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Wie kann das Buch der Sprüche in Depressionen behilflich sein?

AutorJohannes Morath
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl51 Seiten
ISBN9783640622139
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie - Praktische Theologie, Note: 3+, , Sprache: Deutsch, Abstract: Zielsetzung (Konzeption) Arbeit - Darstellung der Pilotstudie Die Bibel ist eines der populärsten Bücher der Vergangenheit, der Gegenwart und vielleicht auch der Zukunft. Die Bibel ist das Buch der Bücher, sie ist je nach Ansicht Wegweiser, Ratgeber, Inspiration und Lebensgrundlage. Doch kann die Bibel in schwierigen Lebensabschnitten dem Menschen Hilfe bieten? Ist es möglich, die zeitlosen Wahrheiten, der Bibel, effektiv für heikle Lebenslagen zu nutzen? Wenn ja, wie kann sie Hilfestellung bieten? Die vorliegende Arbeit soll einen dieser schwierigen Lebensabschnitte näher beleuchten, welcher die Bibel zum Gegenstand hat. Der gedankliche Impuls ist dabei, eine Synergie zwischen herausfordernden Situationen und der Bibel zu schaffen. Falls es zu einem kohärenten Verhältnis zwischen Bibel und Krankheiten kommt, sollte diese Studie auch einige Anwendungshilfen für den Alltag bieten. Die verschiedenen Anwendungen sollen den Leser zum Explorieren und Sozialisieren einladen und ihm einen tieferen Einstieg in die Bibel ermöglichen. Über allem steht die Absicht, die Bibel, so wie sie ist, dem Menschen zugänglicher zu machen, verschiedene Zusammenhänge zu verdeutlichen und durch einen gemeinsamen Auslegungsprozess die biblischen Wahrheiten zutage zu bringen.

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Leseprobe

Wie kann das Buch der Sprüche in Depressionen behilflich sein?


 

Modul 1: Depressionen


 

Das 20. Jahrhundert ist ein sehr interessantes Zeitalter, denn in vielen Bereichen des Lebens geht es nur noch um Funktionalität. Diese Funktionalität ist der Maßstab der Wahrheit geworden. Von dem modernen Menschen wird alles abverlangt, was er hat und was er kann. Er muss perfekt sein. Vieles muss sich auf einem hohen Niveau abspielen. In einem Beitrag von einer Fachgruppe in Psychologie fand ich folgende passende Aussage:

 

„Zusammengefasst verlangt der Zeitgeist eine immer höhere Anpassungsleistung an vorgegebene Ideale, so dass die Menschen nicht mehr ihren natürlichen Rhythmen folgen können. Vermutlich ist der Verlust einer Selbstwertquelle dann meist der Auslöser für eine Depression.“

 

Depressionen sind mit die größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit. Man nimmt an, dass ständig ungefähr 350 Millionen Menschen auf der Welt darunter leiden. Die meisten davon leben in den Industrieländern. Depressionen belegen vor den Angststörungen in der Häufigkeitsskala psychischer Leiden den ersten Platz. Möglicherweise ist jeder fünfte Deutsche mehr oder weniger depressiv. Jeder Fünfzigste macht mehrere Depressionen durch. Das sind zwar nur grobe Schätzungen, fest steht aber, dass außerordentlich viele Menschen von Depressionen betroffen sind.[1] Die Betroffenen sind nicht nur in der säkularen Welt zu finden, sondern viele dieser Menschen leben auch in unseren Gemeinden. Deshalb ist es wichtig, dass man diese Problematik in Gemeinden thematisiert.

 

1.1 Was ist eine Depression?-Definition


 

Schon aus der griechischen Antike kennt man von dem Hintergrund der

 

Temperamentenlehre des Hippokrates den melanchcholischen (schwarze Galle) Menschen.

 

Schon damals wurde die Melancholie den schwierig zu behandelnden Krankheiten

 

(oftmals verbunden mit Krankheitsuneinsichtigkeit) zugeordnet.[2]

 

Depression leitet sich von dem lateinischen Wort (depressus) ab, und bedeutet,

 

herabgedrückt, es ist in sich ein komplexer Begriff für eine vielfältige Symptomatik:

 

1. Emotional: gedrückte, traurige Verstimmung

 

2. Kognitiv: negatives Selbstkonzept- Vorwürfe und Beschuldigungen, Grübeln,

    Konzentrationsverlust

 

3. Motorisch: Veränderung im Aktivitätsniveau

 

4. Motivational: Interesse und Antriebsverlust, Entschlussunfähigkeit

 

5. Vegetativ: Schlaflosigkeit, Appetit- und Libidoverlust

 

Depressive Störungen kommen in verschiedenen Formen vor, genauso wie dies bei anderen Krankheiten der Fall ist. Es gibt keine einheitliche Definition, jedoch verschiedene Subklassifikationen, die sich nach verschiedenen Variablen ordnen.

