{"id":1304,"date":"2011-07-07T09:10:27","date_gmt":"2011-07-07T08:10:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=1304"},"modified":"2016-12-23T12:35:40","modified_gmt":"2016-12-23T11:35:40","slug":"geld-mit-verfallsdatum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/geld-mit-verfallsdatum-101304\/","title":{"rendered":"Geld mit Verfallsdatum?"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?attachment_id=23078\" rel=\"attachment wp-att-23078\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-23078\" title=\"Versandhaus f\u00fcr Edelmetalle\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/beautifulmetals1.jpg\" alt=\"\" width=\"90\" height=\"90\" \/><\/a><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Was kostet die Welt?<\/p> <p>Die Welt kostet einen Cent und etwas Zeit! H\u00e4tte Joseph vor 2000 Jahren einen Cent mit einem Zinssatz von 5% angelegt, k\u00f6nnten seine Nachfahren sich heute nicht nur die ganze Erde kaufen, sondern auch Sonne Mond und Sterne gleich mit dazu. Wie das mit dem Cent funktioniert, zeigt das Gedankenspiel des Josephspfennig.<\/p> <p>Exponentielles Wachstum<\/p> <p>Seit der Einf\u00fchrung der Banken und der Idee Geld gegen Zinsen zu verleihen entspricht der Zinssatz von 5% durchaus einem historischen Durchschnitt. Um das Gedankenexperiment einmal Mathematisch fort zu f\u00fchren m\u00fcssen wir s\u00e4mtliche Kriege, Staatsbankrotts, Konflikte ausblenden und so tun, als h\u00e4tte der eine Cent tats\u00e4chlich 2000 Jahre Zins und Zinseszins \u201eerwirtschaften\u201c k\u00f6nnen. <!--more-->Die Rechnung geht wie folgt: 1*1,05^2000 (1 mal 1,05 hoch 2000).<br \/> Dabei entst\u00fcnde eine Summe, die in etwa so aussieht:<\/p> <p>23.911.022.046.137.545.440.953.299.463.261.025.992.704 Euro<br \/> Wer jetzt bei einem l\u00e4ppischen Zinssatz von 5% an ein paar wenige Tausend Euro dachte, der verkennt die Kraft des exponentiellen Wachstums. Alle 14 Jahre w\u00fcrde sich hier das Verm\u00f6gen verdoppeln. Nach 70 Jahren, also der etwaigen heutigen Lebenserwartung, h\u00e4tten wir aus dem Cent einen stolzen Betrag von 32 Cent auf dem Konto. Wer jetzt glaubt, dass man in 140 Jahren dann 64 Cent hat, der liegt arg daneben. Nach 140 Jahren w\u00e4re hier ein Betrag von 10,24\u20ac angewachsen. Auch kein Spannendes Erbe f\u00fcr den Urenkel. 500 Jahre nach der Er\u00f6ffnung des Kontos mit der Einlage von 1 Cent haben wir allerdings schon 393 Millionen Euro \u201everdient\u201c.<\/p> <p>In Perspektive gesetzt<\/p> <p>Zur Veranschaulichung kann man mit der oben dargestellten Geldsumme einmal Gold einkaufen. W\u00fcrden wir den heutigen (5.Juli 2011) Goldpreis von 33.215\u20ac pro Kilogramm (reiner Metallpreis) zum Einkaufspreis nehmen, dann k\u00f6nnten wir uns damit etwa 700 Quintilliarden Kilo Gold kaufen. Oder mal in Tonnen ausgedr\u00fcckt:<\/p> <p>719.886.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Tonnen Gold<\/p> <p>Dieser Goldklumpen w\u00e4re \u00fcber 100 Billionen mal schwerer als der Planet Erde. Erstaunlich, was aus unserem Cent nach 2000 Jahren geworden ist.<\/p> <p>Geld mit Verfallsdatum?<\/p> <p>Wer jetzt schon auf halbem Weg zur Bank ist um seinen Nachfahren in 2000 Jahren einen Gefallen zu tun und auch bereit ist daf\u00fcr einen Cent zu investieren, der ignoriert g\u00e4nzlich die Tatsache, dass selbst im Jahre 4000 nach Christus diese Menge Gold nicht aus dem Erdboden gef\u00f6rdert sein wird.<br \/> Nat\u00fcrlich ist das Gedankenmodell schwer vereinfacht, da wir von einem festen Goldpreis ausgehen, der sich aufgrund des Goldkaufs selbst nicht \u00e4ndert. Ganz klar, soviel Gold gibt es nicht. Und soviel Geld gibt es auch nicht. Um \u00fcberhaupt an solch eine Geldmenge zu kommen muss das Geld das in Umlauf ist dramatisch erh\u00f6ht werden, was auch die Goldpreise dramatisch heben w\u00fcrde \u2013 oder man stoppt das Gedankenmodell in dem Moment in dem der eine Cent durch Zins und Zinseszins alles Geld und alle Reicht\u00fcmer der Welt aufgesaugt h\u00e4tte. Wann w\u00e4re dies der Fall?