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E-Book

Stress und Partnerschaft. Gemeinsam den Alltag bewältigen

AutorGuy Bodenmann
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl205 Seiten
ISBN9783456943800
FormatPDF/ePUB
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis16,99 EUR

Bewältigung von Stress in Partnerschaften
Der Einfluss von Belastungen auf die Qualität und Stabilität von Paarbeziehungen

Der erste Teil des Buches gibt einen detaillierten Einblick in die aktuelle Streßforschung im Bereich der Partnerschaft und stellt ein neues Modell zur Betrachtung von Streß und Streßbewältigung bei Paaren vor. Im zweiten Teil wird analysiert, wie sich der Streß und Belastungen direkt und indirekt auf Qualität und Stabilität einer Partnerschaft auswirken.

Warum streiten Menschen, die einander doch lieben? Vielleicht nur, weil sie gestresst sind! Das Buch bietet praktische Lebenshilfe auf dem Hintergrund dessen, was man heute über Stress in Beziehungen weiß.
Warum streiten Menschen, die einander doch lieben? Vielleicht nur, weil sie gestresst sind! Anschaulich werden die Gründe für Stress und dessen verschiedene Erscheinungsformen geschildert.
Doch was kann man dagegen tun? Der Autor bietet seine konkrete Hilfe beim Umgang mit Alltagsstress an und zeigt, wie destruktive Auswirkungen von Stress auf die Zufriedenheit mit der Partnerschaft und deren Stabilität verhindert werden können. Anhand von Übungen, Fallbeispielen und Anleitungen zu verschiedenen Techniken lernen Paare, sich gezielt mit ihren Belastungen auseinander zu setzen und diese wirksam zu bewältigen.
Das Buch bietet praktische Lebenshilfe auf dem Hintergrund dessen, was man heute über Stress in Beziehungen weiß.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis und Vorwort
  2. Theoretischer Teil: Einleitung
  3. Theoretischer Teil: Was ist Stress?
  4. Theoretischer Teil: Ursachen für Stress
  5. Theoretischer Teil: Arten von Stress
  6. Theoretischer Teil: Stresstoleranz
  7. Theoretischer Teil: Stress und Persönlichkeit
  8. Theoretischer Teil: Woran merken Sie, dass Sie gestresst sind?
  9. Theoretischer Teil: Welche Folgen hat Stress?
  10. Theoretischer Teil: Auswirkungen von Stress auf die Partnerschaft
  11. Theoretischer Teil: Wie wichtig sind häufige Stresssituationen für die Partnerschaft wirklich?
  12. Theoretischer Teil: Wie viel Stress haben Sie?
  13. Praktischer Teil: Wie Sie Ihren Umgang mit Stress verbessern können
  14. Praktischer Teil: Verbesserung der Stressbewältigung als Paar
  15. Praktischer Teil: Gegenseitige Unterstützung bei der Bewältigung von Stress
  16. Praktischer Teil: Wie können Sie gemeinsam mit Stress umgehen?
  17. Praktischer Teil: Achten Sie auf Gerechtigkeit und Fairness in der Partnerschaft
  18. Praktischer Teil: Wahren Sie die Kommunikation unter Stress
  19. Praktischer Teil: Installieren Sie in Ihrem Alltag eine Paar-Kommunikationsrunde
  20. Praktischer Teil: Versöhnung und Entschuldigung
  21. Praktischer Teil: Wissen Sie nun, wie Sie optimal mit Stress umgehen können?
  22. Praktischer Teil: Wo können Sie zusätzliche Unterstützung für Ihre Partnerschaft finden?
  23. Literaturverzeichnis
  24. Anhang: Übungsblätter
Leseprobe

Auswirkungen von Stress auf die Partnerschaft (S. 50-51)

Neuere Längsschnittuntersuchungen über mehrere Jahre zeigen deutlich, dass sich Stress negativ auf die Partnerschaft auswirkt. Paare, die in ihrem Alltag viel Stress erfahren und nicht günstig damit umzugehen gelernt haben, sind am meisten gefährdet. Es zeigt sich, dass bei dieser Gruppe nicht nur der Partnerschaftsverlauf ungünstiger ist, sondern dass Paare mit viel Stress auch ein höheres Trennungs- und Scheidungsrisiko haben. Wie aus der folgenden Abbildung ersichtlich wird, nimmt die Partnerschaftszufriedenheit bei Paaren mit viel Stress deutlich stärker ab als bei Paaren mit wenig Stress bzw. solchen, die gut mit Stress umzugehen verstehen und sich daher weniger belastet fühlen.

