{"id":148716,"date":"2015-06-02T08:56:30","date_gmt":"2015-06-02T08:56:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=148716"},"modified":"2015-08-04T09:38:20","modified_gmt":"2015-08-04T08:38:20","slug":"ganz-nach-beuys-jeder-mensch-ist-ein-kuenstler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/ganz-nach-beuys-jeder-mensch-ist-ein-kuenstler-10148716\/","title":{"rendered":"Ganz nach Beuys &#8211; Jeder Mensch ist ein K\u00fcnstler"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Aktionskunstwerk Schmetterlingserwachen \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/259110-150x150.jpg\" alt=\"Aktionskunstwerk Schmetterlingserwachen \" width=\"150\" height=\"150\" \/>Bildung als Kunstwerk<\/p> <p>Generations\u00fcbergreifendes Kunstprojekt macht Furore. Hunderte von Akteuren fiebern Kulturevent entgegen!<\/p> <p>Das B\u00fchnenkunstwerk Schmetterlingserwachen &#8211; die Kunst Begabungen zu entfalten pr\u00e4sentiert sich in 4 Akten und wird am 27. Juli 2015 im M\u00fcnchner Herkulessaal aufgef\u00fchrt.<\/p> <p><!--more-->Jeder Mensch ist ein K\u00fcnstler hei\u00dft es in dem ber\u00fchmten Gedicht des unvergessenen Aktionsk\u00fcnstlers Joseph Beuys. Beuys forderte dazu auf, wieder verspielt und neugierig, frei und verwegen wie ein Kind zu werden. Dann w\u00fcrde auch jeder Erwachsene den K\u00fcnstler in sich entdecken. Doch weshalb so lange warten? Warum nicht gleich bei den unverf\u00e4lschten Impulsen unserer J\u00fcngsten ansetzen und von ihnen lernen? Die Kinder sind die besten Lehrmeister, die man w\u00e4hlen kann, wusste bereits Johann Wolfgang von Goethe. So sieht es auch die Freie Schule Glonntal, die sich daf\u00fcr engagiert, dass Kinder und Jugendliche zu echten (Lebens)K\u00fcnstlern heranreifen. Im Aktionskunstwerk Schmetterlingserwachen begegnen sie sich und den Erwachsenen auch dieses Jahr wieder spielerisch und doch authentisch.<\/p> <p>K\u00fcnstlerisches Schaffen liegt im Trend. Sogar das Management hat die Kunst entdeckt: Als Imagefaktor und F\u00fchrungsinstrument, zur Steigerung der Kreativit\u00e4t, zur Verbesserung des sozialen Miteinanders. Einer der Vorreiter: Die wirtschaftlich und personell sehr erfolgreiche Drogeriemarktkette dm. Sie nutzt die Kunst zur Qualifizierung und Entwicklung ihrer europaweit rund 50.000 Mitarbeiter, arrangiert Museums-Kooperationen, integriert Theaterworkshops in die Berufsausbildung und bereichert Meetings und Seminare durch k\u00fcnstlerische Elemente. Hinter dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Engagement steht die \u00dcberzeugung, dass der Umgang mit Kunst jeden Menschen zu mehr Selbstbewusstsein verhilft, indem er ihn zu st\u00e4rkerer Authentizit\u00e4t und Selbstst\u00e4ndigkeit befl\u00fcgelt.<\/p> <p>Hier zeigt sich, dass sich durch pers\u00f6nlich erlebte Kunstprozesse sehr viel mehr erreichen l\u00e4sst als durch angestrengte Wissensvermittlung. Leider bilden die meisten Schulen Kinder und Jugendliche vorwiegend nach Arbeitsmarktgesichtspunkten aus. Die zentrale Frage Wer bin ich? wird zugunsten eines Was ist gefragt, was zahlt sich aus? verdr\u00e4ngt. Wenn n\u00fctzliche Ressourcen mehr z\u00e4hlen als menschliche Individualit\u00e4t, wundert es nicht, wenn sich im sp\u00e4teren Berufsleben Unlust, Misserfolge oder sogar ein Burnout bemerkbar machen. Wie w\u00e4re es also, Menschen nicht erst im Arbeitsumfeld, sondern bereits in der Schule \u00fcber die Kunst zur Lebenskunst zu f\u00fchren? Sie bereits in jungen Jahren ersp\u00fcren zu lassen, was sie ausmacht, wo ihre besonderen F\u00e4higkeiten liegen? Einen wirkungsvollen Ansatz zeigt hier schon seit Jahren die Freie Schule Glonntal im Landkreis Ebersberg bei M\u00fcnchen. Seit letztem Sommer hat sich ihre ganzheitliche, weit \u00fcber den Schulalltag hinausgehende Herangehensweise zu einem Aktionskunstwerk, der Imagonharfe entwickelt. Schulleiter Hartmut L\u00fcling erkl\u00e4rt dies so: Die Imagonharfe versteht sich als imagin\u00e4res Instrument, dessen Saiten die Begabungen der Mitspieler Sch\u00fcler, Eltern, Freunde und Verwandte &#8211; sind. Resonanzboden und Klangk\u00f6rper stellen alle interessierten Zeitgenossen dar. Somit gibt es keine Zuschauer, sondern nur Akteure. Die Aktionskunst ist inzwischen fester Bestandteil des Programminventars unserer Schule. In diesem Jahr beginnt die Harfe ihr Spiel mit dem Schmetterlingserwachen. Der Kulturevent wird dann im M\u00fcnchner Herkulessaal, der Platz f\u00fcr 1.200 Zuschauer bietet, seinen sommerlichen H\u00f6hepunkt finden.