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Strategische und internationale Perspektiven des Managements

VerlagJosef Eul Verlag
Erscheinungsjahr2003
Seitenanzahl376 Seiten
ISBN9783899361575
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis46,00 EUR
Strategisches Management und Internationales Management bilden das Fundament in Lehre und Forschung von Prof. Dr. Martin K. Welge. Die vorliegende Festschrift zu seinem 60. Geburtstag führt Beiträge von derzeitigen und ehemaligen Doktoranden in beiden Bereichen zusammen.

Das Strategische Management bildet die eine Säule der Forschungs- und Lehrtätigkeit von Prof. Dr. Martin K. Welge. Der Jubilar hat sich in entscheidendem Maße für die Etablierung dieser Forschungsrichtung innerhalb der Betriebswirtschaftslehre eingesetzt. Nicht zuletzt auf die Arbeiten von Prof. Welge ist es zurückzuführen, dass das Strategische Management heute im deutschsprachigen Raum fester Bestandteil der universitären Ausbildung von Betriebswirtschaftlern ist.

In einem vergleichsweise kurzen Zeitraum hat Prof. Welge die Entwicklung der Strategieforschung von der strategischen Planung bis zum aktuell diskutierten Strategischen Management vorangetrieben. Neben dem Stra- tegischen Management als Arbeitsschwerpunkt steht das Internationale Management. Prof. Dr. Martin K. Welge hat auch hier einen Ruf als herausragender Lehrer und Forscher.  

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Kapitelübersicht
  1. Vorwort und Inhaltsverzeichnis
  2. Synergieevaluation bei Unternehmensübernahmen – Kompetenzen und Wissen als Quelle von Synergie (Achenbach)
  3. Risikomanagement in internationalen Konzernen (Kajüter)
  4. Das Flexibilitätsprinzip – Strategische Planung in Zeiten hoher Unsicherheit und Dynamik (Lattwein)
  5. Wissensmanagement als strategischer Erfolgsfaktor für Vertrieb und Kundenbindung (Peschke/Rauch)
  6. Die organisatorische Institutionalisierung von Lernnetzwerken – Ein wissenstheoretischer Gestaltungsansatz (Wernig)
  7. Kooperative Strategien in dynamischen Industrien - Eine empirische Untersuchung von strategischen Kooperationsportfolios ausgewählter Unternehmen der IuK-Industrie (Baer)
  8. The evolutionary process of globalisation (Borghoff)
  9. Die strategische Orientierung des Managements in Deutschland und den USA: Stakeholder stehen im Mittelpunkt der deutschen Unternehmensberichterstattung (Benninghaus/Rabbe)
  10. International capabilities of born globals and traditional small and medium sized enterprises (Borghoff/Schulte)
  11. Internationale Organisations- und Personalentwicklung – Zwei Fallstudien (Schulte)
  12. Individual constructionism in Chinese culture and its implication for German MNEs (Wang)
Leseprobe
2. Internationalisierung von Konzernen (S. 45-46)

2.1 Begriff und Formen des internationalen Konzerns

International tätige Unternehmen sind fast immer in der Form eines Konzerns organisiert. Hierbei handelt es sich aus juristischer Sicht um einen Zusammenschluss rechtlich selbständiger Unternehmen unter einheitlicher Leitung (§ 18 Abs. 2 AktG). Die einheitliche Leitung wird von einem herrschenden Unternehmen (Mutterunternehmen) über mindestens ein abhängiges Unternehmen (Tochterunternehmen) ausgeübt. Zumeist beruht die einheitliche Leitung auf einer Mehrheitsbeteiligung des Mutterunternehmens (faktischer Konzern), wobei die Einflussmöglichkeiten auf das abhängige Unternehmen vor allem durch die Höhe des Kapitalanteils und die Rechtsform dieses Unternehmens bestimmt werden. Alternativ kann die einheitliche Leitung auch auf der Grundlage vertraglicher Vereinbarungen (Beherrschungsverträge) oder durch Eingliederung ausgeübt werden (Vertragskonzern bzw. Eingliederungskonzern).

In diesen Fällen verfügt das herrschende Unternehmen über Weisungsbefugnisse gegenüber den Leitungsorganen der abhängigen Unternehmen. Das im deutschen Aktiengesetz kodifizierte Konzernrecht ist für ausländische Tochterunternehmen indes nicht maßgeblich; vielmehr sind für diese die jeweiligen nationalen, häufig durch Rechtsprechung entwickelten Regelungen entscheidend (vgl. Theisen 2000, S. 73ff.).2 Im Vergleich zu einem nationalen ist ein internationaler Konzern dadurch gekennzeichnet, dass sich seine Geschäftstätigkeit über mehrere Länder erstreckt und im Ausland angesiedelte Tochtergesellschaften von einem im Inland ansässigen Mutterunternehmen geleitet werden. In diesem Sinne spricht Welge – unter Nennung weiterer Merkmale – von Multinationalen Unternehmungen (vgl. Welge 1980, S. 3ff.).

