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»Und es schrie aus den Wunden«

Untersuchung zum Schmerzphänomen und der Sprache des Schmerzes in den Íslendinga-, Konunga-, Byskupasögur sowie der Sturlunga saga

AutorStefan Buntrock
VerlagHerbert Utz Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl403 Seiten
ISBN9783831608652
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis42,99 EUR
Dass die Wikinger nicht zu den sensiblen Zeitgenossen des Mittelalters gerechnet werden, ist zum Großteil auf ihre Darstellung in der isländischen Sagaliteratur zurückzuführen. Untersucht man die Überlieferung auf die Schilderung körperlichen Schmerzes, wird jedoch schnell deutlich, dass sich die Sagagruppen zum Teil drastisch voneinander unterscheiden. Der heroischen Lebenseinstellung nordischer Sagahelden setzt die Kirche christliche Leidensphilosophie entgegen. So bewegt sich die vorliegende Arbeit im Spannungsfeld zwischen aufgeschlitzten Bäuchen und schreienden Wunden auf der einen, sowie Alltagswehwehchen und Wunderheilungen auf der anderen Seite.

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Inhaltsverzeichnis
Kurzreferat8
Abstract10
Inhaltsverzeichnis12
1 Vorwort18
2 Einleitung20
3 Die Phänomenologie des Schmerzes – Ausgewählte Aspekte mit Beispielen aus der Sagaliteratur28
3.1 Einleitende Bemerkungen28
3.2 Die physiologisch-anatomischen Grundlagen des Schmerzes31
3.3 Schmerzverhalten33
3.4 Entzündungsschmerz36
3.5 Modulationsmöglichkeiten der Schmerzempfindung37
3.6 Psychologie des Schmerzes: Aufmerksamkeit und Placebo41
3.7 Zusammenfassung48
4 Sagaliteratur50
4.1 Die Anfänge isländischer Literatur50
4.2 Sagaliteratur55
4.3 Die Konungasögur59
4.4 Die Byskupasögur62
4.5 Die Sturlunga saga63
4.6 Die Íslendingasögur65
4.7 Die Íslendingaþættir66
5 Die soziale Ordnung im mittelalterlichen Island als normenstiftende Instanz gruppenspezifischen Schmerzverhaltens68
5.1 Erkenntnisse moderner soziokultureller Forschung zum Schmerzempfinden68
5.2 Die Anfänge des isländischen Freistaates70
5.3 Die Gesellschaftsordnung72
5.4 Gesetzlose – Leben außerhalb der Gesellschaft74
5.5 Das bipolare Modell von Gesellschaft und Umwelt75
5.6 Das politische System76
5.7 Gesellschaft in Veränderung78
5.8 Wohlstand dank Christentum81
5.9 Änderungen der politischen Machtstrukturen84
6 Das Christentum und seine Auswirkungen auf die Gesellschaftsordnung88
6.1 Konsolidierung des Christentums88
6.2 Einfluß des Christentums auf das tägliche Leben im 13. und 14. Jahrhundert94
6.3 Zusammenfassung96
7 Schmerz in ausgewählter Sagaliteratur: etymologische Einführung und Wortschatz100
7.1 Etymologische Einführung100
7.2 Untersuchungsmethoden und - ergebnisse104
8 Lokalisation des Schmerzes128
8.1 Augenschmerz128
8.2 Extremitätenschmerz131
8.3 Brustschmerz134
8.4 Zusammenfassung137
9 Schmerz – nichts für Helden?140
9.1 Das Schmerzverhalten der Helden140
9.2 Þormóðr Kolbrúnarskáld: Schmerzverhalten aus der Sicht des Helden.153
9.3 Zusammenfassung176
10 Zum Schmerzverständnis der Sagas180
10.1 Das Phänomen verwundeter Soldaten ohne Schmerzempfinden183
10.2 Verkr – Symptom und Krankheit187
10.3 Was verstehen die Sagas unter Schmerz?201
10.4 Sinn und dramaturgische Funktion von Schmerz205
10.5 Schmerzchiffren229
10.6 Der kämpfende Körper und seine Relation zum Schmerz235
10.7 Schmerzverhalten abseits des Heldenideals250
11 Schlaf – ein einfaches Instrument zur Schmerzmessung268
12 Schmerz und christlicher Glaube278
12.1 Christliche Schmerzkonzeption278
12.2 Übergang vom Heidentum zum Christentum: Sturla Sighvatsson281
12.3 Guðmundr Arason – die Leiden eines Heiligen294
12.4 Heilung unter Schmerzen – der Heilige als Arzt310
12.5 Schmerz in den Krankengeschichten der Byskupasögur320
12.6 Zusammenfassung337
13 Schmerz in ausgewählter Sagaliteratur – eine Bilanz340
13.1 Schmerz und Schmerzverhalten der Helden341
13.2 Schmerz und Schmerzverhalten abseits des heroischen Protokolls347
13.3 Der Einfluß des Christentums auf die Helden und die heroischen Sagas348
13.4 Die Darstellung von Schmerz in den Byskupasögur349
13.5 Bevorzugte Körperregionen des Schmerzes352
13.6 Schlaf als Schmerzindikator352
13.7 Kurzzusammenfassung der wichtigsten Untersuchungsergebnisse353
14 Literatur- und Quellenverzeichnis354
14.1 Siglen354
14.2 Quellen356
14.3 Sekundärliteratur360
15 Abbildungsverzeichnis380
16 Tabellenverzeichnis382
17 Register384
Symbole384
A384
B385
C386
D386
E386
F387
G388
H389
I390
J390
K391
L392
M392
N393
O393
P394
R394
S395
T397
U397
V397
W398
Y398
Z398
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