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Wirtschaftsinformatik als Schlüssel zum Unternehmenserfolg

AutorChristian Ploder, Kerstin Fink
VerlagDUV Deutscher Universitäts-Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl289 Seiten
ISBN9783835091221
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis59,99 EUR
Renommierte Autoren aus Wissenschaft, Praxis und Hochschulpolitik diskutieren die Bedeutung der Wirtschaftsinformatik als Schlüssel zum Unternehmenserfolg.

Prof. Dr. Kerstin Fink ist Leiterin des Instituts für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik.
Mag. Christian Ploder ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an o.g. Lehrstuhl.

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Leseprobe
Forschungsmethodik der Wirtschaftsinformatik - Fortschrittskonzept und Forschrittsmessung (S. 3)

Eine Antwort auf die Frage, ob es einen Fortschritt der Forschungsmethodik der Wirtschaftsinformatik gibt, ist für die kaum 50 Jahre alte Disziplin, die noch um Anerkennung als Wissenschaft ringt, von grundlegendem Interesse. Dabei geht es vor allem um ihre Abgrenzung gegenüber Pseudowissenschaften bzw. im Sinne von Eugen Schmalenbach um ihre Fortentwicklung von einer Kunstlehre zu einer Wissenschaft.

Die nur mäßiige Auseinandersetzung mit wissenschaftstheoretischen und insbesondere forschungsmethodischen Fragen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Wirtschaftsinformatik ist ein Hindernis auf dem Wege von einer Wirtschaftsinformatik als Kunstlehre zu einer Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft. Es ist nicht überraschend festzustellen, dass es nach Kenntnis des Autors bisher keine Fortschrittsmessung am Objekt Forschungsmethodik der Wirtschaftsinformatik gegeben hat, ebenso wenig wie an anderen Objekten wie Gegenstände des Erkenntnisobjekts und Theoriekerne der Wirtschaftsinformatik.

Dieser Beitrag beschreibt einen ersten Versuch zur Entwicklung eines Fortschrittskonzepts und zur Fortschrittsmessung am Objekt Forschungsmethodik, seine Befunde sollten daher zurückhaltend beurteilt, aber als Grundlage für Weiterentwicklungen angesehen werden.

Lutz J. Heinrich

1 Problem

Problembeschreibung für die vorliegende Untersuchung ist der Befund der Studie „Forschungsmethodik der Wirtschaftsinformatik", über die erstmals in der Emeritierungsvorlesung des Autors am 8.7.2004 an der Universität Linz berichtet wurde und die 2005 unter dem Titel „Forschungsmethodik einer Integrationsdisziplin: Ein Beitrag zur Geschichte der Wirtschaftsinformatik" in N.T.M. - Internationale Zeitschrift für Geschichte und Ethik der Naturwissenschaften, Technik und Medizin publiziert wurde ([Hein04a], im folgenden kurz als N.T.M.-Studie bezeichnet).

Der zusammenfassende Refund der N.T.M.-Studie lautet: In 14 Jahren Wirtschaftsinformatik hat sich nur wenig ereignet, was forschungsmethodisch bedeutsam ist. In den 538 Aufsätzen der als Stichprobe verwendeten 14 Jahrgänge der Zeitschrift WIRTSCHAFTSINFORMATIK wird viel beschrieben und viel gestaltet (konzipiert, gebaut, entwickelt, konstruiert und implementiert), und manchmal werden auch Prognosen gewagt, erklärt wird nur wenig.

Beim Beschreiben und Gestalten wird nur selten offen gelegt, wie dabei forschungsmethodisch vorgegangen wurde. Wirtschaftsinformatik zeigt sich also primär deskriptiv und gestaltend, kaum erklärend und Theorie bildend - und auch nicht prognostizierend. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, diese Aussage über die Anwendung oder Verwendung von Forschungsmethoden in der Wirtschaftsinformatik durch eine Fortschrittsmessung zu präzisieren. Aussagen über den Bestand an Forschungsmethoden zu machen, ist nicht Ziel dieser Untersuchung.

