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Willkommen daheim

Eine Übertragung des Neuen Testaments, die den Verstand überrascht und das Herz berührt.

AutorFred Ritzhaupt
VerlagGerth Medien
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl784 Seiten
ISBN9783961221684
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Diese Übertragung des Neuen Testaments lässt sich lesen wie ein Roman. Sie erweckt das Geschehen intensiver und bildhaft er zum Leben als die klassischen Übersetzungen. Und wird durch die Verszählung für jeden Absatz nun auch zur praktischen Alltagsbibel. Dabei vereint Fred Ritzhaupt die frische Lebendigkeit der heutigen Sprache mit einer hohen Treue zum griechischen Urtext. Und macht den Gott erfahrbar, den Jesus als Vater vorgestellt hat. Wer dieses Vaterverhältnis zu Gott für sich entdeckt, ist angekommen, ist endlich daheim.

Fred Ritzhaupt ist Pastor der 'Freien evangelischen Gemeinde' Schalksmühle. Nach 25 Jahren als Jesuit führte ihn die Heirat mit seiner jetzigen Frau aus dem Orden, zunächst in die Arbeit als Verlagslektor, später dann in den pastoralen Dienst einer evangelischen Gemeinde bei Frankfurt. Während seiner Arbeit als Jugendseelsorger entstand in Ravensburg die katholische Gemeinschaft Immanuel. Ritzhaupt ist Übersetzer der NT-Ausgabe 'Willkommen daheim'.

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Leseprobe

Johannes tauft Jesus (Markus 1,1–13)

1–3

Das ist die frohe Botschaft von Jesus Christus, dem Sohn Gottes! Der Prophet Jesaja hat uns überliefert, was Gott ihm gesagt hat: „Achte darauf: Unmittelbar vor dir werde ich jemanden schicken, der von dir reden wird. Er wird für dich die Straßen ebnen. In der Wüste wird man seine Stimme hören! Er wird die Leute auffordern, sich auf die Ankunft Gottes vorzubereiten und ihm die Wege zu ebnen.“

4–6

Johannes der Täufer predigte in der Wüste; er rief die Menschen auf, sich Gott von ganzem Herzen zuzuwenden und sich als Zeichen der inneren Umkehr und der damit verbundenen Vergebung taufen zu lassen. Die Leute strömten aus Judäa und Jerusalem zu ihm hinaus, und wenn sie ihre Sünden bekannten, wurden sie von ihm im Jordan getauft. Johannes trug wie der große Prophet Elija ein Gewand aus Kamelhaar, das um seine Hüften mit einem Ledergürtel zusammengehalten wurde. Er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig.

7–8

Immer wieder betonte er: „Es wird jemand nach mir kommen, der unendlich wichtiger ist als ich. Ja, ich würde es nicht einmal wagen, ihm auch nur den einfachsten Dienst zu erweisen. Ich taufe euch hier mit Wasser, er aber wird euch mit Heiligem Geist taufen.“

9–11

In dieser Zeit kam Jesus aus Nazaret, einem Ort in Galiläa, und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. In dem Augenblick, in dem er aus dem Wasser stieg, sah er, wie sich der Himmel öffnete und Gottes Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Gleichzeitig hörte man eine Stimme: „Du bist mein Sohn, den ich liebe und über den ich mich von Herzen freue.“

12–13

Unmittelbar danach trieb ihn der Heilige Geist förmlich in die Wüste. Während der vierzig Tage und Nächte, die er dortblieb, waren Tiere seine einzige Gesellschaft, es gab aber auch Engel, die für ihn sorgten. In dieser Zeit stellte Satan ihn allerdings hart auf die Probe.

