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E-Book

Unsere Verwandten die Engel

AutorKlaus Klima, Johanna Krzystolik-Klima
Verlagtao.de
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl220 Seiten
ISBN9783960511960
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis5,99 EUR
Die äußere räumliche Welt ist kein Privateigentum der Menschen. Wir teilen sie mit den Naturgeistern und Engeln, die mindestens das gleiche Verfügungsrecht über die Erde besitzen und zu den Mitschöpfern der Natur gehören. Wie der homo technicus das ganze materielle Universum zu privatisieren beginnt, so unterwirft er auch die transzendenten Welten, die Gottheit inbegriffen, der egoistischen Ratio. Der naive, kosmische Imperialismus der entstehenden Raumfahrtindustrie geht Schritt für Schritt mit Verletzung der Normen des Zusammenlebens mit den geistigen Wesen. Es gibt Welten um uns herum, die uns seit dem Erscheinen auf dieser Welt helfen und die uns auch jetzt vor der Gefahr des Versinkens im Flugsand billigen Denkens retten wollen. Die Engelbücher der letzten Jahrzehnte, besonders aus dem anglo-amerikanischen Raum, erwecken den Eindruck, als ob die Engel zur Befriedigung weltlicher Wünsche existieren würden. Auch hier scheint die über-sinnliche Welt in den Farben einer Konsumbrille zu glitzern. Die Last des egozentrischen Verstandes behindert die Wahrnehmung des Herzens. Mit dem Puls des göttlichen Lebens werden wir jedoch alleine im Herzen verbunden. Wer die Engel nach eigenen Bedürfnissen verfälscht, kennt seine wahre Natur nicht mehr. Das Studium der Engelwelten und die Gespräche mit den Vorstehern der Engel haben mir die Tiefe und die Komplexität der Beziehungen zwischen den Menschen und den Engeln vor Augen geführt. Meine Erfahrungen gebe ich mit der Hoffnung weiter, dass in der Zukunft ein harmonisches Miteinander zwischen Engeln und Menschen auf Augenhöhe zu Wirklichkeit wird.

Ist ein Autor von bekannten Sachbüchern und ein begehrter Seminarleiter. Zu seinen Werken zählen Schriften über die Theorie der Kultur, über die integrale Theorie der Freiheit, mehre Arbeiten zum Modell einer philosophisch begründeten Therapie der Psyche, über die Theorie des Jenseits und der Unsterblichkeit, ein zweibändiges Buch über das Leid und das Böse als Weltproblem, ein philosophisches Trostbuch für das Alter, ein Leitfaden zur Befreiung aus den Irrwegen zu Gesundheit. Weitere wichtige Werke warten auf Veröffentlichung. Trotz thematischer Vielheit, im Mittelpunkt seiner Studien steht der Mensch. Er polemisiert gegen weitverbreiteten Reduktionismus, der das Gott-, Geist und Seelesein auf das Tiersein zurückführt. Er kämpft gegen die metaphysische Blindheit und philosophische Kurzsichtigkeit der modernen Forscher.

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Leseprobe

Kapitel I Engel im Alten und Neuen Testament


Menschen aller religiösen Gemeinschaften glauben an Mittler zwischen Menschen und Gott (oder Göttern) zwischen Himmel und Erde, an die Beschützer der Helden und einfacher Menschen. Von der Geburt eines Menschen bis zu seinem Tod und der Übersiedlung in die astrale Heimat, sollen sie jeden begleiten, unabhängig von seinem Glauben, von seinem ethischen Niveau und seinen Absichten. Und so wird noch heute geglaubt. Anderseits sind sie, vor allem in den jüdisch-christlichen Schriften, „Boten“ (Angelos), die von Gott Botschaften an die Menschen bringen. Darüber hinaus waren, von den Anfängen der Menschheit, Naturgeister bekannt – Geister – die den vier Elementen zugehören und für die Natur verantwortlich sind. Zu der dritten Kategorie der Geistwesen gehören die Dämonen – negative Engel, Verursacher des Bösen auf der Welt.

In der Populärliteratur wird auch der hinduistische Begriff „Devas“ für die Engelbezeichnung benutzt, obwohl er in seiner strikten Bedeutung von den Gottheiten nicht zu trennen ist. Kulturgeschichtlich waren es Babylonier und Assyrer, die ihren Göttern geflügelte Dienstwesen zugeschrieben haben. Diese Wesen waren Boten und Herolde der Götter. Die Botschaften von Göttern brachten sie an die Menschen, vornehmlich an die Könige. Auch die persönlichen Schutzengel waren bekannt und verehrt. Vor allem beschützten sie die Menschen vor Dämonen. Die Religionsforscher sehen in diesem Kulturraum den Beginn der Engelvorstellungen im Judentum und bei den Christen.

Im Hinduismus ist die Welt von unüberschaubaren Mengen dämonischer Wesen, von Engeln, Geistern der Elemente und Ungeheuern, überfüllt. Dem gleichen Prunk begegnen wir in Tibet, Burma, Pakistan und Indonesien. In diesen Ländern sind oft die übelwollenden Geister in der Mehrzahl. Alleine die vorgestellte und geglaubte Existenz dieser Wesen, hat eine großen Einfluss auf die Menschen, auf ihr Wollen und Handeln und damit auf die äußeren Ereignisse des täglichen Lebens.

In der antiken Kultur der Griechen, bezeichnet der Begriff „Angelos“ (Bote) Gottheiten, die in Beziehung zu Verstorbenen standen: zum Hermes als Führer der Seelen, zu Hekate als Herrin der Unterwelt, zu Artemis als Todesgöttin und zum Zeus selber – dem „guten Boten“. Auch die übrigen Götter werden oft von Zeus als Boten zu den Helden geschickt, um sie zu beschützen oder zu warnen.

