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E-Book

Statistische Datenanalyse mit SPSS für Windows

Eine anwendungsorientierte Einführung in das Basissystem und das Modul Exakte Tests

AutorJürgen Janssen, Wilfried Laatz
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2005
Seitenanzahl758 Seiten
ISBN9783540280934
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis29,99 EUR

Die 5. Auflage basiert auf Programmversion 13.

Aus Besprechungen zu den Vorauflagen:
'Im Gegensatz zur Masse der SPSS-Bücher ist dieses Werk erfreulich verständlich und anwendungsorientiert geschrieben ... Viele Screenshots und gute Beispiele erleichtern sowohl die Anwendung von SPSS als auch das Verständnis der einzelnen Verfahren ... Sowohl für Praktiker als auch anwendungsorientierte Wissenschaftler und Studenten vorbehaltlos zu empfehlen. Im Doppelpack mit den Multivariaten von Backhaus et. al. in Breite und Tiefe nicht zu toppen.' amazon.de

'Wer ... eine größere Datenmenge statistisch auswerten will ..., kann bei SPSS auf ein mächtiges und vielseitiges Programmpaket vertrauen. (...) Die richtige Einstiegshilfe bieten Janssen und Laatz an. (...) Anhand der im Internet bereitgestellten Datensätze kann der Leser die Beispiele an seinem eigenen Rechner nachvollziehen. (...) Dies ist ein kompetenter Ratgeber, der einem den Weg für ein effizientes Arbeiten mit SPSS ebnet!' Studium - Buchmagazin für Studenten

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Leseprobe

14 Einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) (S. 347-348)

Während der t-Test geeignet ist, zwei Mittelwerte zu vergleichen und ihre evtl. Differenz auf Signifikanz zu prüfen, können mit der Varianzanalyse mehrere Mittelwerte zugleich untersucht werden. Die Varianzanalyse hat dabei zwei Zielsetzungen:

Sie dient der Überprüfung der Signifikanz des Unterschiedes von Mittelwertdifferenzen. Sie zeigt dabei auf, ob mindestens ein Unterschied zwischen multiplen Vergleichsgruppen signifikant ausfällt. Darüber, um welchen oder welche es sich handelt, ermöglicht sie keine Aussage. Als Signifikanztest wird der F-Test verwendet.
Sie dient zur Ermittlung des von einer oder mehreren unabhängigen Variablen erklärten Anteils der Gesamtvarianz.

Voraussetzungen für die Varianzanalyse sind:

Eine auf Intervallskalenniveau oder höher gemessene abhängige Variable, auch als Kriteriumsvariable bezeichnet.
Normalverteilung der Kriteriumsvariablen in der Grundgesamtheit.
Mindestens eine unabhängige Variable, die eine Aufteilung in Gruppen ermöglicht.

Diese Variable wird auch als Faktor bezeichnet. Es reicht dazu eine auf Nominalskalenniveau gemessene Variable. Auch metrische Variablen können Verwendung finden. Aber bei kontinuierlichen oder quasi kontinuierlichen Variablen müssen geeignete Klassen gebildet werden. Sie werden danach wie kategoriale Variablen verwendet.

Die Vergleichsgruppen müssen unabhängige Zufallsstichproben sein.
Die Vergleichsgruppen sollten in etwa gleiche Varianzen haben.

Die einfaktorielle (Ein-Weg) Varianzanalyse berücksichtigt lediglich einen Faktor. Die multifaktorielle (Mehr-Weg) Varianzanalyse dagegen n Faktoren. SPSS bietet im Menü „Mittelwerte vergleichen" sowohl im Untermenü „Mittelwerte" (als Option) als auch im Untermenü „Einfaktorielle ANOVA" eine Ein- Weg-Varianzanalyse an. Auch das Menü „Univariat", das einzige Untermenü des Menüs "Allgemeines lineares Modell" im Basismodul, das für Mehr-Weg-Analysen gedacht ist, kann für Ein-Weg-Analysen verwendet werden. Allerdings ist „Einfaktorielle ANOVA" etwas einfacher aufgebaut und bietet etwas andere Features zur Prüfung der Signifikanz von Einzeldifferenzen zwischen Gruppen und zur Prüfung verschiedener Gleichungsformen zur Varianzerklärung, die in den anderen Prozeduren entweder nicht oder (Univariat) in etwas eingeschränkter Form zur Verfügung stehen. In diesem Kapitel wird auf die Anwendung von „Einfaktorielle ANOVA" eingegangen.

