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E-Book

Zitieren im Gespräch als Strategie

Typen und Funktionen

AutorAnonym
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl23 Seiten
ISBN9783640142712
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Linguistik, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Romanisches Seminar), Veranstaltung: Le français tel qu'il se parle - la syntaxe, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Da Sprache durch die konkreten sozialen Praktiken geformt wird und durch mündlichen Gebrauch entsteht, sind die immer wieder neu ablaufenden Prozesse und Aktivitäten der Sprecher zu untersuchen - wie gehen sie vonstatten, was ist ihre Funktion? Die Konversation als gemeinsames und lokales Handeln lässt 'Gestalten' oder Konstruktionen entstehen, bei denen der Gebrauch, nicht die Logik oder Vorschrift entscheidet, welche sich durchsetzen. Wie bei jeder sprachlichen Handlung besteht folglich auch beim Zitieren eine Konkurrenz mehrerer emergenter und sedimentierter Alternativen, mit deren Verwendung die Sprecher einen bestimmten Zweck verfolgen, wobei die Interaktion aus den konkreten sprachlichen Formen schöpft und diese als Ressourcen nutzt (siehe Gohl 2006, S. 45). Die Frage ist also zunächst, welche Funktion das Zitat allgemein erfüllt und warum die Sprecher nicht die indirekte Rede benutzen? Hier lässt sich die These aufstellen, die Wiedergabe direkter Rede in Form eines Zitats bzw. nachgespielten Dialogs vermittle den Zuhörern mehr Direktheit, Anschaulichkeit und emotionale Nähe zum erzählten Ereignis. Auch ansonsten recht abstrakte Geschehnisse können vom Erzähler durch ein Zitat illustriert werden. Darüber hinaus lassen sich auch sprachökonomische Gründe anführen, da ein Zitat im Vergleich zur indirekten Rede für die Sprecher weniger Formulierungsaufwand, weil weniger Umformungsarbeit bedeutet - die Äußerung wird nicht objektiv beschrieben, sondern bleibt (zumindest scheinbar) der Situation verhaftet, in der sie produziert wurde. Weiterhin ist zu klären, welche Funktionen die verschiedenen Typen der Zitat-Einleitung (und -Beendigung) kennzeichnen. Lassen sich unter Berücksichtigung des Kontextes den Typen verschiedene Funktionen zuordnen - etwa je nach bei den Zuhörern durch das Zitat bezweckter Reaktion bzw. auszudrückender Emotion (Unterhaltung, Mitgefühl, Erstaunen oder Veranschaulichung), bei Nachahmen im Vergleich zu Nacherzählen oder bei Zitat einer einzelnen Person im Gegensatz zur Wiedergabe eines Dialogs?

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