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Verbraucherpolitik in der Bundesrepublik Deutschland

Eine Geschichte des westdeutschen Konsumtionsregimes, 1945-1975

AutorKevin Rick
VerlagNomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl456 Seiten
ISBN9783845286914
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis109,80 EUR
Verbraucherpolitik entwickelte sich in der Bundesrepublik Deutschland als inhaltlich breit angelegte und vertikal wie horizontal gegliederte Querschnittsaufgabe. An ihrer Genese war eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politisch-staatlichen Akteuren beteiligt, deren Zusammenspiel die Studie erstmals systematisch und auf Basis archivalischer Quellen untersucht. Zu diesen Akteuren gehörten neben den Bundes- und Landesregierungen sowie der Ministerialbürokratie auch heute noch einflussreichen Organisationen wie die Stiftung Warentest oder die Verbraucherzentralen mit ihrem Bundesverband. Deren Geschichten werden nun erstmals mit der politischen Entwicklung der westdeutschen Konsumgesellschaft verknüpft, um den verbraucherpolitischen Wildwuchs der 1950er und 60er Jahre sowie den Take Off im Konsumtionsregime der folgenden Dekade besser verstehen zu können.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Einleitung13
Forschungsansatz, Methodik und Fragestellung16
Verbraucherpolitik17
Konsumtionsregime20
Über den Forschungsstand26
Aufbau der Arbeit50
Quellen51
Teil I Verbraucherpolitischer Wildwuchs nach Kriegsende und die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände55
1. Die Anfänge von Verbraucherpolitik im besetzten Westdeutschland (1945-1949)55
1.1 Verbraucher, Besatzer, Rationierung und Bewirtschaftung56
1.2 Konsumentenpolitik als Schutz vor Hunger65
Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften67
Der Verbraucherausschuss der VELF69
Eine Sache der Frauen72
Politische Ambitionen nach der Währungsreform im Juni 194876
1.3 Ludwig Erhard und die Verwaltung für Wirtschaft81
Konsumfreiheit und Appelle84
Preispolitische Normalisierungsmaßnahmen85
1.4 Verbraucherschutz e.V.89
1.5 Zwischenfazit am Vorabend der Gründung der Bundesrepublik91
2. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherpolitik – Zwischen Agrarprotektionismus und Hausfraueninteressen in der frühen Bundesrepublik93
2.1 Die politische Neuausrichtung des Verbraucherausschusses94
2.2 Verbraucheraufklärung108
Ernährungswegweiser115
2.3 Der Bundesausschuss für volkswirtschaftliche Aufklärung117
2.4 Verbraucherpolitik als Agrarpolitik124
2.5 Zwischenfazit128
3. Wirtschafts- und Verbraucherpolitik am Beginn des Wirtschaftswunders129
3.1 Verbraucherreferat und Verbraucherausschuss beim Bundesministerium für Wirtschaft130
3.2 Rationaler Konsum durch Appelle an rationale Konsumenten136
3.3 Reeducation, Home Economics und die Gesellschaft für Hauswirtschaft139
3.4 Die Verbraucher-Vereinigung und der Ständige Ausschuss für Selbsthilfe145
Erika Becker146
Die Verbraucher-Vereinigung149
Die Einschaltung des Ständigen Ausschusses für Selbsthilfe 1952 in Weinheim152
3.5 Rationalisierung, Gütezeichen und erste Ansätze einer „bewussten Konsumentenpolitik“154
Der „Müller-Armack-Plan“156
RAL und RKW159
Gütezeichenpläne im Verbraucherausschuss161
Scheitern des Müller-Armack-Plans166
3.6 Wahlkampf, Marktwirtschaft und die Kühlschrank-Aktion 1953169
Kühlschrank-Aktion172
Konsumpolitik im Wahlkampf177
Indiskretionen und Kritik179
3.7 Zwischenfazit182
4. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (1953)183
4.1 Chronologie der Planungen185
4.2 Gerhard Weisser189
4.3 Verbraucherinteressen und ihre Organisierbarkeit193
4.4 Die Konsumgenossenschafter Josef Bock und Gustav Dahrendorf197
4.5 DGB und AgV – Verbraucher zwischen Arbeit und Kapital202
4.6 Fini Pfannes und der Deutsche Hausfrauen-Bund206
4.7 Gründung durch Kritik212
4.8 Die Verbraucherpolitik der AgV222
Die Charta des Verbrauchers223
Die AgV als staatlich angeleitete Organisation?227
Die erste AgV-Arbeitstagung am 27./28.?April 1954231
Imagegewinne und erste Kooperationen236
4.9 Zwischenfazit237
Teil II Take Off im Konsumtionsregime: Von Ad-hoc-Maßnahmen zur „Verbraucherpolitik aus einem Guss“239
1. Verbraucheraufklärung, Informationsmodell und Take Off der Konsumgesellschaft239
1.1 Kampf der Verbraucherverwirrung? – Erhard hilft der Hausfrau!240
1.2 Kritik an Erhards Konsumpolitik244
1.3 Verbraucherpolitik im Informationsmodell – Die Entdeckung des Marktes245
2. Koordinierung wider den verbraucherpolitischen Wildwuchs252
2.1 Vertikale und horizontale Koordinierung254
2.2 Überforderung? – 1.439 Verbraucher-Einrichtungen in Deutschland267
2.3 Gesundheitliche Ernährungsberatung und das Bundesministerium für Gesundheit271
3. Die Gründung der Verbraucherzentralen (1957-1962)274
3.1 Motive, Interessen und Umstände der VZ-Gründung275
3.2 Apolitische Agenda, Finanzierung und Mitglieder286
3.3 Zwischenfazit292
4. Die Gründung der Stiftung Warentest (1964) als verbraucherpolitischer Katalysator296
4.1 Einkaufswegweiser und Warentest bis 1964298
4.2 AgV: Legitimationsprobleme im Wettbewerb der Verbrauchervereine311
4.3 Die Planungen der Bundesregierung317
4.4 Die Stiftung Warentest als „zweitbeste“ Lösung323
5. Der Take Off im Konsumtionsregime ab Mitte der 1960er Jahre331
5.1 Bedeutungszuwachs und Neuorganisation der Verbraucherzentralen335
Arbeitsgruppe „Neuorganisation der VZ“: Vorlauf339
VZ und AgV vereint im Verbraucherschutzverein (1966)343
Befunde und Diagnose – Die VZ im Konsumtionsregime345
5.2 Das Ernährungsministerium rüstet auf352
5.3 Die Gründung des Interministeriellen Ausschusses für Verbraucherfragen (1966)363
6. Von ad-hoc-Maßnahmen zur „Verbraucherpolitik aus einem Guss“372
6.1 Der erste Verbraucherpolitik-Bericht der Bundesregierung374
Zielsetzungen in Politikfeldern376
Institutionelle Maßnahmen382
6.2 Die neue AGV385
6.3 Verbraucherpolitiken der Bundesländer393
6.4 Der Verbraucherpolitik-Bericht als Zäsur?398
Fazit406
Anhang423
Quellen und Literatur425
Literaturverzeichnis427

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