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Wie Informations- und Kommunikationstechnologien die Arbeitswelt verändern: Unternehmen zwischen Hierarchien, Netzwerken und dem Markt

AutorAnnika Riewald
VerlagDiplomica Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl122 Seiten
ISBN9783842847750
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis34,99 EUR
Die fortschreitenden Innovationen und Verbesserungen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien), führen zu einem kontinuierlichen und sich beschleunigenden Veränderungsprozess von Märkten und Produkten, den Unternehmen nur schwerlich beeinflussen können. Dadurch ist das wirtschaftliche Umfeld von einem dynamischen und komplexen Wandel geprägt, der sich in einem hohen Innovationsdruck niederschlägt. Das Besondere in der heutigen Zeit ist, laut einer Reihe von Arbeitswissenschaftlern, dass durch gesättigte Märkte, steigenden Wettbewerbsdruck sowie Innovationen und Verbesserungen der IuK-Technologien, Kunden eine neue Macht erlangen. Sie schaffen es, ihre Forderungen nach möglichst individualisierten Produkten und Dienstleistungen den Unternehmen gegenüber durchzusetzen. Ein gestiegener Umwelt- und Kostendruck führte in der Vergangenheit dazu, dass Unternehmen bspw. auf Outsourcing oder eine Just-in-time-Strategie gesetzt haben. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Umweltdynamik, reichen diese Maßnahmen in Zukunft allerdings nur noch bedingt aus, um den Fortbestand eines Unternehmens zu sichern sowie dauerhaft handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Unternehmen sind zunehmend gezwungen, sich mit verändernden Umweltgegebenheiten und -bedingungen auseinanderzusetzen und sich an ihr Umfeld anzupassen. Dieser Wandel der Arbeitswelt ist das Thema der vorliegenden Studie.

Annika Riewald wurde 1988 in Solingen geboren. Sie absolvierte 2011 Ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. 2013 schloss sie erfolgreich Ihren Master in Wirtschaftswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal ab. Bereits während des Studiums sammelte die Autorin umfassende praktische Erfahrungen in den Fachbereichen Personal und Finanzen, sowie in der Unternehmensberatung und im Handel. Motiviert durch Ihr großes Interesse am Wandel der Arbeitswelt, widmete Sie sich dieser Thematik im vorliegenden Buch.

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Leseprobe
Textprobe: Kapitel 3.3.2, Das Honigbienen-Szenario: 3.3.2.1, Darstellung eines Honigbienenvolkes: Bienen leben in Völkern zusammen, die im Sommer bis zu 60000 Mitglieder umfassen können. Sie leben entweder in von Menschen bereitgestellten Bienenstöcken oder bauen sich ihr eigenes Nest, bspw. in hohlen Bäumen. Ein Bienenvolk besteht aus Arbeiterbienen, Drohnen und einer Königin. Das Volk ist von der Königin abhängig, da sie die einzige weibliche Biene ist, die Eier legt. D. Wei. sendet die Königin permanent ein Pheromon aus, das es ihr ermöglicht das einzige Oberhaupt im Stock zu sein und die Harmonie und Hierarchie aufrechtzuerhalten. Ernährt wird sie von ihrem Hofstaat und ist somit stark von diesem abhängig. Diese Abhängigkeit der Bienenkönigin zu ihrem Volk beruht allerdings auf Gegenseitigkeit. Denn Arbeiterbienen gehen ihrer regulären Arbeit, wie dem Bauen von Zellen, der Aufzucht der Jungbienen und dem Verteidigen des Bienennestes gegenüber Räubern nur dann nach, wenn eine Königin vorhanden ist. Zuweilen hausen in Bienennestern auch Käfer, die abgestorbene Bienen