Ermutigend an den Ergebnissen dieser Studie ist, dass Paare mit viel Stress, aber gleichzeitig auch hohen Stressbewältigungsfertigkeiten einen deutlich stabileren Verlauf haben, während es vor allem Paare mit hohem Stress und geringen Belastungsbewältigungskompetenzen sind, welche eine düstere Prognose haben. Diese Befunde zeigen, dass es bedeutsam ist, Paaren aufzuzeigen, wie sie besser mit Stress umgehen können, falls sie dies nicht bereits selber angemessen tun. Stress wirkt sich dabei direkt und indirekt negativ auf die Partnerschaft aus.

Direkte negative Folgen von Stress ergeben sich aus der mangelnden Zeit, die man für die Partnerin/den Partner hat, wenn man gestresst ist. ManagerInnen, deren Ehen nach neueren Umfragen besonders stark von Scheidung bedroht sind (Schätzungen gehen davon aus, dass rund 80% der Managerehen gefährdet sind), sind ein Beispiel dafür. Zeitmangel, Hektik, Überstunden am Arbeitsplatz und ein Kopf voller Gedanken an die Arbeit, wenn man mit dem Partner/der Partnerin zusammen ist, führen zu Unzufriedenheit, dem Gefühl, vernachlässigt zu werden und zweitrangig im Leben des Partners/der Partnerin zu sein. Studien belegen, dass die gemeinsam verbrachte Zeit für die Qualität einer Partnerschaft von großer Wichtigkeit ist. (Abbildungen sind kein Bestandteil der Leseprobe)

Paare, die kaum Zeit füreinander haben, sind unglücklicher. Sie finden emotional nicht mehr zueinander, weil die Zeit fehlt, sich füreinander zu öffnen, sich mitzuteilen und den anderen zu spüren, zu verstehen. Liebe braucht Zeit. Wenn Stress dies gefährdet, ist der Grundstein für eine negative Entwicklung gelegt. Eine Person, die immer spät nach Hause kommt, abends noch Arbeiten erledigen muss, mit den Gedanken bereits bei der nächsten Aufgabe ist usw., ist nicht nur Opfer ihres eigenen Stresses, sondern schafft auch die Grundlage für den Zerfall der Partnerschaft.

