{"id":16090,"date":"2013-02-19T12:17:27","date_gmt":"2013-02-19T12:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=16090"},"modified":"2021-04-23T12:00:09","modified_gmt":"2021-04-23T11:00:09","slug":"neue-generation-muendiger-medienkonsumenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/neue-generation-muendiger-medienkonsumenten-1016090\/","title":{"rendered":"Neue Generation m\u00fcndiger Medienkonsumenten"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-16641\" title=\"An der repr\u00e4sentativen Studie nahmen 1.618 deutsche Verbraucher teil\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Screenshot_9.jpg\" width=\"130\" height=\"125\" \/>Soziale Netzwerke ver\u00e4ndern Konsumverhalten<\/p> <p>F\u00fcr die Konsumentscheidungen der Deutschen sind Informationen aus sozialen Medien inzwischen genauso wichtig wie Informationen aus dem Fernsehen und wichtiger als Informationen aus dem Radio. Im Durchschnitt lassen die Deutschen ihre Eink\u00e4ufe zu knapp 8% von sozialen Netzwerken beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der Uni M\u00fcnster und Roland Berger Strategy Consultants mit dem Titel German Social Media Consumer Report 2012\/2013. <!--more-->Die Studie bietet einen repr\u00e4sentativen \u00dcberblick \u00fcber Demographie und Nutzungsverhalten deutscher Social Media-Nutzer und bewertet erstmalig die Relevanz sozialer Netzwerke beim Produktkauf. Professor Thorsten Hennig-Thurau vom Marketing Center M\u00fcnster sagt: Wir beobachten eine neue Generation m\u00fcndiger Medienkonsumenten in Deutschland.<\/p> <p>Das Social Media-Nutzungsverhalten der Deutschen hat einen grundlegenden Wandel erfahren. Unabh\u00e4ngig von Alter, Bildung, Einkommen oder Wohnort werden soziale Netzwerke inzwischen intensiv und wie selbstverst\u00e4ndlich von allen Teilen der deutschen Bev\u00f6lkerung genutzt. So ist mittlerweile jeder Deutsche durchschnittlich bei drei sozialen Netzwerken registriert; nur 7% aller Internetnutzer verwenden gar keine sozialen Netzwerke. Erstmals hat nun das Forscherteam der Universit\u00e4t M\u00fcnster in Kooperation mit der internationalen Strategieberatung Roland Berger einen Social Media Index berechnet. Dieser analysiert, wie intensiv deutsche Verbraucher soziale Netzwerke verwenden, d.h. wie viele soziale Netzwerke jeder Deutsche wie h\u00e4ufig nutzt.<\/p> <p>Demnach sind Norddeutsche mit einem Wert von 7,8 aktiver als S\u00fcddeutsche, die mit einem Wert von 7,2 schlechter abschneiden. Die aktivsten deutschen Social Media-Nutzer mit einem Indexwert von 8,4 leben in Nordrhein-Westfalen. Das Schlusslicht bildet Sachsen-Anhalt mit einem durchschnittlichen Wert von 6,7.Erhebliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen den verschiedenen sozialen Netzwerken. Twitter-Nutzer sind mit einem Indexwert von 17,9 mit Abstand die aktivsten User und weisen zusammen mit Xing-Usern das h\u00f6chste Bildungsniveau auf. Das Abitur als h\u00f6chster Schulabschluss ist unter den Nutzern dieser Netzwerke am h\u00e4ufigsten vertreten. Xing-User sind auch als potenzielle Kunden f\u00fcr Unternehmen sehr attraktiv, denn sie verf\u00fcgen im Netzwerkvergleich \u00fcber das h\u00f6chste monatliche Nettoeinkommen von 2.000-3.000 Euro.<\/p> <p>Die intensive Nutzung sozialer Medien ist auch in werblicher Hinsicht interessant f\u00fcr deutsche Unternehmen. Im Durchschnitt beeinflussen soziale Medien mit 7,6% Kaufentscheidungen inzwischen genauso stark wie etwa das Fernsehen mit 7,8%, Au\u00dfenwerbung mit 7,4% oder klassische Postwurfsendungen mit 7,9%. Das Radio mit 5,6% haben soziale Netzwerke bereits \u00fcberholt.\u00a0Firmen werben an dem Social Media-Trend vorbei.<br \/> Dieser Trend in Richtung Social Media scheint jedoch, in der deutschen Werbewirtschaft noch nicht angekommen zu sein. \u201eFasst man klassische Internetseiten und Social Media zusammen, so machen diese Kan\u00e4le fast ein Viertel (22%) der Kaufentscheidung aus\u201c, sagt der Leiter der Studie Jonas vor dem Esche. \u201eUnternehmen haben in 2012 aber nur knapp 12% ihrer Werbebudgets f\u00fcr Online Werbung ausgegeben.