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"Was habe ich als Soldat an der Wolga zu suchen?"

Hans Eckhard Kalwait

eBook "Was habe ich als Soldat an der Wolga zu suchen?" Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2018
Seitenanzahl
424
Seiten
ISBN
9783746087641
Format
ePUB
Kopierschutz
DRM
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
17,99
EUR

Mit der Biographie eines der letzten Stalingradüberlebenden ist ein erschütterndes Dokument entstanden, das die kaum zu schildernden Umstände der Tragödie deutscher Soldaten im Stalingrader Kessel sowie die seines Überlebens nach 65 Tagen in einer Weise darstellt, die das Unvorstellbare für die Nachwelt nun ansatzweise vorstellbar erscheinen lässt. Der besondere Wert der Aufzeichnungen von Hans Eckhard Kalwait (Jg. 1922) und seiner Interviewerzählungen über die Kindheit in Hannover, seinen dramatischen Überlebenskampf im Stalingrader Kessel, der Konfrontation mit den Angehörigen, die zu benachrichtigen er versprochen hatte, bis hin zu seiner Fahnenflucht aus Italien in den letzten Kriegstagen liegt darin, dass er diese Erlebnisse wie kein Zweiter schildern und veranschaulichen kann und sich mit seinen Erfahrungen bis heute offen und kritisch auseinander setzt. So ist mit diesem Buch auch ein einmaliges Werk mit Erinnerungen eines begabten Geschichtenerzählers und Autoren entstanden.

HANS ECKHARD KALWAIT wurde 1922 in Hannover geboren. Der Vater (geb. 1890 in Hannover) war als Soldat im Ersten Weltkrieg in Frankreich gewesen. Wie viele andere auch, war der Vater in der Weimarer Republik einige Jahre arbeitslos. Hans Eckhard Kalwait besuchte die Weltliche Schule (Freidenkerschule, konfessionslos) in Hannover. Nachdem diese von der NSDAP aufgelöst wurde, erfolgte die Eingliederung Kalwaits in die Christliche Schule. Nach dem Schulabschluss 1938 absolvierte er eine Ausbildung bei der Eisenbahn (Bedingung: Mitglied in der HJ). Am 4.10.1941 erhielt Hans Eckhard Kalwait seinen Einberufungsbefehl zur Wehrmacht. Vor dem Aufbruch an die Ostfront, im Sommer 1942, verstarb seine Mutter. Unmittelbar nach der Beerdigung wurde er als Funker mit der 14. Pz.Div. nach Stalingrad verlegt. Während der Einkesselung erlitt Kalwait Erfrierungen, Verwundungen und erlebte schlimmsten Hunger, Auszehrung und Apathie. Er gehörte zu den Wenigen, die Glück hatten: So wurde er am 22.1.1943 mit einer der letzten oder sogar d e r letzten Maschine vom Behelfsflugplatz Stalingradskij ausgeflogen (ab 23.1.1943 waren keine Ausflüge mehr möglich). Nach Stalingrad folgten mehrere Lazarettaufenthalte wegen Nieren-Becken-Entzündung und schwerer Erfrierungen an den Füßen, u. a. in Krakau bis März 1943, in Schwäbisch-Gmünd und in Bad Nenndorf bis Herbst 1943, fünf Monate in der Heeres-Ersatzabteilung in Weimar von November 1943 bis Ostern 1944. Nach seiner Heirat im Jahre 1944 wurde er mit einer anderen Division, im Herbst 1944, nach Süditalien verlegt. Kalwait desertierte in den ersten Maitagen 1945 von Italien aus und schlug sich, zusammen mit drei weiteren Kameraden, bis ins Allgäu durch, wo die Gruppe in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Vom 25.5. - 17.6.1945 befand er sich in Gefangenschaft mit Arbeitseinsätzen im alliierten Gefangenenlager Pfronten-Weißbach sowie im Großlager Neu-Ulm. Dort erlitt er eine erneute Nierenerkältung. Im Mai 1945 wurde sein erster Sohn geboren. Als Eisenbahner erreichte Herr Kalwait schließlich, wie auch Bauern und Industriearbeiter, seine vorzeitige Entlassung. 1948 erblickte der zweite Sohn das Licht der Welt. Von 1945 - 1992 arbeitete er als Bahnbeamter (einfache, mittlere, später höhere Beamtenlaufbahn in der Direktion einer Rechtsabteilung). Er wurde als Amtsrat pensioniert. Herrn Kalwaits Söhne sind inzwischen selbst verrentet bzw. emeritiert. Nach dem Tod der ersten Ehefrau ist er seit 48 Jahren in zweiter Ehe verheiratet.

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