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E-Book

Zur Verbreitung von Diversity Management

Entwicklung von TQM und DiM - Diversity Management in S

VerlagRainer Hampp Verlag
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl209 Seiten
ISBN9783866185975
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis22,99 EUR

Der Diversity-Gedanke verbreitet sich immer weiter und wird inzwischen in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen aufgegriffen (diversity politics, diversity education…). Das betriebswirtschaftlich orientierte Diversity Management hält sich bereits erstaunlich lange auf dem Markt der modernen Managementkonzepte. Es hat in verschiedenen Ländern, Branchen, Profit- und Non-Profit-Organisationen Fuß gefasst. Die hier dokumentierten Beiträge nähern sich der Diversity-Thematik vor diesem Hintergrund aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln an: Zunächst geht Alice von Berg auf die Entwicklung von Total Quality Management und Diversity Management im Vergleich ein. Sie analysiert den Lebenszyklus der beiden Konzepte sowie ihre Diffusionsprozesse. Danach untersucht Eike Stratmann die Implementierung von Diversitäts-politiken in Städten. Er stellt dabei Bezüge zu Einwanderungskulturen, Integrationsprozessen, Multikulturalität und Kommunalpolitik her. Im dritten Beitrag erläutert Annalena Döring die besondere Bedeutung von Diversity Management in Südafrika. Das Konzept hat dort auch die soziale Funktion, Menschen zu versöhnen und zu verbinden. Abschließend konzentriert sich Imke Buß auf den Einsatz von Diversity Management an Hochschulen. Sie thematisiert insbesondere den Einfluss von Diversität auf Lernprozesse und Lernergebnisse.

Der Herausgeber des Bandes, Dr. Nils Jent, ist Leiter des Diversity Centers am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen (HSG). Er ist Lehrbeauftragter an genannter Universität und leitet dazu den Bereich „Angewandte Forschung“ am Center for Disability and Integration (CDI-HSG). / Die Herausgeber des Bandes Dr. Günther Vedder und Florian Krause sind beide im Fach Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt „Arbeit, Personal, Organisation“ an der Universität Trier beschäftigt. Hier werden seit dem Jahr 2001 die Trierer Beiträge zum Diversity Management publiziert.

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Leseprobe
Diversity Management in Südafrika (S. 81-83)

Annalena Döring

1. Einleitung

Mit dem Ende der Apartheid und den ersten demokratischen Wahlen 1994 wurde in Südafrika ein neues soziales und politisches Kapitel aufgeschlagen.1 Eine der ersten und immer noch größten Herausforderungen ist, auf einem stärker globalisierten Weltmarkt ökonomisch zu bestehen. Südafrika nahm nach Jahren der wirtschaftlichen Isolierung erstmals wieder am internationalen Handel teil und internationale Firmen investierten erneut. Das Land musste nun möglichst schnell wettbewerbsfähig werden, wenn es nicht wie der Rest Afrikas in Armut versinken wollte. Die Frage stellte sich, was getan und was abgeschafft werden musste.

Es ging darum, möglichst schnell die ausgeprägte Ungleichheit zwischen den verschiedenen, nebeneinanderlebenden Kulturen in Südafrika zu verringern. Dabei ist zu bemerken, dass sich gut 15 Jahre später die meisten Lebensbereiche im Vergleich zu der Zeit während der Apartheid nicht so wie notwendig verändert haben. Es ist ein großer Wohlstand bei der weißen Minderheit und teilweise auch der indischen Bevölkerungsgruppe und nach wie vor stellenweise drückende Armut bei der Mehrheit an Schwarzen und Coloureds.

Affirmative Action (AA) und Black Economic Empowerment (BEE), worauf später noch genauer eingegangen wird, versprachen vielen Menschen, diese Missstände zu beseitigen. Südafrika hat schon viele (Rassen-) Kriege geführt. Diversity Management (DiM) in Zusammenhang mit Affirmative Action bzw. Black Economic Empowerment ist unter Umständen als ein weiterer Kampf zu bezeichnen, den es auf dem Weg zu (globaler und lokaler) ökonomischer Gleichberechtigung bzw. Konkurrenzfähigkeit zu gewinnen gilt. In der folgenden Arbeit soll vor allem diskutiert werden, welchen Stellenwert Diversity Management in Südafrika hat.

Diese Arbeit wird sich zunächst, verbunden mit einigen Definitionen, generell mit DiM befassen. Danach wird das Land mit einigen Statistiken dargestellt, gefolgt von einer speziellen Anführung von Gründen für DiM in Südafrika. Des Weiteren folgt ein kurzer Überblick über die historische Entwicklung von AA und DiM, den gesetzlichen Hintergrund in Südafrika und die diversen Kulturen vor dem Hintergrund der Philosophie Ubuntu, die Anhaltspunkte zur Erklärung der Mentalität in Südafrika liefert. Der nächste Teil befasst sich mit einer ausführlichen Besprechung der Probleme, die DiM in Südafrika voraussichtlich zu erwarten hat. Einige Unternehmensbeispiele und Umfrageergebnisse beenden die Arbeit.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Vorwort8
Total Quality Management und Diversity Management im Vergleich10
1. Einführung14
2. Herkunft und Anspruch – konzeptionelle Grundlagen15
3. Das Phänomen der Moden und Mythen in Organisationen20
4. Datenbank-Analyse27
5. Erklärungsansätze für die Ausbreitung und Institutionalisierung von Managementkonzepten – Theoretische Basis und konzep-tionelle Analyse30
6. Erfolgswirksamkeit, Zusammenfassung und Ausblicke41
Literaturverzeichnis44
Diversity Management in Städten48
1. Einleitung52
2. Das Diversity Management – Eine Einführung53
3. Die Beeinflussung von Diversitätspolitiken durch nationale und supranationale Gesetzgebungen64
4. Die Auswirkungen der EU – Antidiskriminierungsrichtlinien auf nationale Diversitätspolitik Bestrebungen65
5. Die Migrationsentwicklung als Herausforderungen für Kommu-nen67
6. Die Diversitätspolitiken internationaler Städte – Die Stadt Wien74
7. Die Diversitätspolitiken der Städte – Die Lerneffekte83
8. Kritische Würdigung84
Literaturverzeichnis85
Diversity Management in Südafrika92
1. Einleitung96
2. Diversity Management97
3. Südafrika – einige quantitative Angaben103
4. Gründe für Diversity Management in Südafrika104
5. Historische Entwicklung von DiM in Südafrika107
6. Gesetzlicher Hintergrund109
7. Die verschiedenen Kulturen Südafrikas und die Philosophie111
8. Probleme/Herausforderungen für DiM in Südafrika113
9. Unternehmensbeispiele119
10. Einige Aspekte der öffentlichen Meinung zu DiM121
11. Ausblick122
Literaturverzeichnis123
Internetverzeichnis125
Diversity Management an deutschen Hochschulen - die Auswirkungen von Diversität auf Bildungsprozesse128
1 Einführung132
2 Diversity Management an Hochschulen: Begriffsdefinitionen135
3 Diversity Management an Hochschulen: Nur in den USA ein Thema?143
4 Diversity Management an Hochschulen in Deutschland: Was soll es leisten?151
5 Effekte von Diversität und Chancen für Hochschulbildung160
6 Diversität und Lernergebnisse167
7 Das studentische Lernen in vielfältig zusammengesetzten Gruppen181
8 Ausgestaltung der Lernsituation: Voraussetzung für die Nut-zung von Diversität194
9 Schlussbetrachtung200
Literaturverzeichnis202
Internetquellen206

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