{"id":1335,"date":"2011-07-20T13:57:00","date_gmt":"2011-07-20T12:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=1335"},"modified":"2014-06-30T12:22:25","modified_gmt":"2014-06-30T11:22:25","slug":"leuchtturmprojekt-pharmazeutische-aufnahme-im-st-franziskus-hospital-muenster-wird-die-medikation-direkt-bei-der-aufnahme-geprueft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/leuchtturmprojekt-pharmazeutische-aufnahme-im-st-franziskus-hospital-muenster-wird-die-medikation-direkt-bei-der-aufnahme-geprueft-101335\/","title":{"rendered":"Medikamentensicherheit durch Pharmazeutische Aufnahme&#8220; entscheidend verbessert"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Das St. Franziskus-Hospital hat als erstes Krankenhaus in M\u00fcnster ein Arzneimittelgespr\u00e4ch f\u00fcr station\u00e4re Patienten eingerichtet. Ein Krankenhausapotheker erfasst direkt bei der Aufnahme systematisch alle Medikamente, die der Patient einnimmt und pr\u00fcft, ob Medikationsfehler vorliegen und ob die patientenspezifische Dosierung korrekt ist. Zudem stellt er sicher, dass gef\u00e4hrliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten vermieden werden und dass die Vertr\u00e4glichkeit gew\u00e4hrleistet ist. Auch in der Zeit nach dem Gespr\u00e4ch stehen die Apotheker dem Patienten als Ansprechpartner f\u00fcr Fragen rund um die Medikamente zur Verf\u00fcgung. Gemeinsam mit den \u00c4rzten sorgen sie daf\u00fcr, arzneimittelbezogene Probleme zu erkennen und im Sinne des Patienten zu vermeiden. <!--more-->Dadurch wird die Medikamentensicherheit entscheidend verbessert und der gew\u00fcnschte medizinische Therapieerfolg optimiert.<br \/> Die Arzneimitteltherapie geh\u00f6rt zu den wichtigsten und wirksamsten Ma\u00dfnahmen der Medizin, doch die Gabe von Medikamenten birgt Risiken: Viele Krankenhauseinweisungen sind auf versehentliche Medikationsfehler oder -gerade bei \u00e4lteren Patienten- \u00dcberdosierungen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dies betrifft vor allem chronisch kranke oder eben \u00e4ltere Menschen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Medikamente einnehmen m\u00fcssen. \u201eRund ein Drittel der 75-J\u00e4hrigen nimmt t\u00e4glich mehr als acht verschiedene Medikamente ein; hinzu kommen oft noch rezeptfreie Arzneimittel, die sich die Patienten rezeptfrei in der Apotheke besorgen, wie z.B. Schmerzmittel, und \u00fcber deren Einnahme der Hausarzt nicht informiert ist. Daraus ergeben sich zus\u00e4tzliche Risiken wie Anwendungsfehler, Doppelverordnungen, Nebenwirkungen und Komplikationen\u201c, erl\u00e4utert Dr. Martin Smollich, Ressortleiter der Stationsapotheker in der Krankenhausapotheke des St. Franziskus-Hospitals (genannt \u201emedicalORDERpharma\u201c). Diese Risiken k\u00f6nnen durch ein gezieltes Arzneimittelgespr\u00e4ch bei der station\u00e4ren Aufnahme reduziert oder vollst\u00e4ndig verhindert werden. Deutlich wird der dringende Handlungsbedarf auch daran, dass Medikationsfehler und Arzneimittelnebenwirkungen rund zehn Prozent aller Krankenhausaufnahmen verursachen; bei \u00e4lteren Patienten ist dies in bis zu 30 Prozent der F\u00e4lle der Grund f\u00fcr den station\u00e4ren Aufenthalt.<br \/> \u201eUnter dem seit zehn Jahren bestehenden Motto des medicalORDERcenters in Ahlen &#8218;Zentralisierung der Warenlogistik \u2013 Dezentralisierung von Produkt-Know-How&#8216; wurden seit Beginn Stationsapotheker in den von dort versorgten Kliniken etabliert. Das pharmazeutische Arzneimittelgespr\u00e4ch im St. Franziskus-Hospital ist eine weitere und wichtige Facette einer langen Entwicklung innerhalb eines therapeutischen Teams bestehend aus \u00c4rzten, Apothekern und Pflegenden, eine optimale und sichere Therapie f\u00fcr die Patienten auf ihrem Weg in die Klinik und zur\u00fcck in den h\u00e4uslichen Bereich