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E-Book

Texten für das Web

Erfolgreich werben, erfolgreich verkaufen

AutorAndreas Grede
VerlagCarl Hanser Fachbuchverlag
Erscheinungsjahr2003
Seitenanzahl177 Seiten
ISBN9783446226302
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Dieses Buch bietet das nötige Handwerkszeug, um die Qualität der eigenen Web-Texte zu verbessern bzw. eingekaufte Texte sicherer beurteilen zu können. Es liefert klare Kriterien für die Textanalyse, zeigt, wie typische Schwachstellen vermieden werden, und vermittelt die wichtigsten Punkte für kundenorientierten Text.

Von den typischen "Wir über uns"- und Kontakt-Rubriken bis zum vertriebsorientierten E-Mail-Newsletter. Aus dem Inhalt: Lesen und Wahrnehmen: wie Werbetext funktioniert und wie nicht. Exkurs: Textgestaltung (Typo, Zusammenspiel Wort und Bild) Altbewährte Formeln der Werbetexte, und gute Gründe, diese mal außer Acht zu lassen Kriterien für guten Web-Text "Wir über uns" und andere Dauerlangweiler auf Web-Sites  

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Kapitelübersicht
  1. Vorwort und Inhaltsverzeichnis
  2. 1 Lesen und Wahrnehmen
  3. 2 Von Partylöwen und schrägen Blicken sowie Legenden um Bild und Legenden
  4. 3 Worum es immer geht – der Kunde im Mittelpunkt
  5. 4 Legenden um gute alte Bekannte
  6. 5 Werbemails und Newsletter, die verkaufen und Kunden binden
  7. 6 One-to-one-Kommunikation via Mail
  8. 7 Tipps und Tricks für gute Web-Texte
  9. 8 Wir über uns – spannend und aus Kundensicht
  10. Index, Quellenangaben, Literaturhinweise und Anmerkungen
Leseprobe
3 Worum es immer geht – der Kunde im Mittelpunkt (S. 51-53)

Es ist tausend Mal gesagt, hundert Mal veröffentlicht: Der Kunde zahlt Ihr Gehalt, nicht die Firma, für die Sie arbeiten. Welche Konsequenzen hat das für Sie? Was bedeutet echte Kundenorientierung für das Schreiben im Web? Die erste vermeintlich platte Regel, die Ihnen sagt, alles mit der Brille des Kunden zu sehen, lautet: Versetzen Sie sich in den Kunden, in jeder Hinsicht.

• Wenn Ihr Angebot uninteressant ist, wird Ihr Kunde das merken, auch wenn Sie es noch so schön betexten.

• Unverständliche Formulierungen, umständliche Gedankengänge oder komplizierte Schachtelsätze haben in Ihren Texten nichts zu suchen, denn die Zeit Ihres Kunden ist wertvoll.

• Endlos detaillierte Firmenporträts langweilen den Leser.

Vor allem: Der Kunde ist zuerst an seinem Nutzen interessiert, dann an seinem Nutzen und schließlich an seinem Nutzen. Auch das wissen Sie eigentlich schon, aber handeln Sie auch konsequent danach? Ob Sie in 13 oder 15 europäischen Ländern vertreten sind, wann Sie die zehntausendste Frankiermaschine verkauft haben oder warum Ihr Chef einen Orden am seidenen Faden verliehen bekommen hat, es interessiert nicht wirklich.

Wenn Sie die Preise um 10% senken, wenn Ihre Maschine Arbeitsabläufe optimiert und Ihr Kunde dadurch nachweislich Kosten spart, wenn Ihr Unternehmen eine Auszeichnung für besonders umweltfreundliche Produktionsverfahren erhalten hat, dann ist das für den Kunden interessant. Es ist vielleicht eben etwas in dem Nebensatz untergangen: Die Zeit Ihres Kunden ist wertvoll! Bevor Sie also anfangen, Ihren Text in die Tastatur zu hauen, können ein Blatt Papier und ein Bleistift sehr nützlich sein. Darauf notieren Sie einige wesentliche Stichpunkte und Antworten auf eine Menge Fragen. Fragen, die Ihr Leser stellt, wenn er Ihren Text liest.

