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Strategische PR-Evaluation

Erfassung, Bewertung und Kontrolle von Öffentlichkeitsarbeit

AutorNanette Besson
VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl300 Seiten
ISBN9783531910765
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis40,00 EUR
Die dritte, völlig überarbeitete Auflage dieses Werkes präsentiert ein erprobtes und optimiertes System von Evaluationstechnik für die PR- und Öffentlichkeitsarbeit. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme zum Thema PR-Evaluation und Kommunikationscontrolling wird ein zusammengehöriges System von Modell, Projektmanagement, Methodik und Instrument für die PR-Evaluation vorgestellt. Das Instrument der PR-Performance-Analyse ermöglicht durch die Orientierung am Reputationsbegriff ein prozessorientiertes Reputation Management mit Anschlussmöglichkeit an gängige Stakeholderansätze. Es ermöglicht die kontinuierliche Erfassung, Bewertung und anschließende Kontrolle von Kommunikationsprojekten in aller Bandbreite, von einzelnen Veranstaltungen bis hin zu kompletten Kampagnen. Fallbeispiele runden die Präsentation dieses Systems ab.

Nanette Besson promovierte im Fach Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und ist seit 2000 geschäftsführende Gesellschafterin der NAL Kommunikationsberatung GmbH.

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Leseprobe
8 Zusammenfassung und Ausblick (S. 275-276)

Zum Abschluss dieser Arbeit wird der Inhalt kurz zusammengefasst und auf die Möglichkeiten und Herausforderungen weiterführender Forschung hingewiesen.

8.1 Strategische PR-Evaluation

Die vorliegende Arbeit hat gezeigt, dass im Bereich PR-Evaluation ein dringender und umfangreicher Handlungsbedarf existiert. Dieser besteht zum einen in einer Einigung auf ein einheitliches, theoretisches Modell, zum anderen in einer umfassenden Aufklärung über und Werbung für die Etablierung einer kontinuierlichen und systematischen Erfassung, Bewertung und Kontrolle von PR-Programmen. Die Arbeit beschäftigt sich mit dem ersteren Defizit, indem sie ein ganzheitliches System von Evaluationstechnik entwickelt. Dieses System stellt eine idealtypische Vorgehensweise der strategisch geplanten und durchgeführten PR-Evaluation dar.

Zunächst wird auf der Basis der existierenden Evaluationsmodelle und den spezifischen Anforderungen an PR-Evaluation ein neues, integriertes PREvaluationsmodell entwickelt. Dieses Modell verleiht der strategischen PREvaluation den theoretischen Rahmen. Das PR-Projektmanagement bietet die praktische Anleitung zum „Projekt PR-Evaluation": Der strategische Evaluationsplan gibt die Anleitungen zur Planung und Durchführung des Projekts. Die Rolle und Funktion des Evaluationsmanagers wird definiert, und die Anforderungen an die Dokumentation des gesamten Vorhabens, in Form des Evaluationsberichts, werden aufgestellt.

Für die Datenerfassung ist eine Methodik erforderlich, die fundiert, aber auch praktikabel ist. Die vorgestellte Methodik setzt sich aus klassischen Methoden der Sozialwissenschaft zusammen: der Beobachtung, Befragung und der Inhaltsanalyse. Dabei stehen sowohl quantitative als auch qualitative Methoden zur Verfügung. Quantitative Methoden liefern vergleichbare Daten, die rechentechnisch weiterverwertet werden können. Qualitative Methoden ermöglichen die Integration von Faktoren, die nicht quantitativ zu erfassen, aber trotzdem wertvoll für die Beurteilung sind, z.B. Bemerkungen oder Beschreibungen.

Die Entwicklung einzelner, standardisierter Instrumente für die PR-Evaluation steckt noch in den Anfängen. Die Medienresonanzanalyse ist im Moment das geläufigste Evaluationsinstrument. In diesem Bereich besteht ein großer Handlungsbedarf. Dabei stehen für jeden Aspekt des PR-Prozesses Methoden zur Verfügung, die eine Bewertung ermöglichen. Eine Instrumentalisierung dieser Methoden wird exemplarisch dargestellt, in Form von Checklisten und Fragebögen. Die Sammlung und Strukturierung der erhobenen Daten und die Möglichkeit zur Gesamtbeurteilung von Evaluationsprojekten wird im folgenden Teil der Arbeit durch die Entwicklung eines neuen Evaluationsinstruments ermöglicht. Für dieses Instrument, der Performance-Analyse, werden Ideen aus der betriebswirtschaftlichen Managementsystematik als Anregung genommen.

