{"id":155878,"date":"2015-07-14T11:54:35","date_gmt":"2015-07-14T11:54:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=155878"},"modified":"2015-07-17T11:08:30","modified_gmt":"2015-07-17T10:08:30","slug":"neues-verstaendnis-fuer-partnerschaftliche-erziehung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/neues-verstaendnis-fuer-partnerschaftliche-erziehung-10155878\/","title":{"rendered":"Neues Verst\u00e4ndnis f\u00fcr partnerschaftliche Erziehung?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Die letzte Auswertung des statistischen Bundesamtes belegt die Akzeptanz der Elternzeit f\u00fcr V\u00e4ter in der Gesellschaft\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/262988-150x150.jpg\" alt=\"Die letzte Auswertung des statistischen Bundesamtes belegt die Akzeptanz der Elternzeit f\u00fcr V\u00e4ter in der Gesellschaft\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p> <div>Neue V\u00e4ter hat das Land<\/div> <p>Bilanz der Elternzeit<\/p> <p>Windeln wechseln, Fl\u00e4schchen zubereiten und den eigenen Tagesablauf auf das Kind anzupassen, sind f\u00fcr Markus Werner Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, seit er seine Tochter Mia in Elternzeit betreut. Dank des Bundeselterngeldes konnte Markus vor\u00fcbergehend seine Arbeitszeit reduzieren, k\u00fcmmert sich um den Nachwuchs und erntet daf\u00fcr allseits Anerkennung. Er geh\u00f6rt zu der seit Jahren wachsenden Zahl junger V\u00e4ter, die sich &#8211; zumindest tempor\u00e4r &#8211; um Babypflege statt Karriere k\u00fcmmern. <!--more-->Hat das Elterngeld, das im Herbst 2006 eingef\u00fchrt wurde, zu einem neuen Verst\u00e4ndnis von partnerschaftlicher Erziehung und gleichberechtigter Erwerbst\u00e4tigkeit in der Familie beigetragen?<\/p> <p>Die letzte Auswertung des statistischen Bundesamtes scheint dies zu belegen: Vor Einf\u00fchrung des Elterngelds nahmen keine vier Prozent aller V\u00e4ter eine Auszeit vom Job, inzwischen sind es rund drei\u00dfig Prozent. Das hei\u00dft, ihr Anteil hat sich mehr als versiebenfacht seit die Familienauszeit mit einer lukrativen Lohnersatzleistung honoriert wird. Immerhin ein Viertel der V\u00e4ter pausiert nach den letzten Zahlen l\u00e4nger als zwei Monate.<\/p> <p>Es handelt sich daher keineswegs um reine &#8222;Mitnahmeeffekte&#8220;, wie Kritiker behaupten, sondern um einen grundlegenden kulturellen Wandel. Denn die Elternzeit f\u00fcr V\u00e4ter ist heute mitten in der Gesellschaft angekommen und l\u00e4ngst keine Randerscheinung mehr. Was bleibt ist die Frage nach der Dauer. Denn warum sind es in den meisten F\u00e4llen nur zwei Monate? Warum nehmen nicht mehr V\u00e4ter vier, f\u00fcnf oder gleichberechtigte sieben Monate Elternzeit? Fehlt ihnen die Lust dazu? Ist ihre Freude f\u00fcr das Kind vom Chef blockiert? Oder liegt es gar an den Frauen, die zu Hause keine Verantwortung abgeben wollen? Fragen, auf die das Berliner Forschungsinstitut SowiTra mit einer von der Hans B\u00f6ckler Stiftung gef\u00f6rderten Online-Befragung junger Familien schon 2013 interessante Antworten gefunden hat.<\/p> <p>So h\u00e4ngt es im beruflichen Umfeld insbesondere von den direkten Vorgesetzten und dem Klima im Betrieb ab, ob der frisch gebackene Vater sich mehr Zeit f\u00fcr sein Kind nimmt. Fehlen familienpolitische Leitbilder und Vorgaben, f\u00fchlen sich V\u00e4ter oft nicht unterst\u00fctzt. Da schreckt schon mal das Stirnrunzeln des Chefs ab und der Karriereknick wird bef\u00fcrchtet. Zwar darf rein rechtlich niemandem gek\u00fcndigt werden, weil er Elternzeit nimmt. Dennoch f\u00fcrchten viele V\u00e4ter, dass sie im Zweifelsfall f\u00fcr eine weitere Entwicklung nicht mehr ber\u00fccksichtigt werden.