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E-Book

Unterrichtsrezepte

AutorJochen Grell, Monika Grell
VerlagBeltz
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl330 Seiten
ISBN9783407291356
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis18,99 EUR
Mit diesen bewährten »Unterrichtsrezepten« können angehende und erfahrene Lehrer/innen ihr eigenes Unterrichtsverhalten reflektieren und ihr Repertoire erweitern. Seit vielen Jahren ein Standardwerk in der Lehrerausbildung. Das Hauptthema dieses Buches ist: Wie lernt man das Unterrichten? 'Unter 'Unterrichten' verstehen wir: Ein Mensch (genannt 'Lehrer', 'Dozent', 'Leiter' u.a.) versucht einer größeren Gruppe anderer Menschen (Schüler, Studenten, Kursusteilnehmer u.ä.) etwas beizubringen, was diese Menschen von sich aus und auf sich allein gestellt voraussichtlich nicht lernen würden. Wir gebrauchen übrigens den Ausdruck 'Menschen' weil wir es wichtig finden, daß Lehrer nicht auf die Idee verfallen, sie hätten es in der Schule mit irgendwelchen Spezialwesen (sog. 'Kindern') zu tun, die sich von anderen Menschen grundlegend unterscheiden und ganz anders funktionieren. Gleichzeitig wollen wir daran erinnern, daß auch Lehrer zu den Menschen gehören, und nicht zu irgendeiner Sklavenkaste, deren Mitglieder verpflichtet sind, die Schmutzarbeit zu machen, ohne dafür irgendwelchen Dank erwarten zu dürfen. Ich muß lernen, Schüler als Menschen zu respektieren, und meine Schüler müssen lernen, mich als Menschen zu respektieren.' Aus der Einleitung von Jochen und Monika Grell. Interessant für Lehrer/-innen , Studierende und Dozenten, Lehrerfort- und -weiterbildung Hinweis: Da dieser Band auf Basis eines Typoskripts entstand, liegt er aus technischen Gründen nicht rechtschreibreformiert vor. Die Aktualität des Inhalts wird davon aber nicht beeinträchtigt.