beseitigen. Zum Bau ihres Nestes, in dem es unterschiedliche Waben gibt, verwenden die Honigbienen Blumenstaub, Wasser, Honig und Harz. Die Waben für die Eier der Arbeiterbienen sind relativ klein, die für die Drohneneier hingegen groß. Die Honigwaben sind an der Krone und an den Seiten des Bienennestes zu finden und weisen eine mittlere Größe auf. Die Drohnen sind männliche Bienen, von denen die Königin jedes Jahr ein paar hundert produziert. Im Spätfrühling finden mehrere Hochzeitsflüge statt, während derer die Drohnen aus dem eigenen Stock sowie aus anderen Bienenvölkern die Königinnen der umliegenden Bienenvölker befruchten. Der Großteil des Bienenvolks besteht aus Arbeiterbienen, von denen jede bis zu 8000 Flugkilometer in ihrem etwa vier- bis sechswöchigen Leben zurücklegt. Je nach Alter übernehmen sie verschiedene Funktionen. Somit kann das Volk nur gemeinsam überleben. Neben dem Sammeln von Nektar pflegen sie die Brut, bauen Waben und halten das Bienennest von Ungeziefer frei. So gibt es Ammen-, Vorrats-, Bau-, Wehr-, Kundschafter-, Putz- und Sammelbienen. Ab August werden im Volk Winterbienen großgezogen, welche die kalte Jahreszeit gemeinsam mit der Königin überleben und bis zu 6 Monate alt werden können. Das Honigsammeln ist ein zentraler Bestandteil im Leben der Bienen. Dazu schwärmen Kundschafterbienen aus und suchen nach Nahrungsgründen. Wenn sie von ihren Flügen zurückkommen, teilen sie den Sammelbienen über Tänze mit, wo sie Nektar finden können und wie sie dorthin gelangen. Bienen, die mit Honig zu ihrem Nest zurückkehren, füttern zunächst die anderen Arbeiterbienen mit dem Honig. So versorgen sie diese mit Energie und animieren sie gleichzeitig dazu auf Honigsuche zu gehen. Übrig gebliebener Honig wird in den Honigwaben eingelagert und gewinnt, abhängig von der Wärme im Stock, innerhalb von etwa zwei bis sechs Wochen seine nötige Konsistenz. Die Bienen hören nicht auf, Honig zu produzieren, auch wenn sie für den Winter eigentlich genug hätten. Sie neigen also dazu für schlechte Zeiten vorzusorgen. Es kommt vor, dass sie bei Platzmangel Eier aus den Waben reißen, um sie mit Honig zu füllen. Herrscht akuter Platzmangel, beginnt das sogenannte Schwärmen der Bienen, das die Reproduktion des Bienenvolkes darstellt. Die Arbeitsbienen bemerken den Platzmangel im Nest und bauen einige große Weiselzellen. In diesen werden Eier abgelegt, die mit Gelée Royal gefüttert werden, woraus sich die Larven potenzieller Königinnen entwickeln. Sobald die erste Königin schlüpft, tötet sie die anderen Larven ab. Nun verlässt die alte Bienenkönigin mit etwa der Hälfte des Volkes das Bienennest. Die restlichen Bienen verbleiben mit der neuen Königin im alten Nest. Weiterhin sind Bienen gehörlos, nehmen ihre Umwelt über Erschütterungen und Sehen wahr und reagieren sehr sensibel auf jede Veränderung in der Natur. Bei Gewitter und Unruhe verhalten sie sich bspw. nervös und aggressiv. Auch sind sie wasserscheu, drängen sich bei Regen sehr nah aneinander und gelten als intelligent und lernfähig. Ferner orientieren sich Bienen am Sonnenstand und finden auch über weite Entfernungen zu ihrem Nest zurück. 