 

1. Ätiologie (Die Lehre von der Ursache) : Somatisch, Endogen[3], psychogen

 

2. Der Schweregrad: neurotisch[4] steht im Gegensatz zu psychotisch[5]

 

3. Alter: Involutionsdepression

 

4. Verlauf: unipolar[6] steht im Gegensatz zu bipolar[7]

 

5. Bedeutung von Umwelteinflüssen z.b. Erschöpfungsdepression

 

6. Schwangerschaftdepression[8]

 

Eine Depression hat viele Facetten. Es ist sehr schwer sie unter den vielen Faktoren bzw. Indikatoren festzulegen. Festzuhalten gilt. Eine depressive Störung ist eine Erkrankung die den Körper und das Denken betrifft. Sie kann sich holistisch (ganzheitlich) auswirken, so dass gewöhnliche Dinge wie essen, schlafen, fühlen und denken in ein gestörtes Beziehungsverhältnis kommen. Eine Depression darf nicht verwechselt werden mit einer vorübergehenden Niedergeschlagenheit. Sie ist auch kein Zeichen von persönlicher Schwächeoder ein Zustand, der mit persönlicher Willenskraft oder auf Wunsch überwunden werden kann. Es ist wichtig zu wissen: Menschen mit einer depressiven Erkrankung können sich nicht einfach „zusammenreißen“ und genesen (vermeiden). Wie bei jeder Erkrankung ist es wichtig die richtigen Mittel einzunehmen damit eine Gesundheitswiederherstellung stattfinden kann. Wenn ich Erkältet bin gehe ich zum Hausarzt, Wenn ich eine erkrankung im Denken habe gehe ich zum Therapeuten (Facharzt, Psychologen). Angenommen bliebe die depressive Erkrankung imaginär ohne Behandlung, so bestände die Gefahr das die Symptome wochenlang monatelang sogar jahrelang anhalten. Doch mit fortschreitender Forschung und Wissenschaft kann man empirisch sagen dass es eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten gibt. Mit einer geeigneten Behandelung kann den meisten Menschen, die an einer Depression leiden, geholfen werden.

 

1. 2. Erscheinungsformen


 

Depressive Störungen kommen in verschiedenen Formen vor genauso wie dies bei anderen Krankheiten wie z.B Herzkrankheiten der Fall ist. Die Formen der Depressionen werden nicht nur nach Schweregrad klassifiziert,sondern auch nach Verlauf und zusätzlichen beeinflussenden Faktoren. Nachfolgend werde ich einige Erscheinungsformen inklusive ihrem Erscheinungsbild präsentieren.

 

1.2.1 Major Depression


 

Die typische Depression ist nach der klassischen Definition eine schwere Depression, die

 

früher auch als endogen bezeichnet wurde. Wenn man heute von einer Major Depression

 

spricht, bedeutet dies im allgemeinen das die Depression einen phasenhaften Verlauf

 

bisher hatte, es wird in gleicherweiße auf eine schwere der Depression hingewiesen.

 

In allen Altersklassen findet man diese typische Major – Depression. Meisten gehen den

 

depressiven Episoden psychosoziale Belastungen voraus wie zum Beispiel Verluste durch

 

Trennung oder Tod. Aber auch chronische Krankheiten, Alkoholmissbrauch oder

 

Tablettenkonsum können zu einer Major Depression führen. Bei dieser Art von Depression

 

ist ein massenhafter Verlauf möglich. Das heißt, daß immer wieder einzelne Episoden

 

auftreten können und dazwischen Phasen liegen, die von der Krankheit nicht gezeichnet

 

sind. Diese Art der Depression kann aber auch im Suizid enden.

 

Indikatoren der Major Depression:

 

kontinuierliche Niedergeschlagenheit, deprimierter Zustand

 

Desinteresse, keinerlei empfinden von Freude

 

Antriebslosigkeit, Energielosigkeit

 

Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, veränderter Appetit

 

Schlafstörungen und dadurch erhöhtes Schlafbedürfnis

 

Libidoverlust

 

große Schuldgefühle, das Gefühl wertlos zu sein

 

Konzentrationsschwäche

 

Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen

 

immer wiederkehrende Gedanken über den Tod, Selbstmordpläne oder -phantasien[9]

 

1.2.2 Biblische Depressionen


 

Auch in der Bibel können wir immer wieder Leute entdecken, die durch verschiedene kausalen Einflüssen depressiv charakterisiert werden.

 

Beispiele:

 

Mose (4 Mose 11,10-15),er war sehr niedergeschlagen von dem Stress, denn das Volk murrte unaufhörlich. Auch der zweite Held der Bibel, David, wird uns in einem depressiven Zustand beschrieben (Psalm 23,2-5). Verursacht wurde dies durch Ehebruch und den Mord an Uria. Auch Elia ging durch „das Tal der Wüste (1Könige 19,4ff) ,“ der Anlass war Stress Panik und die Angst vor Isebel. Jeremia (Jeremia 20,7ff) „klagt dem Herrn sein Leid“, aus seinen Worten wird tiefe Trauer deutlich die Verse zeigen sein Hilflosigkeit auf.

 

1.2.3 Somatisierte Depression


 

Die somatisierte Depression (auch maskierte bzw. larvierte Depression genannt) ist eine depressive Episode, die mit körperlichen Beschwerden einhergeht: Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Beklemmungen in der Brustregion – hier sind die unterschiedlichsten körperlichen Symptome möglich als „Präsentiersymptome“ einer Depression.[10]

 

1.2.4 Organische Depression


 

Unter organische Depression versteht man depressive Symptome, die durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden,wie z.B durch Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen oder Frontalhirnsyndrom. Nicht zur organischen Depression zählen Depressionen im Gefolge von hormonellen Umstellungen, z.B. nach der Schwangerschaft oder in der Pubertät.[11]

 

1.2.5 Agitierte...


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