{"id":1404,"date":"2011-08-08T10:06:15","date_gmt":"2011-08-08T09:06:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=1404"},"modified":"2025-06-13T11:13:47","modified_gmt":"2025-06-13T10:13:47","slug":"fernsehgelder-und-konsorten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/fernsehgelder-und-konsorten-101404\/","title":{"rendered":"Fernsehgelder und Konsorten"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" width=\"92\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Die buchst\u00e4bliche Privatisierung der Bundesliga begann hierzulande Mitte der Achtziger Jahre. Und zwar durch die privaten Fernsehsender, die zu jener Zeit im Kommen waren. Die privaten Sender suchten nach Produkten, mit denen sie den \u00f6ffentlich rechtlichen Sendeanstalten den Rang ablaufen konnten. Folgerichtig war die Bundesliga ein Objekt der Begierde.<!--more--><\/p> <p>War sie doch ein Flaggschiff f\u00fcr hohe Quoten. Aus diesem Interessenkonflikt um die Bundesliga, der nun zwischen den \u00f6ffentlich rechtlichen und den privaten Sendern entbrannte, ergab sich die Konsequenz, dass die Fernsehgelder in die H\u00f6he stiegen, da sich die Sender gegenseitig zu \u00fcberbieten trachteten. Folgende Zahlen verdeutlichen wie exorbitant sich die Fernsehgelder seither \u00fcberschlagen haben. W\u00e4hrend die \u00f6ffentlich rechtlichen Sendeanstalten sich in der Saison 1987\/88 noch f\u00fcr 18 Millionen Mark die \u00dcbertragungsrechte f\u00fcr die Bundesligen sichern konnten, so gingen die Fernsehrechte zuletzt f\u00fcr 368 Millionen Euro \u00fcber den Tisch. Zeitweise wurden gar 420 Millionen gezahlt. In etwas mehr als zwanzig Jahren haben sich die Fernsehgelder also um ein mehr als Vierzigfaches gesteigert!<\/p> <p>Auf jenen Zeitraum, der den Beginn der explodierenden Fernsehgelder einleitete, fielen dann auch noch die Sponsoren, die auf den Trikots der Mannschaften ihre Namen sehen wollten \u2013 und daf\u00fcr entsprechend tief in die Tasche zu greifen bereit waren. Die Werbung dr\u00e4ngte sich au\u00dferdem verst\u00e4rkt auf die entsprechenden Verkaufsfl\u00e4chen im Stadion (Bandenwerbung etc.). Topklubs fingen an, mit verschiedensten Fanartikeln den Merchandising-Markt f\u00fcr sich zu entdecken.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Pl\u00f6tzlich er\u00f6ffneten sich ganz neue Einnahmem\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Vereine der Bundesliga. W\u00e4hrend die Vereine den Gro\u00dfteil ihrer Gewinne zuvor noch beim Einlass ins Stadion erwirtschafteten, traten nun neue Geldgeber in Erscheinung, die sich als mindestens genauso lukrativ erwiesen. Durch die neuen Gelder, die in die Bundesliga einflossen, wurden die Vereine f\u00f6rmlich aufgepumpt mit Geld &#8230;. und jeder wollte sein St\u00fcck vom neuen Kuchen haben. In \u00e4hnlichem Verh\u00e4ltnis wie die Sponsoren- und Fernsehgelder stiegen nun auch die Geh\u00e4lter der Spieler, Trainer etc. Nat\u00fcrlich trachtete jeder in den Vereinen danach, das steigende Budget auch zu verwerten.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Was zun\u00e4chst wie eine gewinnbringende Situation f\u00fcr alle Beteiligten wirkte, hat den professionellen Fu\u00dfball bis heute sp\u00fcrbar beeinflusst. Zu Beginn dieser Entwicklung waren die Vereine die privilegierte Gr\u00f6\u00dfe in diesem Geldgesch\u00e4ft. Sponsoren wollten ihre Namen auf den Trikots sehen und Sendeanstalten buhlten um die \u00dcbertragungsrechte, was der Bundesliga und somit den Vereinen gutes Geld einbrachte. Dieses Geld wurde von den Vereinen nat\u00fcrlich flei\u00dfig investiert. Neue Spieler wurden gekauft, Geh\u00e4lter erh\u00f6ht, Vereinsgel\u00e4nde modernisiert und ausgebaut. Teilweise wurde gar in ganz andere Anlagen (Grundst\u00fccke etc.) investiert, die wenig mit Fu\u00dfball aber daf\u00fcr viel mit Business zu tun hatten. Doch was den Vereinen zun\u00e4chst wie schierer Luxus erschien, wandelte sich zunehmend zu einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Der stetig wachsende Zustrom von Fernseh- und Sponsorengeldern ver\u00e4nderte die Wirtschaft der Vereine vollends. Es wurden immer gr\u00f6\u00dfere Summen investiert. Spielergeh\u00e4lter und Abl\u00f6sesummen erreichten aberwitzige H\u00f6hen und regelm\u00e4\u00dfig wurden und werden diesbez\u00fcglich neue Rekorde aufgestellt. Aus dem Fu\u00dfball wurde mehr denn je ein Millionenspiel \u2013 finanziert aus den horrenden Einnahmen.<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/seite\/p\/impressum\"  >IMPRESSUM<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die buchst\u00e4bliche Privatisierung der Bundesliga begann hierzulande Mitte der Achtziger Jahre. Und zwar durch die privaten Fernsehsender, die zu jener Zeit im Kommen waren. Die privaten Sender suchten nach Produkten, mit denen sie den \u00f6ffentlich rechtlichen Sendeanstalten den Rang ablaufen konnten. 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