14.1 Theoretische Grundlagen

Varianzzerlegung. Die Grundgedanken der Varianzanalyse sollen zunächst an einem fiktiven Beispiel mit wenigen Fällen dargestellt werden, das später mit realen Zahlen ausgebaut wird. Es sei das Einkommen von 15 Personen untersucht. Die Daten sind so konstruiert, dass die 15 Personen ein mittleres Einkommen von x T = 2.500 DM haben (Index T für total). Die Einkommenswerte für die einzelnen Personen streuen um diesen Mittelwert. Die Streuung wird von der Variablen Schulbildung – auch als Faktor bezeichnet – beeinflusst: Personen mit mittlerer Reife (Index M) erhalten das Durchschnittseinkommen, Abiturienten (Index A) erhalten dagegen einen Zuschlag von DM 500, Hauptschulabsolventen (Index H) einen Abschlag derselben Größe. Innerhalb der Schulbildungsgruppen schwanken aufgrund nicht näher bestimmter Ursachen die Einkommen und zwar so, dass eine der fünf Personen genau das mittlere Einkommen der Gruppe verdient, zwei verdienen 100 bzw. 200 DM mehr als der Durchschnitt, zwei 100 bzw. 200 DM weniger. Tabelle 14.1 enthält die Daten der so konstruierten Fälle, bereits eingeteilt in die Gruppen des Faktors Schulbildung. In der Tabelle werden mit x auch die Durchschnittseinkommen der Personen einer jeden Schulbildungsgruppe ausgewiesen.

