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Wertorientiertes Management einer Region

AutorGerrit Andreas Marx
VerlagJosef Eul Verlag
Erscheinungsjahr2002
Seitenanzahl297 Seiten
ISBN9783890129822
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis40,00 EUR
In Anbetracht der fortschreitenden Globalisierung und gleichzeitigen Regionalisierung wirtschaftlicher Aktivitäten, des sich in der Folge verschärfenden Wettbewerbes dieser Regionen um Wertschöpfung und Investitionen sowie des einhergehenden Wirkungsverlustes nationaler Maßnahmen zur Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit besteht Handlungsbedarf, innovative Interpretationen eines regionalen Managements zu entwickeln. Die Intention des Verfassers ist es, diese Diskussion um Konzepte regionaler Governance durch die Beantwortung der folgenden zweiteiligen Fragestellung zu bereichern:
Kann die in Wissenschaft und Praxis kontrovers diskutierte Shareholder Value-Mission auf das Management einer Region wertstiftend übertragen werden? Welche Gesellschaftsform ist geeignet, als tragfähige Struktur diese regionalwirtschaftliche Management-Mission in wirkungsvolle, zielkonforme Aktivitäten umzusetzen?
Als Ergebnis kann für den ersten Fragenteil festgehalten werden, daß es ohne eine kapitalisierte Gesellschaftsform mit regionalwirtschaftlichem Auftrag keine Shareholder-Äquivalente und somit keinen Shareholder Value einer Region geben kann. Für das Management einer Region stellt vielmehr die Optimierung des weitergefaßten Resident Values i. S. des Stakeholder-Ansatzes die fundamentale Mission dar.
Bezüglich der zweiten Fragestellung werden die Verankerung des regionalen Managements in einer kapitalisierten Gesellschaftsform betrachtet und die Shareholder Value-Mission für dieses Management erneut diskutiert und schließlich bejaht. Das auf diesem Wege abgeleitete Konzept einer Public-Private-Partnership auf Aktien verbindet die unternehmerische Shareholder Value-Mission mit der regionalwirtschaftlichen Resident Value-Mission und erzeugt somit ein inhärentes Spannungspotential im Managementprozeß der Unternehmung. Die so beschriebene „UnsereRegion KGaA“ stellt eine entwicklungsfähige Trägergesellschaft wertorientierten, regionalen Managements dar. Als Initiator und nachhaltig treibende Kraft einer ‘Lernenden Region’ bindet sie einerseits durch die Ausgabe von ‘Einwohner-Aktien’ sowie daran gekoppelte monetäre Renditen und andererseits durch eine dezentrale Kontextsteuerung alle regionalen Akteure anreizgesteuert in Aktivitäten zur Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit synergetisch ein.
Über den Autor:
Gerrit Andreas Marx, geboren am 22. September 1975 in Mönchengladbach; nach dem Abitur 1995 Maschinenbaustudium und Zweitstudium Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen; Abschluß als Dipl.-Ing. und Dipl.-Kfm.; seit 1999 tätig bei McKinsey & Company mit den Schwerpunkten Organisations-, Strategie- und Regionalentwicklung; 2002 Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität zu Köln bei Prof. Dr. Dr. h. c. Norbert Szyperski.   