Der islamische Glaube an die Engel wurde stark von der jüdischen und christlichen Tradition beeinflusst. Um des Allahs Thron sitzen ranghohe Engel und bitten um Sündenvergebung für die Menschen.

a) Der Engelglaube im Alten Testament


1. „Gott, der Herr schickte ihn (Adam) aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestelle, von dem er genommen war. Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Cherubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten“.

Der Name Cherubin ist eine Entlehnung aus der babylonischen Mythologie. Gott handelt hier noch alleine, ohne einen Boten. (Genesis 3, 23 – 24)

2. „Der Engel des Herrn fand Hagar an einer Quelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur. Er sprach: „Hagar, Magd Sarais, woher kommst du und wohin gehst du?“ Sie antwortete: „Ich bin meiner Herrin Sarai davongelaufen.“ Da sprach der Engel des Herrn zu ihr: „Geh zurück zu deiner Herrin und ertrag ihre harte Behandlung“! Der Engel des Herrn sprach zu ihr: „Deine Nachkommen will ich so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann. Weiter sprach der Engel des Herrn zu ihr: Du bist schwanger, du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismael (Gott hört) nennen; denn der Herr hat auf dich gehört in deinem Leid.“

(Genesis 16, 7-11)

Hagar war eine ägyptische Magd von Sarai, der Ehefrau von Abraham. Als Abraham sechsundachtzig Jahre alt geworden war und der von Gott versprochene Sohn ihm noch nicht geboren wurde, hat Sarai ihre Magd Hagar Abraham angeboten. Eine unfruchtbare Frau konnte, nach mesopotamischem Recht, ihrem Mann eine Magd zur Frau geben und Kinder aus dieser Verbindung als die ihren anerkennen lassen. Die Nachkommen von Ismael sind die Araber. Der namenlose Engel ist hier ein ideales Beispiel für einen Boten, der von Gott an Hagar geschickt wurde.

3. „Als Abraham hundert Jahre alt geworden war, wurde er von drei Männern besucht. Er wusste es nicht, dass einer von ihnen Gott Jahweh war und die zwei anderen – seine Engel. Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara? Dort im Zelt, sagte er. Da sprach der Herr: In einem Jahr komme ich wieder zu dir, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben.“ (Genesis 18, 9-10)

Hier bringt Gott persönlich seine Botschaft, ohne den Engel Gabriel beauftragt zu haben.

4. Abraham hat direkt, ohne einen Boten von Gott, den Befehl bekommen, seinen Sohn Isaak als Brandopfer Jahweh zu bringen. Als sich Abraham nach allen Vorbereitungen anschickte, seinen Sohn zu töten, vernahm er die Stimme eines Engels: „Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich: Jener sprach: Strecke deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten:“ (Genesis 22, 10-12)

5. Im Buch der Richter kündigt ein Engel die Geburt eines Volkshelden an – den Simson: „Der Engel des Herrn erschien der Frau (von Manoach) und sagte zu ihr: Gewiss, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder; aber du sollst schwanger werden und einen Sohn gebären... Es darf kein Schermesser an seine Haare kommen; denn der Knabe wird von Geburt an ein gottgeweihter Nasiräer sein. Er wird damit beginnen, Israel aus der Gewalt der Philister zu befreien.“ (Richter 13, 3-5)

6. Als Elia wegen einer Todesdrohung in Angst geriet, hatte er sich in die Wüste begeben, legte sich unter einen Strauch hin und wollte sterben. „Er sagte: Nun ist es genug, Herr, Nimm mein Leben; denn ich bin nicht besser, als meine Väter. Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein... Der Engel des Herrn kam... rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss, sonst ist der Weg zu weit für dich. Da stand er auf, aß und trank und wanderte durch diese Speise gestärkt vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb.“

(1. Könige 19, 4-8)

7. Jesajas schildert seine Begegnung mit dem Herrn und wie er seine Weihe erhielt: „Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füße und mit zwei flogen sie. Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt... Da sagte ich: Weh mir, ich bin verloren. Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und meine Augen haben den König, den Herren der Heere gesehen. Da flog einer der Serafim zu mir; er trug in seiner Hand eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. Er berührte damit meinen Mund und sagte: Das hier hat deine Lippen berührt. Deine Schuld ist getilgt, deine Sünde gesühnt.“

(Jesaja 6, 2-7)

8. König Nebukadnezzar ließ ein goldenes Standbild machen und zur Enthüllung seines Bildes war die Prominenz des Landes eingeladen. Darunter waren auch drei Juden: Schadrach; Meschah und Abed-Negro, die hohe Ämter in der Provinz Babel bekleideten. Alle Anwesenden sollten auf das Signal der Musikinstrumente sich vor dem Standbild niederwerfen, um dem König wie einem Gott zu huldigen. Wer es nicht tun würde, sollte noch am gleichen Tag im Feuerofen sterben. Die drei jüdischen Beamten huldigten dem König nicht und wurden in den brennenden Ofen hineingeworfen: „Aber der Engel des Herrn war zusammen mit Asarja und seinen Gefährten in den Ofen hinabgestiegen. Er trieb die Flammen des Feuers aus dem Ofen hinaus und machte das Innere des Ofens so, als wehte ein taufrischer Wind. Das Feuer berührte sie gar nicht, es tat ihnen nichts zu leide und belästigte sie nicht.“ (Daniel 3, 49-50)

Im Buch Daniel werden noch die Engel Gabriel und Michael zitiert, die dem Daniel seine Visionen zu erschließen helfen.

9. Im Buche Tobit wird schließlich der Erzengel Rafael zum Tobit geschickt, der ihn in seinen irdischen...

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