{"id":123481,"date":"2014-12-18T18:05:50","date_gmt":"2014-12-18T18:05:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=123481"},"modified":"2015-08-04T09:38:42","modified_gmt":"2015-08-04T08:38:42","slug":"streitverkuendung-in-der-zivilprozessordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/streitverkuendung-in-der-zivilprozessordnung-10123481\/","title":{"rendered":"Streitverk\u00fcndung in der Zivilprozessordnung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Anwalt Marius Breucker\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/244539-150x150.jpg\" alt=\"Anwalt Marius Breucker\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Praxis der Streitverk\u00fcndung im Zivilprozess<\/p> <p>Anwalt Marius Breucker: Zur Praxis der Streitverk\u00fcndung im Zivilprozess<br \/> In einen Rechtsstreit involviert zu werden, gilt allgemein als eher unerfreulich. Als Kl\u00e4ger kann man immerhin entscheiden, ob man einen Rechtsstreit initiiert oder nicht. Als Beklagter hingegen hat man keine Wahl: Man muss sich zwangsl\u00e4ufig mit einer erhobenen Klage auseinandersetzen. Aber selbst dann, wenn man am streitigen Rechtsverh\u00e4ltnis nicht beteiligt ist, kann man in einen Zivilprozess verwickelt werden: <!--more-->Wenn eine Partei eines Rechtsstreits je nach Ausgang des Verfahrens ihrerseits einen Anspruch gegen einen Dritten zu haben glaubt oder den Anspruch eines Dritten bef\u00fcrchtet, kann sie dem Dritten den Streit verk\u00fcnden.<\/p> <p>&#8222;Das Institut der Streitverk\u00fcndung in der Zivilprozessordnung ist eine Folge des Prinzips, dass ein zivilrechtliches Urteil nur zwischen den Parteien wirkt&#8220;, erl\u00e4utert Rechtsanwalt Marius Breucker aus der in Stuttgart ans\u00e4ssigen Kanzlei W\u00fcterich Breucker. Durch die Streitverk\u00fcndung wird n\u00e4mlich vermieden, dass zwei hintereinander gef\u00fchrte Prozesse widerspr\u00fcchlich entschieden werden. Andernfalls m\u00fcsste etwa der H\u00e4ndler in einer Lieferkette bef\u00fcrchten, f\u00fcr einen Mangel zwar vom Endkunden in Anspruch genommen zu werden, seinerseits aber nicht beim Hersteller Regress nehmen zu k\u00f6nnen, auch wenn der Mangel schon beim Hersteller vorhanden war. &#8222;In einer solchen Konstellation sollte der vom Kunden in Anspruch genommene H\u00e4ndler dem Hersteller den Streit verk\u00fcnden. Auf diese Weise vermeidet er, dass er selbst wegen eines Mangels verurteilt wird, der Hersteller aber sp\u00e4ter gleichwohl noch einwenden kann, die Sache sei mangelfrei gewesen&#8220;, empfiehlt Anwalt Marius Breucker.<\/p> <p>Die Streitverk\u00fcndung muss schriftlich erkl\u00e4rt und dem Streitverk\u00fcndungsempf\u00e4nger zugestellt werden. Wer eine solche Streitverk\u00fcndungsschrift erh\u00e4lt, kann entscheiden, ob er dem Rechtsstreit beitreten und damit auf den weiteren Verlauf Einfluss nehmen will. &#8222;Oftmals empfiehlt es sich, nach Erhalt einer Streitverk\u00fcndungsschrift zun\u00e4chst Akteneinsicht zu beantragen, um einen vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick \u00fcber den bisherigen Prozessverlauf zu erhalten&#8220;, sagt Marius Breucker. Der Streitverk\u00fcndungsempf\u00e4nger kann entscheiden, auf welcher Seite er beitreten will. Er kann also sowohl der Partei beitreten, die ihm den Streit verk\u00fcndet hat, also auch der Gegenpartei, sofern er an deren Obsiegen ein berechtigtes Interesse geltend machen kann.<\/p> <p>Der Streitverk\u00fcndungsempf\u00e4nger kann sich zudem auch entscheiden, keiner Partei beizutreten und dem Streitstreit g\u00e4nzlich fern zu bleiben. &#8222;Diese Option will sorgsam erwogen sein, da man dann \u00fcber den weiteren Verlauf des Rechtsstreits nicht informiert wird und mit dem sp\u00e4teren Ergebnis gleichwohl leben muss&#8220;, erl\u00e4utert Marius Breucker und beschreibt damit den besonderen Effekt der Streitverk\u00fcndung: Selbst wenn der Dritte, dem der Streit verk\u00fcndet wird, nicht am Verfahren teilnimmt, muss er gleichwohl die Ergebnisse des ersten Rechtsstreits gegen sich gelten lassen. Insofern ist einer Partei die Streitverk\u00fcndung immer dann zu empfehlen, wenn sie nach Beendigung des aktuellen Rechtsstreits einen Anspruch gegen eine dritte Partei geltend machen oder abwehren will.