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Unendlich gebildet

Schleiermachers kritischer Religionsbegriff und seine inklusivistische Religionstheologie anhand der Erstauflage der Reden

AutorChristian König
VerlagMohr Siebeck
Erscheinungsjahr2016
ReiheCollegium Metaphysicum 16
Seitenanzahl507 Seiten
ISBN9783161549021
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis119,00 EUR
Jeder religiöse Mensch ist nach Schleiermacher unmittelbar durch das Unendliche gebildet. Ausgehend von dessen allgemeiner Bildungstheorie zeigt Christian König in seinem Werk die Bedeutung von Religion auf, wie sie von Schleiermacher in seinem berühmt-berüchtigten Erstlingswerk, den Reden, entwickelt wird. Er weist nach, dass Schleiermacher einen kritischen Religionsbegriff vertritt, wonach der Religion eine spezifische Sonderstellung im Ensemble der menschlichen Gemütskräfte zukommt. Zugleich zeigt der Autor auf, dass die aktuelle Relevanz dieses kritischen Religionsbegriffs darin besteht, die Vielfalt der Religionen ernst zu nehmen und es darüber hinaus erlaubt, einen Maßstab zur Bewertung ihrer konkurrierenden Geltungsansprüche zu entwickeln. Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie wird dabei ihrerseits kritisch vom Autor analysiert.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis10
Einleitung16
1. Titel16
2. Methode18
1.1. Polemische Darstellung20
1.2. Beschreibende Darstellung22
1.3. Argumentative Darstellung24
1.4. Hermeneutische Darstellung26
1.5. Verbindung von argumentativer und hermeneutischer Darstellung27
3. Inhalt29
1.1. Einordnung in die Forschungslage zum Religionsbegriff der ‚Reden‘29
1.2. Einordnung in die Forschungslage zur Vielfalt der Religionen in den ‚Reden‘46
Erster Teil: Schleiermachers kritischer Religionsbegriff der ‚Reden‘60
Erstes Kapitel: Neubesinnung auf das Religionsphänomen62
§ 1 Schleiermachers allgemeine Bildungstheorie63
1. Schleiermachers frühe Seelenlehre64
2. Die Realgestalt des menschlichen Bildungsprozesses73
3. Die Funktion der Mittler im menschlichen Bildungsprozess77
§ 2 Vorbegriff der Religion84
Zweites Kapitel: Neubestimmung des kritischen Religionsbegriffs via negationis87
§ 3 Hermeneutische Voraussetzungen87
§ 4 Triebtheoretische Kritik am gemeinen Religionsbegriff der direkten Verächter95
1. Kritik am gemeinen Religionsbegriff der direkten Verächter97
1.1. Triebtheoretische Präzisierung der direkten Religionsverachtung97
1.2. Die wahre triebtheoretische These der direkten Religionsverachtung101
1.3. Triebtheoretische Kritik an der direkten Religionsverachtung103
2. Kritik am gemeinen Religionsbegriff der indirekten Verächter109
2.1. Triebtheoretische Präzisierung der indirekten Religionsverachtung110
2.2. Die wahre triebtheoretische These der indirekten Religionsverachtung113
2.3. Triebtheoretische Kritik an der indirekten Religionsverachtung114
3. Zusammenfassung von Schleiermachers triebtheoretischer Kritik am gemeinen Religionsbegriff118
§ 5 Gemütstheoretische Kritik am gemeinen Religionsbegriff119
1. Die gemütstheoretische Inkonsistenz des gemeinen Religionsbegriffs121
2. Die gemütstheoretische Inkohärenz des gemeinen Religionsbegriffs125
3. Die „hohe Absicht“ des gemeinen Religionsbegriffs in den „Autographa“ der Religion129
Drittes Kapitel: Neubestimmung des kritischen Religionsbegriffs via positiva134
§ 6 Hypothese136
1. Vermögenstheoretische Koordination der Religion mit Metaphysik und Moral137
1.1. Die formale Eigenständigkeit von Metaphysik, Moral und Religion139
1.2. Die formale Ergänzung der Metaphysik und Moral durch die Religion145
1.3. Zwei grundsätzliche Folgerungen aus der vermögentheoretischen Koordination der Religion mit Metaphysik und Moral148
2. Funktionstheoretische Superordination der Religion gegenüber Metaphysik und Moral150
2.1. Die menschliche Subjektivität als vermittelte Einheit ihrer Gemütsvermögen153
2.2. Der „höhere Realismus“ der Religion160
2.3. Zusammenfassung der vermögentheoretischen Koordination und funktionstheoretischen Superordination der Religion172
§ 7 Begründung174
1. Das sinnliche Bewusstseinsleben176
1.1. Die notwendige Reflexivität der sinnlichen Bewusstseinstätigkeit177
1.2. Die unvermeidliche Scheidung der sinnlichen Bewusstseinsprodukte180
1.3. Einheitsgrund und Struktur des sinnlichen Bewusstseinslebens insgesamt188
2. Das religiöse Bewusstseinsleben194
2.1. Die formale Strukturanalogie zwischen dem sinnlichen und dem religiösen Bewusstseinsleben195
