Sie sind hier
E-Book

Traumatherapie in sieben Stufen

AutorGeorg Pieper, Jürgen Bengel
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl86 Seiten
ISBN9783456945415
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis15,99 EUR

Das «Siebenstufige kognitivbehaviorale Behandlungskonzept (SBK)» ermöglicht in einem strukturierten Vorgehen die Bearbeitung und Bewältigung traumatischer Erlebnisse. Da Therapeuten sich meist scheuen, Patienten und sich selbst einer belastenden Traumakonfrontation auszusetzen, wird mit traumatisierten Patienten häufig nur allgemein unterstützend und stabilisierend gearbeitet. 

Das Manual zeigt anhand eines eingängigen Fallbeispiels, wie eine effektive und dauerhaft anhaltende Traumabewältigung bei Patienten mit Typ-I-Traumatisierungen durchzuführen ist. Ein klar durchstrukturiertes Konzept zeigt dem Behandelnden, wie die einzelnen Schritte geplant, dem Patienten vermittelt und angewendet werden müssen. Durch die aufeinander aufgebauten Schritte gewinnt der Therapeut Sicherheit und verliert nicht die Orientierung in einem äußerst schwierigen Therapiebereich. Besonders hilfreich sind dabei Arbeitsmaterialien, die direkt beim Ablauf benutzt werden können.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. 1 Entstehungshintergrund
  3. 2 Theoretische Grundlagen
  4. 3 Indikationen und Voraussetzungen beim Behandler
  5. 4 Die sieben Phasen
  6. 5 Fallbeispiel
  7. 6 Therapiematerialien
  8. Literaturverzeichnis
Leseprobe

4 Die sieben Phasen (S. 17-18)

Das siebenstufige kognitiv-behaviorale Behandlungskonzept (SBK) besteht aus folgenden Phasen bzw. Elementen:

1. Exploration, Diagnostik und Stabilisierung
2. Vermittlung des Therapierationals
3. Kontrollierte Traumaexposition
4. Exposition in sensu
5. Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)
6. Exposition in vivo
7. Nachbesprechung, Traumaintegration und Follow-up.

Am Beginn (Phase 1) stehen Exploration und Diagnostik, um sicherzustellen, dass bei dem Patienten eine posttraumatische Belastungsstörung vorliegt. Da viele Patienten unter belastenden Flashbacks und starker Aktivierung leiden, sie mit einer direkten Traumabearbeitung überfordert wären und die Gefahr einer Retraumatisierung besteht, muss eine dem jeweiligen Zustand des Patienten angemessene Stabilisierungsphase durchgeführt werden. In dieser Behandlungsphase werden Patienten mit starken dissoziativen Symptomen Hilfen vermittelt.

Um den Patienten zur aktiven Mitarbeit in der Therapie zu motivieren, muss ihnen ein nachvollziehbares Therapierational vermittelt werden (Phase 2). Auf dieser Basis folgen in den Phasen 3 bis 6 konfrontative Interventionen auf den Ebenen der Kognition und der Informationsverarbeitung (Phase 3), der Emotionen (Phasen 4 und 5), der physiologischen Begleitreaktionen (Phase 5) und des Verhaltens (Phase 6). In der abschließenden Phase 7 werden einzelne Therapiebausteine bei Bedarf zur Bearbeitung eventuell vorhandener Restsymptomatik eingesetzt und eine Traumaintegration mit Hilfe allgemein stützender psychotherapeutischer Methoden ermöglicht.

Die Darstellung der einzelnen Phasen orientiert sich jeweils an folgender Gliederung:

• Theoretischer Hintergrund
• Beschreibung
• Wirkungsweise
• Hinweise zur Durchführung.

