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Wissenstransfer in computerfachlichen Zeitschriftenartikeln

Eine linguistische Analyse der fachexternen Wissensvermittlung im multilingualen Kontext

AutorAttila Mészáros
VerlagUVRR Universitätsverlag Rhein-Ruhr
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl293 Seiten
ISBN9783940251381
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis44,99 EUR

Expertenwissen spielt in modernen Gesellschaften eine stets wachsende Rolle. Die Anhäufung von Wissen und Informationen hat solche Ausmaße angenommen, dass man auch von Wissensexplosion spricht – einem Phänomen, welches sowohl das Denken als auch das Handeln in modernen Gesellschaften fundamental veränderte. Wissen ist nicht mehr nur einer privilegierten Schicht von Experten zugänglich, sondern ist zum Allgemeingut geworden.

Die Anhäufung von Wissen kann jedoch auch unerwünschte Folgen nach sich ziehen, etwa, wenn das Wissen unverständlich bleibt. Konsumenten muss Expertenwissen verfügbar gemacht werden, das Wissen muss (sprachlich) optimiert werden, damit Laien es verstehen können.

Im Mittelpunkt dieser linguistischen Untersuchung des fachexternen Wissenstransfers steht die Analyse von Vermittlungstechniken und -strategien in Artikeln aus Computerfachzeitschriften. Dabei wird nicht nur die sprachliche Textgestaltung in den Blick genommen, sondern es werden auch nonverbale Transfertechniken untersucht.

Eine Besonderheit dieser Studie besteht darin, dass interlinguale Aspekte des Wissenstransfers berücksichtigt und deutsch-, tschechisch- sowie ungarischsprachige Texte miteinander verglichen werden.

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Leseprobe

1 Einführung (S. 19-20)

1.1 Problemstellung

„Imagine a new century, full of promise, molded by science, shaped by technology, powered by knowledge.“
Mit diesen Worten hat 1997 Bill Clinton (1997), ehemaliger US-Präsident, seinen Aufsatz über die Rolle des Wissens im 21. Jahrhundert in der Zeitschrift Science eröffnet. Tatsache ist, dass Schlagwörter wie Informations- und Wissensgesellschaft in aller Munde sind. Der Information und dem Wissen überhaupt wird eine stets wachsende Bedeutung zugeschrieben. Das Kennzeichen dieses neuen Zeitalters ist die Wissensexplosion. Dies ist ein Phänomen, welches sowohl das Denken als auch das Handeln der modernen Gesellschaften fundamental veränderte. Durch die Vermehrung von Informationen wird das Wissen zum Allgemeingut, das nicht mehr nur der privilegierten Schicht der Experten, sondern auch dem Alltagsmenschen, d. h. dem Laien zugänglich gemacht werden soll. Das Interesse an Informationsaufnahme seitens der Laien besteht schon seit langem, sie wollen am Wissen beteiligt werden. Damit werden die Experten bzw. die in den Wissenstransfer einbezogenen Mittler unter Druck gesetzt, für Laien verständliche Inhalte zu produzieren. Sie werden gleichzeitig mit den Anforderungen konfrontiert, einerseits Fachwissen für Außenstehende adressatenspezifisch, d. h. in einer für Laien verständlichen Form zu vermitteln und andererseits dabei Expertentum zu zeigen, um glaubwürdig zu wirken (Sandig 2007:25).

Besonders charakteristisch sind diese Prozesse im Computerfachbereich. Dieses Fachgebiet zeichnet sich durch eine außergewöhnlich rasche Entwicklung aus. Man findet kaum noch einen Lebensbereich, wo Computer nicht regelmäßig zur Anwendung kommen1. Die Computerisierung avancierte somit zum Symbol des neuen, sog. digitalen Zeitalters. Sie brachte zugleich manche Anforderungen sowohl an Laien als auch an Experten mit sich, vor allem die Anhäufung des sog. Computerfachwissens. Neue Technologien generieren neues Wissen, das mit Hilfe der Sprache „veranschaulicht“ und vermittelt wird. Auf diese Kenntnisse greifen sowohl die professionellen Wissensproduzenten – die Experten – als auch die Wissenskonsumenten – die Laien – zu (Satzger 2002).