zu gew\u00e4hrleisten. Als erstes Ergebnis hat sich erwartungsgem\u00e4\u00df herausgestellt, dass bei sehr vielen Patienten, die von Haus aus Medikamente einnehmen, zum Teil erheblicher Kl\u00e4rungsbedarf in der \u00dcbersicht aller Arzneimittel besteht; dies betrifft vor allem Wechselwirkungen von Medikamenten sowie Dosisanpassungen von Arzneimitteln, die oft bereits seit Jahren unver\u00e4ndert eingenommen werden. Durch das neue Angebot profitieren die Patienten direkt durch einen Zugewinn an Arzneimittelsicherheit und -vertr\u00e4glichkeit\u201c, erl\u00e4utert Georg Rosenbaum, Chefapotheker und Centerleiter Medical Order Pharma. Auch die Klinik\u00e4rzte nutzen gern das zus\u00e4tzliche Angebot und profitieren von der pharmazeutischen Aufnahme: Nun erhalten sie direkt zu Beginn des Krankenhausaufenthaltes einen Medikationsplan, der vom Klinikapotheker bereits pharmakologisch auf Plausibilit\u00e4t, patientenindividuelle Dosierungen und Wechselwirkungen \u00fcberpr\u00fcft wurde. Die anschlie\u00dfende \u00e4rztliche Verschreibung der Klinikmedikation wird durch diesen Schritt erheblich erleichtert. Zudem werden Versorgungsl\u00fccken mit Medikamenten, wie sie bei der Krankenhausaufnahme bzw. -entlassung auftreten k\u00f6nnen, geschlossen: Durch die Pharmazeutische Aufnahme wird nicht nur die sichere und wirksame Arzneimitteltherapie garantiert, sondern es wird sichergestellt, dass auch die Therapie mit seltenen Spezialmedikamenten ohne Unterbrechung fortgef\u00fchrt werden kann.<br \/> Um die Leuchtturmfunktion der Pharmazeutischen Aufnahme am St. Franziskus-Hospital zu unterstreichen, besucht Dr. Farid Aly, Referent f\u00fcr den Aktionsplan Arzneimitteltherapiesicherheit bei der Arzneimittelkommission der deutschen \u00c4rzteschaft (Berlin), das St. Franziskus-Hospital heute zur offiziellen Er\u00f6ffnung. In seinem Vortrag \u201eDer Aktionsplan Arzneimitteltherapiesicherheit\u201c wird er die Bedeutung der Pharmazeutischen Aufnahme f\u00fcr die Patientensicherheit erl\u00e4utern. \u201eDie Einrichtung einer pharmazeutischen Aufnahme wird seit langem vom Aktionsb\u00fcndnis Patientensicherheit gefordert; dennoch wurde diese wichtige Ma\u00dfnahme bislang erst von wenigen Krankenh\u00e4usern in Deutschland umgesetzt. In M\u00fcnster ist das St. Franziskus-Hospital das einzige Krankenhaus, das ein Arzneimittelgespr\u00e4ch bei der Aufnahme anbietet\u201c, wei\u00df Dr. Smollich. Der Verein \u201eAktionsb\u00fcndnis Patientensicherheit\u201c in Bonn, bei dem die Franziskus-Stiftung Mitglied ist, will eine medizinisch hochwertige und zugleich sichere Versorgung der Patienten in Deutschland erreichen.<br \/> Impressum: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.sfh-muenster.de\/\" title=\"Krankenhaus f\u00fchrt Arzneimittelgespr\u00e4ch f\u00fcr Patienten ein\" >St. Franziskus-Hospital<\/a> GmbH, Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Hohenzollernring 72, 48145 M\u00fcnster<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das St. Franziskus-Hospital hat als erstes Krankenhaus in M\u00fcnster ein Arzneimittelgespr\u00e4ch f\u00fcr station\u00e4re Patienten eingerichtet. Ein Krankenhausapotheker erfasst direkt bei der Aufnahme systematisch alle Medikamente, die der Patient einnimmt und pr\u00fcft, ob Medikationsfehler vorliegen und ob die patientenspezifische Dosierung korrekt ist. Zudem stellt er sicher, dass gef\u00e4hrliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten vermieden werden und dass<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[108],"tags":[],"class_list":["post-1335","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medizin-gesundheit"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1335"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1335\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}