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Versteinerte Macht: Der Neubau des Petersdoms im langen 16. Jahrhundert

Dargestellt anhand der Baugeschichte Neu Sankt Peters, daran beteiligten universal begabten Künstlern und einem kontextbezogenen Genie-Begriff

AutorClaudia Heye
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl20 Seiten
ISBN9783640335596
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis10,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,3, FernUniversität Hagen (Historisches Institut), Veranstaltung: Modul 5, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit betrachtet die Baugeschichte Neu Sankt Peters von 1506 bis zur Gestaltung des Petersplatzes im 17. Jahrhundert. Ein Monument der Macht ist Sankt Peter nicht nur durch die Ausmaße seiner Formen, sondern auch durch die unsichtbaren, chaotischen Entscheidungsprozesse, die zu seiner heutigen Gestalt führten#. Die Architektur Neu Sankt Peters ist im Renaissancestil, die Innenräume sind Barock gestaltet. Der Innenausbau fand zu Berninis Zeit statt und wurde maßgeblich durch ihn geprägt. Heute ist Neu Sankt Peter ein Gesamtkunstwerk, das neben seiner reinen Funktion als Gebäude mit Symbolfunktionen überfrachtet ist. Das Gebäude dient als Gotteshaus der 'Erinnerung, d.h. Verinnerlichung, Ins-Innere-Zurückrufen, sich zu Bewusstsein bringen'. Gleichzeitig verwendeten die Architekten eine Art kanonisierten Grundriss, d. h. die Kreuzform wurde bei jedem Entwurf variiert. Unter dem Aspekt der Machtentfaltung der jeweiligen Päpste werden Michel-angelos und Raffaels Tätigkeiten als Architekten und Künstler im Vatikan betrachtet, vornehmlich im Hinblick auf das Pontifikat Julius II.Michelangelo wird als Architekt für Neu Sankt Peter und als Bildhauer für das Grabmal Julius II dargestellt. Der Blick auf Raffael zeigt, dass dessen Rolle als Architekt für Neu Sankt Peter sich auf einen nicht ausgeführten Entwurf beschränkt, den er auf Wunsch Papst Leo X. fertigte. Seine Fresken im Vatikanspalast, die Stanzen, hatten großen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Michelangelo und Raffael haben durch Ihre Werke fast ort- und zeitgleich Weltruhm erlangt und galten schon zu Lebzeiten als Genies. Ein verallgemeinernder Geniebegriff ist dennoch nicht haltbar, da dieser Begriff zeit- und kontextabhängig ist. Im 15./16. Jahrhundert war die Auftragsvergabe für Kunstwerke oder Bauvorhaben immer an das jeweilige Pontifikat und die Vorlieben des Papstes geknüpft. Kunstwerke waren politisch motiviert. Ein neuer Papst konnte sich nur vom Vorgänger absetzen indem er prächtigere Werke schuf und auf andere Künstler zurückgriff. Anhand einer Definition des Geniebegriffs soll gezeigt werden, dass die Verwendung und Bedeutung dieses Begriffs, Wandlungen unterworfen ist, die im Zeitgeschmack und in den politischen Bedingungen zu suchen sind. Aber es sind diese jeweiligen politischen Bedingungen, die die Entstehung und Förderung eines Genies erst ermöglichen.

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