3.3.2.3, Entwicklung der Organisationsstruktur eines Honigbienenvolkes: Eine Organisation, die nach den Prinzipien eines Honigbienenvolkes aufgebaut ist, besitzt eine funktionale Aufbauorganisation und hat flache hierarchische Strukturen. Sie verfügt über ein Leitungsgremium, das die Aufgaben des Aufsichtsrats und des Vorstands ausführt. Dabei wird die Kontrolle und Leitung der Organisation nicht autoritär durchsetzt, sondern eine Unternehmenskultur etabliert die klar betont und kommuniziert, dass das Leitungsgremium auf seine Mitarbeiter angewiesen ist. So entsteht unter allen Beteiligten des Unternehmens eine ausgeprägte Vertrauenskultur. Um der Gefahr des opportunistischen Verhaltens entgegenzuwirken, bestehen adäquate Anreizsysteme, welche die Motivation der Mitarbeiter fördern. Ferner soll die Motivation durch eine explizit formulierte und kommunizierte Unternehmenskultur, einen kooperativen Führungsstil und das Prinzip der Selbstorganisation und Mitbestimmung gewährleistet werden. Ergänzend wird bei der Einstellung von Mitarbeitern viel Wert auf eine ausgeprägte Teamfähigkeit gelegt. Die Organisation ist strategisch auf Effizienz und Produktivitätssteigerungen ausgerichtet, die durch Synergieeffekte erreicht werden. Synergieeffekte entstehen primär innerhalb der Organisation. Zudem findet ein Großteil der Leistungserstellung von Produkten im eigenen Unternehmen statt, wodurch eine große Abhängigkeit der unterschiedlichen Bereiche und Abteilungen vorherrscht. Das Leitungsgremium achtet darauf, dass trotz der Aufteilung des Unternehmens nach Funktionen, die Prozesse im Unternehmen effizient gestaltet sind.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Wie Informations- und Kommunikationstechnologien die Arbeitswelt verändern1
Inhaltsverzeichnis3
Abbildungsverzeichnis5
Tabellenverzeichnis5
Abkürzungsverzeichnis6
1 Einleitung7
1.1 Ausgangslage7
1.2 Problemstellung8
1.3 Zielsetzung der Studie9
1.4 Aufbau und Methodik der Studie10
2 Thematischer Bezugsrahmen der Studie12
2.1 Aktuelle Rahmenbedingungen12
2.2 Die Begriffe: Organisation, Organisationstheorie und Organisationsstruktur15
2.3 Ausgangspunkt und Hypothese zur Entwicklung der Organisationsstrukturen30
3 Entwicklung vier szenariobasierter Organisationsstrukturen34
3.1 Die Bionik34
3.2 Suche nach geeigneten Vorbildern in der Natur36
3.3 Die vier Organisationsszenarien37
4 Klassifizierung der szenariobasierten Organisationsstrukturen57
4.1 Klassifizierungskriterien57
4.2 Klassifizierung der entwickelten Organisationsstrukturen59
4.3 Visualisierung des Klassifikationsergebnisses61
5 Bewertung der Organisationsstrukturen63
5.1 Das Bewertungsmodell63
5.2 Bewertung anhand zweier Unternehmensbeispiele80
6 Fazit89
Literaturverzeichnis93
Internetquellen102
Anhang103
Anh. 01: Trends die aktuell die Welt bewegen103
Anh. 02: Die Anytime-Anyplace-Matrix104
Anh. 03: Das Modell der tayloristischen Arbeitsorganisation105
Anh. 04: Die Bedürfnispyramide nach Maslow106
Anh. 05: Charakteristika von Netzwerken107
Anh. 06: Unterstützungspotenziale der IuK-Techniken bei unternehmensübergreifender Zusammenarbeit108
Anh. 07: Die 4Cs der Büffelherde109
Anh. 08: Die 4Cs der Kaiserpinguinkolonie110
Anh. 09: Weisungsbeziehungen und Informationsfluss im Einliniensystem111
Anh. 10: Literaturquellen des Bewertungsmodells112
Anh. 11: Das Motivationsmodell114
Anh. 12: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der entwickelten Organisationsstrukturen115
Anh. 13: Tabelle zur Errechnung der prozentualen Endbewertung (pro Organisationsstruktur und Kategorie)117
Anh. 14: Das Managerial Grid118
Anh. 15: 10 Regeln der Vertrauensbildung119
Anh. 16: Literaturquellen zum Unternehmensbeispiel NUMMI120
Anh. 17: Literaturquellen zum Unternehmensbeispiel der Linux Foundation121

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