Jesus beginnt sein öffentliches Wirken (Markus 1,14–20)

14–15

Nachdem Johannes gefangen genommen worden war, ging Jesus nach Galiläa und begann, den Menschen eine großartige Botschaft mitzuteilen: „Die Zeit ist da! Gottes Herrschaft ist mitten unter euch. Ändert euer Denken, und vertraut auf das, was ich euch sage.“

16–20

Als er am Ufer des Galiläischen Sees vorbeikam, sah er Simon und seinen Bruder Andreas, die in hohem Bogen ihre Netze auswarfen. Sie waren nämlich Fischer von Beruf. Jesus rief ihnen zu: „Kommt mit mir. Ich mache eine ganz neue Art von Fischern aus euch, solche, die Menschen an Land ziehen werden.“ Sie packten die Netze in die Boote und folgten ihm. Ganz in der Nähe sah er die Brüder Jakobus und Johannes, die Söhne von Zebedäus. Sie saßen in ihrem Boot und flickten die Netze. Und auch sie sprach er an und lud sie ein, mit ihm zu kommen. Auf der Stelle verließen sie ihren Vater Zebedäus sowie das Fischerboot samt den Arbeitern und folgten ihm.

Ein Tag in Kafarnaum (Markus 1,21–45)

21–24

Schließlich kamen sie nach Kafarnaum und blieben dort. Kaum war es Sabbat geworden, ging Jesus auch schon in die Synagoge, um zu den Leuten zu sprechen. Die Menschen waren sehr überrascht, ja betroffen von seiner Art zu lehren, denn er redete völlig anders als die Schriftgelehrten. Bei ihm schien jedes Wort auch etwas zu bewirken. Wie machtvoll seine Worte waren, durften sie schon bald miterleben. Denn plötzlich wurde die Versammlung durch die Rufe eines Mannes unterbrochen, den ein Dämon beherrschte und der Jesus anschrie: „Was hast du mit uns vor, Jesus? Nazarener! Ich kenne dich. Du bist der Heilige Gottes und bist gekommen, um uns zu vernichten!“

25

Jesus herrschte ihn an: „Sei ruhig! Verlass ihn!“ Der Quälgeist schüttelte den Mann, als hätte dieser Krämpfe, weigerte sich lautstark – und verließ ihn schlussendlich doch.

26–28

Die Anwesenden konnten nicht glauben, was sie soeben erlebt hatten, und alle waren ganz aufgeregt über das völlig Ungewohnte. „Was geht hier vor? Das ist ja eine ganz neue Art zu lehren, bei der geschieht, was gesagt wird. Er bringt sogar üble, dämonische Geister zum Schweigen und verjagt sie!“ Die Berichte darüber machten schnell die Runde und waren bald in ganz Galiläa zu hören.

29–31

Nachdem Jesus den Versammlungsort verlassen hatte, ging er, begleitet von Jakobus und Johannes, sofort zum Haus von Simon und dessen Bruder Andreas. Simons Schwiegermutter lag krank im Bett und hatte hohes Fieber. Als Jesus davon erfuhr, ging er zu ihr, nahm ihre Hand und richtete sie auf. Kaum hatte das Fieber sie verlassen, stand sie auch schon auf und machte ihren Gästen etwas zu essen.

32–34

An diesem Abend brachte man nach Sonnenuntergang kranke und vom Bösen geplagte Menschen zu ihm; die ganze Stadt schien in einer langen Schlange vor seiner Türe zu stehen. Er heilte ihre kranken Körper und gequälten Seelen. Weil die Dämonen wussten, wer er war, ließ er sie kein einziges Mal zu Wort kommen.

35–37

Tief in der Nacht, lange bevor es dämmerte, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten. Doch schon bald machte sich Simon mit einigen Leuten auf den Weg, um ihn zu suchen. Endlich fanden sie ihn und redeten auf ihn ein: „Alle Leute fragen nach dir!“

38–39

Jesus entgegnete ihnen: „Kommt, lasst uns auch zu den übrigen Dörfern gehen, damit ich auch dort den Menschen von Gott erzählen kann. Denn dafür haben wir uns ja auf den Weg gemacht.“ So kam es, dass Jesus überall in Galiläa die Synagogen aufsuchte und den Menschen die Frohe Botschaft brachte – sehr zum Leidwesen der bösen Geister, die vor ihm die Flucht ergreifen mussten.