Es gibt so genannte „unausgesprochene Leserfragen", wie sie Siegfried Vögele in seiner Dialogmethode genannt hat. Die (urheberrechtlich geschützte) Dialogmethode wurde ursprünglich für den Verkauf per Mailing entwickelt, lässt sich aber in weiten Teilen auf die werbliche Kommunikation im Web4 übertragen, und eins zu eins, wenn es um das Thema Newsletter-Werbung geht. Typische unausgesprochene Leserfragen sind:

• Was ist das für eine Firma (die mir schreibt)?
• Kann diese Firma etwas Interessantes für mich bieten?
• Ist diese Firma kompetent?
• Warum soll ich gerade mit dieser Firma zusammenarbeiten?
• Was passiert mit meiner Adresse, wenn ich einen Newsletter abonniere?
• Warum wollen die mir überhaupt einen kostenlosen Newsletter schicken?
• Welches Risiko habe ich bei einer Zusammenarbeit oder Bestellung?
• Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es?
• Wie sicher sind diese Zahlungsmöglichkeiten?
• Kann ich etwas zurückgeben?
• Was kostet diese Rückgabe?

Die Antworten auf diese Fragen müssen Sie klar und deutlich geben, auch wenn Sie „nur" den Dialog starten wollen und noch nichts verkaufen. Grundsätzlich ist der Kunde misstrauisch gegenüber Ihrer Werbung, es reicht also keinesfalls, wenn Sie all die Fragen in zwei Sätzen beantworten: „Wir sind ein junges Unternehmen mit extrem kompetenten Mitarbeitern – Ihr Erfolg ist uns wichtig. Wir liefern nur Super-Qualität zu Top-Konditionen, fordern Sie uns!"
Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis10
1 Lesen und Wahrnehmen14
Gucken statt lesen15
Und sie bewegen sich doch19
Power im Text – Chaos im Kopf22
Sag niemals nie!25
Jeder sieht etwas anderes31
2 Von Partylöwen und schrägen Blicken sowie Legenden um Bild und Legenden36
Geschmackssachen38
3 Worum es immer geht – der Kunde im Mittelpunkt52
4 Legenden um gute alte Bekannte66
Wann Werbetext-Formeln funktionieren66
5 Werbemails und Newsletter, die verkaufen und Kunden binden88
Was die Konversionsrate steigert und wann der Leser aussteigt88
Kein Jawort für die Ewigkeit94
Ohne Worte geht es nicht99
Keine Permission für Romane103
Werbemails, die ankommen104
Für Sie persönlich107
E-Mail Werbung und Newsletter110
6 One-to-one-Kommunikation via Mail112
Persönlich und glaubwürdig schreiben112
„Ein guter Rat, Leute...“112
Zahlen, die motivieren114
Warum sich jeder einzelne gute Text lohnt114
Kritiker können die besten Freunde werden115
Unverkrampft, aber nicht nachlässig schreiben117
Sieben Regeln für kundenorientiertes Schreiben119
7 Tipps und Tricks für gute Web-Texte130
Wie Sie es richtig machen – und wie Sie typische Fehler vermeiden130
Was immer passt, passt nicht für Sie130
„Quick and dirty“ – und keiner merkt es (sich)132
Sex sells – or not136
Witz komm raus137
Interpunktion138
Klare Antworten auf einfältige Fragen140
Überzeugen geht über Zeugen144
Zitieren statt kupfern147
So viele Vorteile: Jetzt neu für Sie!149
Gefährliche Wortspiele152
8 Wir über uns – spannend und aus Kundensicht154
Wie Firmendarstellungen zu einem lesenswerten Bestandteil Ihrer Homepage werden154
Philosophie ist das Vermögen, durch Vernunft glücklich zu werden (Epikur)154
Schön, dass Sie gut sind. Und was habe ich davon?155
So wird Ihre Geschichte „historisch“156
Der direkte Vergleich161
Die fünf typischen Fehler im „Wir über uns“162
Wie ein Firmenporträt die Marke stärkt164
Einleitung, Hauptteil168
Schluss169
Index170
Quellenangaben, Literaturhinweise und Anmerkungen174

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