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E-Book

Verbraucherrechtsdurchsetzung

AutorMartin Fries
VerlagMohr Siebeck
Erscheinungsjahr2016
ReiheJus Privatum 206
Seitenanzahl326 Seiten
ISBN9783161545887
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis89,00 EUR
Private Rechte sind wenig wert, wenn man sie nicht durchsetzen kann. Probleme bei der Rechtsdurchsetzung entstehen insbesondere bei geringwertigen Forderungen: Denn je geringer der Wert eines Anspruchs ist, desto mehr fallen die mit der Rechtsdurchsetzung verbundenen Transaktionskosten ins Gewicht. Ein Paradebeispiel für geringwertige Forderungen sind Verbraucherrechte. Wenn sich diese nur mit unverhältnismäßigem Aufwand durchsetzen lassen, ist der Zugang der Verbraucher zum Recht in Gefahr. Vor diesem Hintergrund entwickelt Martin Fries Bewertungsmaßstäbe für Verfahren zur Durchsetzung materieller Verbraucherrechte und wendet diese auf den Zivilprozess wie auch auf außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren an.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
Vorwort6
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis10
Kapitel 1: Grundlagen18
A. Wissenschaftliche Zielsetzung19
B. Regulatorischer Hintergrund20
I. Zugang zum Recht und Zugang zur Justiz21
II. Verbraucherrechtsdurchsetzung durch staatliche Gerichte23
III. Verbraucherrechtsdurchsetzung auf privater Ebene25
C. Gesellschaftspolitische Bedeutung28
I. Wirtschaftliche Tragweite28
II. Rechtsstaatliche Implikationen29
III. Spannungsfeld zwischen Modernisierung und Privatisierung der Justiz29
D. Forschungsgegenstand30
I. Persönliche Eingrenzung31
II. Sachliche Eingrenzung32
III. Räumliche Eingrenzung33
E. Forschungsstand34
I. Verbraucherprozessrecht unter dem Einfluss der Europäischen Union34
II. Verfahrensgestaltung bei Verbraucherkonflikten35
III. Zusammenspiel verschiedener Rechtsdurchsetzungsverfahren36
F. Dogmatische Begründung von Bewertungsmaßstäben38
I. Konstitutionelle Rechtfertigung38
II. Verfahrensrechtlich-induktive Prinzipienbildung41
III. Materiell-rechtliche Begründung42
IV. Rückgriff auf außernormative Aspekte44
G. Gang der Darstellung45
Kapitel 2: Rechtsdurchsetzung in Verbraucherkonflikten47
A. Verbraucher als Konfliktbeteiligte47
I. Begrenzte Konfliktroutine47
1. Unzureichende Rechtskenntnis47
2. Mangelnde Verfahrenskenntnis49
3. Strategisches Ungeschick51
II. Konfliktscheu53
1. Budgetrestriktionen53
2. Verlustangst54
3. Risikoaversion54
4. Gerichtsscheu55
III. Unzureichende Organisation57
IV. Begrenzte Artikulationsfähigkeit58
B. Fallabhängige Ausprägung von Verbraucherschwäche58
I. Relationsspezifische Parameter59
1. Bindungsdauer59
2. Bindungsintensität60
3. Sprache62
II. Konfliktspezifische Parameter63
1. Streitwert63
2. Konfliktiteration64
3. Konfliktschwerpunkt65
4. Rollenverteilung65
III. Kompensation von Verbraucherschwäche?66
1. Stärkung der Verbraucher ex ante66
2. Korrektur der Verbraucherschwäche ex post67
C. Rechtsdurchsetzung und Verbraucherinteressen68
I. Soziale Bedeutung der Rechtsdurchsetzung68