\u201c Im Vergleich: TV und Print beeinflussten die Kaufentscheidungen der Deutschen zu 16%. Hier investierten Unternehmen allerdings satte 82% ihrer Werbebudgets. \u201eAuch wenn es nicht darum geht, den Einfluss der unterschiedlichen Medien auf die Kaufentscheidung eins zu eins in Werbeausgaben zu \u00fcbersetzen, so sollten diese Zahlen doch zu einer \u00dcberpr\u00fcfung der derzeitigen Budgetverteilung f\u00fchren\u201c, r\u00e4t Roland Berger-Experte Egbert Wege.<\/p> <p>Die Analyse des Mediennutzungsverhaltens der Deutschen brachte noch eine weitere spannende Erkenntnis: \u201eUnsere Studie zeigt eine neue Generation m\u00fcndiger Medienkonsumenten\u201c, sagt Professor Hennig-Thurau. Klassische Konsumenten treffen Kaufentscheidungen auf Basis von wenigen Informationsquellen. Dazu geh\u00f6ren etwa Empfehlungen von Freunden, Informationen auf klassischen Webseiten oder die Beratung im Gesch\u00e4ft. Verbraucher, die viel Social Media verwenden, gewichten stattdessen gleichm\u00e4\u00dfiger Informationen aus mehreren Quellen. \u201eF\u00fcr Unternehmen wird es daher in Zukunft wichtiger, klar aufeinander abgestimmte Botschaften \u00fcber eine Vielzahl von Kan\u00e4len zu senden\u201c, so Hennig-Thurau. Empfehlungen von Freunden oder von Verk\u00e4ufern im Ladenlokal werden in Zukunft hingegen an Bedeutung verlieren.<\/p> <p>Das Marketing Center der Universit\u00e4t M\u00fcnster und Roland Berger Strategy Consultants erstellten den \u201eGerman Social Media Consumer Report 2012\/2013\u201c zum ersten Mal im Rahmen des gemeinsamen Forschungslabors, des Social Media Think:Lab (www.socialmediathinklab.com). An der repr\u00e4sentativen Studie nahmen 1.618 deutsche Verbraucher teil.Mehr Informationen zu der Studie unter: www.socialmediathinklab.com\/consumerreport2012-2013und www.rolandberger.com\/pressreleases\u00a0Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten\u00a0\u00dcber das Marketing Center M\u00fcnster (MCM) der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t<br \/> Das MCM versteht sich als Dach f\u00fcr Spitzenforschung und Lehre zu Problemen der marktorientierten Unternehmensf\u00fchrung und als Forum des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Forschung des MCM konzentriert sich auf wichtige, neue Entwicklungen des Marketing mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Wirtschaft abzuleiten. Prof. Dr. Hennig-Thurau leitet den Lehrstuhl f\u00fcr Marketing &amp; Medien, dem das Social Media Think:Lab angegliedert ist.<br \/> \u00dcber Roland Berger Strategy Consultants<br \/> Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegr\u00fcndet, ist eine der weltweit f\u00fchrenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 B\u00fcros in 36 L\u00e4ndern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabh\u00e4ngige Partnerschaft im ausschlie\u00dflichen Eigentum von rund 250 Partnern.<br \/> Kontakt f\u00fcr Presseanfragen:<\/p> <p>Marketing Center M\u00fcnster (MCM) der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4tJonas vor dem Esche<br \/> Am Stadtgraben 13-15<br \/> 48143 M\u00fcnster<br \/> Tel.: 0251 83 25049<br \/> E-Mail: jonas.vordemesche@socialmediathinklab.com<\/p> <p>Roland Berger Strategy Consultants<br \/> Claudia Russo<br \/> Tel.: 089 92 30 81 90<br \/> E-Mail: claudia.russo@rolandberger.com<\/p> <p>Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegr\u00fcndet, ist eine der weltweit f\u00fchrenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 B\u00fcros in 36 L\u00e4ndern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabh\u00e4ngige Partnerschaft im ausschlie\u00dflichen Eigentum von rund 250 Partnern.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Roland Berger Strategy Consultants<br \/> Claudia Russo<br \/> Mies-van-der Rohe-Str. 6<br \/> 80807 M\u00fcnchen<br \/> +49 89 9230-8190<br \/> claudia.russo@rolandberger.com<br \/> www.rolandberger.com<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soziale Netzwerke ver\u00e4ndern Konsumverhalten F\u00fcr die Konsumentscheidungen der Deutschen sind Informationen aus sozialen Medien inzwischen genauso wichtig wie Informationen aus dem Fernsehen und wichtiger als Informationen aus dem Radio. Im Durchschnitt lassen die Deutschen ihre Eink\u00e4ufe zu knapp 8% von sozialen Netzwerken beeinflussen. 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