<\/p> <p>Das Gedankenbeispiel des Josephspfennig soll veranschaulichen, dass dieses Geld-Zinssystem fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zum Zusammenbruch f\u00fchrt, bzw. sicherlich nicht ewig so weiter gehen kann. Geld hat also ein Verfallsdatum! Es kann durch eine neue W\u00e4hrungsreform oder sogar von einer neuen M\u00f6glichkeit der Bezahlung abgel\u00f6st werden. Vermutlich wird man in der Zukunft auf uns zur\u00fcck blicken und sich fragen \u201eWas haben die sich dabei gedacht?\u201c<\/p> <p>Herrschaft der Reichen?<\/p> <p>Tats\u00e4chlich nutzen diejenigen, die das Zinssystem verstanden haben, sich den Effekt zum Vorteil. Das Geld f\u00fcr sich arbeiten zu lassen und dabei selbst keine Leistung erbringen zu m\u00fcssen ist der wahr gewordene Traum einiger Weniger und das Leid Vieler. Weltweit kann man beobachten, dass Verm\u00f6gen und Reicht\u00fcmer von Arm nach Reich abflie\u00dft. Das ganze k\u00f6nnte man wie folgt veranschaulichen:<\/p> <p>Man bringt sein Verm\u00f6gen zur Bank mit dem Versprechen einen Zins auf seine Einlagen zu bekommen. Die Bank vergibt mit den Einlagen als Barreserve Kredite und t\u00e4tigt Investitionen um so die Finanzen zu vermehren, m\u00f6glichst mit einer h\u00f6heren Rendite als die Bank selbst an Zinsen bezahlen muss. Der Kreditnehmer versucht wiederum das Geld gewinnbringend einzusetzen um Profit zu erwirtschaften. Am Ende der Kette bleiben ein oder viele Schuldner, die das Geld nicht Gewinnbringen investieren k\u00f6nnen oder wollen. So verschuldet sich zum Beispiel der Staat um Sozialleistungen zu erbringen, oder es verschuldet sich eine Privatperson um ein Haus zu kaufen. Hier versuchen die Schuldner aus der Geldmenge die in Umlauf ist durch \u201eehrliche Arbeit\u201c genug Geld abzugreifen, sodass Kredite getilgt werden k\u00f6nnen. Wenn das nicht gelingt, muss Privatbesitz verkauft oder verpf\u00e4ndet werden. So sehen wir in Griechenland, dass viel Kulturgut und viel Eigentum der Gemeinschaft an verm\u00f6gende Privatleute oder Firmen verkauft werden. Letztendlich kann der Gl\u00e4ubiger mit dem Geld, welches er \u00fcber die Jahre von seinen Schuldnern bekommen hat, nun dem Schuldner sein Privatbesitz abkaufen. Das meiste Geld, das heute in Umlauf ist, wurde durch einen Kredit erschaffen und muss zur\u00fcck bezahlt werden! W\u00fcrden sich Personen, Firmen und Staaten nicht immer neu und immer h\u00f6her verschulden, so w\u00e4re binnen weniger Jahre kein Geld mehr im Umlauf.<\/p> <p>W\u00e4hrend also die Geldmenge die im Umlauf ist und auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes st\u00e4ndig abnehmen, entsteht eine gef\u00e4hrliche Deflation. Dies f\u00fchrt immer zu Armut und Arbeitslosigkeit. Um Deflation erfolgreich zu bek\u00e4mpfen muss die Zentralbank die Geldmenge vermehren. Das geschieht, indem der Leitzinssatz reduziert wird und sich die Welt billig verschulden kann.<\/p> <p>Wie geht es weiter?<\/p> <p>Die Weltwirtschaft befindet sich in einem st\u00e4ndigen Wachstum, sodass die Wirtschaftsleistung gegen\u00fcber den angeh\u00e4uften Schulden steigt. Solange die Wirtschaftsleistung nicht abflacht kann das System aufrecht erhalten werden. Jemand der sein Geld in die Wirtschaft investiert will n\u00e4mlich mehr Geld daf\u00fcr zur\u00fcck bekommen. W\u00fcrde die Wirtschaft nicht wachsen, so k\u00f6nnten Firmen keine h\u00f6heren Gewinne erzielen. Dann w\u00fcrden die Geldbesitzer nicht mehr investieren und in wenigen Jahren w\u00e4re das viele Geld wieder bei den Wenigen angekommen. Ein Staat m\u00fcsste Sozialleistungen k\u00fcrzen, die Steuern erh\u00f6hen und Reicht\u00fcmer privatisieren, um den eigenen Bankrott abzuwenden. Das m\u00f6chten die B\u00fcrger eines Landes aber meist nicht und daher nimmt der Staat lieber neue Schulden auf, solange er noch Bonit\u00e4t vorweisen kann.<\/p> <p>Und dann der Crash?