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E-Book

Weltansichten

Wilhelm von Humboldts Sprachprojekt

AutorJürgen Trabant
VerlagVerlag C.H.Beck
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl352 Seiten
ISBN9783406643620
FormatePUB/PDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis30,99 EUR

Jürgen Trabant beschreibt die wichtigsten Etappen in der Entwicklung von Humboldts Sprachauffassung und diskutiert die Stellung dieses Sprachdenkens in Philosophie, Sprachwissenschaft und Anthropologie. In einer Zeit zunehmender Sprachvergessenheit möchte es nicht nur den sprachthematisierenden Disziplinen, sondern allen an Sprache Interessierten Humboldts großes und tiefes Sprachdenken zum Mit-Denken empfehlen. Wilhelm von Humboldt, der große Staatsmann und Gründer der Berliner Universität, war auch ein großer Sprachforscher. Er erkannte, dass Sprachen nicht nur verschiedene Laute sind, sondern dass sie die Bedeutungen jeweils unterschiedlich gestalten, dass sie – auf der Grundlage universeller kognitiver Dispositionen des Menschen – verschiedene Weisen menschlichen Denkens, verschiedene „Weltansichten“ sind. Er entwirft ein umfassendes Projekt zur Erforschung der Sprachen der Welt, das gleichzeitig eine Erkundung der Vielfalt des menschlichen Geistes sein soll. Das vorliegende Buch skizziert die Reise Humboldts in die Sprachen der Welt und fragt nach den Folgen dieses anthropologischen Projekts für die heutige Reflexion und Kultur der Sprache.



Jürgen Trabant war Professor für Romanische Philologie an der Freien Universität Berlin und lehrt jetzt als Professor of European Plurilingualism an der Jacobs University Bremen.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
Titel2
Zum Buch3
Über den Autor3
Widmung4
Impressum4
Inhalt5
Vorwort11
Grundkoordinaten des Humboldtschen Geistes15
1. Erzeugung und Bildung17
1.1. Wilhelm, Alexander, Caroline17
1.2. Staat19
1.3. Bildung22
1.4. Sprache24
Von Hellas nach Neuseeland: das vergleichende Sprachstudium29
2. Vom Studium des Altertums zum Studium der Sprachen31
2.1. Humboldt – Wolf31
2.2. Archäologie: Rekonstruktion und Anhebung eines Fundaments33
2.3. Latium und Hellas und die Sprache45
2.4. Das vergleichende Sprachstudium und die Griechheit48
3. Ankunft in der Sprache: Wallenstein und das Baskische53
3.1. Paris und Spanien53
3.2. Wallenstein: Sprache als Einbildungskraft56
3.3. Baskisch: Eigentümlichkeit60
3.4. Rom: Zu den Sprachen des Neuen Kontinents63
4. Ansichten der Sprache: Alexander von Humboldt und die Amerikanischen Sprachen67
4.1. Achtzehnhundertvier67
4.2. Achtzehnhundertsiebzehn74
5. Ein Weites Feld: Die Sprachen des Neuen Kontinents90
5.1. Die Erde: Die Würde der Wilden91
5.2. Vom Baskenland ins weite Feld Amerika94
5.3. Das Verb und das unklare Denken der Amerikaner97
5.4. Klassifikation und geistige Individualität103
5.5. Scheitern als Erfolg105
6. Mithridates in Berlin107
6.1. Mithridates 1555108
6.2. Mithridates 1806–17112
6.3. Mithridates 1820120
7. Das Vergleichende Sprachstudium in den Reden vor der Akademie125
7.1. Wilhelm von Humboldts Akademie-Vorträge125
7.2. Philologisches128
7.3. Das Programm des Projekts Amerika130
7.4. Griechenland und China143
7.5. Ägypten147
7.6. Indien149
7.7. Der Große Ozean152
7.8. Neuseeland154
8. Immer Weniger als Willkürliches Zeichen157
8.1. Humboldt: Vom Sprachzeichen zur Kritik des Zeichens157
8.2. Blick auf Hegel: Sprache als Zeichen171
Der wissenschaftliche Ort der Sprache177
9. Von Wilden und Weltbürgern: Anthropologie und Sprache um 1800179
9.1. Philosophie, Anthropologie, Geschichte179
9.2. Sprache und Anthropologie184
9.3. Paris und die Entdeckung der Sprachen187
9.4. Pariser Anthropologie191
10. Linguistik und Philologie: Humboldt, Grimm und Bopp198
10.1. Linguistik und Philologie198
10.2. Sprach-Charakteristik203
10.3. Laut und Wildheit206
10.4. Das tote Gerippe und die Mumie207
10.5. Grimm: das Volk210
10.6. Bopp: Physik der Sprache214
10.7. Die Nation, Europa und die Menschheit217
11. Weltansichten, Wort und Wahrheit: Über Philosophie und Sprache220
11.1. Vorüberlegungen aus Tegel220
11.2. Wahrheit227
11.3. Weltansichten235
11.4. Wort238
Wo Humboldts Sprach-Geist erscheint243
12. Geist der Sprache: Vom Genius zu den Genen der Sprache245
12.1. Je ne sais quoi245
12.2. Génie des langues247
12.3. Genie und Charakter251
12.4. Charakter und Struktur253
12.5. Génie des langues (Sprachsinn)254
12.6. Die Genies als Strukturen258
12.7. Wider die Genies der Sprachen259
12.8. Lingua ipsa262
12.9. Sprachgene264
13. Unendlicher Gebrauch von Endlichen Mitteln: Acht Verspätete Bemerkungen über Chomskys Humboldt267
Vorbemerkung267
13.1. Unendlichkeiten269
13.2. Chomsky-Humboldt270
13.3. UGVEM und Energeia in der kognitiven Linguistik271
13.4. Vom Nutzen der Wissenschaftsgeschichte276
13.5. Vom Nutzen für die Wissenschaftsgeschichte277
13.6. Vom Nachteil der Wissenschaftsgeschichte279
13.7. Gen ( -erativ, -etisch, -ie)280
13.8. Von der Schönheit der Sprache283
14. Geist und Kultur in der Sprachwissenschaft: Karl Vossler287
14.1. Der schöpferische Sprachgeist287
14.2. Probleme der ästhetischen Sprachbetrachtung292
14.3. Das Scheitern der ästhetischen Sprachbetrachtung295
14.4. Sprach-Wissenschaft als Wissenschaft des Geistes und des Schönen298
15. Humboldts Sprach-Geist Heute305
15.1. Über die Bhagadvad- Gîtâ305
15.2. Wie aktuell ist Humboldts Sprach-Geist?310
Bibliographie318
Nachweise333
Dank335
Anmerkungen336
Namenregister348

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