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E-Book

SPI

Software Process Improvement mit CMMI und ISO 15504

AutorErnest Wallmüller
VerlagCarl Hanser Fachbuchverlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl213 Seiten
ISBN9783446408906
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis27,99 EUR

DER WEG ZU MEHR PRODUKTIVITÄT, BESSERER QUALITÄT UND GERINGEREN RISIKEN

- Erfahren Sie, wie Sie mit Software Process Improvement (SPI) die Produktivität und Qualität in der Softwareentwicklung und -pflege steigern können.
- Nutzen Sie die praktischen Umsetzungshilfen dieses Buches für Ihre SPI-Projekte.
- Profitieren Sie von der Praxiserfahrung des Autors und den zahlreichen Expertenbeiträgen
- Im Internet: SPI-Hilfen und Tools unter itq.ch/downloads.

SOFTWARE PROCESS IMPROVEMENT MIT CMMI, PSP/TSP UND ISO 15504

Produktivitätssteigerung, bessere Produkt- und Prozessqualität sowie eine risikoarme Projektabwicklung ist für viele Unternehmen, die Software entwickeln und einsetzen, ein zentrales Ziel. Mit Software Process Improvement (SPI) können Sie Prozesse und Abläufe optimieren sowie die Reife Ihrer Organisation steigern. Dieses Buch begleitet Sie bei diesem komplexen Vorhaben. CMMI und ISO 15504 (SPICE), die beiden wichtigsten Verbesserungsmodelle für die Umsetzung von SPI, werden dargestellt, PSP und TSP, das sich jetzt auch in Europa verbreitet, wird erläutert.

Der Autor stellt die methodischen Ansätze und Hilfsmittel für die Software-Prozessverbesserung anhand von Praxisbeispielen vor. Er erläutert die kritischen Erfolgsfaktoren, die aktiv gesteuert werden müssen, um SPI-Projekte erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Mehrere Fallstudien veranschaulichen die praktische Umsetzung von SPI-Projekten. Der ausführliche Anhang enthält Formulare, Mustervorlagen und weitere Hilfsmittel. Aus dem Inhalt:

- Grundlagen einer Softwareprozesskultur
- Prozessstandards, Bewertungs- und Verbesserungsmodelle
- CMMI Reifestufe 2
- CMMI Reifestufe 3
- Jenseits von CMMI Reifestufe 3
- Performancesteigerung dank PSP und TSP
- Bewerten und Messen
- Management und Implementierung von SPI-Programmen

Der Autor

Dr. Ernest Wallmüller ist Dozent für Wirtschaftsinformatik an den Universitäten Linz, Salzburg und Zürich, Geschäftsführer von Qualität &, Informatik in Zürich (www.itq.ch), international tätiger Coach und Seniorberater sowie Autor zahlreicher Publikationen und Fachbücher.

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Leseprobe

4 CMMI Reifestufe 2 – Institutionalisieren von gemanagten Prozessen (S. 55-56)

Die Institutionalisierung von Prozessen ist ein wichtiges Konzept im Rahmen der Prozessverbesserung. In Kapitel 4, 5 und 6 verwenden wir das Stufenmodell von CMMI und charakterisieren den Grad der Institutionalisierung von Prozessen. Die Institutionalisierung von Prozessen wird grundsätzlich über die Erfüllung von generischen Zielen und generische Praktiken gesteuert.

Die größte Hürde für viele Organisationen ist der Sprung von einer unreifen IT- bzw. Software-Organisation (Reifegrad 1) zu einer reiferen Prozessorganisation (Reifegrad 2). Reifegrad 1 bedeutet, dass die Prozesse ad hoc ausgeführt werden, d. h. die Mitarbeiter erledigen ihre Arbeit spontan. Problematisch ist die Tatsache, dass die Arbeit teilweise redundant erfolgt, nur schwer planbar ist und die Mitarbeiter die Methoden und Hilfsmittel für Arbeitsergebnisse nicht einheitlich nutzen. Weitere Merkmale von Reifestufe 1 sind die Übernahme zu hoher Verpflichtungen (over-commitment), das Nichteinhalten von Plänen, die Nichtwiederholbarkeit von Arbeitsleistungen, das Überschreiten von Zeit- und Kostenvorgaben. Dies bedeutet nicht immer schlechte Produktqualität, doch der Erfolg hängt wesentlich von einzelnen Personen (Helden) ab. Wenn diese Personen die Organisation verlassen, kommt es zu noch größeren Problemen.