Dort stellen Kennzahlensysteme etablierte und leistungsstarke Bewertungsinstrumente dar, die komplexe Systeme und Prozesse übersichtlich darstellen und beurteilen lassen. Zudem gibt es Ansätze, die ein kontinuierliches Prozessmanagement als direkt wertsteigerndes Mittel identifizieren (Six Sigma). Die Performance-Analyse beinhaltet die Ideen dieser betriebswirtschaftlichen Ansätze und versucht dabei gleichzeitig, die PR-spezifischen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Der PR-Prozess wird ganzheitlich und ausgewogen erfasst, bewertet und kontrollierbar gemacht. Diese Evaluationstechnik wurde in der Praxis bereits in einigen Unternehmen und Organisationen eingesetzt. Vier dieser Beispiele werden in diesem Zusammenhang kurz geschildert. Es zeigt sich, dass es mit Hilfe des PR-Projektmanagements, der sozialwissenschaftlichen Methodik und des PR-Kennwertsystems möglich und nützlich ist, unterschiedliche PR-Programme standardisiert und umfassend zu bewerten und miteinander zu vergleichen.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis11
Tabellenverzeichnis14
Abkürzungen14
Vorwort zur dritten Auflage15
Vorwort zur zweiten Auflage17
Vorwort zur ersten Auflage18
1 Einleitung19
1.1 Forschungsziel20
1.2 Forschungsvorgehen21
2 PR-Evaluation in Wissenschaft und Praxis23
2.1 PR-Evaluation und die Professionalisierung der PR23
2.2 PR-Evaluation in der Wissenschaft: Modelle42
2.3 Vergleich der klassischen PR-Evaluationsmodelle62
2.4 Problematik der PR-Evaluation in der Praxis64
2.5 Situation der PR-Evaluation77
2.6 Fazit86
3 Modell für strategische PR-Evaluation89
3.1 Theoretische Anforderungen an strategische Evaluation89
3.2 Das „Integrierte PR-Evaluationsmodell 2008“94
4 Projektmanagement für strategische PR-Evaluation101
4.1 Theorien zur Projektplanung und -umsetzung101
4.2 Der „Strategische Evaluationsplan”112
4.3 Der Evaluationsmanager118
4.4 Der „Strategische Evaluationsbericht“119
5 Methodik für strategische PR-Evaluation121
5.1 Evaluationsvorbereitung122
5.2 Konzeptionsevaluation123
5.3 Prozessevaluation131
5.4 Instrumentelle Evaluation141
5.5 Evaluation der Medienresonanz146
5.6 Evaluation der Zielgruppenresonanz157
5.7 Evaluation der allgemeinen Situation160
5.8 Reputationsevaluation162
5.9 Ergebniskontrolle und -verwendung176
5.10 Kontinuierliches Feedback191
5.11 Zusammenfassung der vorgestellten Methodik194
6 Instrument für strategische PR-Evaluation199
6.1 Instrumente der Betriebswirtschaft199
6.2 Formelansätze zur PR-Evaluation212
6.3 Kennzahlensysteme zum Kommunikations-Controlling222
6.4 Evaluationssysteme235
6.5 Die Performance-Analyse245
7 Diskussion der vorgestellten Evaluationstechnik273
7.1 Praktikabilität273
7.2 Retrospektivität - Prospektivität273
7.3 Subjektivität274
8 Zusammenfassung und Ausblick276
8.1 Strategische PR-Evaluation276
8.2 Möglichkeiten und Herausforderungen weiterführender Forschung277
9 Literaturverzeichnis279
10 Anhang292
10.1 The Likely Framework for Assessing the Results of PR/Communication Function Performance ( Likely 2003)292
10.2 Fragebögen zur Evaluation der Wahlkampfpressearbeit293
10.3 Fragebögen der Evaluation einer Festveranstaltung299

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