{"id":1260,"date":"2011-06-27T10:50:28","date_gmt":"2011-06-27T09:50:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=1260"},"modified":"2023-10-02T11:09:14","modified_gmt":"2023-10-02T10:09:14","slug":"ausgabe-izpp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/ausgabe-izpp-101260\/","title":{"rendered":"Subjekt und Objekt als Form der klassischen Rezeption"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Seit dem 15.06.2011 ist die aktuelle Ausgabe der Internationalen Zeitschrift f\u00fcr Philosophie und Psychosomatik frei im Netz verf\u00fcgbar. Mit der nunmehr vierten Ausgabe der IZPP pr\u00e4sentiert sich die Zeitschrift in ihrem Anspruch als internationales und interdisziplin\u00e4res wissenschaftliches Online-Journal. Das aktuelle Schwerpunktthema \u201eSubjekt und Objekt\u201c ist sp\u00e4testens mit der M\u00f6glichkeit naturwissenschaftlicher Erfassung der physiologischen Grundlagen psychischen Erlebens in der modernen Hirnforschung wieder vermehrt in den Vordergrund philosophischer, psychotherapeutischer, aber eben auch interdisziplin\u00e4rer und \u00f6ffentlicher Debatten ger\u00fcckt:<!--more--> Gibt es den Menschen als \u201eSubjekt\u201c mit der damit verbundenen Vorstellung eines pers\u00f6nlichen \u201eInnenlebens\u201c, mit seinem je eigenen Weltbild und Glaubensinhalt sowie mit der Vorstellung eines freien Willens \u00fcberhaupt? Die Autoren beleuchten das Thema erwartungsgem\u00e4\u00df aus sehr unterschiedlichen Perspektiven: F\u00fcr Boris Zizek gilt es dabei aus erziehungswissenschaftlicher Sicht zun\u00e4chst einmal zu kl\u00e4ren, weshalb solche Fragen uns \u00fcberhaupt besch\u00e4ftigen. Die Infragestellung der Aufteilung zwischen Subjekt und Objekt als Form der klassischen Rezeption und Auff\u00fchrungspraxis f\u00fchrt f\u00fcr Peter Sinapius aus kunsttherapeutischer Sicht zu der These: \u201eW\u00e4hrend in einer Therapie eine Diagnose aus der F\u00fclle sinnlich gegebener Aspekte jene aussondert, die f\u00fcr die Festlegung typischer Merkmale einer Disposition geeignet sind, wird uns das Ich als das Wesen eines anderen Menschen nur gegenw\u00e4rtig, wenn wir eine Beziehung zu ihm eingehen\u201c. Ulrich Koch n\u00e4hert sich dem Schwerpunktthema aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive und gew\u00e4hrt dem Leser einen Einblick in die geschichtlichen Hintergr\u00fcnde des Themas, indem er einen symmetrisch-anthropologischen Blick auf den Leib-Seele-Dualismus in der Psychiatrie wirft. Aus psychologischer und p\u00e4dagogischer Perspektive untersucht Ivan Titow in seinem Beitrag die psychologischen Dimensionen der Subjektivit\u00e4t der Pers\u00f6nlichkeit. &#8211; Hatte sich Cem K\u00f6m\u00fcrc\u00fc bereits an anderer Stelle ausf\u00fchrlich mit Schellings Theorie des Sprachsubjekts befasst, so untersucht er nun die sprachtheoretische Bedeutung von Fichtes Wissenschaftslehre von 1794 als einer Theorie des Wissens, die das Wissen des Wissens thematisiert. Jens Lemanski untersucht Begriffsgeschwindigkeit und Gedankengeschwindigkeit anhand von Zeitmetaphern im Erkenntnisakt. Im Unterschied zu gro\u00dfen Teilen der modernen Philosophie zeigt die Philosophiegeschichte f\u00fcr Lemanski, dass Denken und Sprechen nicht unbedingt als identisch angesehen werden. &#8211; F\u00fcr Martin P. Wedig und Shahnaz Friedrich-Wedig ist das Subjekt letztlich ein Spezialfall des Objekts. Das Subjekt, so die provokante These, sch\u00fctzt wie ein Parapluie in pr\u00e4gnanter wiederkehrender Pr\u00e4sentation das Selbst in der linken Hirnhemisph\u00e4re vor limbischen Impulsen. Als Denotation des Sprechers leistet das Subjekt Objektkonstanz. Mit Blick auf die Traditionen von Philosophie und Psychologie, zeigt Joachim Heil, dass die Problematik indes keine wirklich neue ist: William James setzte bereits den Subjekt-Dualismus \u2013 wenn auch bereits mit betr\u00e4chtlicher Skepsis \u2013 als grundlegendes \u201eAxiom\u201c einer Psychologie als Naturwissenschaft. &#8211; Das Heft wird abgerundet durch einen k\u00fcnstlerisch-experimentellen Beitrag von Mone Schliephack sowie Film- und Buchrezensionen. F\u00fcr die kommende f\u00fcnfte Ausgabe ist als Schwerpunktthema &#8222;Liebe und Hass&#8220; vorgesehen. Ein entsprechendes Call for Papers ist dem aktuellen Heft beigef\u00fcgt.<\/p> <p>http:\/\/www.izpp.de\/<\/p> <p>Dr. med. Wolfgang Eirund<br \/> Chefarzt der Klinik f\u00fcr Psychosomatik und Psychotherapie<br \/> Rheingau-Taunus-Klinik Pitzer GmbH&amp;Co.KG<br \/> Genthstra\u00dfe 7-9<br \/> D-65307 Bad Schwalbach<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 15.06.2011 ist die aktuelle Ausgabe der Internationalen Zeitschrift f\u00fcr Philosophie und Psychosomatik frei im Netz verf\u00fcgbar. Mit der nunmehr vierten Ausgabe der IZPP pr\u00e4sentiert sich die Zeitschrift in ihrem Anspruch als internationales und interdisziplin\u00e4res wissenschaftliches Online-Journal. 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