{"id":186253,"date":"2016-01-28T18:20:33","date_gmt":"2016-01-28T18:20:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=186253"},"modified":"2016-01-29T12:10:41","modified_gmt":"2016-01-29T11:10:41","slug":"welche-daten-sendet-mein-auto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/welche-daten-sendet-mein-auto-10186253\/","title":{"rendered":"Welche Daten sendet mein Auto?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Selbstdatenschutz im vernetzten Fahrzeug\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/280207-150x150.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Mein Auto muss nicht alles wissen<\/p> <div>Start f\u00fcr SeDaFA: Forschungsprojekt entwickelt L\u00f6sungen zum Selbstdatenschutz im vernetzten Fahrzeug<\/p> <p>Das Internet hat l\u00e4ngst Einzug in die Automobilindustrie gehalten. Vernetzte Fahrzeuge, die Daten an Fahrzeughersteller, Werkst\u00e4tten, Versicherungen oder Ersatzteilproduzenten senden, sind heute Realit\u00e4t. Diese Masse an anfallenden Daten erm\u00f6glicht einerseits viele neue Anwendungen und Gesch\u00e4ftsmodelle. Andererseits birgt dies neue Risiken und gro\u00dfe Datenschutzprobleme.<!--more--><\/p> <p>Das neu gestartete Projekt SeDaFa \u2013 Selbstdatenschutz im vernetzten Fahrzeug \u2013 entwickelt deshalb L\u00f6sungen, mit denen Autonutzer selbst dar\u00fcber bestimmen k\u00f6nnen, auf welche Fahrzeugdaten zugegriffen werden darf. Mehr Informationen unter <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.sit.fraunhofer.de\/sedafa\/\"  >www.sedafa-projekt.de<\/a>.<\/p> <p>Fahrzeugdaten werden immer wichtiger. Einzelne Teile des Fahrzeugs erzeugen und speichern Daten; Steuerger\u00e4te und Sensoren kommunizieren sowohl untereinander als auch mit Werkst\u00e4tten, Automobilherstellern und Infrastrukturen. Gerade haben Datensch\u00fctzer und der Verband der Automobilindustrie in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung unterstrichen, dass dies nicht nur Vorteile f\u00fcr Verkehrssicherheit und Komfort bietet, sondern auch Risiken f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeitsrechte der Fahrzeugnutzer darstellt: Beispielsweise verraten Daten zu Bremsverhalten oder Fahrgeschwindigkeit viel \u00fcber Eigenschaften und Vorlieben des Fahrers. Versicherungen k\u00f6nnen so \u2013 je nach Fahrstil \u2013 g\u00fcnstigere oder teurere Tarife anbieten. Arbeitgeber k\u00f6nnen ein automatisches Fahrtenbuch f\u00fchren lassen, \u00fcber das sie kontrollieren, wer und auf welchen Strecken einen Firmenwagen f\u00e4hrt. Diese und andere Szenarien, die sich daraus ergeben, k\u00f6nnen gro\u00dfe Datenschutzproblematiken beinhalten.<\/p> <p>Ziel des Projekts SeDaFa ist es, L\u00f6sungen zum Selbstdatenschutz von Autofahrern und Insassen zu entwickeln, die sowohl Fahrzeughersteller und Infrastruktur-Anbieter genauso wie Entwickler f\u00fcr Auto-Apps nutzen k\u00f6nnen, um ihre Gesch\u00e4ftsmodelle datenschutzfreundlich zu gestalten. Dabei sollen Autonutzer transparent und \u00fcbersichtlich informiert werden, welche Daten gesendet und f\u00fcr welche Zwecke genutzt werden k\u00f6nnen \u2013 auf dieser Basis sollen Fahrzeugnutzer selbst entscheiden k\u00f6nnen, welche Daten sie preisgeben m\u00f6chten. Der Datenfluss soll also nicht komplett unterbunden werden, sondern ein datenschutzwahrender Zugriff auf Fahrzeugdaten gew\u00e4hrleistet werden. Um dies zu erreichen, arbeiten im Projekt SeDaFa Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammen, die nicht nur technische, sondern auch rechtliche Aspekte und Nutzerfreundlichkeit der zu entwickelnden L\u00f6sungen ber\u00fccksichtigen.