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur fünften Auflage5
Inhaltsverzeichnis7
1 Installieren von SPSS16
1.1 Anforderungen an die Hard- und Software16
1.2 Die Installation durchführen16
1.3 Weitere Hinweise17
2 Schneller Einstieg in SPSS20
2.1 Die Oberfläche von SPSS für Windows21
2.2 Einführen in die Benutzung von Menüs und Symbolleisten24
2.3 Daten im Dateneditorfenster eingeben und definieren32
2.4 Daten bereinigen43
2.5 Einfache statistische Auswertungen48
2.6 Index bilden, Daten transformieren59
2.7 Gewichten62
3 Definieren und Modifizieren einer Datendatei64
3.1 Definieren von Variablen64
3.2 Variablendefinitionen ändern, kopieren und übernehmen73
3.3 Eingeben von Daten80
3.4 Editieren der Datenmatrix81
3.5 Dublettensuche (Doppelte Fälle ermitteln)84
3.6 Einstellungen für den Dateneditor87
3.7 Drucken, Speichern, Öffnen, Schließen einer Datendatei88
4 Arbeiten im Ausgabe- und Syntaxfenster92
4.1 Arbeiten mit dem Viewer92
4.2 Arbeiten im Syntaxfenster100
5 Transformieren von Daten106
5.1 Berechnen neuer Variablen106
5.2 Verwenden von Bedingungsausdrücken125
5.3 Umkodieren von Werten127
5.4 Klassifizieren und Kategorisieren von Daten (Bereichseinteiler)130
5.5 Zählen des Auftretens bestimmter Werte135
5.6 Transformieren in Rangwerte137
5.7 Automatisches Umkodieren142
5.8 Transformieren von Datums- und Uhrzeitvariablen143
5.9 Transformieren von Zeitreihendaten148
5.10 Offene Transformationen157
6 Daten mit anderen Programmen austauschen158
6.1 Übernehmen von Daten aus Fremddateien159
6.2 Daten in externe Formate ausgeben178
7 Transformieren von Dateien182
7.1 Daten sortieren, transponieren und umstrukturieren182
7.2 Zusammenfügen von Dateien189
7.3 Gewichten von Daten198
7.4 Aufteilen von Dateien und Verarbeiten von Teilmengen der Fälle198
7.5 Erstellen einer Datei mit aggregierten Variablen205
8 Häufigkeiten, deskriptive Statistiken und Verhältnis212
8.1 Überblick über die Menüs „Deskriptive Statistiken“, „Berichte“ und „ Mehrfachantworten“212
8.2 Durchführen einer Häufigkeitsauszählung213
8.3 Statistische Maßzahlen218
8.4 Bestimmen von Konfidenzintervallen228
8.5 Das Menü „Deskriptive Statistiken“233
8.6 Das Menü „Verhältnis“236
9 Explorative Datenanalyse240
9.1 Robuste Lageparameter240
9.2 Grafische Darstellung von Daten247
9.3 Überprüfen von Verteilungsannahmen251
10 Kreuztabellen und Zusammenhangsmaße260
10.1 Erstellen einer Kreuztabelle260
10.2 Kreuztabellen mit gewichteten Daten267
10.3 Der Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest269
10.4 Zusammenhangsmaße275
11 Fälle auflisten und Berichte erstellen300
11.1 Erstellen eines OLAP-Würfels301
11.2 Das Menü „Fälle zusammenfassen“303
11.3 Erstellen von Berichten in Zeilen oder Spalten307
12 Analysieren von Mehrfachantworten326
12.1 Definieren eines Mehrfachantworten-Sets (Multiple Kategorien- Set)327
12.2 Erstellen einer Häufigkeitstabelle für einen multiplen Kategorien- Set328
12.3 Erstellen einer Häufigkeitstabelle für einen multiple Dichotomien- Set331
12.4 Kreuztabellen für Mehrfachantworten-Sets333
12.5 Speichern eines Mehrfachantworten-Sets337
13 Mittelwertvergleiche und t-Tests338
13.1 Überblick über die Menüs „Mittelwerte vergleichen“ und „ Allgemein lineares Modell“338
13.2 Das Menü „Mittelwerte“339
13.3 Theoretische Grundlagen von Signifikanztests343
13.4 T-Tests für Mittelwertdifferenzen350
14 Einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA)362
14.1 Theoretische Grundlagen363
14.2 ANOVA in der praktischen Anwendung367
14.3 Multiple Vergleiche (Schaltfläche „Post Hoc“)370
14.4 Kontraste zwischen a priori definierten Gruppen (Schaltfläche „Kontraste“)377
15 Mehr-Weg-Varianzanalyse382
15.1 Faktorielle Designs mit gleicher Zellhäufigkeit383
15.2 Faktorielle Designs mit ungleicher Zellhäufigkeit390
15.3 Mehrfachvergleiche zwischen Gruppen396
16 Korrelation und Distanzen402
16.1 Bivariate Korrelation402
16.2 Partielle Korrelation409
16.3 Distanz- und Ähnlichkeitsmaße411
17 Lineare Regressionsanalyse420
17.1 Theoretische Grundlagen420
17.2 Praktische Anwendung429
17.3 Verwenden von Dummy-Variablen453
17.4 Prüfen auf Verletzung von Modellbedingungen455
18 Modelle zur Kurvenanpassung460
18.1 Modelltypen und Kurvenformen460
18.2 Modelle schätzen461
19 Clusteranalyse466
19.1 Theoretische Grundlagen466
19.2 Praktische Anwendung475
20 Diskriminanzanalyse494
20.1 Theoretische Grundlagen494
20.2 Praktische Anwendung499
21 Faktorenanalyse512
21.1 Theoretische Grundlagen512
21.2 Anwendungsbeispiel für eine orthogonale Lösung514
21.3 Anwendungsbeispiel für eine oblique (schiefwinklige) Lösung531
21.4 Ergänzende Hinweise534
22 Nichtparametrische Tests540
22.1 Einführung und Überblick540
22.2 Tests für eine Stichprobe542
22.3 Tests für 2 unabhängige Stichproben552
22.4 Tests für k unabhängige Stichproben560
22.5 Tests für 2 verbundene Stichproben564
22.6 Tests für k verbundene Stichproben571
23 Reliabilitätsanalyse576
23.1 Konstruieren einer Likert-Skala: Itemanalyse577
23.2 Reliabilität der Gesamtskala580
24 Multidimensionale Skalierung584
24.1 Theoretische Grundlagen584
24.2 Praktische Anwendung587
25 Interaktive Grafiken erzeugen und gestalten598
25.1 Interaktive Grafiken erzeugen599
25.2 Interaktive Grafiken verändern und gestalten606
26 Herkömmliche Grafiken erzeugen624
26.1 Einführung und Überblick624
26.2 Balkendiagramme erzeugen625
26.3 3D-Balkendiagramm erzeugen633
26.4 Liniendiagramme erzeugen637
26.5 Flächendiagramme erzeugen640
26.6 Kreisdiagramme erzeugen642
26.7 Hoch-Tief-Diagramme erzeugen643
26.8 Pareto-Diagramme erzeugen654
26.9 Regelkarten-Diagramme erzeugen659
26.10 Boxplot-Diagramme erzeugen668
26.11 Fehlerbalkendiagramme erzeugen671
26.12 Populationspyramiden erzeugen674
26.13 Streu-/Punktdiagramme erzeugen675
26.14 Histogramme erzeugen680
26.15 P-P- und Q-Q-Diagramme erzeugen681
26.16 Sequenzdiagramme erzeugen684
26.17 ROC-Kurve erzeugen686
26.18 Autokorrelations- und Kreuzkorrelationsdiagramme erzeugen690
27 Layout herkömmlicher Grafiken gestalten696
27.1 Grundlagen der Grafikgestaltung im Diagramm-Editor696
27.2 Beispiele zur Layoutgestaltung704
28 Verschiedenes718
28.1 Drucken718
28.2 Das Menü „Extras“719
28.3 Datendatei-Informationen722
28.4 Verwenden von Skripts und Autoskripts723
28.5 Ausgabeverwaltungssystem (OMS)726
28.6 Anpassen von Menüs und Symbolleisten727
28.7 Ändern der Arbeitsumgebung im Menü „Optionen“731
28.8 Verwenden des Produktionsmodus740
28.9 Arbeiten mit großen Dateien742
28.10 Zum Scrollen und Markieren in den Auswahllisten744
28.11 SPSS-Ausgaben in andere Anwendungen übernehmen744
29 Exakte Tests750
Anhang A756
Anhang B757
Literaturverzeichnis758
Sachverzeichnis760

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