Inhaltsverzeichnis
Symbole und Abkürzungen4
Urheberrechte4
Inhaltsverzeichnis6
Abbildungsverzeichnis14
Tabellenverzeichnis16
Vorwort18
1 Einführung20
1.1 Problemstellung20
1.2 Stand der Forschung23
1.3 Gegenstand und Zielsetzung24
1.4 Theoretisch-methodologische Prinzipien24
1.5 Arbeitshypothesen25
1.6 Aufbau und Inhalt26
2 Theoretische Grundlagen des Wissenstransfers28
2.1 Begriffsbestimmungen28
2.2 Das Problem Wissen30
2.3 Der Wissenstransfer als Kommunikationsoptimierung33
2.4 Kommunikationstheoretische Grundlagen36
2.5 Die Prinzipien der Kommunikationsoptimierung38
2.6 Der Prozesscharakter der Wissensvermittlung39
2.7 Maximen des Wissenstransfers45
3 Kognitive Aspekte des Wissenstransfers46
3.1 Definition von Wissen46
3.2 Formen von Wissen46
3.3 Das menschliche Gedächtnis48
3.4 Wissensrepräsentationen49
3.5 Die Informationsverarbeitung57
3.6 Das Textverstehen58
3.7 Die Verständlichkeit von Texten65
4 Fachexterne Kommunikation im Computerfachbereich70
4.1 Das Phänomen der Fachlichkeit70
4.2 Horizontale und vertikale Fächergliederungen71
4.3 Typen fachlicher Kommunikation79
4.4 Der Computerfachbereich als Gegenstand der linguistischen Forschung80
4.5 Der Bereich der Experten83
4.6 Der Bereich der Laien89
4.7 Anmerkungen90
5 Fachtexte als Vermittler von Fachwissen92
5.1 Allgemeines92
5.2 Allgemeine Merkmale von Fachtexten98
5.3 Fachtextsorten102
5.4 Fachtexttypologien105
5.5 Typologisierung von Textsorten in Computerzeitschriften107
5.6 Ermittlung der zu untersuchenden Textsorten112
6 Textproduktion in Computerzeitschriften118
6.1 Wissenschaft, Fach und Journalismus118
6.2 Moderne Trends in der Zeitschriften-Gestaltung119
7 Transfertechniken136
7.1 Allgemeine Voraussetzungen136
7.2 Gestaltung der äußeren Textform: Typografie und Layout138
7.3 Ebene der sprachlichen Textgestaltung143
7.4 Kognitive Gliederung160
7.5 Interlinguale Aspekte beim Wissenstransfer164
8 Ein elektronisches Korpus als Datengrundlage der Analyse170
9 Empirische Analysen182
9.1 Erscheinungsformen der Experten-Laien-Kommunikation182
9.2 Darstellung von Expertentum183
9.3 Meldungen184
9.4 Berichte192
9.5 Sicherheits-News196
9.6 Testberichte202
9.7 Ratgebertexte I: Leserbrief-Reaktionen210
9.8 Ratgebertexte II: Tipps&Tricks217
9.9 Ratgebertexte III: Tutorials223
9.10 Populärwissenschaftliche Artikel229
9.11 Interlinguale Aspekte beim Fachwissensstransfer235
10 Zusammenfassung248
10.1 Allgemeines248
10.2 Themen248
10.3 Typografie und Layout249
10.4 Kognitive Lernhilfen251
10.5 Syntax und Wortschatz253
10.6 Verwendete Transfertechniken254
10.7 Visuelle Darstellungsmittel255
10.8 Der Wissensfaktor255
10.9 Interlinguale Aspekte256
10.10 Schlussfolgerungen256
Literaturverzeichnis258
A Anhang272
A.1. Vergleich der Fachtextsorten-Typologien von Göpferich, Gläser und Möhn/Pelka272
A.2. Vergleich der thematischen Einheiten in den untersuchten Zeitschriften273
A.3. Mediadaten der Zeitschrift CHIP118274
A.4. Mediadaten der Zeitschrift PC Welt119275
A.5. Mediadaten der Zeitschrift PC Magazin120276
A.6. Mediadaten der Zeitschrift EasyLinux121277
A.7. Mediadaten der Zeitschrift Computer122278
A.8. Mediadaten der Zeitschrift PC Revue123279
A.9. Bug des Monats124279
A.10. Themenbereiche in Computerzeitschriften und die zugeordneten280
A. Textsorten10.Themenbereiche in Computerzeitschriften und die zugeordneten Textsorten280
B Das Korpus281
Teilkorpus I: Meldung281
Teilkorpus II: Bericht282
Teilkorpus III: Sicherheits-News283
Teilkorpus IV: Ratgebertext / Tipps&Tricks284
Teilkorpus V: Ratgebertext / Leserbrief-Reaktionen285
Teilkorpus VI: Ratgebertext / Tutorial286
Teilkorpus VII:Testbericht / Einzeltest287
Teilkorpus VIII: Testbericht / Vergleichstest288
Teilkorpus IX: Populärwissenschaftliche Artikel289
Teilkorpus Translation Deutsch/Tschechisch/Ungarisch290
Teilkorpus Translation Deutsch/Tschechisch290
Teilkorpus Translation Deutsch/UngarischTeilkorpusTranslationDeutsch/Ungarisch291
TeilkorpusTeilkorpusExpertentumExpertentum291
Teilkorpus Anglizismen292
Fortsetzung Teilkorpus Anglizismen293

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