Reifegrad 2 charakterisiert der Austausch von Erfahrungswissen und Gelerntem (lessons learned) sowie anerkannten Praktiken. Weitere Merkmale sind:

- Stabile Planung und Verfolgung des Projekts.
- Frühere Erfolge können wiederholt werden.
- Realistische Verpflichtungen werden vereinbart und auch eingehalten.
- Technische Praktiken sind nicht organisationsweit definiert und variieren von Projekt zu Projekt.

Reifegrad 2 konzentriert sich auf das Managen der Arbeitsprozesse, d. h. der Projektprozess ist unter wirksamer Steuerung bzw. Kontrolle von einem Projektmanagementsystem und folgt realistischen Plänen, die auf der Arbeitsleistung bzw. den Erfahrungsdaten früherer Projekte beruhen.

Dem Reifegrad 2 im Stufenmodell von CMMI sind sieben Prozessbereiche zugeordnet, die zum Management der Projektleistung beitragen:

- Anforderungsmanagement (REQM in Kategorie ENG)
- Projektplanung (PP in Kategorie MAN)
- Projektüberwachung und -steuerung (PMC in Kategorie MAN)
- Management von Lieferantenvereinbarungen (SAM in Kategorie MAN)
- Messung und Analyse (MA in Kategorie SUP)
- Prozess- und Produktqualitätssicherung (PPQA in Kategorie SUP)
- Konfigurationsmanagement (CM in Kategorie SUP)

Wie wir in Kapitel 3 gezeigt haben, hat jeder Prozessbereich spezifische und generische Ziele. Die spezifischen Ziele und Praktiken werden wir anschließend für jeden Prozessbereich von Reifestufe 2 besprechen (Abschnitt 4.1 bis 4.7). Die Erfüllung der generischen Ziele trägt dazu bei, dass die Prozessbereiche institutionalisiert werden, d. h. die Organisation stellt die konsistente Einhaltung der Prozessziele sicher, auch wenn Schlüsselpersonen die Firma verlassen haben.

Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort10
1 Einleitung11
2 Grundlagen einer Softwareprozesskultur14
2.1 Das Phänomen Softwareprozess14
2.2 Grundlagen von SPI – Was benötigen wir für ein organisiertes Besserwerden?20
2.2.1 Voraussetzungen, Prinzipien und Vorgehensschritte21
2.2.2 SPI-Infrastruktur24
3 Prozessstandards, Bewertungs- und Verbesserungsmodelle – bewährte und akzeptierte Erfahrungen nutzen26
3.1 Aktuelle Vorgehensansätze in der Praxis26
3.1.1 RUP27
3.1.2 V-Modell XT27
3.1.3 Agiles Vorgehen33
3.2 Prozessstandards ISO 12207 und ISO 1528836
3.2.1 ISO 12207 Life Cycle Management – Software Life Cycle Processes36
3.2.2 ISO 15288 Life Cycle Management – System Life Cycle Processes39
3.3 Softwareprozessverbesserungsmodelle – ISO 15504 und CMMI/SCAMPI41
3.3.1 ISO 15504 (SPICE)41
3.3.2 CMMI – Ein Rahmenwerk für die Prozessverbesserung49
3.3.3 Die Bewertungsmethode SCAMPI55
4 CMMI Reifestufe 2 – Institutionalisieren von gemanagten Prozessen64
4.1 Anforderungsmanagement66
4.2 Projektplanung67
4.3 Projektüberwachung und -steuerung68
4.4 Management von Lieferantenvereinbarungen69
4.5 Messung und Analyse69
4.6 Prozess- und Produktqualitätssicherung70
4.7 Konfigurationsmanagement71
5 CMMI Reifestufe 3 – Der benutzte und zugeschnittene Standardprozess74
5.1 Anforderungsentwicklung (RD)76
5.2 Technische Umsetzung (TS)78
5.3 Produktintegration (PI)79
5.4 Verifikation (VER)80
5.5 Validierung (VAL)82
5.6 Organisationsweite Prozessdefinition (OPD) plus IPPD82
5.7 Organisationsweite Prozessverbesserung (OPF)84
5.8 Organisationsweites Training (OT)85
5.9 Integriertes Projektmanagement (IPM) plus IPPD86
5.10 Risikomanagement (RSKM)88
5.11 Entscheidungsanalyse und -findung (DAR)90
6 Jenseits von CMMI Reifestufe 391
6.1 CMMI Reifestufe 4: Der quantitativ gemanagte Prozess91
6.1.1 Organisationsweite Prozessleistung (OPP in Kategorie PRO)92
6.1.2 Quantitatives Projektmanagement (QPM in Kategorie MAN)94
6.2 CMMI Reifestufe 5: Der sich optimierende Prozess95
6.2.1 Organisationsweite Innovation und deren Ausbreitung (OID in Kategorie PRO)95
6.2.2 Analyse der Defektursachen und Defektbeseitigung (CAR in Kategorie SUP)96
7 Performance-Steigerung dank PSP und TSP98
7.1 Die Wurzeln des PSP/TSP98
7.2 Die Strategie von PSP99
7.2.1 Die Prozesselemente des PSP100
7.2.2 Aufwand für Planung und Rapportierung im PSP/TSP102
7.2.3 Qualitätsplanung und -berichterstattung im PSP und TSP103
7.2.4 Fortschrittskontrolle mittels EVA-Methode im PSP/TSP106
7.2.5 Management der Selbstverbesserung im PSP107
7.3 Wie ein Entwickler PSP erlernt108
7.3.1 PSP0 – Selbsterkennung109
7.3.2 PSP1 – Schätzen und Planen109
7.3.3 PSP2 – Design und Qualitätsmanagement110
7.3.4 Zusammenfassung PSP112
7.4 Team Software Process (TSP)112
7.5 Das Vorgehen zur Implementation von PSP/TSP115
7.6 Nutzen und Resultate einer Einführung von PSP/TSP116
7.7 PSP/TSP als Beschleuniger für die CMMI-Implementation117
8 Bewerten und Messen – Denn sie wissen nicht, was sie tun und wo sie stehen!119
8.1 Prozessbewertungen mittels Assessments120
8.2 Messungen123
8.3 SPI mit Tools131
8.3.1 Tools für Verbesserungsprogramme und -projekte131
8.3.2 Assessmentwerkzeuge133
9 Management und Implementierung von SPI-Programmen140
9.1 Vorgehen in SPI-Programmen140
9.2 Kosten, Nutzen und ROI von SPI-Programmen144
9.3 Risiken und kritische Erfolgsfaktoren von SPIVorhaben149
9.4 Empirische Erfahrungen mit SPI-Programmen152
9.4.1 Beherrschung der Komplexität in der Softwareentwicklung und -pflege mit CMMI152
9.4.2 Erfahrungen mit einem großen CMMI-SPI-Programm161
9.4.3 Erfahrungen und Nutzen bei der Umsetzung von CMMI bei Alcatel168
9.4.4 ISO 15504 als Landkarte zum eigenen Prozessmodell172
Anhang A1 Beispiel einer Policy- und Prozessbeschreibung für das Anforderungsmanagement179
Policy179
Scope179
Content180
1. Purpose180
2. Terms and Abbreviations180
3. Roles and Responsibilities180
4. Overview181
5. Specific Goals and Practices182
6. Summary of Tasks185
7. Resources and Funding186
8. Work Products186
9. Metrics186
10. Referenced Documents187
11. Change History187
Anhang A2 Metrikkandidaten für Messungen der verschiedenen CMMI-Prozessbereiche188
Anhang A3 Hilfsmittel zur Spezifikation und Durchführung von Messungen196
Anhang A4 Muster eines operativen Verbesserungsplans199
Operativer Verbesserungsplan für Organisationseinheit xxx199
Anhang A5 Muster eines strategischen Verbesserungsplans202
Strategischer Aktionsplan der Softwareprozessverbesserung202
Anhang A6 Generische Praktiken von ISO 15504204
Register211

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