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Verbriefung von Langlebigkeitsrisiko durch Versicherungsunternehmen

Leipziger Schriften zur Versicherungswissenschaft Band 13

AutorMatthias Zapp
VerlagVVW GmbH
Erscheinungsjahr2011
ReiheLeipziger Schriften zur Versicherungswissenschaft 13
Seitenanzahl238 Seiten
ISBN9783862980949
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis37,99 EUR
Der Titel beleuchtet die vielfältigen Aspekte von Langlebigkeitsrisiko in Versicherungsunternehmen einschließlich der Messung und der Handhabung im Risk Management. Insbesondere wird die Verbriefung des Langlebigkeitsrisikos mit anschließendem Transfer auf den Kapitalmarkt untersucht. Dabei werden Faktoren für eine erfolgreiche Entwicklung des Verbriefungsmarkts ermittelt und hinsichtlich ihrer Gestaltungsmöglichkeiten untersucht. Die Ergebnisse bieten Versicherungsunternehmen Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten Absicherungsform. Insofern kann die Ausarbeitung einerseits als ein geschlossenes Grundlagenwerk über die Verbriefung von Langlebigkeitsrisiko angesehen werden, das einen sehr aktuellen Praxisbezug hat. Auf der anderen Seite zeigt sie Möglichkeiten für die konkrete Handhabung von Langlebigkeitsrisiko im Unternehmen auf. Das Buch eignet sich besonders für Entscheidungsträger und Mitarbeiter im Risikomanagement von Lebens- und Rückversicherungsunternehmen.

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Leseprobe
5 Erfolgsfaktoren eines Verbriefungsmarkts für Langlebigkeitsrisiko (S. 113-114)

5.1 Identi?kation der Erfolgsfaktoren

5.1.1 Zielsetzung und Vorgehensweise

Ziel des folgenden Kapitels ist es, Faktoren zu ermitteln, die Ein?uss auf die Entwicklung eines Markts für Langlebigkeitsrisiko besitzen. Darüber hinaus wird untersucht, wie diese Faktoren gestaltet werden können, um die Marktentwicklung zu fördern. Den theoretischen Hintergrund für die Analyse liefert die Finanzierungstheorie. Sie bietet Erklärungsansätze für das Entstehen und den Erfolg von Finanzinnovationen. Auch eine Verbriefung von Langlebigkeitsrisiko kann als Finanzinnovation betrachtet werden, wie die folgende, im Rahmen dieser Arbeit verwendete, De?nition zeigt: Finanzinnovationen sind neue, bisher an den Finanzmärkten nicht oder zumindest in dieser Form oder zu diesen Konditionen oder für bestimmte Marktteilnehmer nicht verfügbare Finanz- oder Anlageinstrumente, Märkte oder Prozesse.

Die Bestimmung des Erfolgs einer Finanzinnovation setzt einen Bewertungsmaßstab voraus. Hierfür wird im Folgenden das Volumen verwendet, welches die Innovation im Markt entwickelt. Die absolute Größe ist dabei in Relation zum Marktpotenzial zu betrachten. Andere, weniger objektiv ermittelbare Maßgrößen, wie der Bekanntheitsgrad der Innovation oder der Reputationszuwachs für den Innovator, werden vernachlässigt.

Im folgenden Abschnitt 5.1.2 werden einige Erklärungsansätze für das Entstehen und die Entwicklung von Finanzinnovationen vorgestellt. Die meisten der Theorien beschränken sich auf Teilaspekte des Untersuchungsgegenstands und sind nicht in der Lage, unterschiedliche empirische Erkenntnisse zu vereinen oder Handlungsempfehlungen zu geben.329 Ein Konzept zur umfassenden und einheitlichen Beschreibung von Finanzinnovationen wurde bisher nicht entwickelt.330 Aus diesem Grund wird in Abschnitt 5.1.3 ein eigener Analyserahmen entwickelt, der eine breite Abdeckung der Erfolgsfaktoren ermöglicht.

5.1.2 Bestehende Ansätze zur Erklärung der Ursachen und Erfolgsfaktoren von Finanzinnovationen


Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über häu?g verwendete Ansätze zur Erklärung von Finanzinnovationen.331 Einige frühe Theorien führen Finanzinnovationen auf Restriktionen zurück, denen Unternehmen ausgesetzt sind. So beschreibt die regulatorische Dialektik von KANE die Einführung von Finanzinnovationen als einen Versuch von Unternehmen, die ?nanziellen Kosten von regulatorischen Anforderungen, wie Zinsobergrenzen oder Mindestreserveanforderungen, zu umgehen.

Hierauf reagiert der Gesetzgeber mit einer Anpassung der Regulatorik, um die hervorgerufenen Ausweichreaktionen zu unterbinden. Dies nimmt das Unternehmen als Anlass, nach neuen Ausweichmöglichkeiten zu suchen. Der beschriebene dialektische Prozess setzt sich unendlich fort und stimuliert die Entwicklung weiterer komplexer Finanzinnovationen.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Verbriefung von Langlebigkeitsrisiko durch Versicherungsunternehmen1
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Abkürzungsverzeichnis12
Tabellenverzeichnis16
Abbildungsverzeichnis18
1 Einleitung20
2 Grundlagen und Ursachen der Absicherung von Langlebigkeitsrisiko26
3 Modellierung von Langlebigkeitsrisiko54
4 Handhabung von Langlebigkeitsrisiko im Versicherungsunternehmen96
5 Erfolgsfaktoren eines Verbriefungsmarkts für Langlebigkeitsrisiko132
6 Absicherung des Barwerts eines Rentenbestands durch standardisierte Forwards196
7 Thesenförmige Zusammenfassung220
Anhang224
Literaturverzeichnis232
Zitierte Gesetze, Verordnungen u. ä.256
Leipziger Schriften zur Versicherungswissenschaft259
Leipziger Versicherungsseminare260

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