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E-Book

W-Bewegung

AutorSuzie Bartsch
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2003
Seitenanzahl Seiten
ISBN9783638180658
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
W-Bewegung (engl. 'wh-movement') ist die Bezeichnung, die in der Generativen Grammatik (=GG) für das syntaktische Verfahren verwendet wird, durch welches W-Fragen gebildet werden. W-Fragen sind traditionell als Ergänzungsfragen bekannt, d.h. Fragen, die durch W-Wörter (i.e. Interrogativpronomina und -adverbien) eingeleitet werden. Diese satzinitiale Stellung des 'W-Knotens' (engl. 'wh-node') wird als Ergebnis einer Bewegung nach vorn verstanden, die man 'Topikalisierung' nennt.
Topikalisierung ist im Grunde genommen ein Sonderfall der Permutation, die neben der Substitution eine der seit jeher bewährten heuristischen Tests zur Ermittlung von Satzgliedern darstellt. Im Rahmen der Konstituentenanalyse (=IC-Analyse; engl. 'immediate constituent analysis') des amerikanischen Strukturalismus wurden diese Entdeckungsprozeduren (engl. 'discovery procedures') zur Segmentierung von Syntagmen - v.a. von Sätzen - in eine hierarchisch definierte Abfolge von Konstituenten systematisiert. In Deutschland machte Hans Glinz diese operationalen Verfahren für die neuere Satzgliedlehre nutzbar.
Innerhalb der GG stellt die Konstituentenanalyse eine grundlegende Instanz zur syntaktischen Organisation dar. Dabei fällt auf,
a) daß einerseits in einigen generativistischen Einführungswerken der Begriff der Konstituente und die Konstituententests nicht selten anhand einer moderneren Formulierung derart präsentiert werden, daß ein argloser Leser meinen könnte, es handle sich dabei um Erkenntnisse, die erst der GG zu verdanken seien (so z.B. FANSELOW/FELIX 1993-2: 30f.);
b) daß andererseits die durch die Permutationsprobe und die IC-Analyse bestätigte Intuition, daß die bewegten W-Elemente - wie andere NPs bzw. PPs auch - Satzglieder bzw. phrasale Konstituenten darstellen, in der Rektions und Bindungs-Theorie (=GB-Theorie; engl 'Government and Binding Theory') der frühen 80er Jahre offenbar nicht genug ernstgenommen wurde; andernfalls hätte man die später mit Recht verworfene Hypothese nicht aufstellen können, W-Elemente würden in die satzeinleitende 'COMP-Position' bewegt, in eine Position also, die sonst den Satzkonjunktionen - die bekanntermaßen nicht phrasal sind - vorbehalten ist (vgl. CHOMSKY 1980: 172ff.)
[...]

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