<\/p> <p>Der Fachkr\u00e4ftemangel, der in einigen Berufsfeldern bereits sp\u00fcrbar ist, l\u00e4sst so manchen Personalchef umdenken. Aufmerksame Chefs haben schon heute verstanden: Auch M\u00e4nner suchen ein berufliches Umfeld, das Freiraum bietet f\u00fcr private Interessen und Verpflichtungen. &#8222;Umso wichtiger ist es, familienpolitische Ma\u00dfnahmen durch Personalmanagement und Arbeitsorganisation auf betrieblicher Ebene zu erm\u00f6glichen&#8220;, r\u00e4t Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad (http:\/\/randstad.de). Die Expertin fordert daher auch f\u00fcr V\u00e4ter planbare Arbeitsmodelle f\u00fcr die Familienorganisation mit flexiblen Arbeitszeiten, Teilzeitm\u00f6glichkeiten sowie kurzfristiger Freistellung.<\/p> <p>Viel entscheidender, ob und wie lange V\u00e4ter eine Auszeit f\u00fcr die Kinderbetreuung nehmen, ist meist jedoch die Partnerin. Sind beide qualifiziert und ist der Verdienstunterschied nicht signifikant, besteht wirtschaftlich gesehen kein Grund, warum nicht auch der Mann in Elternzeit geht. Davon profitiert die Mutter, kann sie doch nach ihrer geburtsbedingten Abwesenheit schnell wieder auf den neuesten Stand gebracht werden und an ihre berufliche Stellung vor der Schwangerschaft ankn\u00fcpfen. W\u00e4hrenddessen h\u00e4lt der Partner ihr den R\u00fccken frei.<\/p> <p>Jetzt aber endlich zu denen, um die es doch bei der Elternzeit geht: den Kindern. Knapp 54% der V\u00e4ter, die zwei Monate zu Hause bleiben, stellen fest, dass sich durch die Elternzeit eine intensive Beziehung zum Kind entwickelt hat, die danach weiter fortbesteht. Bei den M\u00e4nnern, die l\u00e4nger als drei Monate zu Hause bleiben, steigt der Anteil auf \u00fcber 71% &#8211; die N\u00e4he zum Kind wird damit zu einem der wichtigsten Faktoren f\u00fcr die bewusste Entscheidung zur l\u00e4ngeren Elternzeit.<\/p> <p>&#8222;Das enge Verh\u00e4ltnis zu den Kindern ist viel wert. Davon werden auch Arbeitgeber profitieren, weil sie Mitarbeiter bekommen, die gelassener, stressresistenter und emotional ausgeglichener agieren. Dieser Mehrwert ist f\u00fcr das Unternehmen unbezahlbar&#8220;, fasst Petra Timm zusammen.<\/p> <p>[Bildunterschrift]<br \/> txn. Die Akzeptanz ist gestiegen: Immer mehr V\u00e4ter nehmen f\u00fcr die Betreuung ihrer Spr\u00f6sslinge die Vorz\u00fcge von Elterngeld und Elternzeit in Anspruch.<\/p> <p>Randstad &#8211; Die Nummer 1 in Deutschland.<br \/> Mit durchschnittlich rund 63.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 St\u00e4dten ist Randstad der f\u00fchrende Personaldienstleister in Deutschland. Besch\u00e4ftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker \u00fcber Buchhalter und kaufm\u00e4nnische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. W\u00e4hrend der wechselnden Eins\u00e4tze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. F\u00fcr viele ist die Besch\u00e4ftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der \u00fcberbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen \u00fcbernommen.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Randstad Deutschland<br \/> Catherine Fouchard<br \/> Helfmann-Park 8<br \/> 65760 Eschborn<br \/> 06196 4082701<br \/> cathrine.fouchard@randstad.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/randstad.de\"  >http:\/\/randstad.de<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Bildquelle: halfpoint\/Fotolia<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue V\u00e4ter hat das Land Bilanz der Elternzeit Windeln wechseln, Fl\u00e4schchen zubereiten und den eigenen Tagesablauf auf das Kind anzupassen, sind f\u00fcr Markus Werner Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, seit er seine Tochter Mia in Elternzeit betreut. 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