Jochen Grell ist Lehrer an der integrierten Gesamtschule Kiel-Friedrichsort.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort12
Einleitung14
Kapitel 1 Die Komplexität des Unterrichts und das Vorurteil gegen Rezepte21
Was Rezepte nicht sind22
Was sind Rezepte?29
Interpretationsrezepte helfen uns, geeignete Handlungsrezepte zu finden31
Theoretische Interpretationen können das Handeln hemmen35
Die Aufgabe der Erziehungswissenschaft37
Probleme beim Umgang mit Rezepten38
Welche Funktionen hat das Vorurteil gegen Rezepte?46
Kapitel 2 Die Tradition des Erarbeitungsmusters50
Die ungeliebte Instruktionsfunktion50
Das Erarbeitungsmuster und seine Mängel54
Einwände gegen das Erarbeitungsmuster60
Zur Informationsvermittlung ungeeignet60
Die Schüler behalten wenig62
Kein direkter Kontakt mit dem Lernstoff64
Reduktion des potentiellen Lernstoffs66
Tendenz zu kognitiven Lernzielen der untersten Ebene68
Inzidentelles Lernen und heimlicher Lehrplan71
Der Erarbeitungsunterricht basiert auf einer Fiktion73
Ignorieren von Lernschwierigkeiten75
Das Erarbeitungsmuster liefert den Unterrichtsverlauf vielen Zufälligkeiten aus78
Wie im Erarbeitungsunterricht gezielt Zufälle provoziert werden: Die Spontaneitätsideologie82
Die Spontaneitätsbräuche85
" Wir wollen erst einmal sammeln"85
"Ich muß dei Schüler zum Thema hinführen oder sie behutsam einstimmen"88
"Ich muß Fragen immer so formulieren, daß die Schüler spontan und unbeeinflußt antworten können"89
" Was fällt euch daran auf?"90
"Ich weiß nicht, was von den Schülern kommen wird und ob die Schüler von selbst darauf kommen werden"92
Der Erarbeitungsunterricht lockt Disziplinschwierigkeiten an99
Das Erarbeitungsmuster fördert selten Können100
Beim Erarbeitungsunterricht wird den Schülern der Lerngegenstand oft bedeutungslos präsentiert101
Kapitel 3 Rezept für die Ausführung einer Unterrichtsstunde: Übersicht104
Rezept für die Ausführung einer Unterrichtsstunde: Kurzfassung105
Phase 0: Direkte Vorbereitung105
Phase 1: Auslösen positiver reziproker Affekte106
Phase 2: Informierender Unterrichtseinstieg107
Phase 3: Informationsinput108
Phase 4: Anbieten von Lernaufgaben109
Phase 5: Selbständige Arbeit an Lernaufgaben: Lernerfahrungen machen110
Phase 6: Auslöschung111
Phase 7: Feedback und Weiterverarbeitung oder Rendezvous mit Lernschwierigkeiten111
Phase 8: Verschiedenes oder Gesamtevaluation115
Kapitel 4 Positive reziproke Affekte senden118
Was sind reziproke Affekte?118
Lehrer sind Stimmungsmacher119
Lernziele121
Lehrer können lernen, absichtlich positive reziproke Affekte zu senden122
Vorschläge zur Realisierung des Rezepts124
Warum es besonders wichtig ist, zum Unterrichtsbeginn positive reziproke Affekte zu senden126
Wie Sie am Untenichtsbeginn positive reziproke Affekte senden können129
Was Sie vermeiden müssen131
Überprüfen Sie, ob Sie mit dem Rezept erfolgreich arbeiten können!133
Kapitel 5 Das Rezept des Informierenden Unterrichtseinstiegs135
Exkurs: Warum eignen sich Motivationstheorien nicht für die Konstruktion von Handlungsrezepten?136
Schlechte Gewohnheiten von Lehrern, die sich mit dem Namen "Motivation" schmücken142
Varianten von Motivierungsbräuchen147
Wie Sie sich selbst überzeugen können, daß das Motivationsrezept nicht hilft152
Annahmen, die dem Rezept "Informierender Unterrichtseinstieg" zugrunde liegen152
Das Rezept "Informierender Unterrichtseinstieg" und was es vorhersagt153
Wie sieht ein Informierender Unterrichtseinstieg aus?154
Argumente gegen das Rezept "Informierender Unterrichtseinstieg", die wir häufig hören158
Vorteile des Informierenden Unterrichtseinstiegs und Erfahrungen160
Indikation und Kontraindikation für das Rezept163
Hinweise für die Gestaltung Informierender Einstiege und Warnung vor möglichen Fehlern165
So können Sie das Rezept trainieren167
Checkliste "Informierender Unterrichtseinstieg"170
Kapitel 6 Das Grundgesetz des Lernens173
Lernziele: Fachliche oder erzieherische?178
Such- und Prüfschema zur Identifizierung sinnvoller Lernziele181
Kapitel 7 Das Rezept des Inforrnationsinputs185
Vorbereitung eines Informationsinputs: Bestimmen bedeutsamer erzieherischer Lernziele186
Beispiel für einen Informationsinput vom Typ "Erklären"190
Informationsinputs vom Typ" Vormachen"192
Informationsinputs vom Typ "Set zu einem (vieldeutigen) Informationsreiz"195
Machen Sie Set-Experimente!198
Kapitel 8 Erklären und Lebrervortrag200
Einfachheit204
Kürze oder Redundanz oder Kürze statt Redundanz?205
Wie kann man den Stoff für einen Lehrervortrag bearbeiten und aufbereiten?209
Beispiel ,Auswählen'214
Beispiel ,Ordnen und Gliedern'216
Beispiel ,Informationen auffüllen'216
Kontakt zwischen Redner und Zuhörern218
Elemente eines Lehrervortrags219
Kurze Erklärungen geben227
Trainingsvorschläge zu "Erklären"230
Kapitel 9 Das Rezept "Lernaufgabeu"233
Prinzipien für die Gestaltung von Lernaufgaben233
Elemente von Lernaufgaben256
Beispiele für Lernaufgaben260
Trainingsmöglichkeilen: Lernaufgaben über Lernaufgaben266
Weitere Möglichkeiten, wie Sie das Erfinden, Beurteilen und Gestalten von Lernaufgaben üben können272
Kapitel 10 Das Rezept der Auslöschungsphase und die Feedback-Weiterverarbeitungsphase275
Die Feedback-Weiterverarbeitungsphase276
Kapitel 11 Rezepte für das Lernen von Rezepten279
Operationalisierungsdilemma und individuelle Operationalisierungsforschung279
Das schlechte didaktische Feedback283
Regeln für die Interaktion in Feedback- und Trainingsgruppen287
Die Interaktionsregeln290
Kommentare zu diesen Interaktionsregeln in Unterricht und Lehrerausbildung292
Beobachten lernen und präzises, bedeutsames Feedback geben können296
Objektives und subjektives Feedback geben können300
Sich auf Rezepte einigen und im Zeitraffer unterrichten305
Unterrichten im Zeitraffer307
Schreiben Sie uns einen Brief!312
Bücher mit brauchbaren Rezepten314
Zitierte Literatur318
Namenverzeichnis322
Sachverzeichnis325

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