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis und Vorwort6
Einleitung18
Was ist Stress?20
Stress ist ein subjektives Geschehen22
Positiver und negativer Stress23
Die Rolle der Einschätzung einer Situation für Entstehung und gefühlsmäßige Einfärbung von Stress23
Ursachen für Stress28
Wir sind uns häufig selber die größte Stressursache28
Meist sind es Mehrfachbelastungen, die uns an den Kragen gehen30
Erst auf die Dauer wird Stress gefährlich30
Arten von Stress32
Kritische Lebensereignisse32
Beispiele für persönliche kritische Lebensereignisse33
Beispiele für kollektive kritische Lebensereignisse34
Entwicklungsaufgaben34
Beispiele für Entwicklungsaufgaben35
Tägliche Widrigkeiten36
Beispiele für tägliche Widrigkeiten36
Stresstoleranz40
Anhäufung von Stress und Stresstoleranzschwelle41
Stress und Persönlichkeit44
Die Verdränger44
Die Vigilanten oder Aufmerksamen44
Die Ehrgeizigen (Typ-A-Verhaltensmuster)45
Die Stressprofis oder Abgehärteten45
Woran merken Sie, dass Sie gestresst sind?46
Körperliche Anzeichen von Stress46
Physiologische Anzeichen von Stress46
Psychische Anzeichen von Stress48
Anzeichen im Verhalten, die auf Stress schließen lassen49
Welche Folgen hat Stress?50
Der Zusammenhang zwischen Stress und Leistung51
Auswirkungen von Stress auf die Partnerschaft52
Direkte negative Einflüsse von Stress auf die Partnerschaft52
Indirekte negative Einflüsse von Stress auf die Partnerschaft über eine Verschlechterung der Kommunikation54
Indirekte negative Einflüsse von Stress auf die Partnerschaft über eine Verschlechterung der Gesundheit54
Freilegung von problematischen Persönlichkeitszügen56
Welche Auswirkungen haben die verschiedenen Stresstypen auf die Partnerschaft?57
Tägliche Widrigkeiten sind am schädlichsten für die Partnerschaft57
Wie wichtig sind häufige Stresssituationen für die Partnerschaft wirklich?59
Welche Rolle spielt beruflicher Stress?59
Welche Rolle spielt die Schwiegermutter?60
Welche Rolle spielen Nähe und Distanz zwischen den PartnerInnen?61
Welche Rolle spielen Unterschiede zwischen den PartnerInnen?62
Welche Rolle spielt die Sexualität?63
Welche Rolle spielt Untreue?64
Welche Rolle spielen Kinder?65
Welche Rolle spielt Kinderlosigkeit?66
Wie viel Stress haben Sie?67
Wie Sie Ihren Umgang mit Stress verbessern können72
Vermeiden Sie unnötigen Stress72
Vermeiden Sie Stress auf der kognitiven (gedanklichen) Ebene72
Vermeiden Sie unnötigen Stress auf der Handlungsebene76
Vermeiden Sie Stress durch eine gesunde Ernährung76
Einige Ratschläge für eine gesunde Ernährung77
Vermeiden Sie Stress auf der sozialen Ebene78
Vermeiden Sie Stress in der Partnerschaft: Kämpfen Sie gegen Monotonie in Ihrer Partnerschaft an78
Bauen Sie ein hedonistisches Repertoire auf80
Wie Sie mit Stress umgehen können, wenn er nicht vermeidbar ist82
Verändern Sie Ihre Situationseinschätzungen, um Stress zu reduzieren83
Wie Sie Stress individuell bewältigen können87
Günstige und ungünstige Stressbewältigung91
Passung zwischen Situationseinschätzung und Stressbewältigung93
Entspannung als wichtiges Element einer erfolgreichen Stressbewältigung95
Verbesserung der Stressbewältigung als Paar99
Verbesserung der Wahrnehmung von Stress beim Partner/bei der Partnerin100
Nonverbaler Stress ist am schwierigsten zu erkennen101
Verbale Stressäußerungen sind klarer, aber auch nicht in jedem Fall103
Teilen Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin Ihre Gefühle in der Stresssituation mit105
Die Erkundung von Gefühlen bei der verbal expliziten Stressäußerung109
Beispiel für eine sachliche (emotionslose) Stressschilderung110
Beispiel für eine gefühlsbezogene Mitteilung derselben Situation110
Beispiel für eine Gefühlserkundung derselben Situation112
Wann ist Gefühlserkundung angemessen?113
Gegenseitige Unterstützung bei der Bewältigung von Stress116
Problematische Unterstützung des Partners/der Partnerin124
Worauf Sie bei der Unterstützung Ihres Partners/Ihrer Partnerin achten sollten125
Was ist an Claudes Verhalten problematisch?127
Geben Sie dem Partner/der Partnerin Rückmeldung zu seiner/ihrer Unterstützung128
Wann ist die Unterstützung durch die Partnerin/ den Partner angebracht?129
Wann soll die Partnerin/der Partner, wann sollen gute FreundInnen oder Verwandte um Unterstützung angegangen werden?129
Wie können Sie gemeinsam mit Stress umgehen?131
Wie Sie sachbezogenen Stress gemeinsam lösen können132
Worauf Sie bei der gemeinsamen Bewältigung von sachbezogenem Stress achten sollten134
Wie Sie emotionalen Stress gemeinsam bewältigen können135
Worauf Sie bei der gemeinsamen emotionalen Stressbewältigung achten sollten138
Geben Sie Tätigkeiten und Aufgaben an Ihren Partner/Ihre Partnerin ab, wenn Sie überfordert sind138
Achten Sie auf Gerechtigkeit und Fairness in der Partnerschaft140
Seien Sie zu Kompromissen in der Partnerschaft bereit141
Übung 13 Gerechtigkeit in Ihrer Partnerschaft141
Wahren Sie die Kommunikation unter Stress143
Formen von negativer Kommunikation144
Defensive Kommunikation145
Verächtliche Kommunikation145
Dominante Kommunikation146
Provokative Kommunikation146
Rückzug von der Kommunikation147
Häufig bricht die Kommunikation erst unter Stress zusammen149
Stress wirkt sich nur dann negativ auf die Kommunikation aus, wenn ungünstig mit Belastungen umgegangen wird150
Wie Sie negative Auswirkungen von Stress auf die Kommunikation vermeiden können150
Installieren Sie in Ihrem Alltag eine Paar- Kommunikationsrunde156
Versöhnung und Entschuldigung158
Wissen Sie nun, wie Sie optimal mit Stress umgehen können?161
Wo können Sie zusätzliche Unterstützung für Ihre Partnerschaft finden?165
Das Lernprogramm für Paare (EPL) in Deutschland168
Das Freiburger Stresspräventions-Training (FSPT)169
Literaturverzeichnis170
Anhang: Übungsblätter184

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