Betriebswirtschaftlich bildet der Konzern eine wirtschaftliche Einheit. Die rechtlich selbständigen, aber wirtschaftlich abhängigen Einzelunternehmen verfolgen unter der einheitlichen Leitung des Mutterunternehmens ein gemeinsames ökonomisches Ziel, auf dessen Erreichung die Strategie und Struktur des Konzerns ausgerichtet sind. Der Konzern ist somit eine eigenständige wirtschaftliche Planungs- und Kontrolleinheit (vgl. Scheffler 1992, S. 1) und als solche auch Gegenstand des Risikomanagements.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis18
Synergieevaluation bei Unternehmensübernahmen – Kompetenzen und Wissen als Quelle von Synergie20
Inhaltsverzeichnis21
1. Einleitung23
2. State of the art – Synergieevaluation bei M&A mit Verbesserungspotenzial27
2.1 Beiträge zur Synergieevaluation27
2.2 Synergieevaluation in der betrieblichen Praxis32
2.3 Offene Fragen und weiterer Forschungsbedarf36
3. Relevanz von Kompetenzen und Wissen bei M&A – Vom Postulat zum konkreten Wirkungszusammenhang37
3.1 Empirische Befunde der Erfolgsfaktorenforschung zu M&A37
3.2 Kompetenzen als Quelle von Synergie38
3.3 Wissen als Quelle von Synergie46
3.4 Synthese der Forschungsergebnisse51
4. Vorschläge zur Integration der Kompetenz- und Wissensbetrachtung in die Ansätze zur Synergieevaluation52
4.1 Lösungsvorschlag zur quantifizierten Synergieabschätzung auf Basis von Kompetenzen und Wissen52
4.2 Weiterer Forschungsbedarf54
5. Zusammenfassung55
Literaturverzeichnis56
Risikomanagement in internationalen Konzernen60
Inhaltsverzeichnis61
1. Einleitung62
2. Internationalisierung von Konzernen64
2.1 Begriff und Formen des internationalen Konzerns64
2.2 Ziele und Strategien der Internationalisierung65
2.3 Risiken internationaler Konzerne66
3. Grundlagen des Risikomanagements in internationalen Konzernen68
3.1 Rechtliche Anforderungen an das Risikomanagement68
3.2 Ökonomische Fundierung des Risikomanagements71
3.3 Konzeptionelle Gestaltung des Risikomanagements73
4. Besonderheiten des Risikomanagements im internationalen Kontext76
4.1 Risikofrüherkennung im internationalen Konzern76
4.2 Risikosteuerung im internationalen Konzern81
4.3 Interne Überwachung im internationalen Konzern85
5. Zusammenfassung88
Literaturverzeichnis90
Das Flexibilitätsprinzip – Strategische Planung in Zeiten hoher Unsicherheit und Dynamik94
Inhaltsverzeichnis95
1. Strategische Planung zu Beginn des 21. Jahrhunderts96
2. Grundlagen des Flexibilitätsprinzips98
2.1 Identifikation von Handlungsflexibilitäten99
2.2 Bewertung von Handlungsflexibilitäten100
2.3 Proaktive Steuerung der Handlungsflexibilitäten102
3. Umsetzung des Flexibilitätsprinzips in der Praxis der strategischen Planung102
3.1 Entwicklung strategischer Ziele und Handlungsalternativen103
3.2 Identifikation von Handlungsflexibilitäten104
3.3 Bewertung strategischer Handlungsalternativen auf Basis des Kapitalwertverfahrens105
3.4 Bewertung strategischer Handlungsalternativen auf Basis flexibilitätsorientierter Bewertungsverfahren107
3.5 Implementierung und Kontrolle der strategischen Teilprojekte116
3.6 Proaktive Steuerung der Handlungsflexibilitäten117
4. Zusammenfassung118
Literaturverzeichnis120
Wissensmanagement als strategischer Erfolgsfaktor für Vertrieb und Kundenbindung122
Inhaltsverzeichnis123
1. Wissen – Erfolgsfaktor der Zukunft124
2. Veränderte Herausforderungen im Vertrieb125
3. Wissensmanagement mit System126
3.1 Generelle Vorgehensweise zur Strukturierung der Wissensinhalte127
3.2 Strukturierung der Wissensinhalte im Vertrieb130
3.3 Organisation des Wissensmarktes131
4. Wissen als zentraler Faktor im Kundenbindungsmanagement135
5. Praxisbeispiele137
5.1 Wissensmanagement im Vertrieb eines internationalen Energieversorgungsunternehmens137
5.2 Das Marketingportal eines Verbands der Energiewirtschaft139
5.3 Wissen als Instrument zur Kundenbindung für ein regionales Energieversorgungsunternehmen141
Literaturverzeichnis142
Die organisatorische Institutionalisierung von Lernnetzwerken – Ein wissenstheoretischer Gestaltungsansatz144
Inhaltsverzeichnis145
1. Lernen als zentrales Motiv der Netzwerkbildung146
2. Theoretische Ansätze zur Erklärung der Evolution von Lernnetzwerken148
2.1 Traditionelle Erklärungsmuster: Der Transaktionskostenansatz148
2.2 Ressourcenbasierte Ansätze zur Erklärung der Existenz von Lernnetzwerken149