<\/p> <p>Weitere Informationen \u00fcber Dr. Marius Breucker und zum Thema &#8220; Praxis der Streitverk\u00fcndung im Zivilprozess (http:\/\/mariusbreucker.wordpress.com\/2014\/12\/16\/die-streitverkundung-im-zivilprozess\/) &#8220; sind auf:<\/p> <p>https:\/\/de.scribd.com\/doc\/250474521\/ (https:\/\/de.scribd.com\/doc\/250474521\/Anwalt-Marius-Breucker-Zur-Praxis-der-Streitverkundung-im-Zivilprozess)<\/p> <p>und<\/p> <p>www.xing.com\/profile\/Marius_Breucker (http:\/\/www.xing.com\/profile\/Marius_Breucker)<\/p> <p>zu finden.<\/p> <p>W\u00fcterich Breucker z\u00e4hlt zu den ersten Adressen alteingesessener Stuttgarter Kanzleien f\u00fcr Zivil- und Wirtschaftsrecht. Die derzeit sieben Anw\u00e4lte betreuen unternehmerische und private Mandanten umfassend in allen zivilrechtlichen Fragen. Schwerpunkte sind Vertrags- und Wirtschaftsrecht, Arbeits-, Handels- und Gesellschaftsrecht, Bau- und Architektenrecht, Familien- und Erbrecht einschlie\u00dflich Testamentsvollstreckung, Bank- und Kapitalmarktrecht, Schiedsverfahren sowie Vereins- und Sportrecht. Neben der rechtlichen Beratung und Vertragsgestaltung vertritt die Kanzlei ihre Mandanten bundesweit vor Gerichten und in nationalen und internationalen Schiedsverfahren. W\u00fcterich Breucker gilt als Kanzlei mit ausgewiesener Expertise und Erfahrung in Zivilprozessen und Schiedsverfahren. Die Kanzlei geht auf das Jahr 1924 zur\u00fcck und verbindet Flei\u00df und Zuverl\u00e4ssigkeit mit Freude an kreativer juristischer Gestaltung und innovativer Probleml\u00f6sung. Die Anw\u00e4lte beteiligen sich als Lehrbeauftragte, Referendarausbilder und Pr\u00fcfer im Staatsexamen an der Ausbildung junger Juristen und mit zahlreichen Publikationen an der rechtswissenschaftlichen Diskussion.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Rechtsanw\u00e4lte W\u00fcterich Breucker<br \/> Dr. Marius Breucker<br \/> Charlottenstra\u00dfe 22-24<br \/> 70182 Stuttgart<br \/> 0049 \/ 711 \/ 23 99 2 &#8211; 0<br \/> marius.breucker@wueterich-breucker.de<br \/> http:\/\/www.wueterich-breucker.de<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Kanzlei W\u00fcterich Breucker<br \/> Rechtsanwalt Dr. Marius Breucker<br \/> Charlottenstra\u00dfe 22 &#8211; 24<br \/> 70182 Stuttgart<br \/> 0049 \/ 711 \/ 23 99 2 &#8211; 0<br \/> marius.breucker@wueterich-breucker.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.wueterich-breucker.de\" title=\"Wir betreuen gewerbliche und private Mandanten im Zivil- und Wirtschaftsrecht mit dem Anspruch individueller Beratung auf h\u00f6chstem juristischem Niveau. \" >http:\/\/www.wueterich-breucker.de<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Bildquelle: \u00a9 W\u00fcterich Breucker<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Praxis der Streitverk\u00fcndung im Zivilprozess Anwalt Marius Breucker: Zur Praxis der Streitverk\u00fcndung im Zivilprozess In einen Rechtsstreit involviert zu werden, gilt allgemein als eher unerfreulich. Als Kl\u00e4ger kann man immerhin entscheiden, ob man einen Rechtsstreit initiiert oder nicht. Als Beklagter hingegen hat man keine Wahl: Man muss sich zwangsl\u00e4ufig mit einer erhobenen Klage auseinandersetzen. Aber<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":153275,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[131],"tags":[134],"class_list":["post-123481","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-recht-steuern","tag-default"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123481"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123481\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":151806,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123481\/revisions\/151806"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/153275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}