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E-Book

Übungsbuch Produktion und Logistik

Supply Chain und Operations Management

AutorHans-Otto Günther, Horst Tempelmeier
VerlagBooks on Demand
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl268 Seiten
ISBN9783743148390
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis23,99 EUR
Das Buch ergänzt das im selben Verlag erschienene Lehrbuch "Produktion und Logistik - Supply Chain Management und Produktion". Es vertieft und ergänzt den Stoff der einzelnen Kapitel des Lehrbuchs durch zahlreiche Übungsaufgaben, zu denen jeweils Musterlösungen angegeben werden, sowie durch Verständnis- und Wiederholungsfragen.

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Leseprobe

Teil A


 

Einführung – Grundfragen der Produktion und des Supply Chain Managements


 

1Produktion als Wertschöpfungsprozeß


Verständnis- und Wiederholungsfragen

  1. „Produktion ist ein Wertschöpfungsprozeß.” Erläutern Sie diese Aussage sowie die Anforderungen, die an die Gestaltung des Wertschöpfungsprozesses gestellt werden.
  2. „Um langfristig erfolgreich zu sein, muß eine Unternehmung versuchen, sich im Einklang mit ihrer Umwelt zu entwickeln, auch wenn sich die Umwelt teilweise turbulent verändert.” Erläutern Sie diese Aussage an Hand konkreter Beispiele und nennen Sie aktuelle Einflüsse, die von den verschiedenen Umweltbereichen auf die industrielle Produktion einwirken.
  3. Von welchen beiden Definitionen des Wirtschaftlichkeitsprinzips wird üblicherweise in der Betriebswirtschaftslehre ausgegangen? Worin besteht die Problematik dieser Definitionen?
  4. Was versteht man unter der Infrastruktur eines Produktionssystems? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Gestaltung der Infrastruktur und der Wertschöpfung eines Produktionssystems?
  5. Definieren Sie die Begriffe der „industriellen Produktion” und der „Logistik”.
  6. Beschreiben Sie den Aufbau eines Arbeitssystems.
  7. Systematisieren Sie die in der industriellen Produktion eingesetzten Produktionsfaktoren.
  8. Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen Dienstleistungs- und industriellen Produktionsbetrieben hinsichtlich der zu bewältigenden Entscheidungsprobleme? Wie hat sich in den letzten 20 Jahren der Anteil der Industrie- bzw. Dienstleistungsbetriebe an der Gesamtzahl der Betriebe entwickelt?
  9. Finden Sie Beispiele für
    • materielle und immaterielle Güter,
    • ungeformte und geformte Fließgüter sowie Stückgüter,
    • einteilige und mehrteilige Produkte,
    • bewegliche und unbewegliche Produkte.

      Unter welchen Oberbegriff lassen sich diese Produktionstypen einordnen? Stellen Sie die Abgrenzung der oben aufgeführten Begriffe in einem Begriffsbaum graphisch dar.

  10. Finden Sie Beispiele für
    • Ein- und Mehrproduktproduktion,
    • Massen-, Sorten-, Serien- und Einzelproduktion,
    • Kundenproduktion („make to order”), Marktproduktion („make to stock”) sowie die Montage von Enderzeugnissen aus vorproduzierten Einzelteilen („assemble to order”).

      Unter welchen Oberbegriff lassen sich diese Produktionstypen einordnen? Stellen Sie die Abgrenzung der Produktionstypen in einem Begriffsbaum graphisch dar.

  11. Welche Organisationstypen der Produktion lassen sich unterscheiden? Was versteht man unter dem Verrichtungs- und unter dem Objektprinzip?
  12. Erläutern Sie die Arbeitsweise einer Werkstattproduktion, einer Reihenproduktion, einer Transferstraße, einer Fließproduktionslinie, eines flexiblen Fertigungssystems sowie einer Produktionsinsel.
  13. Finden Sie Beispiele für Produktionssysteme mit
    • glattem, konvergierendem, divergierendem sowie umgruppierendem Materialfluß (bzw. für den Spezialfall der Kuppelproduktion),
    • kontinuierlichem und diskontinuierlichen Materialfluß (bzw. für die Spezialfälle der natürlichen Fließproduktion und der Chargenproduktion),
    • Baustellenproduktion,
    • einstufiger und mehrstufiger Produktion,
    • vorgegebener und veränderbarer Arbeitsgangfolge.

      Unter welchen Oberbegriff lassen sich diese Produktionstypen einordnen? Stellen Sie die Abgrenzung der Produktionstypen in einem Begriffsbaum graphisch dar.

  14. Finden Sie Beispiele für
    • material-, anlagen-, arbeits- und informationsintensive Produktion,
    • werkstoffbedingt wiederholbare und Partieproduktion.

      Unter welchen Oberbegriff lassen sich diese Produktionstypen einordnen? Stellen Sie die Abgrenzung der oben aufgeführten Begriffe in einem Begriffsbaum graphisch dar.

  15. Erläutern Sie die Interdependenzen zwischen dem Beschaffungs-, Produktions- und Vertriebsbereich in einem Industriebetrieb. Welche Abstimmungsprobleme und welche Zielkonflikte können zwischen diesen Bereichen entstehen?
  16. Nennen Sie einige Faktoren, die für die Erhaltung der Wettbewerbsvorteile einer Unternehmung besonders wichtig sind.