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort7
Vorwort9
Inhaltsverzeichnis11
Abbildungsverzeichnis15
Tabellenverzeichnis17
Abkürzungsverzeichnis19
A Thematik, Problemstellung und Lösungsansatz der Arbeit21
B Global-lokale Herausforderungen an das Management einer Region39
B 1 DAS REFERENZSYSTEM 'REGION'40
B 1.1 Die räumlichen Grenzen einer Region40
B 1.1.1 Kommunen als konstitutive Elemente einer Region43
B 1.1.2 Regionale Cluster als Bestimmungsmerkmale einer Region46
B 1.1.2.1 Die Cluster-Theorie46
B 1.1.2.2 Die räumlichen Grenzen eines54
B 1.1.3 Räumliche Lagen und zugehörige Regionen-Klassen56
B 1.1.4 Definition und Einordnung der Region in eine rekursive Systemhierarchie63
B 1.2 Die wechselseitigen Beziehungen zwischen den regionalen Akteuren in integrativen Perspektiven auf die regionale Wettbewerbsfähigkeit67
B 1.2.1 Das "Diamond-Concept" von Porter – die Perspektive der Unternehmung auf die Wettbewerbsfähigkeit einer Region67
B 1.2.1.1 Faktorbedingungen71
B 1.2.1.2 Firmenstrategie, Struktur und Wettbewerb72
B 1.2.1.3 Nachfragebedingungen73
B 1.2.1.4 Verwandte und unterstützende Branchen74
B 1.2.1.5 Zufall und Staat74
B 1.2.1.6 Kritikpunkte am "Diamond-Concept"78
B 1.2.2 Die Bedeutung von Arbeitsplatzangebot und Lebensqualität – die Perspektive der privaten Haushalte auf die Wettbewerbsfähigkeit einer Region80
B 1.2.3 Die Rolle der Kommunen in einer Region und der Ansatz der ' Lernenden Region' zur Überwindung intraregionaler Kooperationswiderstände86
B 2 ENDOGENE ENTWICKLUNGSPOTENTIALE EINER REGION90
B 2.1 Die ökonomische Basis einer Region und abgeleitete Regionen- Typen91
B 2.1.1 Die ökonomische Basis einer Region92
B 2.1.1.1 Die Bedeutung alteingesessener Unternehmungen92
B 2.1.1.2 Die Bedeutung von KMUs und 'Start-ups'94
B 2.1.1.3 Die Theorie der Economic Base99
B 2.1.2 Strukturierungsansätze in der ökonomischen Basis – die Bildung von Regionen- Typen102
B 2.1.2.1 Die "Mass production region" und "Learning region" von Florida102
B 2.1.2.2 Alternative regionale Branchenstrukturen von Markusen103
B 2.1.2.3 Der Kern-Peripherie Dualismus von Hamilton und Linge105
B 2.1.2.4 Ein Syntheseversuch der vorgestellten Typologisierungen106
B 2.2 Die Bedeutung des sozialen, kulturellen und ökologischen Kapitals einer Region für deren wirtschaftliche Entwicklung108
B 2.3 Intellektuelles Kapital – der Einfluss von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Region auf die ökonomische Basis113
B 3 EXTERNE EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG EINER REGION116
B 3.1 Der Einfluss technologischen Wandels117
B 3.2 Der Einfluss transnationaler Unternehmungen124
B 3.3 Der Einfluss des Staates auf nationaler Ebene130
B 3.3.1 Die Autonomie einer Region und das induzierte Zielsystem im Rahmen nationaler Subsidiarität133
B 3.3.2 Der Einsatz von regionaler Autonomie und Verhandlungsmacht zur Beeinflussung nationaler und transnationaler Rahmenbedingungen136
B 3.4 Der Einfluss der Europäischen Union140
B 3.5 Der Wettbewerb zwischen den Regionen147
B 4 DAS 'MANAGEMENT EINER REGION'150
B 4.1 Das Konzept integrierten Managements eines komplexen und dynamischen Systems150
B 4.2 Kann die Region Gegenstand eines Managements sein? – Die Verbindung von Public Management und regionaler Governance154
C Die Resident Value-Mission des Managements einer Region165