40

Einmal kam ein Leprakranker zu ihm und flehte ihn auf Knien an: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen.“

41–44

Jesus war betroffen. Voller Erbarmen streckte er seine Hand aus und berührte ihn. Dabei sagte er: „Ich will es, sei rein!“ Und sofort verschwand die Lepra, die Haut des Mannes wurde glatt und gesund. Jesus schickte ihn weg, nicht ohne ihm in aller Eindringlichkeit einzuschärfen: „Sag zu keinem Menschen etwas davon! Bring das Opfer dar, das Mose für den Fall der Heilung von Lepra vorschreibt, und zeige dich den Priestern. Erst dadurch wird deine Heilung bei allen anderen anerkannt werden.“

45

Aber kaum war der Mann außer Hörweite, erzählte er jedem, den er traf, was passiert war. So verbreitete sich diese Neuigkeit in der ganzen Stadt. Die Folge war, dass Jesus sich von allen öffentlichen Plätzen fernhalten musste und sich nicht mehr frei in der Stadt bewegen konnte, denn immerhin hatte er einen Leprakranken berührt. Aber die Leute fanden ihn trotzdem und kamen von überall her zu ihm.

Jesus hat Argumente, die sprachlos machen (Markus 2,1–12)

1–5

Nach einigen Tagen kehrte Jesus nach Kafarnaum zurück, und sofort machte die Nachricht die Runde, dass er wieder zu Hause sei. Da versammelte sich erneut der halbe Ort. Die Leute drängten so sehr in den Eingang des Hauses hinein, dass man weder hinein- noch hinauskonnte. Während Jesus predigte, wollten vier Männer einen Gelähmten zu ihm bringen. Doch sie kamen wegen der Menschenmenge überhaupt nicht in das Haus hinein. Da stiegen sie auf das Dach des Hauses, deckten es ein Stück ab und ließen dann den Gelähmten auf seiner Bahre durch das Loch hinab. Jesus war von ihrem starken Glauben zwar beeindruckt, sagte dann aber etwas völlig Unerwartetes zu dem Gelähmten: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“

6–7

Einige Schriftgelehrten, die in unmittelbarer Nähe saßen, fühlten sich theologisch herausgefordert: „So etwas kann der doch nicht sagen! Das ist ja Gotteslästerung! Gott und nur Gott allein kann Sünden vergeben!“

8–9

Jesus wusste nur zu gut, was sie dachten, darum fragte er: „Warum könnt ihr euch auf nichts einlassen? Was ist einfacher: zu dem Gelähmten zu sagen: ,Ich vergebe dir deine Sünden‘, oder ihn aufzufordern: ,Steh auf, nimm deine Liege und geh hier herum‘?

10–12

Begreift doch, dass ich die Vollmacht habe, das eine wie das andere zu tun.“ Damit wandte er sich wieder dem Gelähmten zu: „Steh auf, nimm deine Liege und geh nach Hause!“ Und der Mann tat es: Er stand auf, rollte seine Liege zusammen und ging hinaus – vor den Augen aller. Die Menge schwankte zwischen Entsetzen und Verwunderung – doch dann lobte sie Gott. Alle gaben zu: „Wir haben noch nie etwas Derartiges erlebt!“

Wenn Außenseiter in die Mitte finden (Markus 2,13–17)

13–14

Danach ging Jesus wieder an das Ufer des Sees. Und wieder kamen viele Menschen zu ihm und er lehrte sie. Auf dem Weg dorthin hatte er Levi, den Sohn von Alphäus, beobachtet, der Steuern von den vorbeikommenden Händlern eintrieb. Jesus sprach ihn an: „Komm mit mir!“ Und Levi stand auf, ließ alles liegen und schloss sich Jesus an.

15–16

Später waren Jesus und seine Jünger zum Abendessen in Levis Haus. Dort...

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