1. Rechtspositivistische Perspektive69
2. Rechtsökonomische Perspektive70
II. Individuelle Bedeutung der Rechtsdurchsetzung74
1. Rechtsdurchsetzung und rationales Desinteresse74
2. Rechtsdurchsetzung und Erhalt der Kundenbeziehung75
3. Rechtsdurchsetzung und Präzedenzinteresse77
4. Rechtsdurchsetzung und Verbraucherzufriedenheit78
III. Konkordanz zwischen sozialer und individueller Bedeutung79
1. Rechtsdurchsetzung als Verfahrenspostulat80
a) Staatliche Verfahren80
b) Private Verfahren82
2. Bedeutung der Verfahrenswahl83
3. Verfahrenswahl auf transparenter Informationsgrundlage84
Kapitel 3: Bewertungsmaßstäbe für Mechanismen der Verbraucherrechtsdurchsetzung85
A. Verfahrensergebnis86
I. Ergebnismaßstab87
1. Unbedingte Rechtstreue87
2. Ergänzung um Billigkeitsmaßstäbe88
3. Privatautonome Abkehr von der Rechtstreue89
II. Ergebnisform91
III. Vollstreckbarkeit92
B. Verfahrensleitung93
I. Qualifikation93
II. Unabhängigkeit94
III. Neutralität96
IV. Rechtliche Autorität98
V. Verantwortlichkeit100
VI. Staatlichkeit100
C. Verfahrensgestaltung103
I. Tatsachenfundierung104
II. Rechtliches Gehör106
III. Mündlichkeit107
IV. Verständlichkeit109
V. Erreichbarkeit110
VI. Öffentlichkeit112
VII. Verfahrenskosten113
VIII. Effizienz116
1. Effizienz als Bewertungsmaßstab116
2. Nutzen eines Rechtsdurchsetzungsverfahrens117
3. Kosten eines Rechtsdurchsetzungsverfahrens118
4. Abwägung von Kosten und Nutzen119
D. Transparenz121
I. Zieltransparenz121
II. Funktionstransparenz122
III. Ergebnistransparenz123
Kapitel 4: Justizielle Verbraucherrechtsdurchsetzung125
A. Individualrechtsschutz125
I. Verfahren nach deutschem Recht125
1. Klageverfahren vor den Amtsgerichten125
a) Verfahrensergebnis126
aa) Ergebnismaßstab126
(1) Rechtsdurchsetzung im Rahmen der Parteiinteressen126
(2) Verminderte Rechtsdurchsetzung durch Interessenorientierung?128
(3) Verminderte Rechtsdurchsetzung um des Rechtsfriedens willen?130
(4) Verstärkte Rechtsdurchsetzung unter Begrenzung der Parteiherrschaft?131
bb) Ergebnisform134
cc) Vollstreckbarkeit137
b) Verfahrensleitung137
c) Verfahrensgestaltung141
aa) Tatsachenfundierung141
bb) Rechtliches Gehör143
cc) Mündlichkeit143
dd) Verständlichkeit144
(1) Klageerhebung145
(2) Mündliche Verhandlung146
(3) Entscheidung147
(4) Sonderproblem Sprachdisparität148
ee) Erreichbarkeit149
ff) Öffentlichkeit152
gg) Verfahrenskosten153
hh) Effizienz156
(1) Effizienzgewinne durch Privatisierung156
(2) Effizienzgewinne durch Konzentration auf Rechtsdurchsetzung157
(3) Effizienzgewinne durch Entformalisierung158
(4) Effizienzgewinne durch Digitalisierung161
d) Transparenz164
aa) Zieltransparenz165
bb) Funktionstransparenz166
cc) Ergebnistransparenz166
2. Mahnverfahren168
a) Verfahrensergebnis168
b) Verfahrensleitung170
c) Verfahrensgestaltung170
d) Transparenz173
3. Schnellverfahren für Verbraucherstreitigkeiten174
II. Verfahren nach europäischem Recht176
1. Verfahren für geringwertige Forderungen177
a) Verfahrensergebnis178
b) Verfahrensleitung178
c) Verfahrensgestaltung179
aa) Tatsachenfundierung179