C 1 HYPOTHESENGESTÜTZTE MOTIVATION DER SHAREHOLDER VALUE- MISSION FÜR DAS MANAGEMENT EINER REGION165
C 2 DIE RATIONALE UND ÖKONOMISCHE THEORIE DES SHAREHOLDER VALUE- ANSATZES SOWIE KRITIKPUNKTE174
C 3 DIE RATIONALE UND ÖKONOMISCHE BEWERTUNG EINES STANDORTES DURCH PRIVATE HAUSHALTE179
C 3.1 Die Verwendung von Indikatoren und Kennzahlen186
C 3.2 Die Berücksichtigung der Zukunftsperspektive und einer ' abzinsenden' Bewertung188
C 3.3 Das inhärente Opportunitätskostenkalkül190
C 4 DIE RATIONALE UND ÖKONOMISCHE BEWERTUNG EINES STANDORTES DURCH UNTERNEHMUNGEN191
C 5 DIE RESIDENT VALUE-MISSION ALS MODIFIKATION DER SHAREHOLDER VALUE- MISSION AUF GRUND REGIONALWIRTSCHAFTLICHER EINSCHRÄNKUNGEN194
D Wertorientiertes Management einer Region durch die UnsereRegion KGaA199
D 1 DIE PUBLIC-PRIVATE-PARTNERSHIP AUF AKTIEN ALS GEEIGNETE TRÄGERGESELLSCHAFT REGIONALEN MANAGEMENTS203
D 1.1 Die Gründung einer regionalen Entwicklungsgesellschaft als Public- Private- Partnership203
D 1.2 Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) als favorisierte Gesellschaftsform zum wertorientierten Management einer Region207
D 1.2.1 Anforderungsgestützte Vorauswahl im Gesellschaftsrecht207
D 1.2.2 Argumentation für die Kommanditgesellschaft auf Aktien212
D 1.2.2.1 Die Haftung der Gesellschafter212
D 1.2.2.2 Die Geschäftsführung212
D 1.2.2.3 Steuerliche Merkmale213
D 1.2.2.4 Die UnsereRegion KGaA214
D 2 DIE GRÜNDUNG UND KAPITALISIERUNG DER UNSEREREGION KGAA216
D 2.1 Die Erklärung der Entstehung eines makrosozialen Phänomens im methodologischen Individualismus216
D 2.2 Die Gründung der UnsereRegion KGaA und die Bedeutung von Leadership- Persönlichkeiten aus der Region218
D 2.3 Die Kapitalisierung der UnsereRegion KGaA durch die Gründer223
D 2.3.1 Die Einbringung von Kapital durch Kommunen224
D 2.3.2 Die Einbringung von Kapital durch Unternehmungen228
D 2.3.3 Die Rolle von Nonprofit-Organisationen229
D 2.4 Die Öffnung der UnsereRegion KGaA als rentable Kapitalanlage für private Haushalte und Unternehmungen – ' going public'231
D 3 DIE ÜBERSETZUNG VON SHAREHOLDER VALUE UND RESIDENT VALUE IM KONZEPT INTEGRIERTEN MANAGEMENTS233
D 3.1 Die Managementphilosophie und Vision der UnsereRegion KGaA im Kontext regionaler Wettbewerbsfähigkeit234
D 3.2 Das normative Management der UnsereRegion KGaA238
D 3.2.1 Die Unternehmungspolitik238
D 3.2.2 Die Unternehmungsverfassung240
D 3.2.3 Die Unternehmungskultur241
D 3.3 Das strategische Management der UnsereRegion KGaA243
D 3.3.1 Strategische Programme243
D 3.3.2 Organisationsstrukturen245
D 3.3.3 Managementsysteme248
D 3.3.3.1 Das Zielsystem der UnsereRegion KGaA250
D 3.3.3.2 Das Personalführungssystem der UnsereRegion KGaA254
D 3.3.3.3 Das Controlling in der UnsereRegion KGaA255
D 3.3.4 Das Problemverhalten in der Unternehmung260
E Praxisbeispiel und kritische Würdigung263
E 1 DAS KONZEPT 'AUTOVISION' UND DIE WOLFSBURG AG263
E 1.2 Der Vergleich mit der UnsereRegion KGaA267
E 2 DREI KRITIKPUNKTE UND EIN FAZIT269
E 2.1 Verstärkung interregionaler Disparitäten271
E 2.2 Verstärkung intraregionaler Disparitäten272
E 2.3 Entmachtung der Kommunen274
E 2.4 Fazit275
Anhang277
Anhang 1: Interregionale278
Anhang 2 : Das Silicon Valley946279
Literaturverzeichnis281

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