<\/p> <p>\u201eWir untersuchen zun\u00e4chst s\u00e4mtliche Datenstr\u00f6me von Steuerger\u00e4ten, Telematikeinheiten, Sensoren und Infotainment-Systemen und schauen, welche Daten wohin flie\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Christoph Krau\u00df, SeDaFa-Projektkoordinator und Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Sichere Informationstechnologie SIT. \u201eWir schauen dann, welche Konsequenzen dies f\u00fcr den Nutzer haben kann, und ob die Daten personenbezogen sind oder nicht\u201c. Aus Geschwindigkeitsdaten lie\u00dfe sich beispielsweise ermitteln, wo genau ein Auto entlang gefahren ist \u2013 ohne Geo-Koordinaten zu \u00fcbertragen, allein durch Wegbeschaffenheit, Kreuzungen, Ampeln etc. Das Fraunhofer SIT entwickelt im Rahmen von SeDaFa technische Konzepte, wie ein Kunde einem Autohersteller oder einer Werkstatt Einblicke in seine Fahrzeugdaten gew\u00e4hren kann, ohne dass dies seine Privatsph\u00e4re verletzt. Beispiel Verschlei\u00dfteile: Ein Hersteller kann aus Daten zum Fahrverhalten ermitteln, wie schnell bestimmte Teile sich abnutzen \u2013 hier lassen sich die Daten des einzelnen Fahrers mit Zufallswerten versehen, sodass nicht das exakte Fahrverhalten des Einzelnen \u00fcbermittelt wird, sondern ein Durchschnittswert, ohne das die Verschlei\u00dfprognose darunter leidet. Gemeinsam mit dem interdisziplin\u00e4ren SeDaFa-Projektteam entwickelt das Fraunhofer SIT unter anderem einen Prototypen, der exemplarisch demonstriert, wie das Laden eines Elektroautos sicher abgerechnet werden kann, ohne dass Stromanbieter und Abrechnungsstellen Bewegungsprofile des Fahrzeugs erstellen k\u00f6nnen.<\/p> <p>Weitere Projektpartner sind die Accessec GmbH, die Universit\u00e4t Hohenheim, Stuttgart, die Volkswagen AG sowie die Technische Universit\u00e4t Darmstadt. Assoziierte Partner des Projekts sind das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der Hessische Datenschutzbeauftragte sowie die Daimler AG. SeDaFa umfasst ein Volumen von 1,77 Mio. Euro, davon tr\u00e4gt das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) 84 Prozent.<\/p> <p>Die Informationstechnologie hat bereits weite Teile unseres Alltags durchdrungen: Ob Auto, Telefon oder Heizung ohne IT-Einsatz sind die meisten Ger\u00e4te und Anlagen heute nicht mehr denkbar. Insbesondere Unternehmen nutzen \u00ad\u00ad\u00adIT-Systeme zur effektiven Gestaltung ihrer Arbeitsprozesse. Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Sichere Informationstechnologie besch\u00e4ftigt sich mit dem Schutz dieser Systeme vor Ausf\u00e4llen, Angriffen und Manipu\u00adlationen.<\/p> <p>Das Fraunhofer-Institut SIT ist Teil des gr\u00f6\u00dften Cybersicherheitsforschungszentrums Deutschlands in Darmstadt und z\u00e4hlt auch weltweit auf vielen Gebieten zu den f\u00fchrenden Forschungseinrichtungen zur Cybersicherheit weltweit.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Fraunhofer-Institut f\u00fcr Sichere Informationstechnologie<br \/> Oliver K\u00fcch<br \/> Rheinstra\u00dfe 75<br \/> 64295 Darmstadt<br \/> 06151\/869-213<br \/> presse@sit.fraunhofer.de<br \/> http:\/\/www.themenportal.de\/it-hightech\/mein-auto-muss-nicht-alles-wissen-36573<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Fraunhofer-Institut f\u00fcr Sichere Informationstechnologie<br \/> Oliver K\u00fcch<br \/> Rheinstra\u00dfe 75<br \/> 64295 Darmstadt<br \/> 06151\/869-213<br \/> presse@sit.fraunhofer.de<br \/> www.sit.fraunhofer.de<\/p> <\/div> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Auto muss nicht alles wissen Start f\u00fcr SeDaFA: Forschungsprojekt entwickelt L\u00f6sungen zum Selbstdatenschutz im vernetzten Fahrzeug Das Internet hat l\u00e4ngst Einzug in die Automobilindustrie gehalten. Vernetzte Fahrzeuge, die Daten an Fahrzeughersteller, Werkst\u00e4tten, Versicherungen oder Ersatzteilproduzenten senden, sind heute Realit\u00e4t. Diese Masse an anfallenden Daten erm\u00f6glicht einerseits viele neue Anwendungen und Gesch\u00e4ftsmodelle. Andererseits birgt dies<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":186403,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[125],"tags":[134],"class_list":["post-186253","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-auto-motorrad-motorgeraete","tag-default"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=186253"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":186404,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186253\/revisions\/186404"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/186403"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=186253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=186253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=186253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}