bb) Mündlichkeit180
cc) Verständlichkeit181
dd) Erreichbarkeit182
ee) Öffentlichkeit182
ff) Verfahrenskosten183
gg) Effizienz184
d) Transparenz185
2. Europäisches Mahnverfahren185
B. Kollektiver Rechtsschutz187
I. Rechtsverfolgungsgesellschaften188
1. Rechtsdurchsetzung in Prozessstandschaft188
2. Rechtsdurchsetzung durch Forderungszessionare189
II. Gruppenverfahren190
1. Vorbild Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz?192
2. Verfahrenskosten193
3. Verfahrenseffizienz194
III. Verbandsklage195
1. Strukturelle Hindernisse195
2. Verfahrenskosten196
3. Reichweite des Verfahrensergebnisses198
C. Zusammenspiel individueller und kollektiver Mechanismen200
I. Bündelung bei rationalem Desinteresse der Betroffenen200
II. Bündelung zur Steigerung der Justizeffizienz201
III. Kollektivverfahren und Zivilprozess202
Kapitel 5: Außergerichtliche Verbraucherrechtsdurchsetzung204
A. Schiedsverfahren205
I. Verfahrensergebnis207
II. Verfahrensleitung208
III. Verfahrensgestaltung209
IV. Transparenz211
B. Schlichtung212
I. Verfahrensergebnis213
1. Ergebnismaßstab214
2. Ergebnisform217
3. Vollstreckbarkeit219
II. Verfahrensleitung220
1. Qualifikation220
2. Unabhängigkeit222
3. Neutralität225
4. Rechtliche Autorität227
5. Verantwortlichkeit228
III. Verfahrensgestaltung230
1. Tatsachenfundierung230
2. Rechtliches Gehör231
3. Mündlichkeit232
4. Verständlichkeit233
5. Erreichbarkeit234
6. Öffentlichkeit235
7. Verfahrenskosten236
8. Effizienz237
IV. Transparenz240
1. Zieltransparenz241
2. Funktionstransparenz242
a) Verbraucherschlichtung und Rechtsprechung242
b) Verbraucherschlichtung und Rechtsberatung244
c) Funktionelle Berechtigung von Verbraucherschlichtungsstellen247
3. Ergebnistransparenz249
C. Güteverfahren250
I. Verbrauchermediation250
II. Verfahren vor Gütestellen251
III. Telefonmediation252
1. Verfahrensergebnis und Verfahrensleitung252
2. Verfahrensgestaltung253
3. Transparenz254
D. Anwaltliche Rechtsdienstleistung255
I. Verfahrensergebnis256
II. Verfahrensleitung256
III. Verfahrensgestaltung258
IV. Transparenz260
E. Konfliktlösung durch Handelsintermediäre261
I. Verfahrensergebnis262
II. Verfahrensleitung263
III. Verfahrensgestaltung265
IV. Transparenz266
Kapitel 6: Verzahnung gerichtlicher und außergerichtlicher Konfliktlösungsmechanismen269
A. Justiz und Schlichtung als Komplementäre269
I. Schlichtung als entformalisierte Vorverfahren270
II. Schlichtung als unternehmerische Selbstkontrolle271
B. Zugang zum Recht273
I. Zugang der Verbraucher zum Recht273
1. Peremptorischer Klageausschluss274
2. Dilatorischer Klageausschluss275
a) Gesetzliche Anordnung einer Schlichtungspflicht275
b) Vertragliche Schlichtungsklauseln276
II. Zugang der Unternehmer zum Recht278
C. Effektive Verbraucherrechtsdurchsetzung279
I. Systemeffizienz durch friktionsfreie und erschöpfende Konfliktbehandlung280
II. Administrativer Rechtsschutz als Lückenfüller280
III. Wegweiser Verbraucherrechtsdurchsetzung283
Zusammenfassende Thesen285
Literaturverzeichnis290
Register322

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