert werden können. Ein Ziel des therapeutischen Vorgehens besteht darin, das bei Personen mit somatoformen Störungen oftmals vorhandene organische Krankheitsmodell zu einem psychosomatischen Verständnis zu erweitern, um sie so für eine Psychotherapie zu gewinnen. Die hierzu eingesetzten Interventionen umfassen u.a. Selbstbeobachtungen, Verhaltensexperimente, Biofeedback und kognitive Therapiemethoden. Weiterhin werden therapeutische Elemente vorgestellt, die zur allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität sowie zu einer Reduktion der Beeinträchtigung durch die körperlichen Beschwerden beitragen. Behandelnde Ärzte finden in diesem Band schließlich auch noch einen Leitfaden, der aufzeigt, wie diese Personengruppe medizinisch besser betreut und wie ggf. der Überweisungsprozess zur Psychotherapie erleichtert werden kann.

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Kapitelübersicht
  1. Somatisierungsstoerung
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. 1 Beschreibung der Stoerung
  4. 2 Stoerungstheorien und -modelle
  5. 3 Diagnostik und Indikation
  6. 4 Behandlung
  7. 5 Ausblick
  8. 6 Weiterfuehrende Literatur
  9. 7 Literatur
  10. 8 Anhang
  11. Einsteckkarte
Leseprobe
4 Behandlung (S. 44-45)

4.1 Darstellung der Therapiemethode

Nachfolgend werden einzelne Elemente eines Therapieprogrammes beschrieben, die entweder einen gewissen Konsensus unter Experten darstellen oder in wissenschaftlichen Studien näher überprüft wurden (vgl. auch „Übersicht über einige mögliche therapeutische Ansätze“ im Anhang, S. 91). Die Abfolge der einzelnen Elemente erscheint in der vorgegebenen Form nicht zwingend, sodass nach individuellen Bedürfnissen auch Variationen möglich sind.

Auch sind je nach individueller Problemlage nicht alle Therapiebausteine notwendig, um eine erfolgreiche Behandlung durchzuführen. Insofern stellen die nachfolgenden Methoden in erster Linie einen allgemeinen Leitfaden dar, der dem Therapeuten trotzdem eine individuellen Anpassung ermöglicht.

Weiterhin sind manche der nachfolgend dargestellten Methoden dem Leser aus anderen Therapieansätzen bereits bekannt. Trotzdem erhalten diese oftmals im Licht der Behandlung von Personen mit somatoformen Störungen einen neuen Stellenwert, sodass eine ausführlichere Beschreibung sinnvoll erscheint.

4.1.1 Behandlungsanlass und Klärung der Rahmenbedingungen


Neben der Erfragung der Beschwerden, die zur Aufnahme geführt haben, ist bei dieser Patientengruppe auch die genaue Klärung der Überweisungsmodalität notwendig. Oftmals kommen die Patientin unter Vorbehalt nach einer langen Vorgeschichte zum Psychotherapeuten, nicht mit der Hoffnung auf positive Veränderung, sondern mit der Zielsetzung, „alles probiert zu haben“.

Damit einher geht auch oftmals, dass der Vorbehandler über die Erfolglosigkeit seiner zahlreichen Versuche resigniert war und den Patienten deshalb zum Psychotherapeuten überwies, weniger aus Erfolgserwartung, sondern um eine Behandlungspause einzulegen. Diese schwierigen Eingangsbedingungen können jedoch direkt genutzt werden, um eine empathische Beziehung zum Patienten aufzubauen und die Rahmenbedingungen für die Behandlung zu klären.
Inhaltsverzeichnis
Somatisierungsstoerung1
Inhaltsverzeichnis7
1 Beschreibung der Stoerung9
1.1 Bezeichnung9
1.2 Definitionskriterien nach ICD-1014
1.3 Differenzialdiagnose17
1.4 Epidemiologische Daten23
1.5 Verlauf und Prognose29
1.6 Komorbidität29
1.7 Diagnostische Verfahren und Dokumentationshilfen32
2 Stoerungstheorien und -modelle39
2.1 Risikofaktoren39
2.2 Bedingungsmodell somatoformer Stoerungen45
3 Diagnostik und Indikation50
4 Behandlung52
4.1 Darstellung der Therapiemethode52
4.2 Wirkungsweise der Methoden82
4.3 Effektivität und Prognose84
4.4 Varianten der Methode und Kombinationsmoeglichkeiten86
4.5 Probleme bei der Durchfuehrung90
5 Ausblick91
6 Weiterfuehrende Literatur92
7 Literatur93
8 Anhang98
Einsteckkarte101

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