<\/p> <p>Mann stellt sich eine Wasserschale voll Wasser vor, die man halb schr\u00e4g gegen den Autositz aufstellt. Beschleunigt man das Auto st\u00e4ndig, so wird die Wassermenge gegen den Sitz des Autos gedr\u00fcckt und es w\u00fcrde kein Wasser auslaufen. Wenn man jedoch aufh\u00f6rt zu beschleunigen oder gar bremst, so schwappt das Wasser \u00fcber den Rand der Wasserschale.<\/p> <p>Die Wirtschaft und das Geldsystem \u00e4hneln hier dem Wasser in der Schale. Solange man beschleunigt \u2013 es also Wachstum gibt, scheint die tr\u00fcgerische Stabilit\u00e4t zu funktionieren. Nun kann aber ein Auto nicht unendlich beschleunigen \u2013 ebenso kann die Wirtschaft nicht unendlich wachsen. Die Welt ist begrenzt und viele Rohstoffe der Natur k\u00f6nnten schon bald zuneige gehen. Ohne R\u00fccksicht auf die Umwelt werden Bodensch\u00e4tze gepl\u00fcndert, nur um einigerma\u00dfen mit der st\u00e4ndig erh\u00f6hten Nachfrage mithalten zu k\u00f6nnen. Stoppt die Wirtschaft jedoch abrupt, dann h\u00e4tte das einen Crash zur Folge, der meist mit Rettungspaketen in Milliardenh\u00f6he gerade noch abgewendet werden kann. Wirtschaftswachstum ist heute so wichtig f\u00fcr das System, so dass es in Deutschland sogar ein Wirtschaftswachstumsgesetz gibt.<\/p> <p>Was kann passieren?<\/p> <p>Krieg ist leider eine M\u00f6glichkeit um neues kontinuierliches Wachstum zu erm\u00f6glichen. Indem zuvor Produziertes oder Gebautes in gro\u00dfem Stil zerst\u00f6rt wird und auch die Besitzer (Menschen!) jener G\u00fcter vernichtet werden, kann es wieder von vorne los gehen. Neue Fabriken werden gebaut, Arbeiter werden gebraucht, Kapital wird ben\u00f6tigt, Kredite und Zinsen werden verteilt. Dabei gilt: Je schlimmer die Zerst\u00f6rung, desto l\u00e4nger der kommende Wirtschaftsaufschwung &#8211; der in Deutschland mittlerweile schon \u00fcber 65 Jahre andauert.<\/p> <p>Wahrscheinlicher ist allerdings zun\u00e4chst eine Geldentwertung. Wenn Geld entwertet wird, so kann man mit derselben Leistung mehr Geld verdienen und dadurch Schulden schneller zur\u00fcck bezahlen. Geld kann durch neues Geld entwertet werden, indem die Geldmenge \u00fcberproportional zur Wirtschaftsleistung steigt. Das Geld bl\u00e4ht also auf, sodass die Waren und Dienstleistungen teurer werden, bzw. die Kaufkraft des Geldes nachl\u00e4sst. Man spricht von Inflation.<\/p> <p>Was kann man tun?<\/p> <p>Geld ist nicht b\u00f6se! Bedenken Sie, dass es ohne Geld kaum m\u00f6glich ist Waren und Dienstleistungen zu bewerten oder selbsterbrachte Leistungen in Rechnung zu stellen. Dadurch sind viele Waren und Dienstleistungen \u00fcberhaupt erst entstanden, sodass man heute in Deutschland und in vielen anderen L\u00e4ndern die Vorz\u00fcge modernster Technologien und Infrastrukturen genie\u00dfen kann. Versuchen Sie also guten Gewissens Geld zu verdienen! Aber halten Sie sich stets vor Augen, dass Geld ein Verfallsdatum hat. Wer sein Verm\u00f6gen in etwas Best\u00e4ndigeres als Geld investieren m\u00f6chte, der sollte \u00fcber Land, Immobilien und Edelmetalle nachdenken. Kleinere Mengen an Gold und Silber kann man \u00fcberall hin mitnehmen \u2013 Immobilien allerdings nicht. Kaufen Sie also hier Ihre erste Silberm\u00fcnze bzw. Ihren ersten Goldbarren und halten Sie etwas in den H\u00e4nden dessen Wert Ihnen keiner nachtr\u00e4glich absprechen kann.<\/p> <p>Mehr Informationen unter http:\/\/www.beautiful-metals.de\/wissenswertes<\/p> <p>Impressum:<br \/> Beautiful Metals UG (haftungsbeschr\u00e4nkt)<br \/> Otto &#8211; Neumeister &#8211; Stra\u00dfe 13<br \/> 74196 Neuenstadt a.K.<br \/> Deutschland<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was kostet die Welt? Die Welt kostet einen Cent und etwas Zeit! H\u00e4tte Joseph vor 2000 Jahren einen Cent mit einem Zinssatz von 5% angelegt, k\u00f6nnten seine Nachfahren sich heute nicht nur die ganze Erde kaufen, sondern auch Sonne Mond und Sterne gleich mit dazu. 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