{"id":171869,"date":"2015-10-22T15:01:01","date_gmt":"2015-10-22T15:01:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=171869"},"modified":"2025-04-04T11:24:31","modified_gmt":"2025-04-04T10:24:31","slug":"buergerkrieg-und-drei-filmische-aufarbeitungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/buergerkrieg-und-drei-filmische-aufarbeitungen-10171869\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerkrieg und drei filmische Aufarbeitungen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Gewalt und Krieg in Ex-Jugoslawien\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/272069-150x150.jpg\" alt=\"Buchcover\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Ein B\u00fcrgerkrieg, der lange nachwirkt: Filme zu Ex-Jugoslawien<\/p> <div> Die Darstellung von Gewalt in Filmen \u00fcber den B\u00fcrgerkrieg in Ex-Jugoslawien<\/p> <p>Mehr als ein Drittel der erstmaligen Asylantr\u00e4ge in Deutschland stammte im August 2015 von Gefl\u00fcchteten aus der ehemaligen Republik Jugoslawien. 16 Jahre sind vergangen seit dem letzten Krieg in der Region. Doch die Kriegstraumata aus dieser Zeit begleiten viele der Menschen dort bis heute. Hier setzt das Buch &#8222;Gewalt und Krieg in Ex-Jugoslawien.<!--more--><\/p> <p>Eine vergleichende Filmanalyse von Kusturicas &#8218;Underground&#8216;, Tanovi\u0107s &#8218;No Man&#8217;s Land&#8216; und Zbani\u0107s &#8218;Esmas Geheimnis'&#8220; (https:\/\/www.fachzeitungen.de\/ebook-gewalt-und-krieg-ex-jugoslawien) an, das sich mit den filmischen Aufarbeitungen des Konflikts befasst.<\/p> <p>Drei Filme versuchen, das Unbegreifliche zu erkl\u00e4ren<\/p> <p>Die Filmwissenschaftlerin Nadija Tomasovi\u0107 untersucht in diesem Buch drei Filme, die sich mit verschiedenen Stadien des Konflikts befassen: Emir Kusturicas &#8222;Underground&#8220; reflektiert die komplexe Vorgeschichte des B\u00fcrgerkrieges, Danis Tanovi\u0107s &#8222;No Man&#8217;s Land&#8220; fokussiert die Geschehnisse w\u00e4hrend des Krieges und &#8222;Esmas Geheimnis&#8220; von Jasmila Zbani\u0107 zeigt schlie\u00dflich die Folgen des Krieges und deren Reflexion im Alltag. Zusammen beleuchten die drei analysierten Filme die Hintergr\u00fcnde des Konflikts, die f\u00fcr Au\u00dfenstehende nach wie vor nicht leicht zu begreifen sind.<\/p> <p>Das Buch &#8222;Gewalt und Krieg in Ex-Jugoslawien&#8220; (http:\/\/www.grin.com\/de\/e-book\/120847\/) ist aus diesem Grund im Geschichts- oder Sozialkundeunterricht genauso gut aufgehoben wie an Filmhochschulen: Die darin enthaltenen Analysen helfen beim Verst\u00e4ndnis der filmischen Erkl\u00e4rungsversuche, wie aus ethnischen und nationalen Motiven mitten in Europa ein Krieg ausbrechen konnte. \u00dcber dies hinaus liefert das Buch Denkanst\u00f6\u00dfe, warum Konflikte der fr\u00fcheren B\u00fcrgerkriegsparteien sich heute unter Gefl\u00fcchteten in Deutschland fortzusetzen drohen: Statt im Film wird das im Krieg erlebte Trauma in der Realit\u00e4t nachgeahmt.<\/p> <p>Realit\u00e4t und Film sind Nachahmungen des Erlebten<\/p> <p>Ausschlaggebend f\u00fcr diesen Gedanken ist Jean Girards mimetische Gewalttheorie. Dieser kommt im Buch &#8222;Gewalt und Krieg in Ex-Jugoslawien&#8220; (http:\/\/www.grin.com\/de\/e-book\/120847\/) eine grundlegende Bedeutung zu, denn die Autorin konzentriert sich besonders auf die Nachahmung von kriegerischer Gewalt im Film. Dabei argumentiert sie, dass Gewalt im Film nicht durch das Abfotografieren der \u00e4u\u00dferen Wirklichkeit entsteht, sondern aus sich heraus.<br \/> Die Autorin h\u00e4lt sich deshalb nicht mit filmhistorischen Zusammenh\u00e4ngen oder typisch gewalthaltigen Filmgenres auf. Ihr Ziel ist vielmehr eine detaillierte Untersuchung der Problematik von Gewalt im Film und ihrer \u00e4sthetischen Organisation. Durch die Konzentration auf die Wirkung der Bilder greift sie im Rahmen der Frage nach der Freisetzung von aggressiven Energien auch die Hypothese auf, dass mediale Darbietungen von Gewalt vielf\u00e4ltige und in jedem Einzelfall h\u00f6chst verschiedene Wirkungen haben.<\/p> <p>Der GRIN-Verlag publiziert seit 1998 akademische eBooks und B\u00fccher. Wir ver\u00f6ffentlichen alle wissenschaftlichen Arbeiten: Hausarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Fachb\u00fccher uvm.<\/p> <p>Kontakt<br \/> GRIN Verlag \/ Open Publishing GmbH<br \/> Janine Linke<br \/> Nymphenburger Str. 86<br \/> 80636 M\u00fcnchen<br \/> +49-(0)89-550559-27<br \/> presse@grin.com<br \/> http:\/\/www.grin.com<\/p> <\/div> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein B\u00fcrgerkrieg, der lange nachwirkt: Filme zu Ex-Jugoslawien Die Darstellung von Gewalt in Filmen \u00fcber den B\u00fcrgerkrieg in Ex-Jugoslawien Mehr als ein Drittel der erstmaligen Asylantr\u00e4ge in Deutschland stammte im August 2015 von Gefl\u00fcchteten aus der ehemaligen Republik Jugoslawien. 16 Jahre sind vergangen seit dem letzten Krieg in der Region. 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