2.2. Die inhaltliche Bestimmtheit des religiösen Selbstbewusstseins197
2.2.1. Der Inhalt des unmittelbaren religiösen Selbstbewusstseins199
2.2.2. Schleiermachers Universumsverständnis in den ‚Reden‘212
3. Das menschliche Bewusstseinsleben insgesamt219
§ 8 Entfaltung231
1. Der Inhalt der religiösen Anschauung232
1.1. Die formale Analyse der allgemeinen Formel des religiösen Anschauungsinhalts233
1.2. Schleiermachers konkrete Beschreibung des religiösen Anschauungsinhalts239
1.2.1. Die religiöse Naturanschauung239
1.2.1.1. Der Gegenstand der religiösen Naturanschauung240
1.2.1.2. Der Inhalt der religiösen Naturanschauung242
1.2.2. Die religiöse Menschheitsanschauung244
1.2.2.1. Der Gegenstand der religiösen Menschheitsanschauung245
1.2.2.2. Der Inhalt der religiösen Menschheitsanschauung250
1.3. Das Defizit der allgemeinen Formel des religiösen Anschauungsinhalts254
1.4. Das vollständige Anschauungsbild der Religion257
1.4.1. Das vollständige religiöse Anschauungsbild von der Natur257
1.4.2. Das vollständige religiöse Anschauungsbild von der Menschheit261
1.5. Zwei zentrale Folgerungen für den Inhalt der religiösen Anschauung in den ‚Reden‘265
2. Die Form der religiösen Anschauung268
2.1. Holzwege der Forschung269
2.1.1. Schleiermachers Konzeption der religiösen Anschauung im Unterschied zur intellektuellen Anschauung und der ‚scientia intuitva‘269
2.1.2. Ontologische und epistemologische Möglichkeit der religiösen Anschauung275
2.1.3. Die Einseitigkeit offenbarungs- und deutungstheoretischer Interpretationen280
2.1.3.1. Die Grundzüge der Deutungstheorie285
2.1.3.2. Die drei essentiellen Irrtümer der religiösen Deutungstheorie293
2.2. Die drei Dimensionen der religiösen Bewusstseinstätigkeit: Schleiermachers Bildtheorie der religiösen Anschauung311
2.2.1. Die unmittelbar-unwillkürlichen religiösen Anschauungen und Gefühle312
2.2.2. Die religiöse Fantasie324
2.2.2.1. Die Bedeutung des Ausdrucks „Gott“324
2.2.2.2. Die Wertindifferenz der religiösen Gottesvorstellung326
2.2.2.3. Grund und Grenze der religiösen Fantasie328
2.2.2.4. Der kritische Theismus bzw. kritische Pantheismus des religiösen Bewusstseins334
2.2.3. Die Möglichkeitsbedingungen wissenschaftlicher Theologie337
Zweiter Teil: Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie der ‚Reden‘342
Einleitung344
Viertes Kapitel: Der Religionsbegriff und die Vielfalt der Religionen349
§ 9 Ableitung der Religionsvielfalt aus dem Religionsbegriff349
1. Ableitung der Religionsvielfalt aus dem Kirchenbegriff349
2. Ableitung der Religionsvielfalt aus dem religiösen Anschauungsbegriff352
2.1. Die einschlägige Textstelle352
2.2. Formanalyse353
2.3. Das zentrale Argument354
§ 10 Das religionstheologische Individuationsprinzip366
1. Die religiöse Zentralanschauung367
1.1. Abgrenzung von falschen Kandidaten367
1.2. Das wahre Individuationsprinzip der Religion375
1.3. Nähere Bestimmungen der religiösen Zentralanschauung379
2. Die individuelle religiöse Persönlichkeit387
2.1. Das Setting387
2.2. Die Argumentation391
2.2.1. Positive Religionen und die Möglichkeit individueller religiöser Persönlichkeitsbildung391
2.2.2. Positive Religionen und die Wirklichkeit individueller religiöser Persönlichkeitsbildung393
2.3. Das freiheitstheoretische Defizit der natürlichen Religion398
§ 11 Religionstheologische Einteilung403
1. Religiöse Entwicklungsstufen und Religionsarten404
2. Das religionstheologische Einteilungsschema409
Fünftes Kapitel: Dynamik und Höchstform der Religionsgeschichte410
§ 12 Judentum410
1. Die religiöse Zentralanschauung des Judentums410
2. Religiöser Stoff und religiöse Form des Judentums417
3. Religionstheologischer Grund für die „kurze Dauer“ der jüdischen Religion424
§ 13 Christentum430
1. Die religiöse Zentralanschauung des Christentums431
2. Religiöser Stoff des Christentums436
3. Religiöse Form des Christentums442
4. Die Sonderstellung des Christentums in der Religionsgeschichte449
Schluss: Zusammenfassung und kritische Würdigung454
1. Der kritische Religionsbegriff der ‚Reden‘454
2. Die inklusivistische Religionstheologie der ‚Reden‘465
2.1. Die prinzipielle Vielfalt der Religionen465
2.2. Die Dynamik der Religionsgeschichte470
2.3. Die unüberbietbare religiöse Höchstform474
Literaturverzeichnis481
1. Quellen und Hilfsmittel481
2. Sekundärliteratur485
Register500
1. Sachregister500
2. Personenregister506

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