Übungsaufgaben

Aufgabe A1.1

Produktionstypen, Industriezweige

Man kann die folgenden Produktionstypen unterscheiden:

  • nach dem Wettbewerbspotential von Technologien: Basistechnologien, die in der Branche weitgehend allgemein verfügbar sind; Schlüsseltechnologien, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung signifikant beeinflussen können; Schrittmachertechnologien, die für die Branche neu sind;
  • hinsichtlich der geographischen Ausdehnung der Absatzmärkte und Produktionsstandorte: regionale, nationale und multinationale Industrieunternehmungen;
  • nach dem Ausmaß des Computereinsatzes: ausschließlich mensch- und maschinengesteuerte Produktion; computergestützte Produktionsplanung und -steuerung; computerintegrierte Produktion (CIM) ;
  • nach dem Innovationsgrad der hergestellten Erzeugnisse: langlebige Produkte, die kontinuierlich weiterentwickelt werden und eine stabile Basisnachfrage aufweisen; normallebige Produkte, deren Lebenszyklus an die Nutzungsdauer der Anlagen gebunden ist, auf denen sie hergestellt werden; kurzlebige Produkte, deren Lebensdauer deutlich kürzer ist als die Nutzungsdauer der zu ihrer Herstellung eingesetzten Anlagen;
  • nach dem Variantenreichtum der Produkte: einheitliche, variantenarme und variantenreiche Produkte;
  • nach der Umweltverträglichkeit der Produkte und Prozesse: Prozesse ohne umweltbelastende Produkte; Prozesse mit Nebenprodukten, die umweltunschädlich aufbereitet werden können; Prozesse mit umweltbelastenden Wirkungen.

Greifen Sie aus den nachfolgend aufgezählten Industriezweigen jeweils einige Belegbeispiele für die oben genannten Produktionstypen heraus:

Automobilproduktion, Braunkohletagebau, pharmazeutische Industrie, Herstellung von Waschmaschinen, Herstellung von Waschpulver, Herstellung von Computerchips, Bau von Spezialmaschinen, Errichtung von Kraftwerken, Straßenbau, Schiffsbau, Stromerzeugung, Mineralölverarbeitung, Anbau von Obst, Herstellung von Obstkonserven, Möbelindustrie, Herstellung von Getriebezahnrädern, Stahlproduktion, Textilindustrie, Bekleidungsindustrie, Herstellung von Personalcomputern, Bierproduktion, Weinbau, Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik, Herstellung von Geräten für die Telekommunikation, Herstellung von Meß- und Prüfgeräten.

Aufgabe A1.2

Industrielle Erzeugnisse

Nennen Sie jeweils einige Beispiele für industrielle Erzeugnisse,

  • die kundenindividuell bzw. -neutral gestaltet werden,
  • die als Konsum- bzw. Investitionsgüter verwendet werden,
  • die unbegrenzt, begrenzt oder kaum lagerfähig sind,
  • bei denen vom Kunden eine besonders kurze Lieferfrist erwartet wird,
  • deren Absatz besonders preissensitiv ist,
  • deren Preis infolge technologischer Neuerungen rapide sinkt,
  • deren Absatz durch intensive Marketingmaßnahmen unterstützt werden muß,
  • die von sehr wenigen bzw. sehr vielen Unternehmungen angeboten werden,
  • deren Verbreitung stark zu- bzw. abnimmt,
  • die in größerem Umfang importiert bzw. überwiegend heimisch hergestellt werden,
  • deren Vertrieb in größerem Maße mit Serviceleistungen verbunden ist,
  • deren funktionale Qualität sich in den letzten Jahren spürbar verbessert hat,
  • die zunehmend mit elektronischen Steuerungselementen ausgerüstet werden,
  • deren Herstellung staatlich stark subventioniert wird,
  • durch deren Entwicklung und Markteinführung einzelne Unternehmungen eine herausragende Marktstellung gewonnen haben.

Aufgabe A1.3

Kapazität

Unter Kapazität wird das Leistungsvermögen eines einzelnen Produktionsfaktors oder einer Produktionsfaktorkombination während eines bestimmten Zeitabschnittes verstanden.

  1. Wie kann man die Kapazität messen? Welche Maßeinheiten kommen in Frage?
  2. Welche Schwierigkeiten treten auf, wenn die Kapazität einer Produktionsfaktorkombination oder eines mehrstufigen Produktionsprozesses gemessen werden soll?

Aufgabe A1.4

Personal-, Anlagen-, effektive Kapazität

Die effektiv nutzbare Kapazität einer Betriebseinheit ist sowohl durch die Anlagen- als auch durch die Personalkapazität begrenzt. Kurzfristige Kapazitätserweiterungen sind i.a. nur in gewissen Grenzen möglich.

  1. Welche Faktoren bestimmen die Personalkapazität einer Betriebseinheit? Welche Faktoren bestimmen die Anlagenkapazität einer Betriebseinheit?
  2. Analysieren Sie die Zusammenhänge zwischen den beiden Kapazitätsarten. Woraus resultiert die effektive Produktionskapazität einer Betriebseinheit?
  3. Welche Maßnahmen kann man ergreifen, um die effektive Produktionskapazität...
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