3. Das empirische Forschungsprogramm des KBV153
4. Übertragung der Ergebnisse in einen Gestaltungsansatz zur organisatorischen Institutionalisierung von Lernnetzwerken157
4.1 Zielübergreifende Gestaltungsoptionen für Lernnetzwerke157
4.2 Gestaltungsmaßnahmen für Lernnetzwerke mit dem Schwerpunkt des Transfers bestehenden Wissens159
4.3 Gestaltungsoptionen für Lernnetzwerke mit dem Ziel der Wissensneuentwicklung161
Literaturverzeichnis162
Kooperative Strategien in dynamischen Industrien - Eine empirische Untersuchung von strategischen Kooperationsportfolios ausgewählter Unternehmen der IuKIndustrie166
Inhaltsverzeichnis167
1. Einleitung: Kooperationen als wichtiges Strategieinstrument168
2. Untersuchungsmodell174
2.1 Evaluation von Kooperationsportfolios174
2.2 Das Instrument der Wertschöpfungskette177
3. Charakteristika unternehmensspezifischer Kooperationsportfolios in dynamischen Industrien178
3.1 Geschäfts- und Kooperationsschwerpunkte entlang der Wertschöpfungskette179
3.2 Kooperationsanzahl181
3.3 Kooperationsprofile181
3.4 Konvergenzintensität der Kooperationsstrategien185
3.5 Kooperative Strategien in der IuK-Industrie186
4. Implikationen für Unternehmensstrategien und die strategische Managementforschung189
Literaturverzeichnis191
The evolutionary process of globalisation194
Contents195
1. Linguistic roots of ‘globalisation’196
1.1 Definitions of ‘globalisation’198
1.2 Early economic globalisation201
1.3 Full-scale globalisation: 1960s-present206
1.4 Development of a global economic context207
2. Evolution of the World Competitive Structure209
3. Implications for a Management of Globalisation224
4. Conclusion230
References232
Die strategische Orientierung des Managements in Deutschland und den USA: Stakeholder stehen im Mittelpunkt der deutschen Unternehmensberichterstattung238
Inhaltsverzeichnis239
1. Einleitung240
2. Shareholder- versus Stakeholder-Orientierung aus der Perspektive der Unternehmensberichterstattung243
2.1 Der Shareholder- Ansatz243
2.2 Der Stakeholder-Ansatz245
2.3 Die Relevanz der Wertschöpfungsrechung247
2.4 Die Unternehmenspublikationen und ihre Inhalte248
3. Nationale Unterschiede in der Unternehmensberichterstattung – Deutsche Aktiengesellschaften verstärken Stakeholder-Management254
3.1 Die Auswahl der untersuchten Unternehmungen – Die Stichprobe254
3.2 Das Scoring-Modell257
3.3 Die Untersuchungsergebnisse259
3.4 Fazit: Stakeholder stehen im Mittelpunkt der deutschen Unternehmensberichterstattung267
4. Ausblick268
Literaturverzeichnis269
International capabilities of born globals and traditional small and medium sized enterprises272
Inhaltsverzeichnis273
1. Introduction274
2. Globalisation capabilities275
3. Two different internationalisation paths: born global versus traditional internationalisation281
3.1 Globalisation capabilities of ‘born globals’282
3.2 Globalisation capabilities of traditional SMEs – empirical findings293
4. Conclusions303
References304
Internationale Organisations- und Personalentwicklung – Zwei Fallstudien310
Inhaltsverzeichnis311
1. Einleitung312
2. ABB – Beständig ist nur der Wandel312
2.1 Die internationale ABB-Matrix (1988-1998)315
2.2 Erste Anpassung der internationalen Matrix (1993)318
2.3 Umwandlung der Matrix in eine Spartenorganisation (1998-2001)319
2.4 Organisatorische Neuausrichtung auf Kundenorientierung (2001-2002)321
2.5 Ausblick324
3. Bosch – Erfolgsfaktor Mensch326
3.1 Grundsätze der Personalentwicklung330
3.2 Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland334
3.3 Ausblick340
Literaturverzeichnis340
Individual constructionism in Chinese culture and its implication for German MNEs344
Contents345
1. Introduction346
2. The understanding of Chinese culture347
2.1 Individual constructionism versus collective constructionism347
2.2 A historical retrospect of Chinese culture: its development and institutional context353
2.3 Individual constructionism: its disadvantages and advantages358
3. Cultural adaptation to Chinese environment: cognition and practice of individual constructionism359
3.1 Difficulties of MNEs in China359
3.2 The solution of the problems: construction of personal relationship364
3.3 Individual constructionism in action368
4. Conclusion371
References372

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