Da ein Konzept für die Fortschrittsmessung (im folgenden als Fortschrittskonzept bezeichnet), das heißt eine Systematik von Indikatoren, Kennzahlen, Kriterien, Metriken (wie auch immer bezeichnet) nicht vorliegt, dem Autor jedenfalls nicht bekannt ist, ist die Entwicklung eines Fortschrittskonzepts Voraussetzung fßr die Erreichung des Untersuchungsziels.

Bei diesem Fortschrittskonzept handelt es sich „naturgemäß" um einen Prototypen, der auf einen Teil des Datensatzes der genannten Stichprobe, nämlich auf jeweils zwei Jahrgänge umfassende Perioden, angewandt wird. Fortschrittsmessung und dafür mehr oder weniger gut geeignete Fortschrittskonzepte sind im Projektmanagement - und damit auch in der Wirtschaftsinformatik - zum Messen des Projektfortschritts, das heißt als eine am Projektmanagement orientierte Systematik verbreitet.

Für die Forschungsmethodik als Untersuchungsobjekt lassen sich daraus allerdings keine brauchbaren Hinweise zur Konstruktion eines Fortschrittskonzepts ableiten, insbesondere wohl deshalb nicht, weil es nicht Zweck der Fortschrittsmessung der Forschungsmethodik ist, Fortschritt dynamisch im Forschungsprozess zu messen, sondern Zeitvergleiche von Messungen anzustellen, deren Zeiträume relativ weit auseinander liegen (mindestens wohl ein Jahrzehnt).
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis10
Wirtschaftsinformatik im Spannungsfeld der Theorie14
Forschungsmethodik der Wirtschaftsinformatik - Fortschrittskonzept und Forschrittsmessung15
1 Problem15
2 Zum Fortschrittsbegriff17
3 Untersuchungsdesign19
4 Datensatz Fortschrittskonzept19
5 Fortschrittskonzept21
6 Datensatz Fortschrittsmessung23
7 Fortschrittsmessung25
8 Befunde25
9 Interpretation der Befunde26
10 Forschungsbedarf27
11 Literaturverzeichnis28
The Role and Impacts of e- Transaction in Current Economy31
1 Introduction31
2 Description of a Dual-Market-Model33
3 A Simple Model for Dual Markets36
4 Enter the E-market or not: Benchmark for a Market Participant41
6 Summary and Suggestions for Further Study - The E- market and Economic Development46
7 References46
8 Appendix A48
9 Appendix B48
Collaborative Business - eine Herausforderung für die Wirtschaftsinformatik55
1 Ausgangssituation55
2 Interorganisatorische Zusammenarbeit56
3 Analyse der transformationsimmanenten Prozesse und Elemente vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung57
4 Die Collaborative-Business-Pyramide als Gestaltungsmodell der Unternehmenstransformation63
5 Herausforderungen an die Wirtschaftsinformatik aus Sicht des Collaborative Business68
6 Fazit80
7 Literaturverzeichnis80
Auswirkungen der Modellierung von Wissensprozessen auf den Erfolg von Klein- und Mittelständischen Unternehmen - Theoretisches Konzept und Empirische Befunde85
1 Bedeutung von Wissensprozessen85
2 Wissensprozesse für KMU88
3 Empirische Befunde91
4 Zukünftige Entwicklung der Wissensprozesse95
5 Literaturverzeichnis98
Boehm's Spiral Model Revisited101
1 History and Background of Software Process Models101
2 Boehm's Spiral Model of Software Development103
3 A Spiral Model for the Software Acquisition Process105
4 Conclusion109
5 References110
Analytischer Hierarchieprozess vs. Nutzwertanalyse: Eine vergleichende Gegenüberstellung zweier multiattributiver Auswahlverfahren am Beispiel Application Service Providing111
1 Problembeschreibung und Zielsetzung111
2 Grundlagen der Entscheidungstheorie112
3 Analytischer Hierarchieprozess (AHP)113
4 Nutzwertanalyse (NWA)123
5 Vergleichende Gegenüberstellung von AHP und NWA127
6 Fazit131
7 Literaturverzeichnis133
