{"id":18874,"date":"2013-03-04T17:16:54","date_gmt":"2013-03-04T17:16:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=18874"},"modified":"2013-03-05T15:00:47","modified_gmt":"2013-03-05T14:00:47","slug":"reformgesetze-in-einer-dekade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/reformgesetze-in-einer-dekade-1018874\/","title":{"rendered":"Reformgesetze in einer Dekade"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"&quot;Reformen-Bilanz: Was hat die Gesundheitspolitik erreicht?&quot;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/postie-media149-150x150.jpg\" width=\"119\" height=\"119\" \/>Steigende Kosten trotz 19 Reformen<\/p> <p>13. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik diskutiert eine Dekade an Reformgesetzen<\/p> <p>Deutschland war Vorreiter beim Aufbau einer solidarischen Gesundheitsversorgung, die bis heute umfassendere Leistungen bietet als viele andere. Allerdings knirscht es chronisch im R\u00e4derwerk des zwar leistungsf\u00e4higen, aber immer komplexeren und teureren Systems. Insbesondere die Bereiche Krankenhaus- und Arzneimittelversorgung haben die gr\u00f6\u00dften Anteile an den milliardenschweren Gesamtausgaben. <!--more-->In diesem Zusammenhang stellt der 13. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik unter Leitung von Prof. Matthias Augustin die Frage, was die immerhin 19 Reformgesetze der letzten zehn Jahre erreicht haben. Die wie immer gut besuchte \u00f6ffentliche Debatte am Universit\u00e4tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) konnte einmal mehr mit sachverst\u00e4ndigen Experten aufwarten, deren Blick auf die aktuelle Situation und die Zukunft sehr unterschiedlich ausfiel.<\/p> <p>Das ehemalige LBK-Vorstandsmitglied Prof. Heinz Lohmann zeigt sein Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr einen mangelnden Lernprozess aus 40 Jahren Gesundheitsreform. Sp\u00e4testens nach dem GSG 1992 h\u00e4tte man einsehen m\u00fcssen, dass Einzelreformen den Krankenh\u00e4usern nur Kurzzeiteffekte bringen. Ein kompletter Strukturwandel hin zu einem marktwirtschaftlich gepr\u00e4gten System mit filialisierten Spezialkliniken und privaten Anbietern in Gesundheitszentren ist f\u00fcr den anerkannten Gesundheits\u00f6konom der einzige Weg zu einer auch zuk\u00fcnftig erstklassigen Versorgung. Hingegen sieht Dr. Wulf-Dietrich Leber, Leiter der Abteilung Krankenh\u00e4user beim GKV-Spitzenverband, die Zukunft der Krankenh\u00e4user durch den weiteren Ausbau des DRG-Systems gesichert. &#8222;Das ist eine echte Erfolgsgeschichte, die zur Verk\u00fcrzung der Liegezeiten und zu deutlich mehr Transparenz und Wirtschaftlichkeit f\u00fchrt&#8220;, so Leber. Man m\u00fcsse alle wichtigen Bereiche unter DRG stellen. W\u00fcrde man zudem die Themen Mengenbeschr\u00e4nkung und Innovationsmanagement endlich vern\u00fcnftig regeln, so Leber, w\u00e4ren die Krankenh\u00e4user gut f\u00fcr die Zukunft ger\u00fcstet. Und die Arzneimittelversorgung? Frau Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss, betont, dass die Ausgaben f\u00fcr Arzneimittel besonders durch \u00fcberzogene Preisforderungen der Industrie \u00fcberproportional zum Verordnungsverhalten wachsen. Immerhin seien durch das Preismoratorium sowie den 16-prozentigen Herstellerrabatt als Folge des GKV-\u00c4nderungsgesetzes 1,2 Mrd. Euro eingespart worden. Durch die fr\u00fche Nutzenbewertung von Arzneimitteln wurden bislang 25 Mio. Euro erzielt. Es mache Sinn, so Klakow-Franck, den Bestandsmarkt mit in die Nutzenbewertung einzubeziehen. Aussagen, die Henning Fahrenkamp, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), auf die Palme bringen: Das rigide Vorgehen gegen die pharmazeutische Industrie verschlechtere die Situation Deutschlands am Weltmarkt erheblich. Unternehmen k\u00f6nnen Ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung nicht mehr refinanzieren und w\u00fcrden innovative Arzneimittel gar nicht erst auf den deutschen Markt bringen. Wirtschaftliches Handeln, das von allen Beteiligten im Gesundheitssystem gefordert wird, werfe man der Industrie vor. Die n\u00e4chste Regierung wird sich f\u00fcr ein zukunftsf\u00e4higes Gleichgewicht aus Kostensteuerung, Therapiequalit\u00e4t, Good Governance im Gesundheitswesen und wirtschaftlicher Prosperit\u00e4t bem\u00fchen m\u00fcssen, so Fahrenkamp.<\/p> <p>Der Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik versteht sich als \u00f6ffentliches Forum zur Diskussion wichtiger Entwicklungen im Gesundheitssektor. Seit 2006 l\u00e4dt Prof. Matthias Augustin, renommierter Spezialist f\u00fcr Versorgungsforschung und Leiter des Instituts f\u00fcr Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen, regelm\u00e4\u00dfig Experten aller Disziplinen des Gesundheitswesens zur Debatte ins Universit\u00e4tsklinikum Eppendorf. Die Veranstaltungsreihe ist mittlerweile \u00fcberregional bekannt daf\u00fcr, unterschiedliche Sichtweisen auf aktuelle Themen zu b\u00fcndeln und der \u00d6ffentlichkeit Fachwissen h\u00f6chsten Rangs zug\u00e4nglich zu machen.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Universit\u00e4tsklinikum Hamburg-Eppendorf<br \/> Prof. Dr. med. Matthias Augustin<br \/> Martinistra\u00dfe 52<br \/> 20246 Hamburg<br \/> 040 &#8211; 480 73 81<br \/> info@beckundpartner.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.eppendorfer-dialog.de\" title=\"Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik\" >http:\/\/www.eppendorfer-dialog.de<\/a><\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> Adriane Beck &amp; Partner GmbH<br \/> Maja Timm<br \/> Eppendorfer Landstra\u00dfe 31<br \/> 20249 Hamburg<br \/> 040 &#8211; 480 73 81<br \/> info@beckundpartner.de<br \/> http:\/\/www.beckundpartner.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steigende Kosten trotz 19 Reformen 13. 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