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
1 Entstehungshintergrund8
2 Theoretische Grundlagen12
3 Indikationen und Voraussetzungen beim Behandler16
4 Die sieben Phasen18
Phase 1: Exploration, Diagnostik und Stabilisierung20
Phase 2: Vermittlung des Therapierationals25
Phase 3: Kontrollierte Traumaexposition29
Phase 4: Exposition in sensu40
Phase 5: EMDR44
Phase 6: Exposition in vivo47
Phase 7: Nachbesprechung, Traumaintegration und Follow-up52
5 Fallbeispiel54
Phase 1: Exploration, Diagnostik und Stabilisierung54
Phase 2: Vermittlung des Therapierationals55
Phase 3: Kontrollierte Traumaexposition55
Phase 4: Exposition in sensu58
Phase 5: EMDR62
Phase 6: Exposition in vivo64
Phase 7: Nachbesprechung, Traumaintegration, Follow-up65
Diskussion und zusammenfassende Bewertung66
Setting-Blocktherapie68
6 Therapiematerialien70
Formulierungsvorschläge für therapeutische Instruktionen70
Traumadrehbuch75
Anleitungen zu Übungen76
Übungsblatt EMDR79
KTE – Kontrollierte Traumaexposition für PTBS-Patienten81
Literaturverzeichnis82

Weitere E-Books zum Thema: Sonstiges Psychologie - Psychiatrie

Embodied Communication

E-Book Embodied Communication

"Die Idee, man könne einander verstehen, beruht auf der Vorstellung, die besagt, dass die «richtige» Bedeutung einer Botschaft irgendwo vorhanden ist und nur gefunden werden muss. Diese Ansicht ...

Glück statt reich!

E-Book Glück statt reich!

Macht Geld etwa doch nicht glücklich? Wer genug davon besitzt, kann ganz beruhigt sein. Wird es hingegen zu viel oder auch zu wenig, bekommt er Probleme, die nicht jeder haben möchte. Was ...

Weitere Zeitschriften

BONSAI ART

BONSAI ART

Auflagenstärkste deutschsprachige Bonsai-Zeitschrift, basierend auf den renommiertesten Bonsai-Zeitschriften Japans mit vielen Beiträgen europäischer Gestalter. Wertvolle Informationen für ...

CE-Markt

CE-Markt

 Das Fachmagazin für Consumer-Electronics & Home Technology ProductsTelefónica O2 Germany startet am 15. Oktober die neue O2 Handy-Flatrate. Der Clou: Die Mindestlaufzeit des Vertrages ...

dental:spiegel

dental:spiegel

dental:spiegel - Das Magazin für das erfolgreiche Praxisteam. Der dental:spiegel gehört zu den Top 5 der reichweitenstärksten Fachzeitschriften für Zahnärzte in Deutschland (laut LA-DENT 2011 ...

Deutsche Hockey Zeitung

Deutsche Hockey Zeitung

Informiert über das internationale, nationale und internationale Hockey. Die Deutsche Hockeyzeitung ist Ihr kompetenter Partner für Ihr Wirken im Hockeymarkt. Sie ist die einzige ...

Deutsche Tennis Zeitung

Deutsche Tennis Zeitung

Die DTZ – Deutsche Tennis Zeitung bietet Informationen aus allen Bereichen der deutschen Tennisszene –sie präsentiert sportliche Highlights, analysiert Entwicklungen und erläutert ...

DGIP-intern

DGIP-intern

Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Individualpsychologie e.V. (DGIP) für ihre Mitglieder Die Mitglieder der DGIP erhalten viermal jährlich das Mitteilungsblatt „DGIP-intern“ ...

Die Großhandelskaufleute

Die Großhandelskaufleute

Prüfungs- und Praxiswissen für Großhandelskaufleute Mehr Erfolg in der Ausbildung, sicher in alle Prüfungen gehen, im Beruf jeden Tag überzeugen: „Die Großhandelskaufleute“ ist die ...

Euphorion

Euphorion

EUPHORION wurde 1894 gegründet und widmet sich als „Zeitschrift für Literaturgeschichte“ dem gesamten Fachgebiet der deutschen Philologie. Mindestens ein Heft pro Jahrgang ist für die ...