8 Anhang (Kriterienliste)136
Agile Unternehmensführung durch serviceorientierte Architekturen141
1 Managen am Rande des Chaos141
2 Agilität durch serviceorientierte Architekturen (SOA)143
Wiederverwendung von Prozessmodellen149
1 Einleitung149
2 Wiederverwendung in Form von Referenzmodellen151
3 Fallbasiertes Schließen als Ansatz zur Wiederverwendung154
4 Zusammenfassung161
Wirtschaftsinformatik im Spannungsfeld der Praxis166
Über Nutzeffekte und Techniken ganzheitlicher Stakeholder- Kommunikation bei E- Government- Projekten anhand von Praxis- Erfahrungen bei Fabasoft167
1 Einleitung167
2 Identiflkation der Stakeholder im E-Government168
3 Stakeholder in der Realisierungsphase eines E-Government-Projekts170
4 Erfolgreiche Projektkommunikation171
5 Projektmarketing177
6 Resümee178
Geschäftsprozessmanagement - im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis - moderne Schlagworte oder tatsächlich ein Weg der Zukunft?181
1 Von der Funktions- zur Prozessorientierung: oder die Transformation von der „ Informationsgesellschaft " zu einer „ Prozessgesellschaft" agierend in übergreifenden Wertenetzwerken181
2 Definition Geschäftsprozess184
3 Die Prozessmodellierung und - visualisierung185
4 Input - Prozess - Output - Beziehungen188
5 Prozessbenchmarking und Gewichtung von Geschaftsprozessen189
6 Informatik - Bedarfsermittlung basierend auf Geschäftsprozessen191
7 Zusammenfassung193
8 Literaturverzeichnis194
Die Herausforderungen der Informationsgesellschaft an die öffentliche Verwaltung197
1 Die Entwicklung der Informationsgesellschaft197
2 Die europäische Informationsgesellschaft199
3 Modernisierungsprozesse der öffentlichen Verwaltung203
4 Entscheidungsprozesse der öffentlichen Verwaltung206
5 Partizipationsperspektiven208
6 Ausbildungsprobleme210
7 Literaturverzeichnis211
IT- gestützte Kreditportfolioanalyse als Schlüsselfaktor für die Definition einer erfolgreichen Kreditrisikopolitik in Regionalbanken213
1 Banken unter Druck213
2 Definition und Aspekte des Kreditrisikos220
3 Definition einer Kreditrisikostrategie224
4 Kreditportfolioanalyse230
5 Kreditrisikomanagement und Kreditrisikomodelle231
6 Optimierte Analyse des Kreditportfolios einer Regionalbank232
7 Auswirkungen der Kreditportfolioanalyse auf Einzelengagements und Kreditportfoliosteuerung234
8 Zusammenfassung235
Wirtschaftsinformatik im Spannungsfeld der Hochschulpolitik240
Hochschulen als ordnungspolitische und unternehmerische Herausforderung - Ein Fallbeispiel241
1 Einleitung und Fallbeispiel241
2 Hochschulen als ordnungspolitische Herausforderung242
3 Hochschulen als unternehmerische Herausforderung247
4 Fazit254
5 Literaturverzeichnis254
Universität und regionaie Wirtschaft - Von der terra incognita zur wertschöpfenden Gemeinschaft259
1 Abweichendes Verhalten - oder: eine „Hommage an ,notre ami Fritz'"259
2 Universität und Region - kurze Überlegungen zu einem schon lange schwierigen Verhältnis260
3 Das Fallbeispiel: Kooperationsentwicklung als Form der Krisenbewältigung264
4 Kritische Reflexion: Das Management von Widersprüchen271
5 Schlussfolgerungen274
6 Literaturverzeichnis277
Autonomie, Verantwortung, Qualität: zentrale Begriffe der Hochschulreform279
1 Vorbemerkungen279
2 Qualität der Hochschulbildung und Wirtschaftswachstum280
3 Verhältnis zwischen Staat und Hochschule282
4 Qualität managen, sichern und entwickeln285
5 Der Bildungsauftrag im historischen Kontext: Integration von Wissenschaft und Praxis288
6 Ausblick295
7 Literaturverzeichnis296
Autoren- und Herausgeberverzeichnis297

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