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Wertstiftende Strategien im Bankgeschäft

AutorFabian Brunner
VerlagPhysica-Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl148 Seiten
ISBN9783790821109
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis74,99 EUR

Die strategische Ausrichtung einer Bank hat entscheidenden Einfluss auf deren Wert. Allerdings ist es oftmals schwierig, strategische Maßnahmen und ihre Wirkung auf den langfristigen Wert einer Bank zu messen. Das Buch setzt sich in einem theoretischen und einem empirischen Teil mit der Frage auseinander, inwieweit verschiedene strategische Maßnahmen zum ökonomischen Wert einer Bank beitragen. Ziel ist es, neue Impulse für die Bewertungspraxis sowie für die Strategiefindung von Banken abzuleiten.

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Leseprobe
Kapitel 2 Bankbewertung und ihre Besonderheiten (S. 7-8)

Gemeinsam mit dem nachfolgenden Kapitel drei erfolgt im Rahmen dieses Kapitels die theoretische Unterlegung für den empirischen Teil dieser Arbeit. Das vorliegende, in vier Abschnitte untergliederte Kapitel befasst sich mit Fragestellungen, die sich rund um das Thema Bankbewertung anordnen.

Ausgehend von der generellen Unterscheidung zwischen Kreditinstitut und Industrieunternehmen wird im ersten Abschnitt erläutert, warum die Bewertung von Banken überhaupt einer eigenständigen Behandlung bedarf, und welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind. Darüber hinaus werden die grundsätzlich für die Bankbewertung infrage kommenden Methoden vorgestellt und schließlich die verfahrensübergreifende Prognoseproblematik besprochen.

Die sich anschließenden Abschnitte zwei und drei befassen sich mit ausgewählten Bewertungsverfahren und deren Besonderheiten. Während das Hauptaugenmerk des zweiten Abschnitts auf dem Ertragswertverfahren liegt, thematisiert der dritte Abschnitt die Marktwertverfahren. Abschließend greift der vierte Abschnitt exemplarisch einzelne klassische Geschäftsfelder des Bankgeschäfts heraus, um die Unterschiede sowie die werttreibenden Faktoren dieser Geschäftsfelder aufzuzeigen und damit gleichsam die Besonderheiten der Bankbewertung am konkreten Beispiel zu demonstrieren.

2.1 Banken als Sonderfall der Unternehmensbewertung

2.1. 1 Vorbemerkung


Nachfolgend soll der Frage nachgegangen werden, worin die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Kreditinstitut und Industrieunternehmen bestehen, die eine gesonderte Behandlung von Banken im Rahmen der Unternehmensbewertung rechtfertigen. Eine dieser Besonderheiten des Bankgeschäfts ist die Bankdienstleistung selbst. Sie ist zum einen häufig von Unstofflichkeit geprägt und enthält zum anderen regelmäßig eine Zeitkomponente. Im Gegensatz zur Industrieproduktion ist die Geschäftsbeziehung zwischen einem Kreditinstitut und seinem Kunden häufig nicht mit dem Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung beendet. 1 Ferner zeichnen sich Bankdienstleistungen infolge des fehlenden Patentschutzes durch eine begrenzte Möglichkeit zur Produktdifferenzierung innerhalb der Branche aus.

Nicht zuletzt deshalb versucht sich das einzelne Kreditinstitut durch strategische Schwerpunktlegung – wie der intensiven Kundenberatung als besondere Dienstleistung im Privatkundengeschäft 3 – zu positionieren und damit gegenüber den Mitbewerbern abzuheben. Dies führt jedoch dazu, dass sich Banken in ihrem jeweiligen Geschäftsmodell teilweise stark voneinander unterscheiden und damit die Bankwirtschaft als Branche letztendlich sehr inhomogen ist.

Mit der individuell ausgestalteten strategischen Grundorientierung ist gleichzeitig die Ausbildung eines bankspezifischen Risikoprofils mit entsprechenden Rückkopplungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die bewertungsrelevanten Kennzahlen verbunden. Der Einfluss des Risikoprofils zeigt sich u. a., je nach Geschäftsmodell, z. B. in einer ausgeprägten Sensitivität gegenüber Kreditzyklen und Schuldnerbonitäten oder in der Abhängigkeit von bestimmten Marktpreisentwicklungen, wie dem Verlauf der Aktienmärkte.

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