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Sprechgebote

Wie das Sprechen über Sprache soziale Ungleichheiten reproduziert

AutorSusanne Becker
VerlagSpringer VS
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl256 Seiten
ISBN9783658191627
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis34,99 EUR
Susanne Becker geht der Frage nach, wie Sprechweisen alltäglich bewertet werden und wie diese Bewertungen mit ökonomischen Ungleichheiten in Verbindung stehen. Mittels empirischer Ergebnisse aus ihrer ethnografischen Forschung in zwei Stadtteilen illustriert die Autorin Wechselwirkungen von symbolischen und ökonomischen Ein- und Ausschlüssen durch Sprache(n). Die Studie nimmt einerseits Sprachhierarchien und Sprachideologien in den Blick. Zum anderen setzt sie sich mit der Kommodifizierung ('Warenwerdung') von Sprache(n) kritisch auseinander. Dabei schlägt die Autorin eine Brücke zwischen der soziolinguistischen Forschung zu Linguistic Landscapes und Sprachregimen und der soziologischen Ungleichheitsanalyse. Das Buch ist ein Plädoyer für die Berücksichtigung sprachlicher Verhältnisse in der Ungleichheitsforschung.

Dr. Susanne Becker studierte Soziologie an der LMU München und promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Danksagung5
Geleitwort8
Inhaltsverzeichnis9
Abbildungsverzeichnis12
1 Einleitung16
2 Der Dualismus sozialer Ungleichheiten – Ökonomie vs. Diskurs21
2.1 Die Rolle von Ökonomie in der Hervorbringung sozialer Ungleichheiten22
2.2 Die Rolle von Wissen in der Hervorbringung sozialer Ungleichheiten28
2.2.1 Diskurse – Dispositive – Macht-/Wissen-Komplexe28
2.2.2 Diskursive Differenzkonstruktionen – Die diskursive Konstruktion der „Anderen“31
2.3 Die Vermittlung zwischen Ökonomie und Diskursen35
3 Das Verhältnis von Sprache(n) und sozialen Ungleichheiten41
3.1 Was sind Sprache(n)42
3.1.1 „Sprachen“ – ein machtvolles Konstrukt44
3.1.2 Mehrsprachigkeit oder Mehrsprachigkeiten?51
3.1.3 Sprachwechsel: Code-Switching oder Translanguaging54
3.2 Sprache(n) und ökonomische Ungleichheiten58
3.2.1 Sprache(n) und soziale Klasse59
3.2.2 Sprache(n) im Spätkapitalismus65
3.3 Differenzkonstruierendes Wissen über Sprache(n)67
3.3.1 Sprachideologien68
3.3.2 Sprache, Macht, Raum – Sprachregime71
3.4 Linguizismus und Neolinguizismus – eine rassismuskritische Perspektive auf Sprache(n)74
4 Method(olog)ische Überlegungen zu einem qualitativen Forschungsprozess79
4.1 Selbstreflexion des Forschungsprozesses82
4.1.1 Die Suche nach der Frage, der Methode und dem Feld82
4.1.2 Der Feldzugang und der Feldaufenthalt83
4.1.3 Die Frage nach der Subjektivität der Forscherin87
4.2 Daten produzieren – (Auto-)Ethnografie und Sprachlandschaften92
4.2.1 Der ethnografische Forschungsansatz92
4.2.2 Stadtteilspaziergänge und Sprachlandschaften96
4.2.3 Autoethnografische Zugänge zum Thema101
4.3 Und dann? Die Herausforderung ethnografische Daten zu „analysieren“105
4.3.1 Dispositivanalyse als Forschungsstil26106
4.3.2 Eine diskurs- bzw. dispositivtheoretisch-verankerte Grounded Theory107
5 Die sprachliche Situation der Stadtteile114
5.1 Zentren der Mehrsprachigkeit und deren Sprachregime in den Stadtteilen121
5.1.1 Haltestellen und Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs122
5.1.2 Türkisch (nicht-)ethnisierte Lebensmittelgeschäfte125
5.1.3 Das Einkaufszentrum128
5.1.4 Italienischsprachige Spielgruppe133
5.2 Die Sprachlandschaften der Stadtteile136
5.2.1 „Herzlich willkommen…in 43 Sprachen“ – Münchner Sprachpolitik138
5.2.2 „Minga Oida“ – Rebavarisierung der Sprachlandschaften142
5.2.3 „totally sexy“ – Englisch als Werbesprach149
5.2.4 „Vini e Panini“ – Italienisch als Marker für La Dolce Vita?153
6 Wir und die Anderen – Sprache(n) als Kriterium des Othering156
6.1 Die Herstellung eines nationalen Wir durch die Kategorie Sprache158
6.1.1 Die nationale Ordnung von Sprache(n)159
6.1.2 „Also was ich spreche, ist Muttersprache …“ – Die Biologisierung von Muttersprache in der Kulturnation165
6.1.3 „Aber wir sagen nur, bitte nicht mischen“ – Sprache(n) rein halten170
6.2 Die internen Anderen179
6.2.1 „Des Hochtürkisch ist genauso wie des Hochdeutsch“ – Innere Hierarchisierung von Sprachlichkeit179
6.2.2 „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“ – Sprache(n) im Nexus von Migration und Integration183
6.3 „Aber da sprechen die Französisch“ – Die externen Anderen und ihre Sprache(n)190
7 Die Kommodifizierung von Sprache(n)200
7.1 „Erleben Sie die Weltsprache Spanisch“ – Sprache(n) als Produkt in der Sprachindustrie201
7.2 „Qualification: native speaker from Washington“ – Die ökonomische Verwertbarkeit von „Muttersprache“205
7.3 „Dein Ticket zum Erfolg: Englisch“ – Sprache(n) als Wertzuwachs für das neoliberale Subjekt209
7.4 „?? ??? . Der Duft des Blue Niles“ – Die ökonomischeVerwertbarkeit von Sprache(n) auf ethnisierten Märkten216
8 Diskussion und Ausblick225
Literaturverzeichnis233
Internetquellen256

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