<\/p> <p>Lernlust statt Schulfrust.<\/p> <p>Lebendige Erfahrungen f\u00fcrs Leben erschlie\u00dfen, sch\u00f6pferische Lernprozesse statt dr\u00f6gem Pauken erm\u00f6glichen &#8211; Schule kann so viel mehr. Sie kann der n\u00e4hrende Boden sein f\u00fcr das kostbarste Saatgut, das wir haben: junge Menschen mit zukunftsweisenden, oft noch verborgenen Talenten und F\u00e4higkeiten. Was gibt es Sch\u00f6neres und Sinnvolleres, als der heranwachsenden Generation einen sicheren Raum zum Erbl\u00fchen und Gedeihen ihrer noch unbewussten Begabungen zu bieten und gleichzeitig mit ihnen gemeinsam das Erwachen und Wachsen zu erwirken, so Hartmut L\u00fcling weiter. Schule bekommt in diesem Sinne eine viel gr\u00f6\u00dfere Bedeutung f\u00fcr die Gesellschaft, als wir es bisher gewohnt sind. Die Glonntal-Schule begreift sich als Raum f\u00fcr Verm\u00f6gensbildung, wenn man bereit ist, Begabungen und Talente als das eigentliche Verm\u00f6gen des Individuums wahr zu nehmen. Es gilt, die Besonderheiten jedes Sch\u00fclers zu erkennen und ihm eine abwechslungsreiche Palette authentischer Erfahrungen zu erm\u00f6glichen, die in lebendiger Begegnung mit anderen gipfelt. Dabei sehen die Bildungsk\u00fcnstler der Glonntalschule ihre Art der Aktionskunst als einen Initiativbeitrag zum allgemeinen Ringen um die dringend n\u00f6tige Erneuerung der Bildungskultur. Schule muss Quelle der menschlichen Kultur sein! Die umfassende Bildung der menschlichen Begabungen aller und deren Entfaltung im Familien- und Berufsleben muss zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit werden, meint Schulleiter L\u00fcling. Es liege im Wesen der Sache, dass sich nicht nur Sch\u00fclerInnen und Eltern an den Projekten der Glonntalschule beteiligen k\u00f6nnten, sondern alle, die an dieser Art der Verm\u00f6gensbildung mitwirken m\u00f6chten. Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt auch ein wenig Mut und Courage dazu, Bildung in Bewegung zu leben und zu erleben. Wir freuen uns \u00fcber alle Anfragen!<br \/> Doch wie sieht so etwas in der Praxis aus?<\/p> <p>Lassen sich Potenziale sichtbar und begreifbar machen?<\/p> <p>Eine der wirkungsvollsten M\u00f6glichkeiten, um nicht nur jungen Menschen zu helfen, in ihr authentisches, erwachsenes Selbst zu finden, liegt in der Kunstfertigkeit, soziale, generations\u00fcbergreifende Initiativr\u00e4ume frei entstehen zu lassen, meint Hartmut L\u00fcling, k\u00fcnstlerische Prozesse verlangen sowohl die Verfeinerung der eigenen Erfahrungsm\u00f6glichkeiten als auch geistesgegenw\u00e4rtige Handeln aus der Situation heraus. Der Mensch tr\u00e4gt alles Wesentliche in sich, um sich individuell zu entfalten und sich gleich einem Schmetterling Stufe f\u00fcr Stufe zu entpuppen. Der Prozess des Schmetterlingserwachens habe keimhaft schon zu Beginn des Schuljahres begonnen und erfahre dann auf der B\u00fchne des Herkulessaals durch die k\u00fcnstlerische Darstellung in ihrer ganzen Dramaturgie seinen H\u00f6hepunkt. Mit ihrer Kulturarbeit setzt die Schule immer neue Impulse, die die zentrale, gesellschaftliche Bedeutung einer verantwortungsvoll gelebten Bildungskultur betonen.<\/p> <p>In das diesj\u00e4hrige B\u00fchnenst\u00fcck Schmetterlingserwachen die Kunst Begabungen zu entfalten wird auch der k\u00fcnstlerische Schulabschlusses der 12. Klasse mit eingewoben. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der obersten Klasse geben durch ihre individuellen Choreographien dem eigenen Entwicklungsprozess und Selbstausdruck Raum. In breiter Vielfalt pr\u00e4sentieren sie ihre Kompetenz, das Leben zu ergreifen und nach eigenen Erkenntnissen und F\u00e4higkeiten kreativ zu gestalten. In das St\u00fcck flie\u00dfen die tiefen Begegnungen der Kinder und Jugendlichen mit Menschen verschiedenster Kulturen und gesellschaftlichen Lebensbereichen ein, die sie \u00fcber die Jahre ihrer Schullaufbahn an der Freien Schule Glonntal erlebt haben und aktuell erleben. Das Ziel sei, auch in Zukunft immer mehr Menschen in das Spiel der Imagonharfe einzubinden. Menschen, die durch ihre pers\u00f6nlichen Lebenssituationen kaum Entfaltungsm\u00f6glichkeiten haben und ihre eigenen Begabungen nicht leben k\u00f6nnen, Menschen auf der Flucht und ohne Heimat, kranke und alte Menschen und Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung. Die gesamte B\u00fchnenpr\u00e4sentation f\u00fchrt so zahlreiche musikalische und choreographische Einzelprojekte mit diesem Erfahrungshintergrund zusammen.<\/p> <p>Bef\u00e4higung zu einem menschlich und beruflich kompetent gelebten Leben.<\/p> <p>Unsere Schule m\u00f6chte weit hinausgehen \u00fcber die ausgetretenen Pfade der \u00fcblichen Wissensvermittlung, erkl\u00e4rt Harmut L\u00fcling wir erkennen unsere Aufgabe in der Bef\u00e4higung zu einem sowohl menschlich als auch beruflich kompetent gelebten Leben. Dazu geh\u00f6rt das Verm\u00f6gen, sich selbst in der Begegnung mit anderen ein St\u00fcck weit finden zu k\u00f6nnen, in den Begegnungen zwischen Menschen aller Kulturen, aber auch in der unmittelbaren Naturerfahrung. Es geh\u00f6rt aber auch Mut dazu, sich auf neue Lebens- und Berufsbedingungen einlassen zu k\u00f6nnen. Von all dem erz\u00e4hlt bzw. spielt die Harfe, all das macht die gemeinsame Aktionskunst unserer Sch\u00fcler, Eltern, Lehrer und Mitspieler sichtbar, h\u00f6rbar, erlebbar. Die Anstrengungen der Proben und die Freude am gemeinsamen Arbeiten bringen alle Mitwirkenden ein St\u00fcck weiter auf ihrem Weg.<\/p> <p>Das B\u00fchnenkunstwerk Schmetterlingserwachen &#8211; die Kunst Begabungen zu entfalten pr\u00e4sentiert sich in 4 Akten und wird am 27. Juli 2015 im M\u00fcnchner Herkulessaal aufgef\u00fchrt. Die Premiere ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Gr\u00fcndung der Imagonstiftung, deren Bestreben es sein wird, m\u00f6glichst vielen Menschen sowohl Kindern, Jugendlichen als auch Erwachsenen &#8211; ihre noch verborgenen Begabungen zug\u00e4nglich zu machen.<\/p> <p>Weitere Infos finden Sie unter: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.freie-schule-glonntal.de\" title=\"www.freie-schule-glonntal.de\" >www.freie-schule-glonntal.de<\/a> und www.imagonharfe.de<br \/> *Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.<\/p> <p>Kurzportrait: Freie Schule Glonntal<\/p> <p>2007 wurde die Freie Schule Glonntal mit gro\u00dfer Einsatzbereitschaft von Lehrern, Eltern und Sch\u00fclern gegr\u00fcndet. Sie ist eine private offene Ganztagesschule mit integrativem Ansatz und einheitlichem Bildungsgang von der 1. bis zur 12. Klasse, wie Grundschule und Gymnasium mit anschlie\u00dfendem Abitur oder Mittlerer Reife Pr\u00fcfung.<\/p> <p>Zugrunde liegt der staatlich genehmigte Lehrplan der Waldorfschulen. Das p\u00e4dagogische Konzept wurde allerdings erheblich erweitert, um eine vertiefte Erlebnisp\u00e4dagogik, sowie Kunst und einer ganzheitlichen Naturwissenschaft als zentrales Anliegen. Die Schule steht unter Leitung von Hartmut L\u00fcling, einem Erlebnisp\u00e4dagogen und Lehrer aus Leidenschaft.<\/p> <p>Auf Grund ihrer vielf\u00e4ltigen gesundenden und integrativen Aspekte bietet die Schule nachhaltige M\u00f6glichkeiten, Kinder und Jungendliche in besonderen Lebenssituationen zu integrieren. Die H\u00f6he des Schulgeldes wird im Gespr\u00e4ch mit den Eltern individuell ermittelt und nach finanziellen M\u00f6glichkeiten festgelegt.<\/p> <p>Kontakt<br \/> FutureConcepts<br \/> Christa J\u00e4ger-Schr\u00f6dl<br \/> H\u00e4cklgasse 6<br \/> 84419 Schwindegg<br \/> 49 (0) 171\/ 501 843 8<br \/> info@futureconcepts.de<br \/> www.futureconcepts.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildung als Kunstwerk Generations\u00fcbergreifendes Kunstprojekt macht Furore. Hunderte von Akteuren fiebern Kulturevent entgegen! Das B\u00fchnenkunstwerk Schmetterlingserwachen &#8211; die Kunst Begabungen zu entfalten pr\u00e4sentiert sich in 4 Akten und wird am 27. 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